Klauengesundheit bei Sauen: Die entscheidenden Stellschrauben

*AG Tiergesundheit und Tierverhalten „Netzwerk Fokus Tierwohl“

Die Klauengesundheit ist ein zentraler Aspekt für das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit von Sauen. Eine mangelhafte Klauengesundheit im Bestand gilt zudem als tierschutzrelevant und macht das Einleiten geeigneter, zielgerichteter Maßnahmen erforderlich. Sauenabgänge aufgrund von Fundamentproblemen bzw. Klauenerkrankungen stellen in der Praxis nach wie vor eine Herausforderung dar. Klauenerkrankungen können neben einem vorzeitigen Abgang der Sau auch zu Minderleistungen, höheren Ferkelverlusten und geringerer Fruchtbarkeit führen. Zahlreiche Faktoren aus den Bereichen Haltung, Züchtung, Management und Fütterung, sowie weitere tierbezogene Faktoren beeinflussen die Gesundheit und Belastbarkeit der Klauen. Eine systematische Betrachtung dieser Einflussgrößen stellt die Grundlage für das zügige Erkennen der Problembereiche und das Einleiten gezielter Präventionsmaßnahmen dar, sodass die Klauengesundheit im Sauenbestand langfristig verbessert werden kann.

1. Klauenaufbau
Um die Klauengesundheit im Stall zu verbessern, ist es wichtig, den Aufbau der Klauen zu verstehen. Schweine laufen auf Zehenspitzen, sodass sie im Vergleich zu uns Menschen eine sehr kleine Auftrittsfläche haben, die eine sehr große Druckbelastung tragen muss. Das Schwein gehört zu den Paarzehern: statt fünf Zehen wie beim Menschen haben sie zwei Hauptklauen und zwei Afterklauen. Die Afterklauen berühren den Boden auf festem Untergrund nicht, sondern übernehmen nur beim Einsinken in weichem Boden eine Stützfunktion.

Bildquelle: MuD Tierschutz, BLE

Die Schweineklaue hat eine sehr harte Hornwand, eine harte Sohle und einen weichen Ballen, der einen Großteil der Unterseite und die Seitenfläche der Klauen einnimmt. Die verschiedenen Hornsegmente der Klauen haben unterschiedliche Härtegerade, die unmittelbar aufeinanderstoßen und die Klaue an diesen Stellen empfindlicher für Risse und Verletzungen macht. So grenzt das harte Kronhorn an das weiche Saumsegment, das den Übergang zur behaarten Haut darstellt. Das härtere Sohlen- und Wandhorn stößt an das weichere Ballenhorn. Auch die weiße Linie, an der das Wandhorn an das Sohlenhorn grenzt, stellt einen solchen Übergangsbereich dar.

Je nach Alter der Schweine wächst das Horn unterschiedlich schnell nach. Ab einem Alter von einem Jahr liegt das Wachstum durchschnittlich bei 5-6 mm pro Monat.

Bildquelle: MuD Tierschutz, BLE

Der Winkel zwischen der vorderen Wand- und der Sohlenfläche ist entscheidend für die Gesunderhaltung der Klauen: Je länger die Klauen werden, umso spitzer wird auch der Winkel (sogenannte Stallklauen). Im Normalfall sollte er zwischen 50° und 60° liegen. Bei einem spitzeren Winkel verlagert sich der Druckpunkt der Fußungsfläche auf den Ballenbereich, dessen Hornhärte hierfür nicht ausgelegt ist.

2. Stallboden und Untergrund
Der Stallboden hat einen großen Einfluss auf den Abrieb der Klauen und die gesamte Klauengesundheit. Während eines Produktionszyklus durchlaufen Sauen oft verschiedene Bodenarten. Im Deck- und Wartestall gibt es häufig Betonspalten, während die Abferkelbuchten meistens mit Metall- oder Kunststoffspalten ausgestattet sind. Teilweise werden die Spalten im Abferkelabteil auch mit Gummimatten ausgelegt, um Druckverletzungen zu reduzieren. Besonders hier im Abferkelbereich, in dem verschiedene Materialien verwendet werden, ist auf eine hohe Standsicherheit zu achten. Materialübergänge sollten dabei ebenmäßig ausgeführt sein – ohne Risse oder Kanten und mit durchgehend gleichem Niveau. Im Deck- und Wartestall können Gummimatten unterschiedliche Auswirkungen haben und ihr Einfluss auf Afterklauenabrisse, Wandhornabschürfungen, Lederhautblutungen, Hornrisse und Sohlendefekte scheint je nach Zeitpunkt unterschiedlich zu sein.

Die Rutschfestigkeit und Trittsicherheit eines Bodens hängen von Material, Oberflächenprofil und Verschmutzungsgrad ab. Gummimatten, kunststoffummantelter Streckmetallboden (Polyethylen-beschichtete Roste) sowie Beton weisen hohe Gleitreibwerte auf und sind daher rutschfest. Glatte Materialien wie Polypropylen sind hingegen nicht empfehlenswert. Zu glatte Böden sorgen außerdem für einen unzureichenden Klauenabrieb und eine Fehlbelastung der Klauen. Zu raue Böden hingegen können zu einem übermäßigen Abrieb führen, wodurch Lederhautblutungen und Ballenhornwucherungen entstehen können.

Feuchtigkeit und Verschmutzungen senken die Rutschfestigkeit des Bodens je nach Material unterschiedlich stark, wodurch das Verletzungsrisiko vor allem bei glatten Böden steigt. Zudem quillt das Horn durch Feuchtigkeit wie Urin oder nasse Einstreu auf. Bei einem Wechsel zu trockenen Böden härtet das Horn wieder aus und wird porös, wodurch die Bildung von Rissen begünstigt wird. Durch diese Risse können unter Umständen Krankheitserreger eindringen und Infektionen verursachen. In diesem Zusammenhang sollten Temperatur und Luftfeuchtigkeit stets im Blick behalten und bei Bedarf angepasst werden.

Gemäß der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung sind für Sauen, Jungsauen und Eber Spaltenböden mit Spaltenbreiten von maximal 20 mm zulässig. Empfohlen werden Auftrittsbreiten je nach Funktionsbereich zwischen 80 und 200 mm und Spaltenbreiten zwischen 17 und 20 mm.

Bei neuen Betonspaltenböden besteht die Gefahr, dass das Verletzungsrisiko infolge von scharfen Graten an den Kanten der Spalten steigt. Werden keine bereits entgrateten Spaltenböden verlegt, sollten diese daher entgratet werden bevor die ersten Tiere eingestallt werden, z.B. durch den Einsatz einer Flex. Außerdem können ätzende Betonsäuren das Klauenhorn schädigen. Vor der ersten Aufstallung können diese durch Ausbringen einer 10%igen Sodalösung abgepuffert werden.

Ein guter Zustand der Spaltenböden, insbesondere die Abwesenheit scharfer Kanten und ausgebrochener Spalten, ist Grundvoraussetzung für den Erhalt der Klauengesundheit.

Die Haltung auf trockenem Stroh führt zu einer tendenziell besseren Klauengesundheit als die Haltung auf Betonböden. Allerdings führt Stroh auch zu einem geringen Abrieb und begünstigt somit unter Umständen die Bildung von Stallklauen. Besonders bei ausschließlicher Haltung auf Tiefstreu über einen langen Zeitraum können die Klauen übermäßig wachsen, wodurch Fehlbelastungen an der Klaue bedingt werden. Die Kombination von Betonböden mit eingestreuten Flächen je nach Funktionsbereich kann die Klauengesundheit fördern.

Eine weitere Herausforderung stellt die Bodenbeschaffenheit im Abferkelbereich dar. Die Sau benötigt einen möglichst trittsicheren Boden, während die Ferkel einen nicht zu rauen Untergrund brauchen, damit beim Anrüsten am Gesäuge die Gelenke keine Schürfwunden erhalten.

Da der Grundstein für eine gute Klauengesundheit bereits im Ferkelalter gelegt wird, ist es insbesondere für Eigenremontierer, aber auch in der Jungsauenaufzucht wichtig auf eine dem Alter und Körpergewicht angepasste Bodenbeschaffenheit zu achten. Zuchtläufer, die mit mehr als 25 kg Körpergewicht noch auf Kunststoffrosten gehalten werden, neigen dazu, als ausgewachsene Sau schneller durchtrittig zu werden.

Weiterhin umfasst ein wirksames Hygienekonzept trockene, leicht zu reinigende Flächen mit ausreichendem Gefälle sowie regelmäßige Kotentfernung. Arbeitsgeräte sind regelmäßig zu reinigen, zu desinfizieren und klar einem Bereich zuzuordnen, um Infektionsketten zu unterbrechen. Nach Möglichkeit sollten die Ställe – besonders der Besamungsbereich – regelmäßig gereinigt und desinfiziert werden.

Egal, ob es sich um Spaltenböden aus Kunststoff oder Beton oder planbefestigte Böden mit oder ohne Einstreu handelt, jeder Stallboden hat seine Vor- und Nachteile. Derzeit stellen alle Bodenmaterialien einen Kompromiss zwischen Klauengesundheit, Hygiene, Komfort, Thermoregulation und den unterschiedlichen Ansprüchen je nach Lebensabschnitt dar. Die Verwendung unterschiedlicher Materialien in einzelnen Funktionsbereichen kann daher sinnvoll sein. Wichtig ist in jedem Fall, dass die Böden trocken und sauber sind.

3. Raum- und Buchtenstruktur
Eine klare Trennung der Funktionsbereiche (Liege-, Kot-, Fress- und Aktivitätsbereich) vermeidet Verunreinigungen und reduziert somit Verletzungen durch Ausrutschen und die Infektion von Klauenläsionen. Lange Laufwege zum Fressplatz bzw. das häufige Aufsuchen von diesem, wie es beispielsweise in Systemen mit einer ad libitum Abruffütterung stattfindet, belasten die Klauen vermehrt und führen vor allem zu Ballenveränderungen. In restriktiven Fütterungssystemen (z.B. Drippelfütterung) wird der Fressplatz weniger häufig aufgesucht, was die Laufwege verkürzt und in Untersuchungen zu 16-17 % weniger Sauen mit schweren Ballenveränderungen führte. Kommt es infolge instabiler Sauengruppen zu mehr Aggressionen am Fressplatz, ist ebenfalls mit schwereren Ballenveränderungen zu rechnen.

Breite Laufgänge von über 3 m geben rangniederen Sauen Ausweichmöglichkeiten und reduzieren so Klauenverletzungen, die im Rahmen von Rangkämpfen bei Rückwärts- und Drehbewegungen entstehen können. Getrennte Fressplätze mit Trennwänden verringern den Konkurrenzdruck und unterstützen die Klauengesundheit in ähnlicher Weise. Auch Selbstfangbuchten sind geeignet, da sie Schutz vor Angriffen von Artgenossen bieten und somit Stress und Klauentraumata reduzieren.

4. Management
Auch beim Management ist das Ziel, den Stress und das damit verbundene Verletzungsrisiko auf ein Minimum zu reduzieren.

Feste Gruppen, in denen Rangordnungskämpfe auf ein Minimum beschränkt werden können, sind empfehlenswert.

Sind die Sauengruppen sehr homogen, haben alle Tiere die gleichen Zugangschancen zu Ressourcen. Allerdings können Rangordnungskämpfe länger andauern als in heterogenen Gruppen mit großen Gewichtsunterschieden. Hier laufen besonders Jungsauen Gefahr, sich gegenüber stark konditionierten Altsauen nicht durchsetzen zu können.

Insbesondere kleine Tiergruppen sollten konstant gehalten und ein Nachstallen von Einzeltieren vermieden werden. Schweine erkennen sich in Gruppen mit 20-30 Individuen sicher und eine feste Rangordnung kann sich einstellen. In Großgruppen mit über 60 Tieren kann die Zusammenstellung etwas dynamischer sein, da die Tiere größere räumliche Distanzen aufbauen und Konflikten besser aus dem Weg gehen können.

Bei Jungsauen ist eine sorgfältige Kontrolle bei und nach der Anlieferung entscheidend, da nur gesunde Tiere die Basis für eine erfolgreiche Ferkelproduktion bilden. Häufig entstehen Probleme durch unzureichend eingestreute Quarantäneställe in Altgebäuden, da feuchte Einstreu das Klauenhorn aufweicht, wodurch Hornrisse in der späteren Haltung auf Spaltenböden begünstigt werden. Eine ruhige Eingliederung, stabile Gruppen mit angepasster Belegdichte sowie gegebenenfalls die Integration erst nach dem ersten Abferkeln können Klauenprobleme und Verletzungen wirksam reduzieren.

5. Fütterung und Nährstoffversorgung
Für die Bildung von qualitativ hochwertigem Horn ist eine ausreichende Versorgung mit Aminosäuren (z.B. Cystein, Methionin und Histidin), aber auch mit verschiedenen Mengen- und Spurenelementen (z.B. Kalzium, Zink, Kupfer, Mangan und Selen) sowie mit Vitaminen (z.B. Biotin, Vitamine A, D, C und E) und Fettsäuren (z.B. Linolsäure) essenziell. Wird über eine klauengesundheitsfördernde Ausgestaltung des Futters nachgedacht, hat bislang insbesondere die langfristige, parallele Supplementierung mehrerer Stoffe zu einer Verbesserung der Klauengesundheit geführt. Besonders Biotin, Cystein, Mangan, Zink und Kupfer konnten in unterschiedlichen Studien zur Stabilisierung der Klauengesundheit beitragen. Speziell für Biotin gilt jedoch, dass Effekte auf die Klauengesundheit teilweise erst nach einer Supplementierungsdauer von sechs Monaten erzielt wurden. Liegen die Spurenelemente organisch gebunden in der Ration vor, werden sie besser verstoffwechselt. Daher wird ab der Jungsauenaufzucht die Zugabe der Spurenelemente in organisch gebundener Form für mindestens 50% des Angebots empfohlen, um eine gute Aushärtung des Klauenhorns zu erreichen. Nach der Eingliederung sollte wenigstens das Futter der tragenden Sauen entsprechend ausgestaltet sein.

Von entscheidender Bedeutung für die spätere Klauengesundheit ist auch die Konditionierung der Jungsauen. Ab einem Körpergewicht der Jungsauen von 30 kg können Tageszunahmen über 900 g zu einer Verschlechterung der Stabilität der Fundamente führen.

In der Wissenschaft werden die Auswirkungen des Entzündungs- und Nekrose- Syndroms des Schweines (SINS) auf die Klauengesundheit von Sauen diskutiert.

Ist die Darmwand des Tieres, z.B. aufgrund von energiereicher Fütterung mit geringen Rohfasergehalten geschädigt, können Toxine aus qualitativ minderwertigem Futter, besonders aber auch Toxine bakteriellen Ursprungs (sogenannte Endotoxine) die Darmbarriere überwinden und in den Blutkreislauf des Schweins gelangen. Hier wirken sie auf das Immunsystem des Körpers ein und setzen Entzündungsprozesse in der Sau in Gang. Weitere begünstigende Faktoren sind Hitzestress, Wassermangel, schlechte Wasserqualität oder stoffwechselintensive Phasen wie die Laktation. Als Folge können Entzündungen an Ohren, Schwänzen, Zitzen, Vulven oder den Klauen von Schweinen auftreten.

Sauen können, vergleichbar mit Rindern und Pferden, eine Klauenrehe entwickeln. Äußerlich ist dies an aufgewölbten Reheringen am Hornschuh sichtbar. Ähnlich wie Jahresringe bei Bäumen deutet die Anzahl der Reheringe auf die Häufigkeit entzündlicher Ereignisse in der Klaue hin. Bei schweren Verläufen kann das Gewebe so stark geschädigt werden, dass das Klauenbein rotiert und die Sauen behandlungsresistente Lahmheiten entwickeln.

Auch während der Aufzucht der Jungsauen sollte eine darmschonende Ration gefüttert werden, um SINS Symptome zu vermeiden und Klauenschäden vorzubeugen. Durch ausgewogene Rationen mit einer guten Ausstattung an faserreichem Getreide (Gerste) können Bildung und Aufnahme von Toxinen im Darm vermieden werden.

6. Tierbezogene Faktoren
Das Körpergewicht und das Alter von Sauen gelten als direkte Risikofaktoren für die Klauengesundheit. Beispielsweise erhöht gegen Ende der Trächtigkeit jedes Kilogramm mehr Körpergewicht das Risiko für Wandhornläsionen um drei Prozent. Ein höheres Körpergewicht führt zudem auch zu mehr Hornrissen. Die Außenklauen tragen dabei bis zu 78 % des Körpergewichtes der Sauen und sind daher häufiger von Klauenveränderungen betroffen.

Mit zunehmendem Alter, vor allem zwischen dem ersten und dritten Wurf, nimmt das Auftreten von Klauenveränderungen zu. Bei älteren Sauen kommen längere Klauen und Hornrisse häufiger vor.

Auch genetische Unterschiede zwischen den Rassen zeigen sich im unterschiedlich häufigen Auftreten von Klauenerkrankungen. Unterschiede zwischen Eigenremontierung und Zukauf konnten bislang nicht ausgemacht werden.

Umgang mit kranken und verletzten Tieren
Sauen, die Lahmheiten oder Verletzungen der Fundamente aufweisen, müssen sofort in eine Genesungsbucht separiert werden. Ein weicher, trockener Untergrund, z.B. eine Einstreu mit Stroh oder eine saubere Gummimatte fördern die Heilung. Auch die Gabe eines Schmerzmittels sollte erfolgen und sollte wie gegebenenfalls weitergehende Behandlungen mit dem Hoftierarzt abgestimmt werden.

Fazit
Die wesentlichen Einflussfaktoren auf die Klauengesundheit von Sauen sind Böden, Management, Fütterung, Alter und Körpergewicht. Bei Auffälligkeiten oder gesundheitlichen Problemen sollte der Hoftierarzt oder der Schweinegesundheitsdienst um Rat gefragt werden. In einer umfangreichen Beratung können alle diese Faktoren überprüft und bei Bedarf optimiert werden.

* Autoren AG Tiergesundheit und Tierverhalten „Netzwerk Fokus Tierwohl“:
Martin Dittmar, Impulsbetrieb Tierwohl
Prof. Dr. Isabel Henning-Pauka, Tierärztliche Hochschule Hannover
Prof. Dr. Johannes Kauffold, Universität Leipzig
Dr. Sandra Löbert, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
Jochen Meyer, Impulsbetrieb Tierwohl
Dr. Hendrik Niehoff, LUFA Nord-West
Prof. Dr. Imke Traulsen, Universiät Kiel,
Dr. Dirk Bornhorn, Tierärztliche Hochschule Hannover
Dr. Maren Gerlach, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
Imke Albers, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
Marie Lamoth, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen

BoviLab bringt die Blutanalyse direkt auf den Milchviehbetrieb – Markteinführung in Deutschland

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Tierärzte können Blutuntersuchungen bei Kühen und Kälber ab sofort direkt auf dem Milchviehbetrieb durchführen – mit Ergebnissen in 6 Minuten.

Mit BoviLab steht Tierärzten in Deutschland ab sofort ein innovatives Point-of-Care-Analysesystem für die Rinderpraxis zur Verfügung. Blutuntersuchungen können direkt auf dem Betrieb durchgeführt werden, sodass Ergebnisse innerhalb weniger Minuten vorliegen. Dadurch lassen sich Gesundheitsprobleme frühzeitig erkennen und Managemententscheidungen auf Basis objektiver Daten treffen.

Mehr Fokus auf Prävention
Die moderne Milchviehhaltung verlangt zunehmend nach präventiver Tiergesundheit. Mit BoviLab können Tierärzte subklinische Hypokalzämie und Ketose bereits im Frühstadium erkennen – noch bevor klinische Symptome auftreten. So können Probleme in der Transitphase frühzeitig erkannt und gezielt verhindert werden.

BoviLab unterstützt Tierärzte unter anderem bei:
* der Untersuchung Kälber und frisch abgekalbter Kühe direkt auf dem Betrieb;
* der Optimierung des Transitkuhmanagements;
* der Anpassung von Fütterungsstrategien auf Basis objektiver Blutwerte;
* dem sofortigen Einleiten von Maßnahmen ohne Wartezeit auf Laborergebnisse;
* einer datenbasierten Bestandsbetreuung.

BoviLab wurde speziell für den Einsatz auf Milchviehbetrieben entwickelt. Das kompakte Analysegerät ermöglicht schnelle und zuverlässige Blutanalysen direkt vor Ort.

Merkmale von BoviLab
* Ergebnisse in 6 Minuten pro Kuh
* Kompaktes und handliches Analysegerät
* Testslides mit einer Haltbarkeit von bis zu 24 Monaten
* Alle Daten bleiben Eigentum des Anwenders
* Dashboard zur Visualisierung und Analyse der Ergebnisse
* Unterstützung einer modernen, präventiven Bestandsbetreuung

Mehrwert für Tierärzte
BoviLab stärkt die Beratungsfunktion des Tierarztes. Durch die sofortige Verfügbarkeit objektiver Blutwerte können Management, Fütterung und Gesundheitsmaßnahmen direkt mit dem Milchviehhalter besprochen werden. Das spart Zeit, verbessert die Entscheidungsfindung und schafft zusätzlichen Mehrwert für die Bestandsbetreuung.

Internationale Praxiserfahrung
BoviLab wird bereits erfolgreich von Tierärzten, Universitäten und Milchviehhaltern in der EMEA-Region eingesetzt, darunter in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass die Vor-Ort-Blutanalyse einen wichtigen Beitrag zu einer präventiven Tiergesundheit und einem modernen Herdenmanagement leistet.

Einführungsangebot für Deutschland
Zur Markteinführung in Deutschland erhalten Tierarztpraxen beim Kauf ** eines BoviLab-Systems (Ein Gerät kostet € 3450) **eine zusätzliche
Box Testslides kostenlos (15 Tests nach Wahl)** sowie **eine persönliche Online-Einweisung**. So können Anwender BoviLab direkt in ihrer eigenen Praxis einsetzen und die Vorteile der Vor-Ort-Blutanalyse kennenlernen.

Wenn Sie an „Das Sonderangebot“ interessiert sind, senden Sie bitte eine E-Mail an mvandemeent@farmlabo.eu unter Angabe des Betreffs „Sonderangebot“.

Wir liefern BoviLab inklusive eines kostenlosen Starterpakets. Dieses enthält unter anderem eine Pipette, mit der sich das Blut einfach und präzise auf die Testslides auftragen lässt.

Weitere Informationen auchüber BoviLab finden Sie unter: www.farmlabo.eu

Quelle: FarmLabo B.V.

Hohe Temperaturen: Die Gesundheit der Tiere im Blick haben

Kühlung und ausreichend Futter wichtig – Keine langen Tiertransporte erlaubt

Hohe Temperaturen sind nicht nur für Menschen eine erhebliche Belastung, auch für Nutz- und Haustiere sind Sonneneinstrahlung und Hitze gefährlich. Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) ruft Tierhalterinnen und Tierhalter daher zu besonderer Vorsicht auf.

Im Gegensatz zu Menschen können Hühner und Puten nicht schwitzen. Sie sind auf andere Hilfsmittel angewiesen, um der Hitze zu widerstehen. Eine häufige Überwachung der Stalltechnik und Betreuung der Tiere ist daher besonders wichtig. Außerdem kann eine Fütterung in den kühleren Abend- und Nachtstunden helfen. Mehr dazu kann in den „Merkblättern zur Vermeidung von Hitzestress bei Geflügel“ nachgelesen werden.

Die Informationen wurden in Zusammenarbeit von Tierhaltenden, Geflügelfachtierärztinnen und -ärzten und den niedersächsischen Veterinärbehörden erstellt.

Auch andere Tiere, wie z.B. Rinder, Schafe und Pferde können ebenfalls durch starke Sonnenstrahlung gefährdet werden. Werden die Tiere auf der Weide gehalten, sollte immer auch ausreichender Witterungsschutz und Zugang zu Wasser sichergestellt werden. Außerdem kann durch die Hitze die Futtergrundlage auf der Weide schwinden. Hier muss unter Umständen zugefüttert werden. In diesem Zusammenhang appelliert das ML aus gegebenem Anlass in Anlehnung an die Tierschutzleitlinie für die Schafhaltung auch an Schafhalterinnen und -halter, ihre Tiere vor der Sonne zu schützen. So sollte geprüft werden, ob allen Tieren ausreichend Schatten zur Verfügung steht (zum Beispiel durch einen Unterstand, Bäume oder Büsche), ob ausreichend sauberes Wasser zugänglich ist und den Schurtermin anzupassen (Wollvlies ist zusätzlicher „Dämmfaktor“, der die Abstrahlung der Körperwärme erschwert; insbesondere bei überlangem oder verfilztem Vlies kann es zu „Hitzestau“ kommen). Außerdem sollten Anstrengungen vermieden werden (zum Beispiel sollten bei Hütehaltung keine großen Distanzen zurückgelegt werden und Aktivitäten wie Umtreiben, Tierbehandlungen, Tiertransporte etc. auf die kühleren Morgenstunden verschoben werden) und der Weidegang und/oder die Fütterung früh am Morgen oder spät am Abend eingeplant werden.

Besondere Vorsicht gilt auch bei Haustieren: Hunde, Meerschweinchen, Vögel und Co. müssen ebenfalls vor der Hitze geschützt werden. Das bedeutet vor allem ausreichend Zugang zu Flüssigkeit und Schutz vor der Sonne. Und: Tiere sollten niemals in einem parkenden Auto zurückgelassen werden! Auch hier hält das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit nützliche Informationen bereit.

In diesem Zusammenhang weist das ML darauf hin, dass bereits im April ein Erlass zu Tiertransporten in der heißen Jahreszeit an die kommunalen Veterinärbehörden übersandt worden ist. Demnach sind Abfertigungen langer Tiertransporte von Rindern, Schafen, Ziegen und Schweinen, bei dem während des Transports keine aktive Kühlmöglichkeit besteht, ab einer Temperatur von 30 Grad Celsius zu verbieten.

Quelle: Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Fruchtbarkeit – Management entscheidet über den Erfolg

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Auf einer Fachtagung in Augsburg, organisiert von der Tierklinik Gessertshausen, kamen rund 100 Milchviehhalterinnen und Milchviehhalter zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen auszutauschen. In seinem Vortrag zur Fruchtbarkeit machte Dr. Sebastian Jander (Ceva Tiergesundheit) deutlich, dass erfolgreiche Milchviehhaltung heute vor allem ein konsequentes, gut abgestimmtes Management im Alltag erfordert.

Die durchschnittliche Nutzungsdauer unserer Milchkühe liegt aktuell bei nur 38,5 Monaten. Das ist deutlich zu wenig. Hauptabgangsgrund ist mit rund 16 % die Unfruchtbarkeit. Für die Praxis stellt sich daher nicht die Frage, ob Handlungsbedarf besteht, sondern wo man am effektivsten ansetzt.

Die Ursachen für die Fruchtbarkeitsprobleme sind komplex. Neben genetischen Einflüssen, die sich nur begrenzt steuern lassen, spielen vor allem Stoffwechsel, Fütterung, Tiergesundheit sowie Management- und Umweltfaktoren eine entscheidende Rolle. Besonders kritisch ist die Phase nach der Kalbung. Hier treffen mehrere Belastungen gleichzeitig auf das Tier: hohe Milchleistung, negative Energiebilanz und ein erhöhtes Krankheitsrisiko.

Stoffwechselstörungen wie Ketosen und das damit verbundene Energiedefizit nach der Kalbung wirken sich direkt auf die Fruchtbarkeit aus. Gleichzeitig führt die hohe Milchleistung dazu, dass Hormone wie Östrogen und Progesteron schneller über die Leber abgebaut werden. Das verschlechtert die Konzeptionsrate und begünstigt Doppelovulationen sowie Zwillingsgraviditäten. Hinzu kommt, dass sich die Follikelentwicklung bei Hochleistungskühen oft verzögert, die Eizellen sind „älter“ und weniger befruchtungsfähig.

v.l.n.r.: Dr. Sebastian Jander (Ceva Tiergesundheit GmbH), Dr. Gregor Sigl (MSD Tiergesundheit), Laura Krey (dsp-Agrosoft GmbH), Tabea Klemens (Schippers GmbH), Joachim Mair (Schippers GmbH), Amelie Armbruster (Tierklinik Gessertshausen, Jan Thye-Lokenberg (dsp-Agrosoft GmbH), Stefanie Fuhrmann (Vetoquinol GmbH), Verena Thiel (Vetoquinol GmbH), Dr. Heinz-Jürgen Zumbusch (Vetoquinol GmbH), Franziska Lingner (Tierklinik Gessertshausen), Peter Zech (SaluVet GmbH), Jonas Erben (Tierklinik Gessertshausen), Stephanie Meyer (SaluVet GmbH), Katarina Maseg (SaluVet GmbH) Bildquelle: Tierklinik Gessertshausen

Die ersten 14 Tage entscheiden
Eine Schlüsselrolle spielen die ersten 14 Tage nach der Kalbung. In dieser Phase ist das Risiko für Erkrankungen am höchsten. Erkrankungen wie Nachgeburtsverhaltungen und Metritiden beeinflussen die spätere Fruchtbarkeit massiv. Hintergrund ist ein hormonelles Ungleichgewicht: Entzündungen führen zur Freisetzung von Prostaglandin F2α (PGF2α), das den Gelbkörper abbaut und die Progesteronproduktion hemmt. Gleichzeitig beeinflussen Zytokine das Immunsystem und die Entzündungsreaktion. In dieser Kombination wird eine erfolgreiche Trächtigkeit deutlich erschwert.

Ein großes Problem ist die Früherkennung solcher Erkrankungen. Kühe zeigen als Fluchttiere Symptome oft erst spät. Sensorsysteme können bei der Erkennung kranker Kühe wertvolle Unterstützung leisten. Besonders Veränderungen in der Wiederkauaktivität liefern häufig erste Hinweise auf gesundheitliche Probleme.

Ein Beispiel aus der Praxis ist die Labmagenverlagerung, die häufig kurz nach der Kalbung auftritt. Typische Anzeichen sind Appetitlosigkeit, Leistungsabfall und unregelmäßiges Wiederkauen. Wird sie früh erkannt, lassen sich Folgeschäden begrenzen, auch im Hinblick auf die Fruchtbarkeit.

Neben der Tiergesundheit spielt das Management eine zentrale Rolle. Faktoren wie Futter- und Wasserverfügbarkeit, Liegekomfort, Klauengesundheit, Besatzdichte und Hitzestress greifen ineinander. Bereits Temperaturen ab etwa 20 °C können die Fruchtbarkeit negativ beeinflussen.

Auch die Brunsterkennung bleibt ein entscheidender Punkt. Bei visueller Beobachtung sollten mindestens 65 % der Brunsten erkannt werden, automatische Systeme sollten über 80 % erreichen. Hier setzen hormonelle Synchronisationsprogramme wie Ovsynch an. Sie ermöglichen eine zeitgesteuerte Besamung ohne klassische Brunsterkennung. Allerdings hat sich gezeigt, dass klassische Ovsynch-Protokolle nicht immer ausreichen. Moderne Varianten wie Double-Ovsynch verbessern durch eine genauere Steuerung der Follikelwellen die Erfolgsraten. Durch eine doppelte Prostaglandingabe (z. B. an Tag 7 und 8 im Abstand von 24 Stunden) wird der Gelbkörper sicherer abgebaut. Das verbessert die Luteolyse und erhöht die Erfolgswahrscheinlichkeit. Voraussetzung dafür ist jedoch ein gutes Verständnis des Zyklusgeschehens, das je nach Kuh zwei- oder dreiwellige Verläufe zeigen kann. Gerade bei Hochleistungskühen und unter Hitzestress sind häufig dreiwellige Zyklen zu beobachten. Die Anzahl der Follikelwellen hängt eng mit dem Progesteronverlauf zusammen. Für das Management bedeutet das: Wer den Zyklus versteht, kann gezielter eingreifen.

Systematisch vorgehen
In vielen Herden ist zudem ein hoher Anteil nicht zyklischer Kühe zu beobachten, bis zu 23 % pro Betrieb sind keine Seltenheit. Diese Tiere zeigen keine Brunstanzeichen und werden daher oft übersehen. Hier kann der gezielte Einsatz von Progesteronpräparaten, beispielsweise über Vaginalspangen, sinnvoll sein. Diese werden in der Regel für etwa sieben Tage eingesetzt, häufig in Kombination mit Prostaglandin. Es stehen unterschiedliche Dosierungen zur Verfügung (z. B. 1,0 g oder 1,55 g), wobei höhere Dosierungen in vielen Fällen bessere Ergebnisse liefern. Wichtig ist: Diese Maßnahmen sind immer Einzeltierentscheidungen und sollten gezielt eingesetzt werden.

Auch die Zwischenkalbezeit und der Body Condition Score (BCS) sollten regelmäßig überprüft werden. Längere Zwischenkalbezeiten können zwar zur Entlastung beitragen, erhöhen jedoch das Risiko der Verfettung. Eine betriebsindividuelle Auswertung hilft, die richtige Balance zu finden.

Der Vortrag machte deutlich: Fruchtbarkeit ist kein Zufallsprodukt. Sie ist das Ergebnis konsequenter Arbeit in vielen Bereichen, von der Fütterung über die Tierbeobachtung bis hin zum Detail im täglichen Management. Wer diese Punkte systematisch angeht, schafft die Grundlage für bessere Fruchtbarkeit, längere Nutzungsdauer und wirtschaftlich stabile Milchviehhaltung.

Quelle: Dr. Heike Engels

Boehringer Ingelheim: 30 Jahre wissenschaftliche Führung in der PRRS‑Kontrolle

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Seit drei Jahrzehnten zählt Boehringer Ingelheim zu den prägenden Akteuren in der Bekämpfung des Porzinen Reproduktiven und Respiratorischen Syndroms (PRRS). Das Unternehmen entwickelte den weltweit ersten zugelassenen Impfstoff, der sowohl gegen PRRS-Virus‑Typ 1 als auch Typ 2 schützt und damit einen Meilenstein für die moderne PRRS‑Kontrolle setzte.

Vor zehn Jahren wurde das Portfolio um zwei Typ‑1‑Vakzine mit homologem Stamm erweitert, die speziell auf europäische Bestände ausgerichtet sind. Die Impfstoffe bieten eine breite, wissenschaftlich belegte Kreuzimmunität gegenüber zahlreichen Feldstämmen.

Parallel dazu investiert Boehringer Ingelheim kontinuierlich in Forschung und Wissenstransfer: von Projekten zur Weiterentwicklung von Diagnostik und Impfstrategien über den PRRS-Award bis hin zur Zusammenarbeit mit führenden Forschungseinrichtungen.

Praxisnahe Werkzeuge unterstützen die Betriebe bei einer nachhaltigen PRRS‑Kontrolle: der 5‑Stufen‑Plan für strukturiertes Management, die 10 Regeln zur Stabilisierung von Beständen, das Biosicherheitstool COMBAT sowie internationale Expert*innenformate wie Meet the Expert.

Diese Bausteine bilden einen modernen, wissenschaftlich fundierten Ansatz, der Tierärztinnen und Landwirtinnen weltweit hilft, PRRS einzudämmen und Produktionsstabilität zu sichern.

Quelle: Boehringer Ingelheim

Klima-Anpassung bei europäischen Merino-Schafen mittels Landschaftsgenomik

In einer aktuellen Studie wurden Gene untersucht, die mit Umweltvariablen zusammenhängen. Ziel war herauszufinden welche genetischen Varianten für klimaresiliente Züchtungsansätze in unterschiedlichen Klimazonen geeignet sind.

Da Schafe eine Vielzahl lokaler Anpassungen aufweisen, stellen sie ein ideales Objekt für die Untersuchung der Umweltanpassung innerhalb und zwischen Rassen dar. Dies gilt insbesondere für Merino-Schafe, die weltweit zur Wollproduktion verwendet werden.

Für die Studie wurden 24 Merino-Populationen in Europa mit insgesamt 736 Tieren eingezogen. Die Forscher identifizierten 168 SNPs und 232 Gene, die mit bioklimatischen Variablen assoziiert sind. Die Isothermie (Verhältnis von täglicher zu jährlicher Temperaturschwankung) zeigte dabei die größte Anzahl genomischer Assoziationen. Außerdem fanden sich Kandidaten-Gene, die mit Thermoregulation, Immunität und Haarentwicklung zusammenhängen.

Zu den Schlüsselgenen, die in den durch diese Analysen identifizierten Genomregionen gefunden wurden, gehörten solche, die zuvor mit Thermoregulation, Haarfollikelentwicklung, Lipidstoffwechsel und Höhenanpassung in Verbindung gebracht wurden, was auf eine mögliche Rolle bei der Anpassung an die Umwelt schließen lässt. Die Erkenntnisse dienen damit zukünftig einer klimaresistenten Zucht.

Link zur Original-Studie

Probiotika statt Antibiotika im Stall

Probiotika können helfen, den Einsatz von Antibiotika in der Nutztierhaltung zu verringern, um der Bildung von Antibiotikaresistenzen entgegenzuwirken. Das Probiotikum Ecobiol PRO von Evonik keimt im Hühnerdarm besonders schnell aus und verbessert so das Überleben der Tiere. Möglich macht das ein besonderes Herstellverfahren.

Antibiotikaresistente Bakterien stellen nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation global eines der größten Gesundheitsrisiken für den Menschen dar. Mit neuen Erkenntnissen über sporenbildende Bakterien und der Weiterentwicklung eines Probiotikums für Geflügel leistet Evonik einen wichtigen Beitrag zur Verringerung des Antibiotikaeinsatzes bei Nutztieren und damit gegen die zunehmende Verbreitung von Antibiotikaresistenzen.

2021 starben mehr als eine Million Menschen im direkten Zusammenhang mit antibiotikaresistenten Keimen. Bis 2050 rechnen Experten mit rund zwei Millionen Toten pro Jahr. Als mitverantwortlich für die Entstehung von Antibiotika-Resistenzen sehen sie den unnötig hohen Verbrauch von Antibiotika.

„Da 73 Prozent aller weltweit eingesetzten Antibiotika auf die Nutztierhaltung entfallen – therapeutisch, prophylaktisch und als Wachstumsförderer -, lässt sich dort am besten ansetzen, um der weiteren Entstehung von Resistenzen entgegenzuwirken“, erläutert Stefan Pelzer, Leiter der Mikrobiomforschung von Evonik.

Evonik Animal Nutrition setzt auf eine Kombination von Futtermittelzusätzen, darunter Buttersäure und pflanzliche Zusätze, als Alternative zu antibiotischen Wachstumsförderern. Probiotika – lebende Mikroorganismen – spielen dabei eine Schlüsselrolle. Mit Probiotika wurden im Futtermittelbereich 2025 weltweit rund 4 Milliarden US$ umgesetzt. Der Markt wächst jährlich um rund sieben Prozent.

Bei Ecobiol, einem bewährten Probiotikum vor allem für Geflügel, ist den Evonik-Wissenschaftlern jetzt ein Fortschritt gelungen, der neue Maßstäbe für die Wirksamkeit und Qualität von Probiotika setzt. Grundlage dafür lieferten die Arbeiten im Biotech Hub von Evonik in Halle (Westfalen). Dort wird daran gearbeitet, biologische Systeme besser zu verstehen und die Wirksamkeit von biotechnologisch hergestellten Produkten zu verbessern.

Ecobiol stärkt das Darmmikrobiom und das Immunsystem der Tiere und verhindert die Ausbreitung krankmachender Keime wie Escherichia coli, Salmonellen und Clostridien bei ihnen. Ein Krankheitserreger, der Geflügelbetrieben weltweit Sorge bereitet, ist Clostridium perfringens. Er verursacht die Subklinische Nekrotische Enteritis, die die Darmwand der Tiere schädigt, ihr Wachstum beeinträchtigt und zum frühzeitigen Tod der Tiere führen kann. Weltweit entstehen dadurch wirtschaftliche Verluste in Höhe von 4 bis 6 Milliarden US$ pro Jahr.

Probiotika als Futtermittelzugabe können dieser Erkrankung wirksam vorbeugen – wenn sie im Dünndarm aktiv sind. „Bei sporenbildenden Bakterien wie Bacillus velezensis CECT 5940, auf dem Ecobiol basiert, kommt es deshalb darauf an, wie schnell und an welcher Stelle im Verdauungssystem sie sich in aktive, vegetative Zellen verwandeln“, sagt Pelzer.

Mit Hilfe seines weltweit einzigartigen Geflügeldarmmodells DAISy (kurz für „Dynamic Avian Intestine in vitro System“) konnte Pelzers Team im Biotech Hub aufklären, wie dieser Verwandlungsprozess bei Ecobiol im Zuge der Futterverdauung abläuft. Die Wissenschaftler fanden auch heraus, dass das Herstellverfahren einen großen Einfluss auf das Auskeimverhalten dieser Sporen hat.

Das auf dieser Basis weiterentwickelte Produkt, Ecobiol PRO, keimt im Darm noch schneller aus – ohne Veränderung am Stamm selbst. Die schnellere Auskeimung gibt den Bakterien mehr Zeit, sich im Dünndarm zu vermehren und der Ausbreitung pathogener Keime entgegenzuwirken.

Wie eine Studie der Oklahoma State University zeigt, führt diese Eigenschaft bei Masthähnchen, die Kontakt zum Krankheitserreger Clostridium perfringens haben, im Vergleich mit einem marktüblichen Probiotikum zu einer um 50 Prozent verbesserten Überlebensrate und einer deutlichen Verringerung der strukturellen Schäden im Darm.

Da Futter weltweit und für unterschiedliche Entwicklungsstadien der Tiere stark variieren kann, haben die Biotechnologen von Evonik das Auskeimverhalten von Ecobiol PRO sowie Wettbewerbsprodukten in unterschiedlichsten Futtern getestet. Das Produkt von Evonik zeigte hier eine konsistente, schnelle Auskeimung und Vermehrung; andere Produkte waren langsamer oder variierten stärker in verschiedenen Futtern.

Damit bietet Evonik mit Ecobiol PRO ein noch wirkungsvolleres Instrument, Geflügel gesund zu halten und den Einsatz von Antibiotika in der Nutztierhaltung zu reduzieren. „Die gewonnenen Erkenntnisse sind aber nicht nur relevant für die Tierernährung, sondern für zahlreiche andere Anwendungen mit Bacillus-basierten Produkten – ob in der Ernährung, Körperpflege, Mundhygiene, bei Agrar- oder Reinigungsprodukten“, so Pelzer.

Quelle: Evonik Industries AG

Gruppenhaltung von ferkelführenden Sauen

Die Gruppenhaltung von ferkelführenden Sauen ist mit erheblichen Herausforderungen verbunden, erklärten Anne-Claire Berentsen/Dr. Sandra Ripke anlässlich des 15. Niedersächsischen Tierschutzsymposiums 2026. Hier eine Zusammenfassung ihrer Ausführungen.

In der Regel werden Sauen vor dem Geburtstermin vereinzelt und kehren erst wieder in die Gruppe zurück, wenn die Ferkel ein bestimmtes Alter erreicht haben. Dafür gibt es zwei Verfahren:

1) Haltungssysteme, in denen die eigentliche Abferkelbucht noch zur Verfügung steht und die Tiere durch Türen Zugang zu einem Gemeinschaftsbereich bekommen (nur Sauen oder Sauen und Ferkel).

2) Haltungssysteme, in denen Sauen und Ferkel zunächst in Einzelabferkelbuchten bleiben und später in eine Gruppenbucht umgestallt werden.

Der Flächenbedarf pro Wurf ist hier erheblich größer als bei Einzelhaltung in Bewegungsbuchten, weil die Gruppenfläche zusätzlich zum Abferkelbereich zur Verfügung gestellt werden muss.

Gruppensäugen ohne Umstallung
Innerhalb der eigentlichen Abferkelbuchten haben Sauen und Ferkel ausreichend Bewegungsfläche zur Verfügung, für Ruhen, Aufstehen, Ablegen, Säugen und Umdrehen. Ein Begegnungsbereich im Verhältnis von 1:3 eignet sich besser als eine lange, schmale Fläche. Die Breite sollte min 3 m betragen, damit die Sauen problemlos an anderen liegenden Sauen vorbeikommen.

Ist keine eigentliche Abferkelbucht mehr vorhanden, werden Sauen und Ferkel zunächst in Einzelabferkelbuchten gehalten. Danach folgt die Umstallung in eine Gruppenbucht (z. B. auch durch einfaches Entfernen von Trennwänden).

Dabei sollten je Wurf min. 7-8 m² zur Verfügung stehen sowie Rückzugsmöglichkeiten für Sau und Ferkel vorhanden sein. Je nach Wurfgröße circa 1,5 m² pro Ferkel-Wurf und min. 3,5 m² für die Sau als Säuge- und Ruhebereich.

Essentiell ist bei der Gruppenhaltung eine gute Mutter-Kind-Bindung. Natürlicherweise sondern Sauen sich 2-3 Tage vor der Geburt von der Gruppe ab und kehren erst ca. 10 Tage nach dem Abferkeln zurück. Um diesem Verhalten gerecht zu werden sollten die Sauen in diesem Zeitabschnitt in Einzelabferkelbuchten gehalten werden.

Zwischen dem 7. und 10. Lebenstag bildet sich auch eine feste Zitzenordnung bei den Ferkeln aus. Führt man Würfe vorher zusammen, nimmt das Fremdsaugen zu. Auch wenn ein gewisses Maß an Fremdsaugen beim Gruppensäugen normal ist, kommt es zu Rangeleien am Gesäuge und vor allem zu geringerer Milchaufnahme.

Tiergesundheit
Typischen Erkrankungen während der Säugeperiode treten vor allem in der ersten Woche nach der Geburt auf, bei Sauen etwa Gesäuge- und Gebärmutter-Entzündungen. Gibt eine kranke Sau dann weniger Milch, fördert dies das Fremdsaugen und gefährdet so die Gesundheit der ganzen Gruppe. Deshalb sollten kranke Sauen nicht integrieren und – wenn sie bereits in der Gruppe sind – zusammen mit ihren Ferkeln separiert werden.

Bei Ferkeln kommt es in den ersten 10 Lebenstagen häufig zu Durchfällen. Um das deutlich erhöhte Ansteckungsrisiko zu senken, sollte in den ersten 10 Tagen deshalb nicht mit anderen Würfen gruppiert werden.

Meistens fallen in die erste Lebenswoche der Ferkel auch Eingriffe wie Impfungen, Eckzahnschleifen, Schwanzkupieren, Ohrmarken einziehen und Kastration. Deshalb sollte ein eventueller Wurfausgleich nicht vor dem 10. Lebenstag stattfinden.

Management
Alle Sauen sollten sich aus dem Wartestall kennen und eine stabile Rangordnung ausgebildet haben. Auch sollten Körperkondition, Milch- und Aufzuchtleistung möglichst homogen sein. Bei den Ferkeln sollte
der Altersunterschied 5 Tage nicht überschreiten, weil sonst das Fremdsaugen (vor allem der stärkeren Ferkel) begünstigt wird. Auch sollte die Gruppe aus höchstens 6 bis 8 Sauen bestehen.

Jungsauen und Altsauen in einer Gruppe zu halten, ist nicht zu empfehlen. Die älteren Tiere verdrängen jüngere häufig von Futter und Wasser und aus dem Liegebereich. Auch kommt es bei ihnen oft zu Fremdsaugen, weil Jungsauen gewöhnlich eine hohe Milchleistung haben.

Die Tierbeobachtung gelingt am besten, wenn von einem Kontrollgang der gesamte Bereich einzusehen ist. Auch erleichtern Ohrmarken in verschiedenen Farben die Identifikation von Wurfgeschwistern.

Last but not least wird es in diesem Haltungssystem immer Sauen geben, die nicht in eine Gruppe überführt werden können. Für sie müssen ausreichend viele Einzelabferkelbuchten vorhanden sein.

Blauzungenkrankheit in Hessen hat Auswirkungen auf Niedersachsen

Vier Landkreise liegen im Restriktionsgebiet – Einschränkungen im Handelsverkehr

Nach dem Nachweis des Blauzungenvirus vom Serotyp 8 (BTV-8) in einem Rinderbestand im Landkreis Fulda in Hessen am 1. Juni erstreckt sich die eingerichtete Restriktionszone nun bis nach Niedersachsen. Das teilt das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) mit. Betroffen sind der Landkreis Göttingen und Teile der Landkreise Northeim, Holzminden und Goslar. Hier gelten besondere Vorgaben hinsichtlich des Transports von empfänglichen Tieren. In Niedersachsen wurde eine Infektion mit dem Blauzungenvirus vom Serotyp 8 zuletzt im Dezember 2008 in einem Rinderbestand festgestellt.

Aus der Restriktionszone, die für Niedersachsen in einer interaktiven Karte dargestellt ist, dürfen für das Blauzungenvirus empfängliche Tiere wie Rinder, Schafe, Ziegen, Lamas, Alpakas und weitere Wiederkäuerarten nur unter bestimmten Bedingungen in BTV-8-freie Regionen innerhalb von Deutschland und der EU transportiert werden. Transporte von Zucht- und Nutztieren sowie zur unmittelbaren Schlachtung sind innerhalb nicht BTV-8-freier Regionen Deutschlands ohne Einschränkungen möglich, sofern die Tiere keine klinischen Auffälligkeiten zeigen. Weitere Informationen zur Verbringung können Tierhalterinnen und Tierhalter vom jeweils zuständigen Veterinäramt erfahren, mit denen das ML sich im engen Austausch befindet. Die Einschränkungen gelten ausschließlich für BTV-8. In Bezug auf den BTV-Serotyp 3 bestehen keine Einschränkungen für Verbringungen innerhalb Deutschlands.

Hintergrund:
Die Blauzungenkrankheit wird durch das Bluetongue-Virus (BTV) hervorgerufen und ist eine zu meldende Tierseuche, die zumeist Rinder und Schafe betrifft. Daneben sind auch Ziegen, Neuweltkameliden und Wildwiederkäuer für die Erkrankung empfänglich. Das Virus wird nicht direkt von Tier zu Tier, sondern durch infizierte Gnitzen (blutsaugende Stechmückenart) übertragen. Erkrankte Tiere zeigen zum Beispiel Fieber, Lahmheiten, Apathie und teilweise Schleimhautläsionen. Für den Menschen ist der Erreger nicht gefährlich. Fleisch, Milch und Milchprodukte von Rindern, Schafen und Ziegen können bedenkenlos verzehrt werden.

Weitere Informationen und eine interaktive Karte mit einer genauen Darstellung der niedersächsischen Anteile der Restriktionszone finden Sie hier.

Quelle: Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Tierärztestatistik 2025: Mehr Tierärzt:innen – aber weniger Selbstständige Bundestierärztekammer sieht strukturelle Warnsignale für die tierärztliche Versorgung

Die Tierärzteschaft in Deutschland wächst weiter: Zum 31.12.2025 waren 46.089 Tierärzt:innen Mitglied einer Landes-/Tierärztekammer, das sind 444 approbierte Tierärzt:innen mehr als im Vorjahr. Der Anteil der Tierärztinnen lag bei 66,8 Prozent; unter den aktiv tierärztlich Tätigen betrug er 71,7 Prozent.

Doch die aktuelle Tierärztestatistik zeigt zugleich Entwicklungen, die für die tierärztliche Versorgung zunehmend relevant werden. „Die Zahlen zeigen, dass die Tiermedizin ein attraktiver Beruf bleibt. Gleichzeitig bestätigen sie die seit einigen Jahren zu beobachtende Veränderung der Berufsstruktur. Immer weniger Tierärzt:innen entscheiden sich für die eigene Niederlassung, während angestellte Tätigkeiten weiter zunehmen“, erklärt Ltd. VD Dr. Holger Vogel, Präsident der Bundestierärztekammer (BTK). Besonders deutlich wird diese Entwicklung im Vergleich der niedergelassenen und angestellten Tierärzt:innen. Die Zahl der Niedergelassenen sank 2025 auf 11.216. Im Vorjahr waren es noch 11.264. Gleichzeitig stieg die Zahl der Angestellten von 11.990 auf 12.125.

Auch bei den Praxisstrukturen zeigt die Statistik Handlungsbedarf. In der Mehrzahl der Kammerbereiche war die Zahl der Tierarztpraxen 2025 rückläufig. Die Zahl der tierärztlichen Kliniken blieb hingegen weitgehend stabil. Diese Entwicklung ist v. a. mit Blick auf die Alterung der Berufsgruppe – die Zahl der Kammermitglieder ab 60 Jahren stieg im Vergleich zum Vorjahr erneut – und der damit einhergehenden Nachfolgefrage, Notdienststrukturen und die flächendeckende tierärztliche Versorgung relevant. „Ein reiner Blick auf die Gesamtzahl der Tierärzt:innen reicht nicht aus. Entscheidend ist, wo und in welchen Arbeitsformen Tierärzt:innen tätig sind. Wenn Praxen keine Nachfolge finden oder immer weniger Kolleg:innen eine eigene Niederlassung übernehmen möchten, kann das regional zu Versorgungsengpässen führen – insbesondere in ländlichen Räumen und in der Nutztierpraxis“, erläutert Dr. Vogel. Für die kommenden Jahre bleibt daher die Frage zentral, ob ausreichend Nachwuchs in die kurative Praxis nachrückt. Bei den tierärztlichen Tätigkeitsfeldern ist 2025 die Zahl der aktiv tierärztlich Tätigen nur leicht gestiegen. Während die Zahl der Tierärzt:innen im Ausland wieder auf das Niveau von 2021 sank, nahm die Zahl der Angestellten im öffentlichen Dienst weiter zu. Auch die Zahl der Tierärzt:innen in Privatwirtschaft und Industrie stieg leicht.

Die Statistik lässt keinen einfachen Schluss auf einen bundesweit einheitlichen Tierärztemangel zu. Sie macht aber strukturelle Herausforderungen sichtbar: weniger Selbstständigkeit, regionale Unterschiede bei den Praxiszahlen, eine alternde Berufsgruppe und wachsende Anforderungen an Arbeitszeitmodelle, Notdienst und Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

„Wir brauchen Rahmenbedingungen, die tierärztliche Tätigkeit in allen Bereichen attraktiv halten – in der Praxis, im öffentlichen Veterinärdienst, in der Wissenschaft und in der Industrie. Dazu gehören planbare Arbeitszeiten, eine verlässliche Finanzierung tierärztlicher Leistungen und moderne Praxis- und Kooperationsmodelle“, verdeutlicht der BTK-Präsident.

Die Tierärztestatistik wird jährlich auf Grundlage der Mitgliederdaten der Landes-/Tierärztekammern erhoben. Die Zahlen zu den Studierenden werden bei den veterinärmedizinischen Bildungsstätten erfragt.

Quelle: BTK