Das Futter für Schafe und Lämmer weist häufig einen unzureichenden Gehalt an Mineralstoffen und Vitaminen auf. Eine kasachische Studie analysiert Patententwicklungen von Mineral- und Vitaminkomplexen (MVCs) für trockenstehende Schafe und Lämmer und gibt einen Überblick über wissenschaftliche Daten, die den Einsatz ihrer Komponenten begründen.
Basierend auf einer Datenbank-Suche mit den Stichworten „Vitamine für Schafe“ und „Mineralstoffe für Schafe“ wurden 23 Patente mit Fokus auf trockengestellte Schafe und Lämmer aus 120 Patenten zu Futtermittelzusatzstoffen für Schafe ausgewählt und kategorisiert.
Mineralstoffe und Vitamine sollten als Bestandteile eines wissenschaftlich fundierten Vitamin- und Mineralstoffsystems betrachtet werden, dessen Wirksamkeit während der Trächtigkeit vom Ausgangsniveau der Versorgung, dem physiologischen Zustand der Tiere und den Eigenschaften des Mineralstoffwechsels abhängt.
23 patentierte Mineral- und Vitaminkomplexe (MVCs) zur Verwendung in der Fütterung von trockenstehenden Schafen und Lämmern wurden analysiert. Alle Komponenten werden üblicherweise in vier Kategorien eingeteilt: Mineralstoffe, Vitamine, funktionelle Stoffe und Futterzusatzstoffe. Der Mineralstoffanteil der MVCs umfasst sowohl Makro- als auch Mikroelemente und spiegelt einen Ansatz wider, bei dem solche Komplexe nicht nur als Futterzusatz, sondern auch als Instrument zur Steuerung von Produktivität, Reproduktion und Tierresistenz betrachtet werden.“
Calcium bildet die Grundlage des Mineralstoffwechsels und beeinflusst die Knochenhomöostase und die Darmflora, Immunreaktionen und die Entwicklung junger Tiere. Der optimale Calciumspiegel hängt vom physiologischen Zustand der Tiere und dem Verhältnis zu Phosphor und Magnesium ab.
Zink wirkt als Regulator von Wachstum, antioxidativem Schutz, Epithelbarriere und Reproduktionsprozessen. Seine Wirksamkeit ist abhängig von der Darreichungsform und antagonistischen Wechselwirkungen, vor allem mit Kupfer und Phytaten.
Eisen fördert die Blutbildung und die antioxidative Resistenz junger Tiere
Kupfer ist an Enzymsystemen und der Immunabwehr beteiligt, erfordert jedoch eine strenge Dosierungskontrolle
Mangan ist wichtig für die Reproduktion und Mineralisierung
Kobalt unterstützt über Vitamin B₁₂ den Propionatstoffwechsel
Jod reguliert die Schilddrüsenfunktion
Selen reduziert in Kombination mit Vitamin E die Auswirkungen von oxidativem und thermischem Stress
Die Vitaminkomponente umfasst ein breites Vitamin-Spektrum (A, D, E, B-Gruppe, K und C), das die Wirkung der Mineralstoffkomponenten verstärkt. Maximale Wirksamkeit wird erreicht, wenn die Vitamine unter Berücksichtigung der Herdenverfügbarkeit, der Jahreszeit und der Stressbelastung eingesetzt werden.
„Die Analyse der Patentdokumentation zeigte einen Trend hin zu einer Abkehr von traditionellen Mineralsalzen (CaHPO₄, ZnSO₄ usw.) hin zu organischen Chelatformen (Methionaten) und nanostrukturierten Verbindungen (Nanomedium, Nanosilicium).
Parallel dazu findet ein Wandel statt: Statt Antibiotika werden vermehrt funktionelle Futterzusätze wie Probiotika, Enzyme, Aminosäuren und Phytokomponenten eingesetzt. Ziel dieser Ansätze ist es, die Bioverfügbarkeit von Nährstoffen zu erhöhen, den Bedarf an hohen Dosen anorganischer Salze zu reduzieren und die Umweltbelastung zu verringern.“
Baibatyrova et al., 2025
Faculty of Natural Sciences and Geography, Abai Kazakh National Pedagogical University
https://www.preprints.org/manuscript/202601.1167



































