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Biosicherheit – Pflicht und Chance für Milchviehbetriebe
Auf der Fachtagung in Augsburg wurde auch das Thema Biosicherheit intensiv beleuchtet. Dr. Sebastian Jander machte deutlich, dass vorbeugende Maßnahmen angesichts neuer und bekannter Tierkrankheiten immer wichtiger werden.
Neue Erkrankungen wie Blauzunge (BTV) oder Epizootische Hämorrhagie (EHD) sowie bekannte Zoonosen wie Q-Fieber zeigen, wie wichtig vorbeugende Maßnahmen sind.
Seit dem 1. Januar 2026 ist eine betriebsindividuelle Biosicherheitsbewertung verpflichtend, ab Juli wird sie Teil der QS-Audits. Hilfestellung bietet die Risikoampel der Universität Vechta, mit der sich Schwachstellen im Betrieb systematisch analysieren lassen.
Im Mittelpunkt steht die Kontrolle von Eintragswegen für Krankheitserreger. Hinweisschilder wie „Betreten verboten“ sind dabei genauso sinnvoll wie feste Abläufe für Besucher. Diese sollten nach Möglichkeit betriebseigene Kleidung und Stiefel oder Überschuhe nutzen.
Auch die innerbetrieblichen Abläufe verdienen Aufmerksamkeit. Wege von Futter, Gülle oder Kadavern sollten klar getrennt und regelmäßig überprüft werden. Besonders sensibel sind Bereiche wie das Abkalbe- und Krankenabteil, sie sollten unbedingt räumlich getrennt sein, um eine Verschleppung von Erregern zu vermeiden.
Tierzukäufe stellen ein weiteres Risiko dar. Eine Quarantänephase mit entsprechender Untersuchung hilft, Krankheiten gar nicht erst in den Bestand einzuschleppen.
Kleine Maßnahmen mit großer Wirkung
Neben den großen Strukturen sind es oft die kleinen Maßnahmen im Alltag, die den Unterschied machen. Regelmäßige Reinigung und Desinfektion von Stiefeln über Stallgeräte bis hin zu Milcheimern oder Nuckeln spielen dabei eine zentrale Rolle.
Wichtig ist, bei der Reinigung systematisch vorzugehen: Erst reinigen, dann desinfizieren, und dabei Einwirkzeiten sowie Temperaturbedingungen beachten.
Desinfektionsmatten, häufiges Kotabschieben oder das regelmäßige Versetzen von Kälberiglus helfen, den Keimdruck im Stall zu senken. Ergänzt wird dies durch konsequente Schädlingsbekämpfung, etwa gegen Ratten, Fliegen oder Gnitzen, die als Überträger von Krankheiten eine wichtige Rolle spielen können.
Ein weiterer Erfolgsfaktor ist eine klare Organisation im Betrieb. Standardarbeitsanweisungen (SOPs) sorgen dafür, dass alle Mitarbeiter die gleichen Abläufe einhalten und Hygienemaßnahmen konsequent umgesetzt werden.
Impfprogramme können helfen, Krankheiten zu verhindern oder zumindest deren Verlauf deutlich abzumildern. Ebenso sinnvoll ist es, regelmäßig Proben zu ziehen – zum Beispiel Milchproben – um frühzeitig zu erkennen, ob und welche Erreger im Bestand vorhanden sind. Denn nur wer die Situation im eigenen Betrieb kennt, kann gezielt handeln.
Biosicherheit ist kein einmaliges Projekt, sondern ein fortlaufender Prozess. Perfektion ist dabei nicht das Ziel, entscheidend ist, den eigenen Betrieb Schritt für Schritt zu verbessern. Schon kleine, konsequent umgesetzte Maßnahmen können einen großen Unterschied machen für die Tiergesundheit, die Betriebssicherheit und letztlich auch für den wirtschaftlichen Erfolg.
Quelle: Dr. Heike Engels
Ceva Tiergesundheit rückt Q-Fieber und vektorübertragene Erkrankungen in den Fokus der One-Health-Debatte
Die Ceva Tiergesundheit GmbH hat im Rahmen Ihrer Pressekonferenz über die Verbreitung von Zoonosen berichtet, insbesondere von zoonotischen Krankheiten, die bei Landwirten und Tierärzten immer noch unterschätzt werden. Zudem wurde ein Update über das aktuelle Seuchengeschehen insbesondere von Vektor übertragenen Krankheiten im Rinderbereich gegeben.
Zoonosen – Krankheiten, die zwischen Tier und Mensch übertragen werden können – sind längst keine abstrakte Bedrohung mehr. Laut aktuellen WHO-Zahlen sind rund 60 % aller bekannten und sogar 75 % aller neu auftretenden Infektionskrankheiten beim Menschen zoonotischen Ursprungs. Vor diesem Hintergrund hat Ceva Santé Animale mit dem Ceva Wildlife Research Fund den Kampf gegen Zoonosen als eine von drei globalen Kernmissionen definiert. Ceva Ruminants greift diesen Impuls auf und macht ihn für den deutschsprachigen Raum konkret – mit aktuellen Studiendaten, einer Landwirteumfrage und gezielten Aufklärungsmaßnahmen.
Q-Fieber: Eine unterschätzte, keine seltene Zoonose
Q-Fieber gilt in der breiten Öffentlichkeit häufig als Rarität. Laut Infektionsepidemiologischem Jahrbuch des RKI wurden für 2023 lediglich 74 Fälle gemeldet – ein trügerisch niedriger Wert. Denn bis zu 60 % aller Infektionen verlaufen vollständig asymptomatisch, der Großteil der verbleibenden Fälle zeigt unspezifische Grippe-ähnliche Symptome. Die Folge: Die durch Coxiella burnetii verursachte Erkrankung wird von Landwirten, Tierärzten und Humanmedizinern gleichermaßen kaum erkannt. Dabei belegt eine Studie von Groten et al. (2020)1, dass bis zu 70 % der untersuchten Schäfer, Rinderhalter und Rindertierärzte Antikörper gegen Q-Fieber aufwiesen – ein klarer Hinweis auf die tatsächliche Verbreitung weit jenseits der gemeldeten Zahlen.
Die Übertragung erfolgt primär aerogen: Beim Abkalben oder Ablammen werden Milliarden von Erregern freigesetzt – bis zu 10⁹ Bakterien pro Gramm Plazenta2,3 – die sich nachweislich bis zu 18 km über die Luft verbreiten können4. Direkter Kontakt ist nicht notwendig. Gefährdet sind damit nicht nur Halter von Rindern und kleinen Wiederkäuern sowie deren Mitarbeiter, sondern auch betreuende Tierärzte und Betriebsbesucher z.B. im Rahmen eines „Tag des offenen Hofes“ wie Familien, Schüler-, Kindergartengruppen oder Feriengäste.
Eigene Analysedaten ergeben: 74,3 % der Betriebe Q-Fieber-positiv
In den vergangenen 2,5 Jahren hat Ceva Tiergesundheit insgesamt 1.096 von Landwirten eingesendete Tankmilchproben aus Deutschland und Österreich auf Q-Fieber im Labor untersuchen lassen. Das Ergebnis ist beunruhigend: 74,3 % der untersuchten Betriebe sind Q-Fieber-positiv. Die Daten sind im interaktiven Dashboard öffentlich einsehbar
Was Landwirte wissen – und was sie unterschätzen
In einer Umfrage unter Milchviehhaltern aus ganz Deutschland im Winter 2025 gaben 44 % der Befragten an, selbst bereits einmal an einer Zoonose erkrankt gewesen zu sein – in den meisten Fällen an Rinderflechte. Das eigene Erkrankungsrisiko durch Q-Fieber wird dennoch stark unterschätzt. Ceva Tiergesundheit setzt daher auf gezielte Aufklärungsarbeit: mit Stallpostern, Webinaren für Tierärzte, einem Zoonose-Blog sowie Aktionen zum Welt-Zoonose-Tag am 6. Juli 2026.
Vektorübertragene Erkrankungen: EHD als neues Sorgenkind
Im zweiten Themenschwerpunkt wurde die aktuelle Lage bei vektorübertragenen Tierseuchen beleuchtet. Nahezu alle befragten Landwirte (97 %) stuften die Bedrohung durch vektorübertragene Erkrankungen als hoch oder sehr hoch ein. Über 70 % gaben an, die in 2025 angefangenen Impfungen gegen das Blauzungenvirus auffrischen zu wollen. Dennoch dominieren im Rindersektor das Blauzungen-Virus (BTV) und Lumpy Skin Disease (LSD) – aktuell mit 14 aktiven Ausbrüchen in Italien (Stand 27.04.2026) – das Seuchengeschehen in Europa. Warme Temperaturen begünstigen die Vermehrung der Gnitzen als Vektoren und schaffen ideale Bedingungen für eine weitere Verbreitung. Insbesondere bei den durch die Orbiviren übertragenen Krankheiten BTV und EHD begünstigen die steigenden Temperaturen auch die Replikation der Viren im Vektor. Somit ist auch die Gefahr von EHD, der epizootische hämorrhagische Krankheit, noch keineswegs vorüber. Sie ist weiterhin präsent, auch wenn sie derzeit vor allem in Frankreich zirkuliert. Aufgrund der zunehmenden Gnitzenaktivität kann sie sich schnell auch in unsere Region ausbreiten. Ein wirksamer Schutz der Tiere gewinnt damit weiter an Bedeutung. Umso wichtiger ist die konsequente Prävention. Dafür steht Ihnen auch in Deutschland ein Impfstoff zur Verfügung. Ceva begleitet Tierärzte und Landwirte aktiv mit aktuellen Informationen und Impfkonzepten.
Quellen:
1 Tanja Groten, Karola Kuenzer, Udo Moog, Beate Hermann, Katrin Maier, Katharina Bode: Who is at risk of occupational Q fever: new insights from a multi-profession cross-sectional study (2020), https://bmjopen.bmj.com/content/10/2/e030088
2 Howard ZP, Omsland A.2020: Selective Inhibition of Coxiella burnetii Replication by the Steroid Hormone Progesterone. Infect Immun 88:10.1128/iai.00894-19 https://doi.org/10.1128/iai.00894-19
3 Miller HK, Priestley RA, Smith CB, Cherry C, Kersh GJ. Longitudinal surveillance of Coxiella burnetii following an abortion storm in domestic goats. Front Vet Sci. 2024 Sep 13; https://doi.org/10.3389/fvets.2024.1426573
4 Hawker JI, Ayres JG, Blair I, Evans MR, Smith DL, Smith EG, et al. A large outbreak of Q fever in the West Midlands: windborne spread into a metropolitan area? Commun Dis Public Health. 1998; 1:180–74. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/9782633/
Quelle: Ceva Tiergesundheit GmbH
Bienenfutter vor hohen Temperaturen schützen
Zum Weltbienentag: BVL gibt Tipps zur richtigen Lagerung
Für den Aufbau von Wintervorräten und als Ersatz für den vom Imker entnommenen Honig füttern Imker ihre Bienenvölker bereits ab dem Sommer mit einem speziellen Futter. Diese Sirupe oder Teige bestehen vor allem aus Einfachzuckern. Bei hohen Umgebungstemperaturen oder direkter Sonneneinstrahlung kann sich im Futter bienenschädliches Hydroxymethylfurfural (HMF) bilden. Durch richtige Lagerung der speziellen Bienenfuttermittel lässt sich die HMF-Bildung reduzieren. Die verfügbaren Daten aus den Jahresstatistiken der amtlichen Futtermittelüberwachung in der Bundesrepublik Deutschland bestätigen, dass die empfohlenen Orientierungswerte eingehalten werden.
Hohe HMF-Gehalte, welche die Bienen im Winter mehrere Monate lang aus dem in den Waben eingelagerten Futtermittel aufnehmen, können mitunter zum Tod von Bienenvölkern führen. Um dies zu verhindern, wird ein Orientierungswert von maximal 60 mg HMF/kg Futtersirup zum Zeitpunkt der Auslieferung empfohlen. Die Ergebnisse der Futtermittelstatistiken der Jahre 2021 bis 2024 zeigen, dass die Untersuchungen der Bundesländer nicht zu Beanstandungen der Futtermittelproben geführt haben. Damit setzt sich der positive Trend der Untersuchungsergebnisse aus den Jahren 2018 bis 2020 fort.
Prof. Dr. Gaby-Fleur Böl, Präsidentin des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), betont: „Honigbienen sind als Teil der biologischen Vielfalt bedeutsam für die Landwirtschaft und die Ernährung. Die Einhaltung der empfohlenen Lagerbedingungen und die kontinuierliche Überwachung des HMF-Gehalts tragen dazu bei, dass Bienen gesund bleiben.“
Um die Bildung von HMF im Bienenfutter zu vermeiden, ist es wichtig, auf die Produktions-, Transport- und Lagerbedingungen zu achten. Händler und Imker sollten Futterzucker vor Temperaturen über 25° C und direkter Sonneneinstrahlung schützen. Zudem sollte eine lange Lagerdauer bei höheren Temperaturen vermieden werden. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, dass sich die Bienen auch in den kalten Wintermonaten im Bienenstock sicher versorgen können.
Hintergrundinformation
Hydroxymethylfurfural (HMF), auch 5-Hydroxymethyl-2-furaldehyd, ist ein Abbauprodukt aus Einfachzuckern, insbesondere der Fructose. HMF kommt in kohlenhydrathaltigen Lebens- und Futtermitteln vor, zum Beispiel in Futterzuckern, die in der Winterfütterung von Honigbienen eingesetzt werden. Studien deuten darauf hin, dass erhöhte Gehalte an HMF für Honigbienen schädlich sind, besonders wenn eine lang andauernde Fütterungsperiode, vor allem im Winter, eine langfristige Exposition mit HMF bedingt.
Die Überwachungsbehörden der Bundesländer untersuchen Futtermittel risikoorientiert auf den Gehalt an unerwünschten Soffen, so auch auf HMF. Die Untersuchungsergebnisse fließen in die Futtermitteljahresstatistik ein, die das BVL aus den von den Bundesländern gemeldeten Daten erstellt. Im Zeitraum 2018 bis 2020 haben einige Bundesländer ein Sonderprogramm zur Untersuchung von HMF in Bienenfuttermittel durchgeführt. Dabei wurden 116 Futtermittelproben auf ihren HMF-Gehalt untersucht. Im Zeitraum 2021 bis 2024, ohne Sonderprogramme, war die Zahl mit 37 Proben entsprechend geringer. Im gesamten Untersuchungszeitraum wurde keine Probe beanstandet.
Weiterführende Informationen
Weitere Informationen zur Vermeidung des Vorkommens von HMF in Futtermitteln für Honigbienen sind in einem Merkblatt zusammengefasst, das in Zusammenarbeit von Bund und Ländern mit Wissenschaft und Wirtschaftsverbänden erstellt wurde. Das Merkblatt kann von der Internetseite des BVL heruntergeladen werden.
Über das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)
Das BVL ist eine eigenständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH). Es ist für die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln, Tierarzneimitteln und gentechnisch veränderten Organismen in Deutschland zuständig. Im Bereich der Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit übernimmt das BVL Managementaufgaben und koordiniert auf verschiedenen Ebenen die Zusammenarbeit zwischen dem Bund, den Bundesländern und der Europäischen Union.
Quelle: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)
Mastitis und Eutergesundheit – gezielte Therapie und konsequentes Management
Im Rahmen der Fachtagung in Augsburg standen auch Mastitistherapie und Eutergesundheit im Fokus. Dr. Heinrich-Jürgen Zumbusch (Vétoquinol) und Stephanie Meyer (SaluVet GmbH) zeigten, dass sowohl die Behandlung als auch die Vorbeugung heute ein differenziertes und konsequentes Vorgehen erfordern.
Mastitis ist nicht nur eine akute Erkrankung, sondern hat auch langfristige Folgen. Entzündungen zerstören Milchgewebe, das anschließend durch Bindegewebe ersetzt wird. Die Milchleistung sinkt dauerhaft. Umso wichtiger ist eine differenzierte Therapie.
Eine Mastitis entsteht, wenn Krankheitserreger in das Euter eindringen und sich dort vermehren. Das Immunsystem reagiert sofort, es kommt zur Entzündung. Je nach Stärke dieser Reaktion und des Erregers verläuft die Erkrankung unterschiedlich: Manche Infektionen heilen von selbst aus, andere bleiben unbemerkt (subklinisch), und wieder andere führen zu einer deutlich sichtbaren, klinischen Mastitis.
Entscheidend ist der Schweregrad. Leichte Mastitiden äußern sich häufig nur durch veränderte Milch, während die Kuh ansonsten unauffällig bleibt. In solchen Fällen ist ein Antibiotikum oft nicht notwendig. Bei mittelschweren Verläufen sollte die Entscheidung gezielt getroffen werden. Schwere Mastitiden hingegen erfordern ein sofortiges Eingreifen, da das Allgemeinbefinden der Tiere deutlich beeinträchtigt ist.
Evidenzbasierte Mastitistherapie
Lange Zeit galt: Mastitis gleich Antibiotikum. Heute weiß man, dass dieses Vorgehen oft unnötig ist und sogar Nachteile mit sich bringt, etwa Resistenzentwicklung oder unnötige Kosten. Ein zentraler Baustein der modernen Therapie ist die Diagnostik. Statt routinemäßig zu behandeln, wird zunächst der Erreger bestimmt. Auf dieser Grundlage wird entschieden, ob ein Antibiotikum überhaupt sinnvoll ist und wenn ja, welches.
Häufig reicht eine lokale Behandlung aus, während schwere Fälle systemisch behandelt werden müssen. Besonders wichtig ist auch die Erkenntnis, dass nicht jede Mastitis bakteriell „wegtherapiert“ werden muss. Gerade bei sogenannten coliformen Mastitiden, verursacht durch E. coli, ist die Selbstheilungsrate hoch. Hier liegt das Problem oft weniger beim Erreger selbst als bei einer überschießenden Immunreaktion der Kuh.
Ein zentraler Baustein dieser Therapie ist außerdem der konsequente Einsatz von Entzündungshemmern (NSAIDs). Sie lindern Schmerzen, senken Fieber und unterstützen die Heilung und das unabhängig davon, ob Antibiotika eingesetzt werden oder nicht.
Schnelle Diagnostik
Ein zentrales Thema des Vortrags war die Diagnostik. Klassische Laboruntersuchungen liefern zwar zuverlässige Ergebnisse, dauern jedoch mehrere Tage, das ist zu lange für eine zeitnahe Therapieentscheidung. Mit dem Mastatest steht ein praxistaugliches Instrument zur Verfügung. Das Gerät ermöglicht eine Erregerbestimmung inklusive Antibiogramm innerhalb von rund 22 Stunden. Die Ergebnisse werden automatisch ausgewertet und direkt an Landwirt und Tierarzt übermittelt. Dadurch können Behandlungen gezielter durchgeführt werden, was Antibiotika einspart und die Heilungschancen verbessert.
Voraussetzung ist eine saubere Probenentnahme sowie eine stabile Internetverbindung während der Analyse. Für besonders akute Fälle stehen ergänzend schnellere Testverfahren zur Verfügung, die Ergebnisse innerhalb weniger Stunden liefern. Auch für das Trockenstellen eignet sich der Mastatest, der übrigens von Landwirten auch gekauft werden kann.
Auch beim Trockenstellen wurde ein klares Umdenken empfohlen. Statt alle Kühe pauschal mit Antibiotika zu behandeln, sollte die Entscheidung auf Basis der Zellzahlen getroffen werden. Kühe mit niedrigen Zellzahlen (unter 100.000 Zellen) gelten als eutergesund und benötigen in der Regel kein Antibiotikum. Hier bieten Zitzenversiegler einen wirksamen Schutz vor Neuinfektionen.
Eutergesundheit: tägliches Management entscheidend
Stephanie Meyer machte deutlich, wie stark die Eutergesundheit vom täglichen Management beeinflusst wird. Wer seine Daten und seine Kühe genau kennt, erkennt Probleme, bevor sie entstehen.
Eine wichtige Grundlage ist die regelmäßige Auswertung der MLP-Daten. Auffälligkeiten können so frühzeitig erkannt werden. Ebenso wichtig ist die Kenntnis des betriebsspezifischen Erregerprofils, da unterschiedliche Keime unterschiedliche Umweltbedingungen bevorzugen.
Ein zentraler Einflussfaktor ist die Haltung. Liegeflächen müssen sauber und trocken sein. Tiefboxen mit Stroh bieten hohen Komfort, erfordern aber konsequente Pflege. Kalk kann unterstützend wirken, wenn er den pH-Wert in einen alkalischen Bereich verschiebt und damit keimhemmend wirkt. Sandbettwaben bieten hygienische Vorteile, allerdings sind diese oft hart, weshalb eine dünne Strohschicht den Liegekomfort deutlich verbessert, während Hochboxen mit Schaumstoff von den Kühen gut angenommen werden.
Auch die Besatzdichte spielt eine entscheidende Rolle. Überbelegung führt zu weniger Liegezeiten, was sich negativ auf Eutergesundheit, Klauen und Stoffwechsel auswirkt.
Sauberkeit ist ein zentraler Punkt im Alltag. Verschmutzte Kühe tragen mehr Erreger mit sich, was sich häufig in erhöhten Zellzahlen widerspiegelt.
Ergänzend ist eine konsequente Melkhygiene notwendig. Dazu gehören saubere Euter, funktionierende Technik und der regelmäßige Austausch von Verschleißteilen wie Zitzengummis. Ebenso lohnt es sich, die Wirksamkeit der Zwischendesinfektion regelmäßig mit Teststreifen zu überprüfen.
Auch bei Dippmitteln lohnt sich ein genauer Blick. Produkte mit Jod können zwar wirksam sein, greifen jedoch den natürlichen Säureschutzmantel der Haut an und können damit auch nützliche Mikroorganismen beeinträchtigen.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist Hitzestress. Erste Anzeichen lassen sich bereits an der Atmung erkennen. Sind die Nasenlöcher rund und weit geöffnet, atmet die Kuh schneller, ein klares Zeichen für Stress. Längliche Nasenlöcher deuten hingegen auf einen entspannten Zustand hin. Hitzestress führt dazu, dass Kühe weniger fressen und entsprechend weniger Milch geben. Deshalb ist es wichtig, frühzeitig gegenzusteuern.
Quelle: Dr. Heike Engels
Webinar zur Newcastle-Krankheit am 21.05.2026
Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz lädt am
Donnerstag, den 21. Mai 2026 um 19 Uhr zu einer Online-Informationsveranstaltung zur „Newcastle-Krankheit – Aktuelle Herausforderungen“ ein.
Programm
1) Begrüßung: Miriam Staudte, Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Moderation: Dr. Alice Welzel, Nds. ML
2) Überblick Newcastle-Krankheit – Ursache, Symptome, Eintragswege und aktuelle Verbreitung in Europa und Deutschland (Prof. Dr. Carola Sauter-Louis, PD Dr. Christian Grund, FLI)
3) Prävention: Impfung und effektive Biosicherheitsmaßnahmen
• Möglichkeiten und Grenzen der Impfstoffe (PD Dr. Christian Grund, FLI)
• Praktische Umsetzung (Dr. Heinrich Windhaus, Die Praxis für Geflügel GbR, Vechta)
4) Fragen aus dem Chat
Für die Webex-Videoveranstaltung ist eine Dauer von ca. 90 Minuten vorgesehen.
Über den Meeting-Link beitreten
Mit Meeting-Kennnummer beitreten
Meeting-Kennnummer (Zugriffscode): 2743 838 2264
Meeting-Passwort: 8A8fJiDGxg7 (82835434 beim Einwählen von einem Telefon)
Download: Empfehlungen zur Umsetzung eines bestmöglichen Hygienemanagements in der Mobilstallhaltung
Auf der Internetseite des ITTN an der TiHo, Hannover steht ein PDF-Dokument zum Download bereit, das aus dem Projekt Hyg-MobiLe * resultiert und detaillierte Empfehlungen zur Haltung von Geflügel in Mobilställen gibt. Die Autoren schreiben dazu:
„Die vorliegenden Empfehlungen sollen Wissen über die wichtigsten Aspekte des Infektionsschutzes und der Hygiene in der Geflügelhaltung vermitteln und für diese Thematik sensibilisieren. Sie stellen eine Handlungshilfe dar und haben zum Ziel, angepasste Managementmaßnahmen und Möglichkeiten zur Verbesserung der Biosicherheit aufzuzeigen. Die Empfehlungen sollen auch dazu motivieren, betriebsspezifische Biosicherheitskonzepte zu entwickeln. Durch die Vielzahl der verschiedenen Systeme kann in diesem Dokument lediglich eine übergeordnete Betrachtung erfolgen; für konkrete, detaillierte und betriebsindividuelle Maßnahmen sind der bestandsbetreuende Tierarzt, andere Berater und gegebenenfalls die zuständigen Behörden einzubeziehen.“
Link zum kostenfreien Download
* Hyg-MobiLe steht für „Mobilstallhaltung von Legehennen: Innovationen zur Umsetzung eines gesetzeskonformen Hygienemanagements in der Praxis“
Optimale Gestaltung erhöhter Ebenen im Broilerstall – Interview mit Dr. Julia Malchow
Frau Dr. Malchow: erhöhte Ebenen unterstützen das natürliche Aufbaum-Verhalten von Hühnern. Welche weiteren positiven Effekte haben sie?
In der konventionellen Masthühnerhaltung ist die Haltungsumgebung oft reizarm, d.h. es gibt den Einstreubereich sowie Tränke- und Futtervorrichtungen. Das Angebot von erhöhten Strukturen kann die Haltung in getrennte Aktivitäts- und Ruhebereiche strukturieren. Sowohl auf der erhöhten Struktur sowie unter diesem Bereich werden Ruhebereiche geschaffen, wobei die geringere Lichtintensität unterhalb der Ebene das Ruheverhalten zusätzlich unterstützt, wenn dieser gut zugänglich ist. Durch diese Strukturierung sind bspw. die Futter- und Tränkbereiche deutlich als Aktivitätsbereich markiert. Des Weiteren kann die Nutzung von erhöhten Strukturen zu einer bessere Fußballengesundheit führen, da auf den Ebenen die Fußballen nicht ständig mit der Einstreu in Kontakt stehen. Weiterhin kann die Nutzung bei den Masthühnern zu einer Verbesserung der Lauffähigkeit und Erhöhung der Verhaltensaktivität führen, da eine dreidimensionale Struktur geschaffen wird und die Bewegung anregt, um unterschiedliche Bereich zu erreichen.
Sie haben nun in einem Wahlversuch ermittelt, wie die Oberfläche von erhöhten Ebenen am besten beschaffen sein sollten und zwei Varianten parallel angeboten. Was erwies sich als beliebter: Gitterrost oder geschlossene Oberfläche mit Einstreu?
Genauer gesagt haben wir untersucht, welche Oberflächen Masthühner in welchem Alter und zu welcher Tageszeit mehr nutzen. Dazu haben wir ebenerdig als Bodenoberfläche zum einen Kunststoffgitterroste und zum anderen eine Standardeinstreu parallel angeboten. Die Tiere konnten frei wählen, welche Oberfläche sie zu unterschiedlichen Tageszeiten bevorzugen. Es war keine Studie, um Empfehlungen zur Bodenoberfläche zu geben. Vielmehr war eine unserer Hypothesen, dass die Tiere gerade gegen Ende der Mast die Gitterroste zum Ruhen bevorzugen würden. In dieser Altersphase produzieren die Tiere relativ viel Körperwärme, die sie in der isolierenden Einstreu schlechter abführen können als auf den Gitterrosten.
Bei der Nutzung zeigten sich verschiedene Abhängigkeiten. Fangen wir mit der Tageszeit an.
Wir unterschieden vier verschiedene Tageszeiten: Morgen, Mittag, Nachmittag und Nacht. Über die Mastphase zeigte sich, dass die Tiere beide Oberflächen gleich nutzten. Nachts drehte sich das Bild aber im Verlauf der Mastdauer. Ab ca. der dritten Lebenswoche entwickelte sich nachts eine klare Präferenz für die Gitteroste im Vergleich zur Einstreu. Wir nehmen an, dass in den ersten Lebenswochen die Isolierung der Einstreu und auch die Nähe zu Artgenossen ein wesentlicher Punkt ist, warum der Einstreubereich bevorzugt wurde. Nachdem in etwa der dritten Lebenswoche die Gefiederentwicklung abgeschlossen ist, sind die Tiere weniger wärmebedürftig, da in diesem Alter auch die eigene Wärmeproduktion sowie die Thermoregulation ausgebildet sind. Weiterhin nehmen wir an, dass es zu den Tageszeiten Morgen, Mittag und Nachmittag keine Präferenz für eine der Bodenqualitäten gab, weil die Masthühner tagsüber weniger Ruhen und in der Einstreu natürlicherweise Nahrungs- und Erkundungsverhalten zeigen. Sie nutzen während ihrer Hauptaktivitätszeit im Hellen quasi beide Flächen, um ihre natürlichen Verhaltensweisen auszuleben.
Auch das Lebensalter der Tiere spielt bei der Nutzung eine Rolle.
Ja, genau. Ab ca. der dritte Lebenswoche konnte wir klar sehen, dass besonders zum Ruhen/ Schlafen in der Nacht die Gitterroste bevorzugt genutzt wurden.
Und auch die Umgebungstemperatur beeinflusst das Verhalten der Tiere.
Ja, wir vermuten, dass die Masthühner insbesondere gegen Ende der Mastphase sich auch tagsüber häufiger auf den Gitterrosten aufhalten, weil sie auf diesen besser ihre Körperwärme abführen können. Hierzu haben wir auch Hinweise gefunden. Weil wir die Umgebungstemperatur aber nicht experimentell verändert haben, d.h. nicht erhöht haben, bedarf es für die Überprüfung dieser Hypothese allerdings noch weitere Untersuchungen.
Wie sollten nach Ihren Ergebnissen erhöhte Ebenen am besten ausgestaltet werden?
Wie eingangs schon erwähnt, unterstützen erhöhte Ebenen das Aufbaumverhalten. Dieses Verhalten wird hauptsächlich in der Nacht durchgeführt (teilweise auch am Tage), so dass wir durch unsere kleine Studie ableiten können, dass erhöhte Ebenen aus Kunststoffgitterroste bestehen sollten, da sie bei Nutzung die Thermoregulation vor allem ab der 3. Lebenswoche unterstützen können. Um die Nutzung von erhöhten Strukturen zu erhöhen, sind noch weitere Aspekte von Bedeutung: Die Höhe der erhöhten Ebenen kann unterschiedlich ausfallen, je nachdem, welche Möglichkeiten der Stall sowie auch das technische Equipment bietet. Zu empfehlen sind mind. 30 cm, aber besser wären 50 cm, da zum einen die Tiere bei dieser Höhe ohne Probleme auch den darunterliegenden Bereich nutzen können und zum anderen die Tierkontrolle bei den täglichen Stallkontrollen besser möglich ist als bei geringeren Höhen. Abhängig von der Höhe der Ebenen ist eine Rampe vor allem bei den schnell wachsenden Masthühnern anzubieten, damit die Tiere die Ebene nutzen können. Die Rampe sollte eine rutschfeste Oberfläche sowie Stabilität bieten und einen Winkel von max. 30° aufweisen. Besser wären noch flachere Anstiege, um den Auf- und Abgang noch einfacher zu machen. Die Rampen sollten so breit sein, dass zwei Tiere problemlos aneinander vorbeigehen können. Sonst kann ein einzelnes auf der Rampe sitzendes Tier den Zugang komplett blockieren. Die Positionen der erhöhten Ebenen sind abhängig von den Stallgegebenheiten. So können zwei Bahnen oder auch nur eine Bahn mittig oder jeweils auch an der Stallwand installiert werden. Allerdings sollte bei wandständigen erhöhten Ebenen auf eine ausreichende Lüftung auch unterhalb der Ebenen geachtet werden.
Frau Dr. Malchow: herzlichen Dank für das Gespräch!
Dr. Julia Malchow forschte nach ihrer Promotion sieben Jahre lang zu Geflügel und Tierschutz am Institut für Tierschutz und Tierhaltung des Friedrich-Loeffler-Instituts. Seit Anfang 2026 ist sie Referentin für Politik bei der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt.
Dieser Beitrag wurde Ende April vorab allen Newsletter-Abonnenten zur Verfügung gestellt.
Schweizweite Bekämpfung der Moderhinke: deutliche Fortschritte im zweiten Programmjahr
Im Rahmen der schweizweiten Bekämpfung der Moderhinke wurden vom 1. Oktober 2025 bis zum 31. März 2026 12’224 Schafbetriebe in der ganzen Schweiz kontrolliert. Die Auswertungen zeigen, dass der Anteil der von Moderhinke betroffenen Betriebe weiter sinkt und in der zweiten Untersuchungsperiode bei 9 Prozent liegt. In der ersten Untersuchungsperiode waren noch 22 Prozent betroffen. Das BLV führt das Programm gemeinsam mit den kantonalen Veterinärdiensten fort, mit dem Ziel, den Anteil positiver Betriebe innert fünf Jahren auf unter ein Prozent zu senken und die Schafhaltenden bei der Bekämpfung der Krankheit zu unterstützen.
Seit Oktober 2024 wird die Moderhinke, eine schmerzhafte und ansteckende Klauenkrankheit bei Schafen, schweizweit koordiniert bekämpft. Nach Abschluss der ersten Untersuchungsperiode Ende März 2025 standen die Sanierung der betroffenen Betriebe sowie der Schutz aller Herden vor Infektionen im Fokus. Die zweite Untersuchungsperiode begann im Herbst 2025.
Für eine nachhaltige Senkung der Anzahl von Moderhinke betroffener Betriebe ist die konsequente Umsetzung verschiedener Maßnahmen entscheidend. Diese beruhen auf drei Säulen: fachgerechter Klauenschnitt und sorgfältige Klauenbäder in betroffenen Schafhaltungen sowie konsequente Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen in allen Herden.
Deutliche Fortschritte bei der Bekämpfung der Moderhinke
Mit Abschluss der zweiten Untersuchungsperiode lassen sich wesentliche Fortschritte bei der Bekämpfung der Moderhinke erkennen. Der Anteil der von Moderhinke betroffenen Betriebe liegt 9 Prozent und ist damit im Vergleich zur ersten Untersuchungsperiode mit 22 Prozent deutlich zurückgegangen; die ursprünglich kommunizierte Anfangsrate von 21 Prozent wurde aufgrund einer methodischen Präzisierung nachträglich angepasst.
«Die Ergebnisse zeigen, dass der eingeschlagene Weg stimmt. Entscheidend ist nun, die Maßnahmen weiterhin konsequent umzusetzen und die Zusammenarbeit auf allen Ebenen fortzuführen», sagt Laurent Monnerat, Direktor des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen.
Moderhinke geht weiter zurück – Engagement bleibt zentral
Die zweite Untersuchungsperiode zeigt deutlich: Die schweizweite Bekämpfung der Moderhinke trägt Früchte. Der erzielte Fortschritt ist in erster Linie dem großen Engagement der Tierhaltenden sowie der engen Zusammenarbeit aller Beteiligten zu verdanken. Dazu zählen die kantonalen Veterinärdienste, die Tierärztinnen und Tierärzte, die Labore sowie der Beratungs- und Gesundheitsdienst für Kleinwiederkäuer (BGK) und die Moderhinkeberaterinnen und -berater, die das Programm fachlich und operativ umsetzen. Die positive Entwicklung bestätigt die gewählte Strategie sowie die Wirksamkeit der Maßnahmen und zeigt, dass der eingeschlagene Weg konsequent weiterverfolgt werden sollte.
Die dritte Untersuchungsperiode dauert vom 1. Oktober 2026 bis zum 31. März 2027. Jeder zusätzlich sanierte Betrieb bringt die Schweiz einem dauerhaft gesunden Schafbestand einen Schritt näher und stärkt das Tierwohl der Schafe im ganzen Land.
Quelle: Schweizer Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen
innoMOO übernimmt Betreuung der BAYERNWATCH-Kunden der Bayern-Genetik GmbH
Das Unternehmen innoMOO baut seine Aktivitäten im Bereich digitales Herdenmanagement weiter aus und übernimmt ab sofort die Betreuung der BAYERNWATCH-Kunden der Bayern-Genetik GmbH. Mit diesem Schritt stärkt innoMOO seine Position als innovativer Partner für moderne Milchviehbetriebe in Deutschland.
Als junges und engagiertes Unternehmen hat sich innoMOO darauf spezialisiert, landwirtschaftliche Betriebe mit praxisnahen Lösungen, moderner Sensortechnik und intelligenten Softwareanwendungen zu unterstützen. Ziel ist es, die Effizienz im Stall zu steigern und gleichzeitig die Tiergesundheit nachhaltig zu verbessern.
Im Zuge der Übernahme profitieren die bisherigen BAYERNWATCH-Kunden von einer umfassenden Weiterbetreuung sowie einer gezielten Weiterentwicklung bestehender Systeme. innoMOO setzt dabei auf die Kombination bewährter Technik mit neuen, KI-gestützten Anwendungen. Diese kommen unter anderem in den Bereichen Fütterungsmanagement, Klauengesundheit, Abkalbemonitoring und Hitzestressmanagement zum Einsatz.
Ein besonderer Fokus liegt auf der praxisorientierten Umsetzung: Lösungen werden kontinuierlich auf Basis von Rückmeldungen aus landwirtschaftlichen Betrieben weiterentwickelt. Ergänzend bietet innoMOO seinen Kunden ein breites Unterstützungsangebot: von persönlicher Beratung über Schulungen bis hin zu regionalen Veranstaltungen und Online-Workshops.
„Die Übernahme der BAYERNWATCH-Kunden ist für uns ein wichtiger Schritt, um Betriebe sowohl technisch als auch fachlich noch gezielter begleiten zu können“, sagt Lothar Weber von innoMOO.
Mit dem Ausbau seines Kundenstamms positioniert sich innoMOO weiter als Partner für datenbasiertes und zukunftsorientiertes Herdenmanagement in der Milchviehhaltung.
Kontakt:
innoMOO GmbH – Lothar Weber
Telefon / WhatsApp: 0176 43502811
E-Mail: Lothar.Weber@innoMOO.de
https://www.innomoo.de/
Neues kostenloses E-Book: Sicher impfen – worauf kommt es wirklich an?
Mit „Impfen mit Sicherheit“ stellt Boehringer Ingelheim ein neues, kostenloses E-Book für Landwirte und Tierhalter vor. Es liefert praxisnahe Tipps, wie Impfungen im Schweinebestand sicher, wirksam und tiergerecht umgesetzt werden können.
Im Mittelpunkt steht die Frage: Worauf kommt es bei der Impfung wirklich an? Entscheidend ist vor allem der Gesundheitszustand der Tiere, denn nur gesunde Tiere können einen zuverlässigen Impfschutz aufbauen. Ebenso wichtig ist der richtige Zeitpunkt: Werden Ferkel zu früh geimpft, können maternale Antikörper die Wirkung abschwächen. Ein optimal abgestimmter Impfzeitpunkt ist daher entscheidend für den Erfolg.
Ein weiterer Fokus liegt auf der Verträglichkeit der Impfstoffe. Moderne, mineralölfreie Adjuvantien oder orale Impfstoffe können Belastungen deutlich reduzieren und sorgen für eine bessere Futteraufnahme sowie stabilere Tiergesundheit. Das zahlt sich direkt im Stall und bei den Leistungen aus.
Das E-Book zeigt außerdem, warum Impfstoffe eine zentrale Rolle in der Prophylaxe spielen, während Antibiotika erst im Krankheitsfall wirken.
Wer seine Impfstrategie optimieren und Tierwohl sowie Betriebserfolg nachhaltig verbessern möchte, findet in diesem Leitfaden wertvolle, sofort umsetzbare Empfehlungen.
Das E-Book steht kostenfrei auf der Website Tiergesundheit im Stall | Typisch-Reihen von Boehringer Ingelheim von Boehringer Ingelheim zum Download bereit:
Weitere Informationen gibt Ihnen gerne:
Frederike Bösch
Produktmanager Nutztier – Fachbereich Schwein
Boehringer Ingelheim Vetmedica GmbH
Tel: +49 (6132) 77-174020
E-Mail: frederike.boesch@boehringer-ingelheim.com



































