Moderne Milchviehbetriebe setzen bereits heute auf vielfältige Sensorsysteme, um die Gesundheit der Tiere zu überwachen. Eine kontinuierliche Analyse des Bewegungsverhaltens erfolgt dabei – wenn überhaupt – über Pedometer, die nur rudimentäre Informationen liefern, sodass der Landwirt zur Bewertung der körperlichen Verfassung eines Tieres weitestgehend auf eine manuelle, subjektive und arbeitsintensive visuelle Beobachtung seiner Tiere angewiesen ist. Dies ist besonders bei der Früherkennung von Lahmheiten relevant, da subtile Veränderungen des Bewegungsablaufs oft schleichend auftreten und bei routinemäßigen Hofkontrollen leicht übersehen werden – mit bedeutenden Folgen für Tierwohl, Milchproduktion, Fruchtbarkeit, Lebensdauer und Arbeitseffizienz.
Nedap stellt mit seinem neuen System SmartSight nun erstmals einen innovativen Systemansatz mit Messungen zu Aktivität, Wiederkauen, Fressverhalten und Hitzestress vor, der nicht allein die Fortbewegung und/oder gegebenenfalls Lahmheitserkennung per Kameraeinsatz möglich macht. Vielmehr wird die Bildverarbeitung durch ihre Integration in die Cow-Monitoring-Plattform von Nedap eine zusätzliche, integrierte Quelle biologischer Informationen, die beispielsweise mit den Milchleistungen und Umgebungsbedingungen kombiniert werden können. Damit wird erstmals eine visuelle Intelligenz mit tierbezogenen Sensoren und deren Daten zu Identifikation, Verhalten, Reproduktion, Leistung und Gesundheit sowie mit Funktionen zur Selektion und Ortung verknüpft und diese im Gesamtsystem weiterverarbeitet.
Über die deutlich verbesserte Lahmheitserkennung besteht die Möglichkeit, von einer protokollbasierten Klauenpflege hin zu einer zustandsbasierten Klauenpflege zu wechseln.
Nedap SmartSight bringt damit die automatisierte Tierbeobachtung einen entscheidenden technologischen Schritt nach vorne.
Nedap N.V.
Halle/Stand: 11 E58
Quelle: DLG


































