MultiVacc (Impfmaschine) #Eurotier-Silbermedaille

0

Junghennen werden in der Aufzucht vor der Umstallung in den Legebetrieb mit mehreren Impfstoffen nadelgeimpft. Bei dieser bisher in der Regel manuell durchgeführten Impfung per intramuskulärer Injektion mithilfe von Injektionsnadeln sind die Tiere großem Stress ausgesetzt. Außerdem besteht eine gewisse Gefahr von Erregerübertragungen oder abgebrochenen Nadeln im Tier und später im Fleisch und damit von Schmerzen für das Tier.

Die MultiVacc-Impfmaschine von Big Dutchman stellt eine bedeutende Weiterentwicklung im Bereich der Geflügelimpfung dar und bietet wesentliche Verbesserungen in Funktion und Verfahren. MultiVacc ist die erste halbautomatische Impfmaschine, die gleichzeitig vier Brust- und eine Flügelimpfung auf tierfreundliche Weise verabreichen kann, indem die Tiere manuell gefangen und in einer bestimmten Position an das Gerät gehalten werden.

Die wirtschaftliche Bedeutung von MultiVacc für die Praxis ist erheblich, da sie durch ihre Effizienz und das ergonomische Design die Arbeitsleistung deutlich steigert und den Aufwand für manuelle Impfungen reduziert. Dies führt nicht nur zu einer Verbesserung der Arbeitsqualität, sondern auch zu einer erhöhten Funktionssicherheit, da das Risiko von Fehlern bei der Impfverabreichung minimiert wird und damit die Tiergesundheit verbessert werden kann. Besonders hervorzuheben sind die hohen Hygienestandards, die MultiVacc erfüllt, sowie die tierfreundliche Anwendung, die den Stress für die Tiere während des Impfprozesses reduziert.

Insgesamt leistet MultiVacc einen wertvollen Beitrag zur Impfsicherheit in der modernen Geflügelhaltung.

Big Dutchman International GmbH (Schwein & Geflügel | Pig & Poultry), Halle 17, Stand D20

FlexiPigFloor #Eurotier-Silbermedaille

0

Die Nutztierhaltung und gerade die Schweinehaltung stehen immer wieder vor Veränderungen, zum Beispiel durch neue gesetzliche Anforderungen, Anforderungen seitens der Vermarktung oder auch durch Anpassungen an der Haltungseinrichtung zur Steigerung des Tierwohls und zur Betriebsentwicklung. Auch die Aufrechterhaltung der Funktionssicherheit und Gesetzeskonformität bis hin zur Sanierung und Reparatur von Haltungseinrichtungen ist immer wieder eine Herausforderung. Hierbei spielt auch der Betonboden mit Perforation eine zentrale Rolle. Eine Anpassung der Schlitzweiten, Reduzierung des Perforationsgrades oder auch nur die Sanierung ausgewaschener Betonbodenelemente sind immer eine Herausforderung.

Das FlexiPigFloor-System von ASBO ermöglicht die einfache, dauerhafte, schnelle und kostengünstige Reparatur und bedarfsgerechte Anpassung bestehender Betonspaltenböden an geänderte Vorgaben zu Schlitzbreite und Schlitzanteil sowie zur Oberflächenausführung.

FlexiPigFloor besteht aus flexibel auf den Bedarf hergestellten Aluminiumprofilen und einer zementbasierten Beschichtung. Mithilfe der beschichteten Profile wird eine Reparatur bestehender Betonspalten ebenso ermöglicht wie die Anpassung der Schlitzbreiten an geänderte gesetzliche Vorgaben oder die Umwandlung bestehender Betonspalten in eine Liegefläche mit geringem Perforationsgrad.

FlexiPigFloor bietet damit eine effektive und effiziente Lösung zur Erneuerung und Umgestaltung von Betonspaltenböden. Somit können bestehende Bodensysteme ohne eine Demontage an neue Anforderungen angepasst werden.

ASBO B.V., Halle 15, Stand E19

Tränkeeimer-Deckel „Easyfüll“ mit Einfüllöffnung #Eurotier-Silbermedaille

0

Nach wie vor ist die Kälberaufzucht der sensibelste Bereich in der Milchviehhaltung. Vor allem die Fütterungshygiene ist ein Thema mit hoher Priorität. Tatsächlich sieht man noch sehr oft offene Tränkeeimer an den Kälberiglus, weil insbesondere bei der Fütterung mit einem Milchtaxi das Abnehmen und Wiederanbringen von Deckeln einen erheblichen Zeitaufwand bedeutet, der vielfach gescheut wird. Offene Tränkeeimer erleichtern jedoch den Eintrag von Schmutz und vor allem von Fliegen im Sommer stark.

Mit dem Tränkeeimer-Deckel Easyfüll bietet Hiko eine einfache und vor allem praktikable Lösung für dieses Problem. Der Deckel besitzt eine sich selbst verschließende Öffnung, durch die der Einfüllstutzen des Milchshuttles jederzeit eingeführt und der Eimer befüllt werden kann. Da sich das Handling kaum von einer Befüllung ohne Deckel unterscheidet, ist eine hohe Akzeptanz beim Personal zu erwarten.

So bleiben mithilfe des Tränkeeimer-Deckels Easyfüll die Tränkeeimer dicht geschlossen, wodurch ein Eintrag von Fremdstoffen wie Schmutz oder Fliegen weitestgehend ausgeschlossen wird.

HIKO GmbH, Halle 11, Stand: D59

Spinder Track #Eurotier-Silbermedaille

0

Sich verändernde Gruppengrößen sind im Kuhstall ein alltägliches Geschehen. In der Regel sind Tore im Stall festmontiert und nicht oder nur schwer zu verändern. Dadurch entstehen oftmals ungenutzte Freiräume im Stall.

Spinder bietet nun mit dem Spinder Track eine Lösung für dieses Problem. Über ein auf Schienen laufendes Tor kann die nutzbare Stallfläche jederzeit an die entsprechende Gruppengröße angepasst werden. Dabei ist das System so konzipiert, dass es von einer Person bedient und an der gewünschten Position verriegelt werden kann. Durch ein integriertes Schiebetor können Tiere oder Personen jederzeit passieren. Das System kann sowohl in neu gebauten Ställen eingebaut als auch in bestehenden Ställen nachgerüstet werden und wird auf die jeweiligen Spezifikationen des Stalls angepasst. Auf diese Weise sind insbesondere aufgrund der Höhe der Schiene kaum Beeinträchtigungen bei anderen Arbeiten im Stall zu erwarten.

Mithilfe des Spinder Track ist somit eine optimale Flächennutzung möglich.

Spinder Dairy Housing Concepts, Halle 12, Stand D03

Sharky430 #Eurotier-Silbermedaille

0

Das Waschen von Volierenställen in der Legehennenhaltung ist durch die komplexen und verwinkelten Anlagen auf verschiedenen Ebenen eine Herausforderung. Bei der bisherigen manuellen Reinigung sind einige Stellen schwierig zu erreichen und führen somit zu einem hohen Arbeitsaufwand bei nicht immer zufriedenstellenden Reinigungsergebnissen.

Der Sharky430 von Big Dutchman International ist ein weiterentwickelter Waschroboter für die Reinigung von Aufzucht- und Legehennenställen mit Volierenanlagen. Der Waschroboter wurde hierfür durch einen sehr flexiblen Wascharm erweitert, der es ermöglicht, alle Bereiche in einer Voliere zu erreichen. Die wesentliche Verbesserung des Waschroboterarmes mit mehr Freiheitsgraden führt zu einem besseren Reinigungsergebnis, da auch schwer zugängliche Stellen durch den Wascharm erreicht werden.

Als erster hoch automatisierter und flexibel programmierbarer Waschroboter, der speziell für Aufzucht- und Legevolieren entwickelt wurde, erfüllt er die Anforderungen der Praxis auf eindrucksvolle Weise. Der wirtschaftliche Nutzen des Sharky430 ist beachtlich, da er durch seine Effizienz und Flexibilität die Arbeitsleistung deutlich steigert und gleichzeitig die Arbeitsqualität verbessert. Zusätzlich kann Wasser eingespart und damit ressourcenschonend gearbeitet werden. Durch die mitgelieferten Waschprogramme für Big Dutchman-Volieren und die Möglichkeit, diese Programme individuell anzupassen, bietet der Sharky430 eine hohe Flexibilität und Anwenderfreundlichkeit.

Insgesamt leistet der Waschroboter Sharky430 einen wertvollen Beitrag für eine moderne Geflügelhaltung.

Big Dutchman International GmbH (Schwein & Geflügel | Pig & Poultry), Halle 17, Stand D20

Lowered Heated Piglet Nest #Eurotier-Silbermedaille

0

Das Ferkelnest soll als fester Bestandteil der Abferkelbucht dabei helfen, die Unterschiede im Wärmebedarf von Sauen und Ferkeln in den ersten Lebenstagen auszugleichen und Saugferkelverluste durch Erdrücken zu verringern. Zudem muss der Abferkelstall besonders hohe Haltungs- und Hygienestandards erfüllen.

Das abgesenkte Ferkelnest von Nooyen Manufacturing bietet hier mehrere Vorteile. Durch das leicht abgesenkte und geneigte Nest wird eine Kuhle simuliert. So wird das Ferkelnest besser angenommen und das Risiko von Erdrückungsverlusten verringert. In die Kuhle kann Einstreu oder Einstreupuder eingebracht werden, ohne übermäßige Verluste zu verursachen. Die leicht perforierte Oberfläche leitet Flüssigkeiten ab und das Nest bleibt trocken und hygienisch sauber. Das im Ferkelnest verbaute Heizsystem des Nestes kann mit warmem Wasser oder Strom betrieben werden und sorgt für gleichmäßige Wärme von unten. Dabei ist das Ferkelnest mit jeder Abferkelbucht kompatibel und kann einfach in bestehende Systeme integriert werden.

Das Lowered Heated Piglet Nest von Nooyen Manufacturing stellt somit eine entscheidende Verbesserung in der Ausgestaltung der Abferkelbuchten dar.

Nooyen Manufacturing B.V. Nooyen Pig Flooring, Halle 15, Stand B03

Urban SipControl: Monitoring und Verbesserung des Tierwohls von Kälbern durch Analyse und Regelung des Trinkvorgangs #Eurotier-Silbermedaille

0

Gesunde, vitale Kälber sind die Basis für eine erfolgreiche Milchproduktion. Vor diesem Hintergrund ist eine intensive Beobachtung der Kälber von Bedeutung. Die Digitalisierung unterstützt die Beobachtung, Bewertung und Steuerung relevanter Prozesse durch Sensorik und intelligente Algorithmen stetig mehr und unterstützt damit die Tiergesundheit und das Wohlbefinden in der Kälberhaltung.

Urban SipControl ist ein neuartiges System zur Bestimmung des Tierwohls von Saugkälbern an Tränkeautomaten. Das System erfasst hochauflösend die Saugstärke des Tieres sowie die einzelnen Schluckvorgänge während des Tränkevorgangs und kann tierindividuell den Tränkevorgang durch eine aktive Durchflussregelung anpassen. Physiologisch optimierte Tränkedauern in Verbindung mit geringen Schluckmengen können somit tierindividuell bei jedem Trinkvorgang realisiert werden. Abweichungen von den tierindividuellen Saugmustern können für eine vorausschauende Gesundheitsüberwachung genutzt werden.

Urban SipControl tastet mittels eines hochauflösenden, induktiven Durchflusssensors den pulsierenden Volumenstrom, der sich in der Saugleitung von nuckelnden Kälbern einstellt, in Mikrosekundenintervallen ab. Dabei werden beim Trinkvorgang hochgenau die Anzahl der Schlucke, die aufgenommene Menge je Schluck sowie die Saugstärke des Kalbes erfasst und bewertet. Die Länge des Saugvorgangs kann bei Bedarf tierindividuell angepasst werden.
Der Urban SipControl stellt damit eine wesentliche Weiterentwicklung der Kälberfütterung am Tränkeautomaten dar.

URBAN GmbH & Co. KG, Halle 13, Stand B09

SILOKING Schwerlastmagnet #Eurotier-Silbermedaille

0

Im Bereich der mechanisierten Rinderfütterung stellen gerade eisenhaltige Fremdkörper in der Mischration ein erhebliches Gefahrenpotenzial für die Tiere dar. Durch die Aufnahme solcher Fremdkörper kann es zu schwerwiegenden Verletzungen im Verdauungstrakt der Rinder kommen, die oft zu Erkrankung des Tieres und bisweilen auch zum Abgang betroffener Tiere führen können. Um diesem Problem zu begegnen, werden in Futtermischsystemen schon seit geraumer Zeit Permanentmagnete eingebaut, an denen sich diese magnetisierbaren Fremdkörper anhaften.

Die anhaftenden Fremdkörper mussten bisher jedoch in Handarbeit einzeln vom eingebauten Magneten abgelöst werden. Dieses Vorgehen führte nicht selten zu Verletzungen bei der ausführenden Person, da unter anderem Messer zur Futterzerkleinerung in unmittelbarer Nähe zu den Magneten verbaut sind.

Bei der Konstruktion von Siloking Mayer Maschinenbau kann nun erstmals der Schwerlastmagnet komplett mit seinem umgebenden Gehäuse und allen anhaftenden Fremdkörpern entnommen werden. Dadurch verlagert man die Tätigkeit des Ablösens aus dem Hauptgefahrenbereich, erleichtert die gesamte Aufgabe und verringert das Verletzungsrisiko deutlich.

Die innovative Magnetkonstruktion von Siloking Mayer Maschinenbau stellt deshalb eine deutliche Weiterentwicklung im Bereich der Futtermischsysteme dar.

SILOKING Mayer Maschinenbau GmbH, Halle 27, Stand E15

ATX Wärme-Leitfunktion für Saugferkelnest #Eurotier-Silbermedaille

0

Die Temperaturstabilität der Ferkel ist einer der wichtigsten Einflussfaktoren in Bezug auf die Überlebensrate von Saugferkeln. Gerade in zur freien Abferkelung ausgelegten Abferkelbuchten besteht die Herausforderung, neugeborene Ferkel möglichst schnell in das gewärmte Ferkelnest zu leiten.

Die Firma ATX hat mit ihrem ATX Thermonest ECO diese Wärme-Leitfunktion entscheidend weiterentwickelt. Die mittels Patent geschützte Vorhangarretierung kann einhändig sehr einfach und damit effektiv und zeitsparend umgelegt werden. Der Vorhang ist beim Senken des Deckels nach oben umgelegt, was die Bedienung erheblich erleichtert. Auch das multifunktionale Brett zur Leitung der Wärme und zum Absperren des Nests ist eine bemerkenswerte Innovation. Die Umfunktionierung des Brettes gelingt mit wenigen Handgriffen schnell, sicher und technisch ausgereift. Für das Einrichten der Wärme-Leitfunktion vor dem Abferkeln werden pro Bucht nur 7 bis 10 Sekunden benötigt, womit das Produkt auch für Großbetriebe interessant ist.

Die ATX Wärme-Leitfunktion für Saugferkelnest stellt somit eine wesentliche Weiterentwicklung des Ferkelnestes dar, die sowohl das Tierwohl der Ferkel als auch die Handhabung durch den Tierhalter in besonderer Weise verbessert.

ATX Suisse GmbH, Halle 16 Stand, C03

Eggytizer #Eurotier-Silbermedaille

0

Die Desinfektion von Bruteiern ist im Hygienemanagement unabdingbar und dient neben dem besseren Bruterfolg auch der Tierseuchenprävention. Bisherige Verfahren mit zum Teil gesundheitlich bedenklichen Stoffen sind verboten oder zumindest aus ökologischen und arbeitsschutztechnischen Gründen kritisch zu sehen.

Der eggytizer von Agri Advanced Technologies setzt auf den Einsatz von Elektronenstrahl-Sterilisationstechnologie (eBeam) zur Desinfektion der Bruteier. Diese Form der Sterilisation mit beschleunigten Elektronen ermöglicht eine höhere Eindringtiefe in die Eierschale als die herkömmlichen Behandlungen mit UV oder Ozon. Der Prozess ermöglicht eine höhere Desinfektionsleistung als die herkömmlichen Methoden. Insgesamt werden durch die verbesserte Desinfektionsleistung eine Verbesserung der Tiergesundheit sowie ein wirtschaftlicher Vorteil bei gleichzeitigem Verzicht auf chemische Desinfektionsmittel erwartet. Darüber hinaus konnte in ersten Versuchen ein besseres Schlupfergebnis erzielt werden.

Insgesamt leistet der eggytizer somit einen wertvollen Beitrag in der modernen Geflügelhaltung.

Agri Advanced Technologies GmbH, Halle 17, Stand B20

Zinpro IsoFerm #Eurotier-Silbermedaille

0

Zum Erreichen hoher Leistungen ist in der Rinderhaltung vor allem eine optimale Futterversorgung erforderlich. Insbesondere gilt es, über eine bestmögliche Pansenfunktion einen Großteil des Nährstoffbedarfs über das Grundfutter zu decken. Dies stellt einerseits die kostengünstigste Fütterungsoption dar und wirkt sich andererseits auch deutlich auf die Tiergesundheit aus. Immer stärker rücken dabei das Pansenmilieu und die Pansenmikroben in den Fokus, die letztlich das Grobfutter aufschließen.

Die Bedeutung von Iso-Säuren als Nährstoffe für Pansenbakterien ist seit Langem bekannt und erwiesen. Eine Anwendung über die Fütterung zeigte sich in der Vergangenheit allerdings als schwierig. Mit dem neuen, patentierten Verfahren zur Maskierung des unangenehmen Geruchs von Iso-Säuren sowie mit weiterer intensiver Forschung wurden nun die anwendungstechnischen Hürden genommen und auch die Situationen identifiziert, unter denen Pansenmikroben von zusätzlichen verzweigtkettigen Fettsäuren profitieren können.

Zinpro IsoFerm ist eine Mischung flüchtiger Fettsäuren. Sie entstehen „natürlicherweise“ im Pansen beim Abbau verzweigtkettiger Aminosäuren und stellen Wachstumsfaktoren gerade für cellulolytische Pansenmikroben dar. So haben sie bei gezielter Zulage das Potenzial zur Verbesserung der mikrobiellen Proteinsynthese und Faserverdaulichkeit, wodurch Pansenfunktion, -stoffwechsel und -effizienz gefördert werden. Versuche zeigen eine um bis zu 15 % höhere Faserverdauung und eine um bis zu 6 % gesteigerte mikrobielle Proteinsynthese. Zudem weisen neue, vorläufige Versuchsergebnisse auf ein Potenzial zur Verringerung der Methanproduktion hin.
Der Zusatz von Zinpro IsoFerm kann somit – je nach Stoffwechsellage der Kuh – zu einer höheren Milchmenge in der Frühlaktation oder zu einer besseren Persistenz der Laktationskurve in der Spätlaktation führen. Dies hat eine höhere Rentabilität des Betriebes zur Folge.

Zinpro Corporation, Halle 22 Stand, C31

EXON Dual und EXON Mini #Eurotier-Silbermedaille

0

Der Stand der Technik von manuell betriebenen Geräten zur Reinigungstechnik in landwirtschaftlichen Haltungssystemen hat sich seit Jahren nicht weiterentwickelt. Die Geräte bestehen im Wesentlichen aus einer Hochdruckpistole, die auf der einen Seite mit einer Lanze und auf der anderen Seite mit einem Hochdruckschlauch verbunden ist.

Die Firma AUFRATECH bietet durch die Entwicklung von sogenannten Exoskeletten dem Benutzer nun eine wesentliche Erleichterung bei Reinigungsarbeiten mit dem Hochdruckreiniger an. Der EXON Dual und der EXON Mini wurden für eine den Körper deutlich weniger belastende Arbeit bei Hochdruckreinigungsaufgaben entwickelt.

Durch ein leichtes, verstellbares und komfortables Rohrchassis und entsprechende Gurte ergeben sich wesentliche Vorteile bei der Verteilung des Lanzengewichts auf die Schulter, weil damit die Reaktionskräfte der Reinigungslanze auf den Rumpf verteilt werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, den Zuführschlauch im Taillenbereich zu befestigen. Mithilfe eines beidhändigen Befehlsmodules, das dauerhaft vor dem Benutzer platziert ist, ergibt sich zudem eine geringe Auslösekraft.

Durch eine bequeme und perfekt ausbalancierte Haltung werden die drastischen Belastungen der oberen Gliedmaße, insbesondere der Schultern, deutlich reduziert. Zugleich ergeben sich weniger Vibrationen und die Arbeitsproduktivität wird wesentlich verbessert.

AUFRATECH, Halle 24, Stand A23

Tierhaltungskennzeichnungsgesetz: Verbändeallianz kritisiert Vorgehen und Kriterien des BMEL zur Ausweitung auf Rindfleisch.

0

Mit einem Eckpunktepapier zur Tierhaltungskennzeichnung von Rindfleisch hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) am Donnerstag, den 10. Oktober 2024, über die geplante Ausweitung des bestehenden Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes informiert. Eine Verbändeallianz kritisiert das Vorgehen des BMEL und die vorgestellten Kriterien scharf.

Die Verbände halten eine Tierhaltungskennzeichnung grundsätzlich für richtig und sinnvoll. Deshalb hat die Wirtschaft u.a. mit der Initiative Tierwohl, dem QMilch-Programm und der bekannten privaten Haltungsformkennzeichnung im Handel Transparenz für den Verbraucher geschaffen. Mit der staatlichen Tierhaltungskennzeichnung bei Schweinefleisch hat Bundesminister Özdemir jedoch ein Gesetz geschaffen, das noch erhebliche Mängel aufweist. Bevor dieses Gesetz auf den Rindfleischbereich ausgeweitet wird, müssen zunächst die Geburtsfehler des Gesetzes behoben werden. Beispiele dafür sind die fehlende bundeseinheitliche Auslegung der Kriterien für die verschiedenen Kategorien, die ungeklärte Frage der Datenweitergabe an die nachgelagerten Stufen, die unzureichende Möglichkeit zum Downgrading und die mangelhafte Einbindung privater Systeme.

Auch die ersten Vorschläge für die Kriterien bei Rind in den jeweiligen Stufen, die das BMEL mit dem Eckpunktepapier vorgelegt hat, gehen an der Realität vorbei und weisen verschiedene Inkonsistenzen zwischen den einzelnen Stufen auf. Anhand der Kriterien, die für die letzten 12 Monate vor der Schlachtung gelten, sollen Jungbullen und Milchkühe eingestuft werden. Es wird aber nicht berücksichtigt, wie eine andere Aufstallung der Milchkühe während der Trockenstehphase oder auch Haltungssysteme mit zunehmender Automatisierung (Melken, Fütterung) zu bewerten sind. Statt die Landwirtschaft zu entlasten, wird die Wettbewerbsfähigkeit der Tierhaltung in Deutschland weiter eingeschränkt und zusätzliche Bürokratie erzeugt, ohne dass ein Mehr an Tierwohl absehbar ist. Die geplante Erweiterung des bestehenden Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes führt in der vorgelegten Form zu einer hohen Verunsicherung der Betriebe, die bereits erhebliche Tierwohlinvestitionen getätigt haben, um an den Mehrwertprogrammen der Wirtschaft teilzunehmen zu können und nun erneut ihre Ställe umbauen müssten. Darüber hinaus gehen die Anforderungen an einigen Stellen ohne wissenschaftliche Begründung weit über die Anforderungen der von der Wirtschaft getragenen Systeme hinaus und gefährden die dort erzielten Fortschritte beim Tierwohl in hohem Maße.

Auch das Vorgehen des BMEL wird von den Verbänden und Organisationen kritisiert. So wurden weder die Tierhalter noch die Fleisch- und Milchwirtschaft oder die etablierten Systemträger der Wirtschaft in die Erarbeitung des Eckpunktepapiers einbezogen. Die Verbände und Organisationen der Wirtschaft fordern das BMEL auf, zunächst die bestehenden Probleme bei der staatlichen Tierhaltungskennzeichnung für Schweinefleisch zu lösen und dann mit den Wirtschaftsbeteiligten wissenschaftlich fundierte Kriterien für die Ausweitung auf Rindfleisch zu erarbeiten und dabei bestehende Ausarbeitungen zu berücksichtigen.

Quelle: Gesellschaft zur Förderung des Tierwohls in der Nutztierhaltung mbH

Vaccybot #Eurotier-Goldmedaille

0

Junghennen werden in der Aufzucht vor der Umstallung in den Legebetrieb mit mehreren Impfstoffen nadelgeimpft, das heißt, die Impfung erfolgt per intramuskulärer Injektion mithilfe von Injektionsnadeln. Bisher werden die Impfungen manuell durchgeführt, was für die Tiere Stress und Schmerz bedeuten kann sowie eine gewisse Gefahr von Erregerübertragungen oder abgebrochenen Nadeln im Tier und später im Fleisch birgt.

Die Firma Agri Advanced Technologies hat nun mit Vaccybot das erste vollautomatische Verfahren zur Brustimpfung bei Geflügel entwickelt. Es handelt sich um eine Neuentwicklung, die das Potenzial besitzt, die Geflügelimpfung hinsichtlich Genauigkeit und Impferfolg zu revolutionieren. Das System ermöglicht die gleichzeitige Injektion von bis zu sechs verschiedenen Impfstoffen mit einer bislang unerreichten Präzision und Geschwindigkeit. Die innovative Technologie, die eine 3D-Stereoskopie-NIR-Kamera und eine Realbild-Farbkamera in Verbindung mit intelligenter Algorithmik nutzt, vermisst die manuell in eine bereits vorhandene Sortiervorrichtung eingehängten und vorbeifahrenden Tiere im Submillimeterbereich und berechnet innerhalb von Millisekunden die exakte Zielposition für die Impfung. Durch die dynamische Steuerung eines 2D-Delta-Roboterarms mit sechs Achsen wird eine punktgenaue Applikation der Impfstoffe erreicht, wobei die Genauigkeit bei einem Quadratzentimeter liegt. Dies führt nicht nur zu einer erheblichen Verbesserung der Impfqualität, sondern reduziert auch deutlich den Stress für die Tiere. Darüber hinaus verbessert das System die Betriebs- und Arbeitswirtschaft durch die Reduktion von Arbeitsschritten und die stets gleichbleibende Qualität der Impfungen, was zu einer Verbesserung der Tiergesundheit beitragen kann.

Insgesamt erfüllt die automatisierte Impfung mit dem Vaccybot die Kriterien für die Verleihung der Goldmedaille auf herausragende Weise und stellt einen bedeutenden Fortschritt in der modernen Geflügelhaltung dar.

Agri Advanced Technologies GmbH, Halle 17 Stand, B20

Kaltplasma Milbenfalle EX #Eurotier-Goldmedaille

0

Die Rote Vogelmilbe kommt weltweit in Geflügelställen vor allem bei Legehennen vor. Die Ektoparasiten leben und vermehren sich in der direkten Umgebung der Tiere und kommen in der Dunkelphase auf die Tiere, um Blut zu saugen. Bei einer massenhaften Vermehrung der Milben kommt es zu einer starken Beeinträchtigung der Tiergesundheit und der Wirtschaftlichkeit. Derzeit wird die Rote Vogelmilbe mithilfe von Akariziden, Silikaten oder Antiparasitika bekämpft. Ein technisches System zur Bekämpfung der Roten Vogelmilbe gab es bisher nicht.

Die neue Technologie der Kaltplasma Milbenfalle EX von MIK International setzt auf die Bekämpfung der Milben mittels einer Milbenfalle. In dieser werden die Milben einem kalten Atmosphärendruckplasma ausgesetzt, das durch dielektrische Barriereentladung in einem Entladungsraum erzeugt wird. Dieser befindet sich zwischen einer von einem Dielektrikum abgedeckten, elektrisch positiv aufladbaren Elektrode und einer geerdeten Elektrode. Die Wirkung auf verschiedene Entwicklungsstadien, das heißt die Milbe selbst sowie Milbeneier, konnte in einem Versuch nachgewiesen werden. Die Milbenfallen werden unterhalb der Sitzstangen angebracht und sind mit einer automatischen Reinigung ausgestattet, die die abgetöteten Milben aus der Falle herausschiebt.

Durch die Kaltplasma Milbenfalle EX könnte in Zukunft der Einsatz von Akariziden, Silikaten oder Antiparasitika verringert und eine deutliche Verbesserung der Tiergesundheit sowie der Wirtschaftlichkeit erreicht werden. Damit erfüllt sie die Kriterien für die Verleihung der Goldmedaille auf herausragende Weise.

MIK INTERNATIONAL GmbH & Co. KG, Halle 15, Stand: D26

CalfGPT #Eurotier-Goldmedaille

0

Die tägliche Arbeit und Betreuung der Kälber auf einem landwirtschaftlichen Betrieb erfordern viel Zeit und Aufmerksamkeit. Dies ist besonders wichtig, da die Kälber die zukünftigen Milchkühe sind und diese Lebensphase entscheidend für die spätere Milchproduktion ist. Sensoren und Tränkeautomaten erfassen im Kälberbereich viele Daten und Informationen, die dem Landwirt helfen, das Verhalten und die Gesundheit der Kälber im Blick zu behalten. Allerdings erfolgt das Abrufen und Eintragen dieser Daten oft umständlich an den Automaten, über Handterminals oder weitab von den Kälbern im Stallbüro am Computer.

Mit CalfGPT bietet Förster-Technik ein innovatives Management-Tool, das auf dem führenden KI-System von OpenAI basiert. Es ermöglicht dem Landwirt, über eine Sprechverbindung im betriebseigenen WLAN frei formulierte Anfragen zur allgemeinen Situation oder zu einzelnen Kälbern zu stellen und als direkte Antwort gezielte Informationen über die Kälber und Alarme auf das Mobilphone oder Tablet zu erhalten. Vorformulierte Befehle sind nicht nötig; auch neue Informationen zu einzelnen Kälbern können zur weiteren Dokumentation direkt verbal an CalfGPT gerichtet werden.

Die Nutzung der Anwendung über In-Ear-Kopfhörer vereinfacht die Bedienung erheblich. Besonders die Eingabe von Befunden wird erleichtert, da der Anwender selbst bei der „Eingabe“ beide Hände für die Arbeit am Tier frei hat. Zudem kann der Anwender während anderer Tätigkeiten im Stall, wie zum Beispiel Einstreuen oder Füttern, einen gezielten digitalen Überblick über seine Kälbergruppen erhalten, was Zeit spart und „hands-free“ realisiert werden kann.

Förster-Technik GmbH, Halle 13, Stand D35

Cow-Welfare Flex Air Stall #Eurotier-Goldmedaille

0

Bei steigenden Umgebungstemperaturen ab etwa 24 °C und einer Luftfeuchte von rund 70 % stoßen hochleistende Milchrinder zunehmend an die Grenzen ihrer Thermoregulation und leiden unter Hitzestress. Um diesem zu entgehen, ändern die Tiere ihr Verhalten deutlich und versuchen, ihre Körpertemperatur durch verstärkte Wärmeabgabe wieder in Balance zu bringen.

Der effektivste Weg, die Tiere in Bezug auf das Stallklima dabei zu unterstützen, ist eine Kühlung durch Luftbewegung und Frischluftzufuhr. Neben einer freien Lüftung durch den Rückbau von Außenwänden werden hierzu üblicherweise Ventilatoren oder Lüftungsschläuche verbaut, die frische Außenluft in den Stallbereich einbringen.

Das Flex Air Stall-System von Cow-Welfare ermöglicht nun erstmals eine Frischluftzufuhr direkt in den Liegebereich der Kühe. Über eine Schlauchlüftung wird frische Außenluft in den Stall gesaugt und mit Druck bis in die Liegeboxen weitergeleitet. Die Frischluft wird dann in einem Winkel von 45° aus je fünf Bohröffnungen im oberen Liegeboxenbügel direkt in den Liegebereich gedrückt. Auf diese Weise wird die Liegebox zum komfortablen und am besten belüfteten Ort im Stall, an dem sich die Kühe gerne aufhalten.

Das Flex Air Stall-System verspricht eine effektive Kühlung und Frischluftzufuhr der einzelnen liegenden Kuh und trägt somit zur Vermeidung von Hitzestress bei.

Cow-Welfare A/S, Halle 12, Stand B49

Projekt #FitForCows am Start

0

Digitale Ausbildungstools schärfen den Blick Tierhaltender auf ihre Herden und signalisieren, wann konkreter Handlungsbedarf besteht.

Auf der Internetseite www.fitforcows.de stehen digitale Ausbildungstools (E-Learning, App) mit Wissen und Praxistipps für Milcherzeugerinnen und –erzeuger, sowie Auszubildende und Studierende der Landwirtschaft bereit.

Im Projekt #FitForCows geht es darum, Veränderungen an der Kuh (Tiersignale) schnell zu erkennen, zu deuten und frühzeitig gegenzusteuern. Dazu wurde ein Ampelsystem entwickelt, in dem der grüne Kuhkopf einen physiologischen Zustand anzeigt. Der gelbe weist auf ein Risiko für die Kuh oder Herde hin, das abgestellt werden muss. Der rote Kuhkopf macht sofortiges (ggfs. tiermedizinische) Handeln nötig. Die Umsetzung der Ampel im Stall soll den Tierschutz im Kuhstall sicherstellen und verbessern.

In den aktuellen Ausbildungsmodulen geht es u.a. um Euter- und Klauengesundheit, Fruchtbarkeit, Entzündungsprozesse und Verdauung. Regelmäßig kommen neue Module dazu. Neuigkeiten werden unter #fitforcows auf Instagram/Facebook gepostet.

Das Angebot ist kostenfrei, da das Projekt Teil der Modell- und Demonstrationsvorhaben (MuD) Tierschutz im Bundesprogramm Nutztierhaltung ist. Die Förderung erfolgt aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Projektträger ist die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), Förderkennzeichen 323-06.01-2820MDT140 und 323-06.01-2820MDT141.

#FitForCows ist ein Verbundprojekt der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und der UEG Hohenlohe-Franken w.V.

Kontakt: fitforcows.projekt@hswt.de und www.fitforcows.de

Abgabemengen von Antibiotika in Tiermedizin sinken weiter

0

Deutlicher Rückgang bei Cephalosporinen (-24,4%) und Polypeptidantibiotika (Colistin -24,7%) – leichter Anstieg bei Fluorchinolonen (+2,2%)

In Deutschland ist die Menge der in der Tiermedizin abgegebenen Antibiotika im Jahr 2023 erneut leicht gesunken. Laut Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) wurden insgesamt 529 Tonnen Antibiotika an die Tierärzteschaft und weitere Empfänger abgegeben. Dies ist der niedrigste Wert seit Beginn der Erfassung im Jahr 2011.

Aufgrund gesetzlicher Änderungen werden seit 2023 nicht nur Antibiotika erfasst, die von pharmazeutischen Unternehmen und Großhändlern an Tierärzte abgegeben werden, sondern zum Beispiel auch an Apotheken, Veterinärbehörden und Hochschulen. Deshalb sind die Zahlen nur eingeschränkt mit denen der Vorjahre vergleichbar. In der Summe wurden für das Jahr 2023 insgesamt 11 Tonnen (-2,1 %) weniger abgegebene antibiotische Tierarzneimittel an das BVL gemeldet als im Jahr 2022. Gegenüber 2011, dem ersten Jahr der Erfassung der Antibiotikaabgabemengen, beträgt der Rückgang 69 %.

Tabelle © BVL

Von den im Jahr 2023 insgesamt 529 Tonnen (t) abgegebenen Antibiotika entfallen wie in den Vorjahren die größten Mengen auf Penicilline (206 t) und Tetrazykline (104 t). Es folgen Sulfonamide (57 t), Makrolide (51 t), Aminoglykoside (36 t) und Polypeptidantibiotika (33 t).

Von den Antibiotika, welche von der Weltgesundheitsorganisation WHO als Wirkstoffe mit besonderer Bedeutung für die Therapie beim Menschen (Highest Priority Critically Important Antimicrobials for Human Medicine) eingestuft werden, sind für die Cephalosporine der 3. und 4. Generation (0,8 t; -24,4 %) und Polypeptidantibiotika (Colistin; 33 t; -24,7 %) deutlich geringere Mengen abgegeben worden als im Vorjahr. Für die Fluorchinolone kam es im Vergleich zum Vorjahr zu einem leichten Anstieg der gemeldeten Abgabemengen um 0,1 t (+2,2%).

Entsprechend der Farm-to-Fork-Strategie der Europäischen Kommission soll der Antibiotikaeinsatz in der landwirtschaftlichen Tierhaltung zwischen 2018 und 2030 europaweit halbiert werden. In Deutschland konnten die Verkäufe von Antibiotika in der Tiermedizin in den Jahren 2018 bis 2023 bereits um 27 % reduziert werden.

Die gemeldeten Wirkstoffmengen lassen sich einzelnen Tierarten nicht zuordnen, da die Mehrzahl der Tierarzneimittel, welche diese Wirkstoffe enthalten, für die Anwendung bei verschiedenen Tierarten zugelassen ist.

Hintergrundinformation
Die Entwicklung und Verbreitung von Antibiotikaresistenzen stellt eine globale Bedrohung in der Human- und Veterinärmedizin dar. Der Transfer von antibiotikaresistenten Bakterien und Resistenzgenen ist wechselseitig zwischen Mensch, Tier und Umwelt möglich.

Seit dem Jahr 2011 sind pharmazeutische Hersteller und Inhaber einer Großhandelsvertriebserlaubnis gesetzlich dazu verpflichtet, die Mengen an Antibiotika, die jährlich an Tierärztinnen und Tierärzte, sowie seit 2023 auch an weitere Empfänger gemäß §45 Abs. 6 Nr.1 Tierarzneimittelgesetz in Deutschland abgegeben werden, zu melden. Diese Daten werden im Tierarzneimittel-Abgabemengen-Register (TAR) erfasst und durch das BVL validiert, ausgewertet und veröffentlicht.

Quelle: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)

Umbaukonzepte in der Sauenhaltung #TiHo-Tierschutztagung 2024

0

Bis Februar 2029 gilt die Übergangsfrist für den Umbau von Sauenhaltungen. Danach ist die Einzelhaltung von Sauen verboten, für abgesetzte Sauen (ebenso für Jungsauen und Zuchtläufer eine Woche vor der ersten Belegung) müssen dann vom Absetzen bis zur Wiederbelegung mindestens 5 qm uneingeschränkt nutzbare Fläche zur Verfügung stehen. Nur Betriebe mit weniger als zehn Sauen sind von der Neuregelung nicht betroffen. Wie gesetzeskonforme Neu- oder Umbauten gestaltet werden können, beleuchtete Dr. Andrea Volke-Middendorf* in einem Vortrag anlässlich der Tierschutztagung 2024.

Von den geforderten 5 qm müssen 1,3 qm als Liegefläche (max. 15% Perforation) und 3,7 qm als Fress- und Aktivitätsbereich gestaltet werden. Im Fressbereich können weiterhin Selbstfangbuchten (auch zur Besamung) eingesetzt werden. Die Fläche der Buchten zählt zwar – abzüglich der Trogfläche – zur Gesamtfläche, gilt aber nicht als Rückzugsmöglichkeit. „So kommen zwei- oder Drei-Flächen-Buchten in Betracht, die entweder Fress- und Liegebereich verbinden oder aber Fress- und Liege- und Aktivitätsbereich trennen.“

Für die Gruppenbildung der Sauen nach dem Absetzen würde häufig eine Arena mit stroheingestreutem oder mindestens trocken und rutschfest gestaltetem Boden empfohlen. Also kostengünstige Lösung käme auch ein trauf- oder giebelseitiger Anbau eines Auslaufs infrage, der für die Teilnahme an Tierwohlprogrammen gefordert sei. Allerdings seien hierbei Emissionsvorschriften zu beachten und die Genehmigung in ASP-gefährdeten Gebieten eher unwahrscheinlich.

Auch könne im Deckbereich der Fress-Liegebereich in Fressliegebuchten zusammengefasst werden und ein zusätzlicher Aktivitätsbereich geschaffen werden. Hier müssten Strukturelemente wie Sichtschutzwände, Liegekessel oder Strohballen vorgesehen werden. Die Laufgangbreite im Deckzentrum sei zwar nicht vorgeschrieben, sollte aber drei Meter nicht unterschreiten um Auseinandersetzungen zwischen laufenden und liegenden Sauen zu vermeiden.

Oft könnten auch vorhandene Fress-Liegebuchten weiter genutzt werden, wenn sie einen Selbstfangmechanismus hätten und die Sauen frei entscheiden könnten, ob sie eintreten wollen. Für schmale Deckzentren eigneten sich Korbbuchten, die den Sauen einen verbreiterten Laufgang böten und zur Besamung geschlossen werden könnten. Und schließlich könnten Buchten auch gekürzt werden, um sie lediglich als Fressplatzteiler zu nutzen.

Sollen im Deckzentrum auch Eber gehalten werden, seien 6 qm Buchtfläche je Tier sowie ein separater Laufgang oder Eberkontaktgitter eingeplant werden. Auch für Umrauscher und kranke Sauen müsse Platz vorgesehen sein: für ca. 5% der Sauen im Deckzentrum je 5 qm Fläche mit weicher Unterlage. Auch für Umrauscher sollten Buchten für ebenfalls 5% der Tiere vorgesehen werden.

Zur Klimatisierung empfiehlt Dr. Volke-Middendorf etwa Erdwärmetauscher, Hochdruckverdunstungskühlung, Cool Pads oder Mikrosuhlen.

Die Gruppenhaltung ferkelführender Sauen sei bei der Änderung der TierSchNutzV 2021 nicht geregelt und keinerlei Vorgaben für Fläche und Gestaltung von Liegeflächen oder Gangbreiten gemacht worden. Die heute von Dienstleistern angebotenen Systeme böten zwar meist über 7 qm, ob dies aber schlussendlich ausreichen wird, sei nicht sicher. Zukunftsorientierte Sauenhalter befassten sich auch bereits mit der Neugestaltung der Abferkelung mit Termin 2036. Deswegen sei eine baldige gesetzliche Regelung fürs freie Abferkeln nötig, die bereits vorliegende Erfahrungen von Praktikern und Projekten einbezieht.

Weitere Informationen vom Netzwerk Fokus Tierwohl

* Landkreis Cloppenburg, Amt für Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung