Initiative Tierwohl: 6,9 Millionen neue Ferkel – Schweine künftig mit gesamter Lebensspanne im System

• 570 neue Ferkelaufzuchtbetriebe mit rund 6,9 Millionen Ferkeln pro Jahr angemeldet
• Rund 25 Millionen ITW-Ferkel stehen künftig rund 22 Millionen ITW-Mastschweinen gegenüber
• Wichtige Voraussetzung für mehr Nämlichkeit im ITW-System geschaffen

Die Initiative Tierwohl (ITW) hat die rechnerische Lücke zwischen Ferkelaufzucht und Schweinemast geschlossen. In der jüngsten Registrierungsphase wurden 570 weitere Ferkelaufzuchtbetriebe mit rund 6,9 Millionen Ferkeln pro Jahr angemeldet. Damit stehen künftig rund 25 Millionen ITW-Ferkel rund 22 Millionen ITW-Mastschweinen gegenüber. Für das ITW-System ist das ein wichtiger Schritt hin zu mehr Nämlichkeit. Ab 2027 soll im ITW-System die Voraussetzung geschaffen sein, dass Schweine lückenlos von der Geburt bis zur Schlachtung auf teilnehmenden Betrieben gehalten werden können.

„Das ist ein starkes Signal für die Weiterentwicklung der Initiative Tierwohl in der Schweinehaltung“, erklärt Robert Römer, Geschäftsführer der Initiative Tierwohl. „Mit rund 6,9 Millionen zusätzlich angemeldeten Ferkeln gibt es im ITW-System rein rechnerisch erstmals mehr ITW-Ferkel als ITW-Mastschweine. Damit ist eine zentrale Voraussetzung geschaffen, um die Marktlösung weiter voranzubringen. Das verfügbare Budget im Ferkelfonds reicht für alle angemeldeten Betriebe bis mindestens Ende 2026 aus.“

Die neu angemeldeten Ferkelaufzuchtbetriebe nehmen als „nämliche Ferkelaufzüchter“ an der ITW teil. Voraussetzung für die Auszahlung des Tierwohlentgelts ist dabei unter anderem, dass die Ferkel an einen ITW-Mäster geliefert werden und von einem ITW-Sauenhalter stammen. Nur für diese Ferkel erhalten die Neuteilnehmer 4,50 Euro pro Tier aus dem Ferkelfonds. Eine Budgetzusicherung aus dem Ferkelfonds besteht noch bis mindestens zum 31. Dezember 2026.

Insgesamt nehmen aktuell über 10.000 schweinehaltende Betriebe an der ITW teil, darunter über 2.000 Ferkelaufzüchter. Die Anzahl der ITW-Ferkel wird sich wahrscheinlich ab 2027 an die Anzahl der ITW-Mastschweine angleichen. Derzeit nehmen aus Gründen des Bestandsschutzes noch Ferkelerzeuger aus den ersten Programmphasen der ITW teil, die nicht an ITW-Mäster liefern.

Quelle: Initiative Tierwohl GmbH