Start Blog

Bundestag beschließt Aufnahme des Wolfs in das Bundesjagdgesetz

• Rechtssichere Entnahme von Wölfen
• Herdenschutzmaßnahmen werden gestärkt
• Ausweisung von Weidegebieten zur Entnahme von Wölfen (z.B. in der alpinen Region)

Der Deutsche Bundestag hat heute den von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer vorgelegten Gesetzentwurf zur Aufnahme des Wolfes in das Bundesjagdgesetz (BJagdG) beschlossen. Damit wird der Schutz von Weidetieren verbessert und der präventive Herdenschutz gestärkt. Durch die Gesetzesänderung können die Länder in Regionen mit hoher Wolfsdichte und günstigem Erhaltungszustand ein Bestandsmanagement einführen. Wo Wölfe Herdenschutzmaßnahmen überwinden, können sie rechtssicher entnommen werden. In Gebieten, in denen präventiver Herdenschutz unzumutbar ist – etwa in der alpinen Region – ist eine Entnahme zur Vermeidung von Weidetierrissen ebenfalls möglich.

Dazu sagt der Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer: „Vielerorts ist die Bedrohung der Weidetiere durch den Wolf bittere Realität. Das wurde in den letzten Wochen durch Berichte über zahlreiche Risse schmerzhaft deutlich. Für Tierhalter bedeutet jeder Riss nicht nur einen wirtschaftlichen Verlust, sondern auch eine enorme emotionale Belastung. Die Aufnahme des Wolfs ins Bundesjagdgesetz bringt Rechtssicherheit und klare, praktikable Regeln. Diese Bundesregierung hat schnell gehandelt, wie versprochen, wie im Koalitionsvertrag vereinbart. Bis zum Almauftrieb ist der Wolf im Jagdgesetz – das ist mein Ziel. Auch dort, wo Zäune und Herdenschutzhunde an ihre Grenzen kommen, kann bald zielgenau gehandelt werden, wie beispielsweise in der alpinen Region.

Im Einzelnen sieht der Gesetzentwurf folgende Regelungen vor:

• Regionales Bestandsmanagement: Mit der Aufnahme des Wolfs in das BJagdG wird den Ländern die Möglichkeit eines regionalen Bestandsmanagements gegeben. Das bedeutet: In Regionen mit hohen Wolfszahlen, wo der günstige Erhaltungszustand festgestellt wurde, können Managementpläne aufgestellt und so die Zahl der regional lebenden Wölfe reguliert werden. In diesem Rahmen ist eine Jagdzeit von 1. Juli bis 31. Oktober vorgesehen.

• Entnahme von Wölfen: Haben Wölfe Herdenschutzmaßnahmen überwunden und Weidetiere verletzt oder getötet, ist eine leichtere, rechtssichere Entnahme der Wölfe, unabhängig vom Erhaltungszustand, möglich.

• Ausweisung von Weidegebieten: In einigen Regionen Deutschlands ist präventiver Herdenschutz, zum Beispiel das Aufstellen von Zäunen, aufgrund der geografischen Gegebenheiten, wie Hangneigung, Bodenbeschaffenheit oder Lage an Gewässern nicht möglich. Das ist beispielsweise in den Alpen (Almwiesen) oder an den Küsten (Deiche) der Fall. Die Bundesländer bekommen nun die Möglichkeit, bestimmte Weidegebiete auszuweisen, um hier den Schutz der Weidetiere durch die Entnahme der Wölfe sicherzustellen.

• Finanzierung Herdenschutz: Derzeit ist die Finanzierung von Herdenschutzmaßnahmen über die Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) geregelt. Wir überprüfen diese Regelungen mit dem Ziel, Verbesserungen bei der Förderung des Herdenschutzes zu erzielen.

• Bericht an den Bundestag: Nach fünf Jahren berichtet die Bundesregierung dem Deutschen Bundestag, inwieweit sich die Regelungen bewährt haben.

• Kein Handel mit Wolfstrophäen: Die Regeln der EU-Artenschutzverordnung gelten auch weiterhin für den Wolf: Damit sind Zurschaustellung und Handel mit toten Wölfen auch künftig verboten.

Hintergrund:
Die Wolfsbestände in Europa sind in den vergangenen zehn Jahren stark gewachsen – von 11.200 Tieren im Jahr 2012 auf über 20.300 im Jahr 2023. In Deutschland leben derzeit 219 Wolfsrudel, vor allem in Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen. Parallel dazu steigt die Zahl der Wolfrisse: Im Jahr 2024 wurden rund 4.300 Nutztiere, überwiegend Schafe und Ziegen, von Wölfen gerissen, zum Teil trotz der weiterhin wichtigen Herdenschutzmaßnahmen wie Zäunen und Herdenschutzhunden.

Deutschland hat der EU-Kommission dieses Jahr den „günstigen Erhaltungszustand“ des Wolfs in der atlantischen und der kontinentalen Region gemeldet. Damit sind die Voraussetzungen gegeben, um den Ländern in Regionen mit einem guten Erhaltungszustand die Möglichkeit zu geben, ein regionales Wolfsmanagement einzuführen. Mit der Aufnahme des Wolfs in das Bundesjagdgesetz und den entsprechenden Anpassungen im Bundesnaturschutzgesetz ist dafür die rechtliche Grundlage geschaffen. Bereits Anfang des Jahres war der Wolf von „streng geschützt“ auf „geschützt“ in der Berner Konvention herabgestuft worden.

Der Bundesrat muss dem Gesetzentwurf noch zustimmen.

Quelle: BMLEH

Halten von Hennen: Neues Projekt der Uni Osnabrück mit der Tierärztlichen Hochschule Hannover

Die überwiegende Anzahl der in Deutschland gehaltenen etwa 45 Millionen Legehennen leben in Volierensystemen. In einem Kooperationsprojekt der Uni Osnabrück mit der Tierärztlichen Hochschule Hannover untersucht ein Forschungsteam, wie tierschonendes Fangen und Verladen praktisch umgesetzt werden kann. Gefördert wird das Projekt durch das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Zum Hintergrund: In mehretagigen Volieren können sich Legehennen auf verschiedenen Ebenen frei bewegen. Dort werden ihnen Futter und Wasser, Gruppennester sowie Sitzstangen zum nächtlichen Ruhen angeboten. „Diese Art der Haltung ist für das Tierwohl von Vorteil, macht jedoch das Ausstallen der Tiere anspruchsvoll“, so der Osnabrücker Projektleiter Prof. Dr. Chadi Touma. Das Ausstallen erfolgt üblicherweise nachts, wenn die Tiere sich zum Schlafen zurückgezogen haben und aufgrund der Dunkelheit beim Fangen ruhiger sind.

Um sie im Volierensystem zu fangen, werden die Althennen üblicherweise an den Beinen gegriffen, kopfüber hochgehoben und anschließend in Transportbehältnisse verladen. Diese Arbeit übernimmt hierfür speziell eingewiesenes, sachkundiges Personal, das vom Tierhalter beauftragt wird. Dennoch besteht bei dieser Methode die Gefahr, dass die Tiere beim Fangen oder Verladen verletzt werden. Das Drehen von der aufrechten in die Kopfüber-Haltung ist für die Tiere, so vermuten die Forschenden, wahrscheinlich mit Stress und evtl. Schmerzen verbunden. Eine wissenschaftliche Einschätzung der durch diese Fangmethode ausgelösten Stressreaktion steht allerdings noch aus.

Ziel des Projektes ist es, aufzuzeigen und zu evaluieren, wie eine tierschutzgerechte Ausstallung und Verladung von Legehennen möglich ist. Aus den Ergebnissen und den praktischen Erfahrungen im Projekt wollen die Forschende weitere Vorschläge ableiten, um den Fang- und Verladeprozess zu verbessern.

Das Projekt gliedert sich in zwei Teilprojekte, die innerhalb von 18 Monaten bearbeitet werden. „Im ersten prüfen wir auf Praxisbetrieben, welche Einflüsse das aufrechte Fangen mit Umgreifen des Körpers, bzw. in schwer zugänglichen Bereichen der Voliere das Greifen an beiden Ständern mit dem Halten des Brustbeins, auf das Tierwohl, die Verladezeit, die Arbeitsbelastung des Fängerpersonals sowie die Ökonomie hat“, so Dr. Birgit Spindler aus dem Institut für Tierhygiene, Tierschutz und Nutztierethologie der Tierärztlichen Hochschule Hannover, die für diesen Projektteil verantwortlich ist.

Um messen zu können, welche Stressreaktion die Tiere auf das Fangen zeigen, vergleichen die Forschenden im zweiten Teilprojekt bei Althennen beide Fangmethoden (Aufrecht vs. Überkopf) miteinander. Dafür messen sie unter Leitung von Prof. Dr. Chadi Touma, Universität Osnabrück, Abbauprodukte des Stresshormons Corticosteron im Kot der Tiere. Corticosteron ist bei Nagetieren und Vögeln eines der wichtigsten Stresshormone, analog zum Cortisol beim Menschen, erklärt Professor Touma. Er sagt: „Insgesamt hoffen wir mit unserem Projekt zur Objektivierung der Tierwohl-Erfassung beizutragen und die Entwicklung und Anwendung von tierschonenden Verfahren vorantreiben zu können.“

Quelle: Universität Osnabrück

„70-80 % der Fruchtbarkeitsprobleme beim Schwein sind nicht krankheitsbedingt. Entscheidend ist das Management!“ #Bioland Schweinefachtagung 2026

So begann Dr. Anke Zankl (vetxperts Hohenlohe) ihren Vortrag auf der Schweinefachtagung des Bioland-Verbandes und beleuchtete dann Remontierung und Besamungsmanagement im Detail.

Einleitend verglich sie Vor- und Nachteile von Zukauf und Eigenremontierung. Zukauf bedeute weniger Arbeit und erlaube den Fokus auf die Ferkelproduktion zu legen, sie erleichtere die Planung und profitiere von höheren genetischen Fortschritten.

Allerdings berge der Zukauf auch das Risiko für den Import von Krankheiten und die Lieferung sei meistens nur alle sechs Wochen möglich. Die Eingliederung neuer Sauen erfordere eine passende Eingliederung und sehr gute Quarantäne-Maßnahmen.

Bei der Eigenremontierung bestehe ein geringeres Risiko, Krankheiten einzuschleppen und es bliebe ausreichend Zeit für die Eingliederung. Schließlich könne der Ferkelerzeuger die Auswahl der Jungsauen nach eigenem Ermessen vornehmen.

Allerdings seien dazu Selektions-Kenntnisse oder ein Berater nötig. Der Aufwand von Zeit, Arbeitskraft und Platz sei höher. Außerdem würden natürlich bei der Eigenremontierung auch männliche Ferkel geboren.

Als Ziele der Eingliederung nannte Zankl

• gesunde Jungsauen zur Remontierung mit guter Lebensleistung
• stabile Herdengesundheit ohne Immunitäts-Schwankungen
• Reduktion schwankender Kolostrum-Qualität durch gute Eingliederung

Hier spiele die Quarantäne für Jungsauen eine wichtige Rolle. Ohne Quarantäne würden gesunde Jungsauen in den Bestand eingeführt, die dann erkranken und dann sogar Keime ausscheiden könnten. Auch das Gleichgewicht der bereits im Betrieb lebenden Sauen könne für eine ganze Weile gestört werden.

Bei der Eingliederung mit Quarantäne blieben die Jungsauen eine Woche separiert und könnten gleich zu Anfang auch geimpft werden. Nach einer gewissen Zeit sollten die neuen Tiere dann Kontakt zu gesunden Schweinen aus dem Bestand, Kaustricken oder auch Kot bekommen. Sollten die Jungsauen beim Kontakt mit der Betriebsflora krank werden, geschähe dies ohne das Gleichgewicht im Betrieb zu stören.

Nach der Anpassung folge eine sechswöchige „Abkühlungsphase“, in der die Jungsauen Infektionen überwinden könnten. Dank der aufgebauten Abwehrkräfte würden sie auch keine Krankheitserreger ausscheiden. Und schließlich könnten die Tiere dann in die Herde integriert werden.

Für die Stallausstattung empfiehlt die Fachtierärztin für Schweine.

• ausreichende Troglänge (35-40 cm je Tier
• 2-mal oder ad libitum füttern
• unbegrenzten Zugang zu Wasser
• gute Bodenbeschaffenheit und Luftqualität (keine Zugluft, trocken mit 18-21 Grad)
• Tageslicht für 14-16 Stunden
• saubere Buchten, die vor Einstallung gereinigt und desinfiziert werden müssten
• und die Sicherstellung der sozialen Entwicklung der Jungsauen

Besamungsmanagement
„Die Rausche der saue ist eine hormonelle Höchstleistung“ erklärte Zankl und deswegen gelte es die hormonelle Regulation der Sau bestmöglich zu unterstützen. Stress sei unter allen Umständen zu vermeiden.

Die Hormone von Sauen würden vor allem von Genetik/Zuchtauswahl aber auch von Anteil weiblicher Ferkel im Jungsauen-Vermehrungswurf bestimmt. Mindestens die Hälfte der Ferkel sollten hier weiblich sein.

Auch die täglichen Zunahmen seien wichtig. Je nach Körpergewicht wären folgende Werte wünschenswert:

30-60 kg – 600 g,
ab 60-65 kg – 700 g,
ab 90 kg – 750 g.

Mineralien und Vitamine sollten auf jeden Fall ergänzt und auch auf ausreichend Rückenspeck geachtet werden (12-14 mm).

Ausreichender Mensch/Tier-Kontakt sei äußerst wichtig, weil er weniger Angst und Adrenalinausschüttung bedeute und das Oxytocin zur Wirkung brächte. Auch die Körperkondition nach dem Absetzen und Tag/Nacht-Temperaturschwankungen spielten eine Rolle.

Zum Eberkontakt gehörten am besten zwei, sexuell aktive Eber, im Alter von mindestens 13 Monaten, die ab dem 3. Tag nach dem Absetzen 2x täglich für 30-60 Minuten Kontakt mit den Sauen haben. Diese müssten die Eber sehen, hören, riechen und tasten ohne dabei etwa durch andere Arbeit, Lärm oder Fütterung gestört zu werden. Auch beim Besamen sei Eberkontakt wichtig; Dauerkontakt sein jedoch zu vermeiden.

Die Besamung selbst sollte ruhig, freundlich und schmerzfrei erfolgen, am besten immer durch die gleiche Person – die auch einen besonderen Besamungs-Overall in anderer Farbe als die normale Betriebskleidung tragen sollte.

Die Zeit zwischen zwei Stimulationspeaks betrage 60 Minuten die Dauer jeweils 15-20 Minuten bis zur Oxytocin-Ausschüttung. Der Muttermund sollte den Katheter umschließen, die Gebärmutter kontrahieren. In den folgenden 10-16 Tagen nisteten sich die Eizellen ein. Speziell in dieser Zeit sollte Stress auf jeden Fall vermieden werden.

Innerhalb der ersten vier Wochen der Trächtigkeit, stürben 30-40 % der Embryonen ab und es seien mindestens vier Embryos für eine Trächtigkeit nötig. Im gesunden Uterus der sau würden 70 % der Organlänge beansprucht.

Umrauscher
Und – last but not least – sollte die Umrauscher-Quote eines Betriebes unter 8 % liegen. Neben infektiösen Ursachen spielten beim unregelmäßigen Umrauschen etliche Faktoren eine Rolle: Stalltemperatur, Licht und wieder Stress. Die Erstbelegung könne zu früh erfolgt und der Body-Condition-Score der Sau mangelhaft sein. Schließlich wirkten sich auch schlechte Fütterung während der Laktation und Mykotoxine negativ aus.

Bei den infektiösen Ursachen spielten Schmierinfektionen mit „normalen“ Bakterien ebenso eine Rolle, wie systemische Infektionen mit Parvo, PCV2, PRRS, Influenza, Brucellose und Leptospirose.

Newcastle Disease in Brandenburg

0

Konsequente Tierseuchenbekämpfung braucht starke Veterinärstrukturen

Im Landkreis Oder-Spree (Brandenburg) wurde am 20. Februar 2026 in einem Putenmastbestand mit rund 23.000 Tieren die Newcastle Disease (ND), auch Atypische Geflügelpest genannt, amtlich festgestellt. Zuvor waren erhöhte Tierverluste und deutliche Krankheitsanzeichen aufgetreten. Das zuständige Veterinäramt leitete umgehend epidemiologische Ermittlungen ein – unterstützt vom Tierseuchenbekämpfungsdienst des Landes Brandenburg.

Die Bundestierärztekammer (BTK) nimmt den aktuellen Ausbruch zum Anlass, die Bedeutung einer starken und handlungsfähigen Veterinärverwaltung zwischen Landwirt:innen und betreuenden Tierärzt:innen, Ämtern und Laboren zu unterstreichen. „Der Fall in Brandenburg zeigt deutlich, dass wirksame Tierseuchenbekämpfung aufmerksame Tierhaltende, eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den betreuenden Tierärzt:innen sowie personell und technisch gut ausgestattete Behörden und Diagnostiklabore erfordert. Nur mit starken, bewährten Strukturen können wir im Ernstfall schnell und wirksam reagieren. Tierseuchen machen nicht an Landes- oder Staatsgrenzen halt. Investitionen in die Veterinärverwaltung sind Investitionen in Verbraucherschutz, Tiergesundheit und die Sicherung unserer landwirtschaftlichen Produktion“, erklärt der BTK-Präsident Ltd. VD Dr. Holger Vogel.

Die Newcastle Disease ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die vor allem Hühner und Puten betrifft und aufgrund ähnlicher Symptome wie Durchfall, Atemnot oder Lähmungen häufig mit der Geflügelpest (HPAI) verwechselt wird. Als bekämpfungspflichtige Tierseuche verbreitet sie sich sowohl direkt zwischen Tieren als auch indirekt über Fahrzeuge, Gerätschaften oder kontaminierte Kleidung. Auch Wildvögel und Schadnager stellen insbesondere in Freilandhaltungen ein Risiko dar. Angesichts wiederholter und großflächiger Ausbrüche im Nachbarland Polen seit September 2024 bleibt die Lage angespannt.

Im Gegensatz zur Aviären Influenza besteht in Deutschland eine Impfpflicht gegen ND. Alle Geflügelhaltende – auch Halter:innen privater, kleiner Hobbyhaltungen – sind verpflichtet, Hühner und Puten regelmäßig impfen zu lassen. Dennoch ist die Impfdecke insbesondere im nicht gewerbsmäßigen Bereich häufig unzureichend. „Eine lückenhafte Impfung gefährdet nicht nur einzelne Bestände, sondern die gesamte Geflügelpopulation. Die Impfpflicht ist kein bürokratischer Selbstzweck, sondern ein zentrales Instrument der Seuchenprävention“, betont Dr. Vogel. Die ordnungsgemäße Abgabe der Impfstoffe über die/den betreuende/n Tierärzt:in ist entscheidend für eine wirksame Immunisierung. Zudem ist die Geflügelhaltung beim zuständigen Veterinäramt sowie bei der Tierseuchenkasse des jeweiligen Bundeslandes anzuzeigen.

Die BTK ruft alle Geflügelhaltenden dazu auf,

• den Impfstatus ihrer Tiere unverzüglich zu überprüfen,
• Biosicherheitsmaßnahmen konsequent einzuhalten,
• Vorgaben hinsichtlich Stallhygiene und Schutzkleidung strikt zu beachten,
• erhöhte Tierverluste oder Krankheitsanzeichen umgehend dem zuständigen Veterinäramt zu melden.

Frühzeitiges Handeln ist entscheidend, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern und wirtschaftliche Schäden zu minimieren.

Quelle: Bundestierärztekammer

Ökoschweinehaltung: Herausforderungen und Chancen – #Bioland Schweinefachtagung 2026

0

Die größte Herausforderung in der Bio-Schweinehaltung ist aus Sicht von Hansjörg Schrade (Leiter LSZ Boxberg) die bedarfsgerechte Ernährung: Protein-Versorgung, Aminosäuren, Vitamine und Spurenelemente sowie die Verdaulichkeit von diesen Inhaltsstoffen. Hier gelte es „richtig dicke Bretter zu bohren“ sagte der Referent zu Beginn seines Vortrags auf der diesjährigen Bioland-Schweinefachtagung.

Fütterung
Zum Punkt „Fütterung“ präsentierte Hansjörg Schrade drei Beispiele aus der Praxis: einen Öko-Betrieb, dessen Ferkel am Ende der Aufzucht (84. Lebenstag) 23 kg auf die Waage brachten. In einem konventionellen Betrieb wogen die Ferkel nach 77 Tagen 27 kg und ein Betrieb, der Gruppensäugen praktiziert, lieferte nach ebenfalls 77 Tagen sogar Ferkel mit 33 kg Körpergewicht.

Mit diesen Zahlen wollte Schrade provozieren, wie er freimütig gestand. Prompt meldeten sich auch mehrere Zuhörer aus dem Saal und sagten, ihre Ferkel wögen stets mehr als nur 23 kg (allerdings lagen sie alle unter 30 kg).

Der Referent machte für die Gewichts-Differenz die in der ökologischen Schweinehaltung vorherrschenden Regelungen verantwortlich. Diese seien „gelinde gesagt nicht glücklich“ und „manchmal auch tierschutzrelevant“, weil nach § 1 TierSchG Schmerzen, Leiden, Schäden verhindern werden müssen.

Die Tiere auf dem ersten Betrieb litten an verstecktem Hunger – wegen fehlender Nährstoffe sowohl bei der Sau, als auch bei den Ferkeln und später auch in der Mast – weil keine synthetischen Aminosäuren zugesetzt werden dürften und weil einiges mehr in der Ökohaltung verboten sei.

In einem Fütterungsversuch konventionelle vs. Öko-Fütterung, wurde das „Übersee-Soja“ in der Öko-Mast durch einen „ErbsoFit-Ergänzer“ ersetzt und synthetische Aminosäuren zugesetzt. Bei Muskelfleischanteil und Fleischmaß etwa wurden jedoch die Werte der konventionellen Vergleichstiere nicht erreicht.

Selbst wenn also synthetische Aminosäuren dem Öko-Futter zugesetzt werden dürften, sei dies immer noch nicht „die ganze Miete“, sagte Schrade. Die Verdaulichkeit der Aminosäuren sei einfach nicht ausreichend gewesen.

Zucht von Schweinemutterrassen
Hier stellte der Referent ein EIP-Projekt mit Deutschen Edelschweinen und Deutscher Landrasse vor, das zum Ziel hatte, Ferkelverluste zu senken sowie mütterliche und umgängliche Sauen zu züchten.

Die Schwerpunkte seien dort: die Wurfqualität (Ferkel-Vitalität, Geburtsgewichte und Wurf-Homogenität) und das Verhalten der Sau, eben Mütterlichkeit und Umgänglichkeit. Ziel sei zu einer entsprechenden Zuchtwertschätzung zu gelangen.

Die Tiere im Versuch wurden mit einem Chip ausgestattet und im Online-Sauenplaner erfasst. Die Ferkelgewichte wurden mittels einer neu entwickelten Waage digital erfasst und direkt ins Herdbuch transferiert.

Am Ende soll dann – so Schrade – die Wurfqualität mit 40% in die Zuchtwertschätzung eingehen: das mittlere Geburtsgewicht und die Abweichung davon, das mittlere 21-Tage-Gewicht und die Abweichungen hiervon. „Lebendgeborene Ferkel“ würden zwar immer noch erfasst, kämen aber nur mit einem Prozent in den Zuchtwert. Auch die abgesetzten Ferkel würden nicht mehr so hochrangig bewertet, sondern vor allen Dingen Aufzucht-Effizienz und Futterverwertung. Dann kämen Sau/Mensch-Interaktion und Mütterlichkeit sowie Mast- und Schlachtleistungsmerkmale.

Indexiert liegt die Wurfqualität in diesem Ansatz bei 40%, die Fruchtbarkeit bei 28 %, Futterverwertung bei 10 %, Mütterlichkeit bei 10% und 12% bei Mast- und Schlachtleistung.

Schrade sieht hier eine große Chance für Ökobetriebe und vor allem Ferkelerzeuger, wenn Schweinerassen in diese Richtung entwickelt würden. Bei einem entsprechenden Versuch in einem Ökobetrieb habe die Anwendung dieser Kriterien und Gewichtungen bereits nach vier Jahren deutliche Zuchterfolge bei Sauen und Ferkeln gebracht. Züchterisch müsse man aber eher in 10 bis 15 Jahren denken.

Schwanzverletzungen: Schwanzbeiß­en, Entzündungen und Nekrosen
Innerhalb von drei Jahren wurden in Boxberg SINS-Merkmale, Gewichte und das Verhalten beim Wiegen von Ferkeln als Merkmale erhoben, über 20.000 Tiere bonitiert und gewogen sowie 6.000 Ferkel bis zur Schlachtung verfolgt.

Bonitiert wurden in den Ferkelaufzuchtbetrieben nicht nur die Schwänze, sondern z. B. auch Zitzen und Klauen und anschließend diese reinrassigen Tiere als Prüftiere nach Boxberg gebracht. In der Stationsprüfung seien dort alle Umweltbedingungen gleich, also Futter, Haltung etc. und nur die genetische Variation würde festgestellt.

Beim Deutschen Edelschwein zeigten sich erstaunliche Erblichkeitsgrade, die sich jedoch nicht unbedingt einfach erheben ließen; bei Klauenverletzungen etwa sei dies sehr zeitaufwändig. In Boxberg hat man sich für den Längenverlust des Ferkel-Schwanzes entschieden, der zum Boniturzeitpunkt „Einstallen in die Mast“ mit 24% (!) Erblichkeit in der Merkmalsliste steht. Hierfür wurde dann ein KI-System mit 8.000 Fotos von 4.000 Schlachtkörpern trainiert.

Ziel dieses Ansatzes sei am Ende

    • gesunde Tiere und geringere Verluste,
    • eine wettbewerbsfähige, ressourcen-effiziente und nachhaltige Schweinefleischerzeugung
    • sowie die Stärkung aller heimischen Erzeuger.
    • Auf weitere Ergebnisse der Zuchtanstrengungen in Boxberg darf man gespannt sein.

Themenvorschau „Der Hoftierarzt“ Newsletter Februar 2026

0

Die erste Ausgabe 2026 des Hoftierarzt-Newsletters erscheint Ende Februar.
Folgende Themen sind für Abonnenten aufbereitet:

RINDER
InnoRind – Konzepte zur Kälberhaltung in Deutschland
Imm Rahmen des Projekts wurden praxisnahe Alternativen untersucht, die Sozialkontakt und Managementeffizienz verbinden. Tierwohl, Tiergesundheit, Wachstum, Managementaufwand, Umweltwirkungen und ökonomische Kennzahlen sollten differenziert eingeordnet werden.

GEFLÜGEL
Beurteilung von Pickverletzungen bei Puten
Forscherinnen der TiHo, Hannover ließen drei Beobachter tausende von Bildauschnitten von Putenfotos betrachten und auf Verletzungen überprüfen. Die Fragestellung dabei: eignen sich Laien oder fachlich vorgebildete Personen besser und verändern sich Wahrnehmungen und Beurteilungen mit zunehmender Anzahl der Bilder.

EFSA: Tierschutzbewertung von Puten auf dem Bauernhof
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat eine
wissenschaftliche Stellungnahme zum Wohlbefinden von
von Puten in europäischen Betrieben veröffentlicht und zahlreiche Kritikpunkte vorgebracht.

Legehennen können ihren Kalziumbedarf mithilfe von Picksteinen selbst decken.
Legehennen benötigen aufgrund des hohen Bedarfs für die Eiproduktion mehr Kalzium als andere Wirbeltiere und passen ihre Kalziumaufnahme ihrem Bedarf an, wenn ihnen eine zusätzliche Kalziumquelle wie ein Pickstein angeboten wird. Picksteine können auch für Hennen, die sich von Knochenbrüchen erholen, eine Kalziumquelle darstellen. Der Einfluss von Knochenbrüchen auf das Kalziumsuchverhalten mithilfe von Picksteinen wurde jedoch noch nicht untersucht.

SCHAFE
Mineral- und Vitaminkomplexe für trächtige Mutterschafe und Lämmer
Basierend auf einer Datenbank-Suche mit den Stichworten „Vitamine für Schafe“ und „Mineralstoffe für Schafe“ wurden 23 Patente mit Fokus auf trockengestellte Schafe und Lämmer aus 120 Patenten zu Futtermittelzusatzstoffen für Schafe ausgewählt und kategorisiert.

Widder besitzen einzigartige Lautäußerungen, die emotionale Informationen vermitteln.
Lautäußerungen transportieren Informationen, die es sozialen Tieren ermöglichen, Artgenossen zu erkennen, den sozialen Zusammenhalt zu wahren und ihren emotionalen Zustand mitzuteilen – allesamt lebensnotwendig. Obwohl die Lautäußerungen von Widdern bei Mutterschafen und Lämmern gut erforscht sind, ist über ihre Individualität und ihren individuellen Charakter bisher wenig bekannt.

SCHWEINE
Deep-Learning-Modelle helfen bei der Erkennung stressanfälliger Schweine
Pränataler Stress bei Sauen kann das Wachstum und die Entwicklung der Ferkel beeinträchtigen, ihre Stressempfindlichkeit erhöhen und ihr Immunsystem schwächen. Bislang fehlen jedoch praktische Methoden, um pränatalen Stress bei den Sauen und ihren betroffenen Nachkommen zu erkennen.

Aus Alt mach Neu: Nebenprodukte in der Rationsgestaltung der Schweinefütterung – Ein Beitrag zum Umwelt- und Ressourcenschutz
Schweine stehen durch den hohen Einsatz von Getreide und Soja in starker Nahrungsmittelkonkurrenz zum Menschen. Nebenprodukte der Lebensmittelverarbeitung besitzen hingegen sehr geringe human-verwertbare Anteile und können diese Konkurrenz deutlich reduzieren.

Notfall Schwanzbeißen
Akutes Schwanzbeißen im Schweinestall erkennen, eindämmen und nachhaltig vorbeugen
Schwanzbeißen gehört zu den größten Herausforderungen in der modernen Schweinehaltung. Es ist nicht nur ein ernstzunehmendes Tierschutzproblem, sondern auch ein wirtschaftlicher Risikofaktor. Verletzungen, Leistungseinbußen, erhöhte Behandlungskosten und Vermarktungseinschränkungen sind häufige Folgen. Da Schwanzbeißen ein multifaktorielles Geschehen ist, braucht es im Ernstfall ein strukturiertes, schnelles und praxisnahes Vorgehen.

Das Netzwerk Fokus Tierwohl hat auf Basis von Praxiserfahrungen, Beratungsempfehlungen und bestehenden Leitfäden einen Notfallplan entwickelt, der Tierhalterinnen und Tierhaltern hilft, akute Schwanzbeißgeschehen zu managen und zukünftige Ausbrüche zu vermeiden.

Abonnenten erhalten den Newsletter automatisch per Mail. Wer noch nicht registriert ist, kann einfach hier eine Mailadresse eingeben und erhält alle zwei Monate den aktuellen Newsletter. Kostenfrei und völlig unverbindlich.

Lumpy-Skin-Disease: Verbot der Sömmerung von Rindern in Frankreich für die Saison 2026

0

Wegen der seit Ende Juni 2025 in Frankreich auftretenden Lumpy-Skin-Disease (LSD) hat das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) entschieden, die Sömmerung von Rindern in Frankreich für die Saison 2026 zu verbieten.

Die Massnahme soll die Einschleppung dieser hochansteckenden Tierseuche in die Schweiz verhindern und den Rinderbestand nachhaltig schützen. Dem Entscheid gingen ausführliche Gespräche mit den kantonalen Veterinärdiensten und der betroffenen Branche voraus.

Von der Massnahme betroffen sind rund 260 Betriebe, hauptsächlich in der Westschweiz. Derzeit werden auf Schweizer Boden Sömmerungslösungen gesucht. Die Landwirtschaftsorganisationen werden die Tierhaltenden dabei begleiten und unterstützen. Bisher wurde in der Schweiz noch kein Fall von LSD festgestellt.

Weitere Informationen zum Thema auf der Website des Bundesamtes

Quelle: Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen, Schweiz

Partnerschaft mit CERES AWARD: Sonderpreis der Initiative Tierwohl

0

• ITW würdigt mit dem „Sonderpreis der Initiative Tierwohl“ besonderes Engagement für mehr Tierwohl in der Nutztierhaltung
• Verleihung in der „Nacht der Landwirtschaft“ am 21. Oktober 2026
• Dotierung des Preises: 2.500 Euro
• Bewerbungsphase startet am 16. Februar 2026

Die Initiative Tierwohl (ITW) vergibt im Herbst 2026 erstmals den „Sonderpreis der Initiative Tierwohl“ im Rahmen des renommierten CERES AWARDS. Mit dieser Auszeichnung werden Landwirtinnen und Landwirte geehrt, die sich in besonderer Weise für das Wohl ihrer Nutztiere engagieren. Die Auswahl des Siegers oder der Siegerin erfolgt durch die ITW.

„Mit dem Sonderpreis Tierwohl möchten wir das Engagement der Landwirtinnen und Landwirte sichtbar machen, die sich tagtäglich mit großem Einsatz für das Wohlergehen ihrer Tiere stark machen. Gemeinsam mit dem dlv (Deutscher Landwirtschaftsverlag) setzen wir ein Zeichen für eine zukunftsfähige und verantwortungsvolle Tierhaltung in Deutschland“, so Dr. Alexander Hinrichs, Geschäftsführer der Initiative Tierwohl.

Die Preisverleihung findet im Rahmen der „Nacht der Landwirtschaft“ statt – einer festlichen Abendveranstaltung des dlv, bei der der CERES AWARD verliehen wird und jährlich herausragende Persönlichkeiten der Landwirtschaft geehrt werden. Der Sonderpreis richtet sich an Geflügel- und Rindermastbetriebe sowie an schweinehaltende Betriebe (Ferkelaufzucht und Schweinemast), die mit kreativen und praxistauglichen Lösungen neue Maßstäbe für mehr Tierwohl setzen. Die Auswahl des Preisträgers erfolgt durch eine eigene Jury der ITW, den Beraterausschuss. Der Beraterausschuss ist ein unabhängiges Expertengremium, das die ITW fachlich berät und begleitet. Die Mitglieder des Beraterausschusses kommen aus den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft und Veterinärmedizin.

Bewerbungsphase und Teilnahme
Die Bewerbungsphase läuft vom 16. Februar bis zum 31. März 2026. Interessierte Betriebe können sich mit ihren Projekten und Maßnahmen bewerben. Dazu kreuzen sie in den allgemeinen CERES AWARD Bewerbungsunterlagen lediglich das Kästchen „Sonderpreis der Initiative Tierwohl“ an und beantworten zwei zusätzliche Fragen.

Alle Informationen und Unterlagen finden Sie unter: www.ceresaward.de

Quelle: Initiative Tierwohl GmbH

PIG.FLUENCER.TREFF bringt Schweinehaltung ins Gespräch

0

Wie lässt sich moderne Schweinehaltung heute transparent, verständlich und glaubwürdig kommunizieren? Antworten darauf lieferte der dritte PIG.FLUENCER.TREFF., der im Rahmen der Agrarunternehmertage in Münster stattfand.

30 Teilnehmende aus Landwirtschaft, Verarbeitung, Handwerk und Handel nutzten die Veranstaltung, um sich über digitale Öffentlichkeitsarbeit und Social Media in der Schweinehaltung auszutauschen.

Eingeladen dazu hatten LAND.SCHAFFT.WERTE. e. V. gemeinsam mit den Partnern Big Dutchman, Meier-Brakenberg und Topigs Norsvin. Nach Stationen in Vechta und Bad Sassendorf setzte das Format damit seine erfolgreiche Reihe fort – erstmals eingebettet in die Agrarunternehmertage in Münster.

Vom Stall in den Feed – digital geht’s besser
Im Mittelpunkt standen praxisnahe Workshops zu Social Media, moderner Foto- und Videoproduktion sowie zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Content-Erstellung.
Die Teilnehmenden erhielten konkrete Werkzeuge für ihre tägliche Kommunikationsarbeit – von der Ideenfindung bis zum Schnitt von Reels und Videos.

Ein besonderer Programmpunkt war der Erfahrungsbericht von Nik (@stadtkind.im.schweinestall). Er zeigte, wie authentische Einblicke aus dem Stall eine breite Öffentlichkeit erreichen können – auch außerhalb der Landwirtschaft.

„Beim PIG.FLUENCER.TREFF ist mir deutlich geworden, wie einfach es heute ist, direkt und authentisch Interessierte aus meinem Umfeld, die nicht aus der Landwirtschaft stammen, über moderne Schweinehaltung und zum Beispiel unsere Ansätze zu mehr Tierwohl zu informieren“, sagte ein teilnehmender Schweinehalter.

Video Challenge – das Erlernte praktisch angewendet!
Nach den Workshops nutzten die Teilnehmenden die Agrarunternehmertage für Gespräche und eine praktische Video-Challenge. An den Ständen der Kooperationspartner wurde gefilmt, diskutiert und das Gelernte direkt umgesetzt. Die Mischung aus Social-Media-Einsteigerinnen und erfahrenen Pig.Fluencern sorgte für einen intensiven Austausch.

Das Fazit der Veranstalter fällt positiv aus: Der Bedarf an branchenübergreifender Vernetzung und professioneller Kommunikation ist hoch.

Der PIG.FLUENCER.TREFF. habe sich als Plattform etabliert, um Transparenz zu fördern und den Dialog über moderne Schweinehaltung aktiv zu gestalten. Erste im Rahmen der Challenge entstandene Reels werden derzeit auf den Kanälen der Teilnehmenden veröffentlicht so zum Beispiel auf Instagram.

Schweizer FIBL veröffentlicht Merkblatt und Video zur Hoftötung von Kleinwiederkäuern

Ein neues Merkblatt und ein Erklärvideo des FiBL zeigen praxisnah, wie die Umsetzung gelingt und welche gesetzlichen Grundlagen es in der Schweiz einzuhalten gilt.

Eine Hoftötung erspart den Tieren den Transport und kann Stress und Belastung deutlich reduzieren.
„Gleichzeitig“ so heißt es auf der FIBL-Homepage, „erfordert die Hoftötung eine sorgfältige Planung, passende Infrastruktur, fundiertes Fachwissen und die persönliche Auseinandersetzung mit dem Töten auf dem eigenen Betrieb.“

Das Merkblatt steht hier zum Download bereit.

Das YouTube-Video gibt einen Überblick über den Ablauf einer Hoftötung und fasst die wichtigsten Punkte aus dem Merkblatt zusammen.

Quelle: FIBL