GUARDIAN: Auftakttreffen markiert Startschuss für die interdisziplinäre Zusammenarbeit gegen Antibiotikaresistenzen

Am DZIF-Standort Gießen fiel im Rahmen eines feierlichen Auftakttreffens der Startschuss für das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) mit 3,5 Millionen Euro geförderte Forschungsprojekt GUARDIAN. Drei Jahre lang arbeiten unter der Leitung von Prof. Dr. Keywan Sohrabi Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Humanmedizin, Veterinärmedizin, Medizinischer Informatik, Mikrobiologie, Bioinformatik, Epidemiologie, Umweltwissenschaften und Gesundheitswesen gemeinsam daran, die Ausbreitung antibiotikaresistenter Bakterien besser zu verstehen und präventiv einzudämmen.

Am DZIF-Standort Gießen fiel im Rahmen eines feierlichen Auftakttreffens der Startschuss für das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) mit 3,5 Millionen Euro geförderte Forschungsprojekt GUARDIAN. Drei Jahre lang arbeiten unter der Leitung von Prof. Dr. Keywan Sohrabi Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Humanmedizin, Veterinärmedizin, Medizinischer Informatik, Mikrobiologie, Bioinformatik, Epidemiologie, Umweltwissenschaften und Gesundheitswesen gemeinsam daran, die Ausbreitung antibiotikaresistenter Bakterien besser zu verstehen und präventiv einzudämmen.

Europaweit und auch in Deutschland gewinnen multiresistente Bakterien, insbesondere aus der Familie der Enterobakterien, immer mehr an Bedeutung. Sie stellen eine zunehmende Gefahr für die öffentliche Gesundheit dar, da sie Krankheitsausbrüche verursachen und aufgrund ihrer Widerstandsfähigkeit gegenüber gängigen Antibiotika schwer behandelbar sind. Ziel des Projekts GUARDIAN „Genom-basierte Identifizierung, Analyse und Prädiktion antimikrobieller Resistenzen in One-Health-Netzwerken unter Verwendung von künstlicher Intelligenz“ ist es, mithilfe modernster Methoden der Künstlichen Intelligenz Ausbrüche dieser Keime zukünftig frühzeitig zu erkennen, nachzuvollziehen und Präventionsstrategien zu entwickeln.

Im Rahmen des Kick-Off-Meetings kamen die beteiligten Partner zu einem intensiven Austausch zusammen. Mit dabei waren unter anderem Forschende aus dem DZIF-Forschungsbereich „Gesundheitssystem-assoziierte Infektionen“ des Instituts für Medizinische Mikrobiologie der Justus-Liebig-Universität (JLU) (PD Dr. Torsten Hain und PD Dr. Can Imirzalioglu) und des Instituts für Medizinische Mikrobiologie der Philipps-Universität Marburg (Prof. Dr. Isabelle Bekeredjian-Ding). Zudem sind am Verbundprojekt das Institut für medizinische Informatik, die Bioinformatik und Systembiologie und das Institut für Hygiene und Infektionskrankheiten der Tiere der JLU beteiligt sowie der Landesbetrieb Hessisches Landeslabor, das Hessische Landesamt für Gesundheit und Pflege, die Universitätsmedizin Greifswald und die Technische Hochschule Mittelhessen. Gemeinsam legten die Teilnehmenden die Grundsteine für die weitere Zusammenarbeit, vereinbarten Arbeitspläne und definierten die nächsten Meilensteine.

Im Rahmen des Projekts werden in den kommenden Jahren erstmals umfangreiche Daten aus Humanmedizin, Tiermedizin, Lebensmittelsicherheit und Umwelt systematisch zusammengeführt und ausgewertet. Im Mittelpunkt stehen dabei multiresistente Bakterienarten wie Citrobacter, Escherichia coli, Klebsiella und Enterobacter. Künstliche Intelligenz soll helfen, die potenziellen Verbreitungswege dieser Erreger vorherzusagen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Austausch von Resistenzgenen über sogenannte Plasmide – kleine, ringförmige DNA-Strukturen, die für die schnelle Weitergabe an andere Bakterien sorgen.

Mit seinem vernetzten One-Health-Ansatz schlägt GUARDIAN eine Brücke zwischen unterschiedlichen Disziplinen und trägt so dazu bei, wirksame Maßnahmen zur Prävention und Kontrolle antibiotikaresistenter Keime im Gesundheitswesen und darüber hinaus zu entwickeln. Prof. Dr. Keywan Sohrabi betont: „Antibiotikaresistenzen sind eine der drängendsten Herausforderungen unserer Zeit. Nur durch die Bündelung von Wissen und Kompetenzen unterschiedlicher Fachbereiche können wir nachhaltige Lösungen finden.“

Link zur Projektseite

Quelle: Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

Bienenforscher aus ganz Deutschland tagen in Braunschweig

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Im 10. Jahr seines Bestehens ist das Julius-Kühn-Institut für Bienenschutz Gastgeber der Jahrestagung der Institute für Bienenforschung. Eine Geburtstagsfeier mit 160 Gästen und inklusive fachlichem Austausch vom 24.-26. März 2026.

Vom 24. bis 26. März wird es im Medienhaus in Braunschweig „summen wie in einem Bienenstock“. Hier treffen sich nämlich 160 Forschende aus Deutschland, der Schweiz, Österreich, Luxemburg, Polen und den Niederlanden, um aktuelle Forschungsergebnisse aus dem Gebiet der Bienenkunde vorzustellen. Dabei ist es kein Zufall, dass das Institut für Bienenschutz des Julius Kühn-Instituts (JKI) genau im Jahr seines 10-jährigen Bestehens Gastgeber der „Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft der Institute für Bienenforschung“ ist.

„Beim Blick ins Tagungsprogramm schlägt mein Herz als Bienenforscher höher, denn es wird eine große Themenbreite präsentiert“, sagt Dr. Jens Pistorius, der Leiter des JKI-Instituts für Bienenschutz. Die Inhalte zeigten, wie sich die Bienenforschung in den vergangenen Jahren kontinuierlich auf alle Bienenarten ausgeweitet hat und wie aufgeschlossen sie neuen Forschungsmethoden gegenübersteht und sich mit anderen Wissenschaftsbereichen vernetzt. „Absolut erfreulich ist auch die internationale Resonanz unserer AG-Tagung, die zeigt, dass die nationale Bienenforschung deutlich über die Grenzen von Deutschland hinaus wahrgenommen wird, so Pistorius in seiner Funktion als Gastgeber. Vor allem für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler, die am Anfang ihrer Karriere stehen, sei die etablierte Jahrestagung (die zum 73. Mal stattfindet) ein wichtiges Forum für Präsentation der eigenen Arbeiten und wissenschaftlichen Austausch.

Hintergrundinfo zur Tagung: Insgesamt wird es 34 Vorträge und über 50 Posterpräsentationen geben. Die sechs Tagungssektionen widmen sich u.a. Themen wie Bienenschutz & Pflanzenschutz, Bienenpathologie sowie Ökologie, Wildbienen & Bestäubung. Abgerundet wird das Programm mit einer Postersession, Exkursionen sowie einem Social Dinner am Mittwoch, das in geselliger Runde zum Networking inspiriert. Die Konferenz startet am Dienstag (24.03.26) um 13 Uhr mit dem Keynote-Vortrag zum Thema „Honey bees as sentinels of environmental quality“ von Dr. Ivo Roessink von der Universität Wageningen. Für Details zum Programm siehe die Tagungswebsite: https://ag-bienentagung.de. Um gemeinsam den 10. Geburtstag der Gründung des JKI-Instituts für Bienenschutz zu feiern, findet am Dienstag ein Abendempfang für geladene Gäste in Braunschweigs historischer Dornse statt.

Info zu den Arbeiten des JKI-Bienenschutzinstituts: Das am Messeweg in Braunschweig angesiedelte JKI-Institut für Bienenschutz ist eines von 18 Fachinstituten unter dem Dach des Julius Kühn-Instituts. Es war 2016 auf Betreiben des Bundeslandwirtschaftsministerium neu gegründet worden. Das Institut beschäftigt sich vor allem mit den Auswirkungen von Pflanzenschutzmittelanwendungen auf Bienengesundheit sowie Schutz- und Fördermaßnahmen von Honig- und Wildbienen in Agrarökosystemen und urbanem Raum. Auf der Jubiläumswebseite werden 10 Leuchtturmprojekte inklusive Fachpublikationen vorgestellt: https://www.julius-kuehn.de/bs/ab/10-jahre-institut-fuer-bienenschutz

Quelle: Julius Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen

Aus Alt mach Neu: Nebenprodukte in der Rationsgestaltung der Schweinefütterung – Ein Beitrag zum Umwelt- und Ressourcenschutz

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Schweine stehen durch den hohen Einsatz von Getreide und Soja in starker Nahrungsmittelkonkurrenz zum Menschen. Nebenprodukte der Lebensmittelverarbeitung besitzen hingegen sehr geringe human-verwertbare Anteile und können diese Konkurrenz deutlich reduzieren.

In einem Mastversuch am Staatsgut Schwarzenau der Bayerischen Staatsgüter mit vier Futtergruppen wurde der Getreide- und Sojaanteil schrittweise reduziert und durch Nebenprodukte (u. a. Weizenkleie, Nachmehl, Trockenschnitzel) sowie Eiweißalternativen ersetzt. Dadurch sank der human-verwertbare Proteinanteil im Futter deutlich. Erhoben wurden neben den klassischen Mast- (tägliche Lebendmassezunahme, Futter- sowie Energieverbrauch- und -aufwand) auch Parameter zur Schlachtleistung und Fleischqualität. Die N- und P-Ausscheidung sowie der CO2-Fußabdruck der Futtermittel.

Die Ergebnisse des Versuchs:

• Tierische Leistung:
Trotz steigender Nebenproduktanteile blieben Mast- und Schlachtleistungen auf hohem Niveau. Die täglichen Zunahmen lagen nur leicht unter der Kontrolle, der Futteraufwand blieb unverändert.

• Schlachtkörper & Fleischqualität:
Mit zunehmendem Nebenproduktanteil sanken Ausschlachtung und Schlachtgewicht leicht (bedingt durch den höheren Faseranteil), Muskelfleischanteil und Fleischqualität blieben unbeeinflusst.

• Umweltwirkungen:
Der CO₂-Fußabdruck der Fütterung konnte durch den Einsatz von Nebenprodukten um bis zu 40 % je Mastschwein reduziert werden.
Die N-Ausscheidung entsprach trotz hoher Nebenproduktanteile den DLG-Empfehlungen bei moderatem Rohproteingehalt.
Die P-Ausscheidung stieg deutlich mit zunehmendem Einsatz an Nebenprodukten aufgrund deren hohen Phosphorgehalts.

• Nahrungsmittelkonkurrenz & Proteinbewertung:
Der human-verwertbare Anteil im Futter (hef) sank stark.
Die Lebensmittel-Konversions-Effizienz (heFCE) stieg kontinuierlich.
Unter Berücksichtigung der Proteinqualität (DIAAS) wurde mit hohem Nebenprodukteinsatz mehr hochwertiges Protein im Schweinefleisch erzeugt, als zuvor human-verwertbares Protein im Futter eingesetzt wurde.

• Ökonomie:
Trotz geringfügig niedriger Schlachterlöse pro Tier blieben die Erlöse über Futterkosten vergleichbar zur Kontrollgruppe. Der Einsatz von Nebenprodukten zeigte keine ökonomischen Nachteile.

Fazit
Der gezielte Einsatz von Nebenprodukten in der Schweinemast ermöglicht hohe Leistungen, klare Klima- und Ressourcenvorteile, eine Reduktion der Nahrungsmittelkonkurrenz und stabile Wirtschaftlichkeit.

Nebenprodukte leisten einen wesentlichen Beitrag zu einer resilienten, kreislauforientierten Schweineproduktion. Voraussetzung ist eine präzise Futterbewertung und -steuerung, insbesondere im Hinblick auf die Phosphorbelastung.

Dieser Versuch wurde im Rahmen des Projektes „Heimatversprechen“ angestoßen und mit Mitteln den Freistaates Bayern gefördert. Das Projektziel besteht im Aufbau eines Netzwerks in der bayerischen Schweinebranche für eine nachhaltige heimische Schweinefleischerzeugung zur Versorgung der Bevölkerung mit hochwertigen Lebensmitteln, auch in Krisenzeiten. Bei Fragen zum Projekt kontaktieren Sie gerne Martin Heudecker, martin.heudecker@heimatversprechen.bayern.de oder Prof. Reinhard Puntigam, puntigam.reinhard@fh-swf.de.

Quelle: Reinhard Puntigam, FH Soest, FB Agrarwirtschaft

Dieser Beitrag wurde Ende Februar vorab allen Newsletter-Abonnenten zur Verfügung gestellt.

Zwillingsgeburten bei Kühen – Milchrindtag MV 2026

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Welche Probleme mit Zwillingsgeburten einhergehen beleuchtete Emmeline Wahls anlässlich des 35. Milchrindtags MV.

In den letzten Jahren sei ein Anstieg der Zwillingsgeburten bei Milchkühen zu beobachten. Als Hauptursache gelten multiple Ovulationen, deren Wahrscheinlichkeit mit zunehmender Laktationsnummer steigt, begünstigt auch durch einen zu niedrigen Progesteronspiegel, weil Progesteron dafür verantwortlich ist, eine erneute Ovulation zu verhindern.

Zunächst bestünde ein höheres Risiko für Schwer- und Totgeburten und damit verbunden auch ein erhöhtes Risiko für peripartale Erkrankungen, wie Nachgeburtsverhaltung, Gebärmutterentzündung und Stoffwechselerkrankungen. Damit gingen wiederum einher: verlängerte Güstzeiten, erhöhte Anzahl an Besamungen sowie ein höheres Abgangs- und Abortrisiko.

Darüber hinaus tritt bei 82% bis 92% aller zweigeschlechtlichen Mehrlingsträchtigkeiten das Freemartin-Syndrom oder auch „Zwicken“ auf. Dabei handelt es sich um eine angeborene Fehlbildung und Maskulinisierung der weiblichen Geschlechtsorgane, was natürlich zu Unfruchtbarkeit des weiblichen Kalbes führt.

Für Kühe in der ersten Laktation liegt die Zwillingsgeburtenrate bei etwa 1%. In der zweiten Laktation liegt dieser Wert schon deutlich höher bei etwa 3-4%. Bei weiteren Laktationen sei dann kein Anstieg mehr zu erkennen.

Speziell bei der „305-Tage-Milchleistung“ würde deutlich, dass mit zunehmender Milchleistung die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Zwillingsgeburten signifikant ansteigt. Auch einschlägige Studien belegten, dass Kühe mit hoher Milchleistung eine deutlich höhere Rate an Doppel-Ovulationen zeigten, sagte die Referentin.

Diese Studien führen als mögliche Erklärung an, dass der erhöhte Trockenmasseverzehr, der mit einer höheren Milchleistung einhergeht, zu einem gesteigerten hepatischen (über die Leber) Progesteron-Abbau führt und Progesteron für die Hemmung der LH-freisetzung verantwortlich ist. Die Zwischenkalbezeit habe dagegen keinen Einfluss auf die Häufigkeit von Zwillingsgeburten, erklärt Emmeline Wahls.

Ökolandbau ohne Tierhaltung – ist das möglich?

Wintertagung zum Ökologischen Landbau an der HfWU

Es ist schon Tradition: Ende Februar treffen sich Landwirte, Experten aus Verbänden, Wissenschaft und Politik an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen. Tierhaltung im Ökolandbau war das Thema, ebenso aktuell wie kontrovers. Schon in der Ankündigung war die zugespitzte Frage formuliert: „Brauchen wir überhaupt noch Wiederkäuer?“ Dahinter verbarg sich auch die Frage nach der Landwirtschaft der Zukunft.

Dass die Agrarwirtschaft an der Hochschule für Wirtschaft eine Zukunft hat, daran ließ HfWU-Rektor Professor Dr. Andreas Frey keinen Zweifel. Er betonte die Forschungsstärke der HfWU in den Agrarwissenschaften und verwies auf die Zukunft des Lehr- und Versuchsbetriebes Tachenhausen. Dort soll nach dem Willen der Hochschule eine „Dialog- und Innovationsplattform“ für die Agrarwirtschaft der Zukunft entstehen. Die diesjährige Wintertagung sei Teil dieses Konzeptes ebenso wie eine neue Professur im Studiengang Agrarwirtschaft mit dem Titel „Landwirtschaft und Landnutzung im Dialog.“

Die Tierhaltung, genauer die Haltung von Wiederkäuern, spiegelt dieses Spannungsfeld. Gerade Rinder sind für den Ökolandbau wichtig. Sie verwerten Pflanzen von Wiesen und Weiden, wandeln sie in Nahrungsmittel um und prägen die Kulturlandschaft. Andererseits steht die Umweltbilanz der Tierhaltung in der Kritik, insbesondere die Klimabilanz von Wiederkäuern. Die baden-württembergische Politik bekennt sich zur Tierhaltung. „Tierhaltung gehört zur Kreislaufwirtschaft. Biodiversität und Artenvielfalt gehen nicht ohne Tierhaltung“ betont Ministerialdirektorin Isabel Kling vom baden-württembergischen Landwirtschaftsministerium. Die Referentinnen und Referenten des Tages betonten aber auch: Es braucht insgesamt weniger Konsum tierischer Produkte und umwelt- und tiergerechtere Haltungsverfahren. Der ökologische Landbau mit flächengebundener Tierhaltung und artgerechteren Haltungsverfahren bietet hierfür Lösungsansätze.

HfWU-Professorin Dr. Maria Müller-Lindenlauf beschreibt die Herausforderungen für die Landwirtinnen und Landwirte. Da sei zum einen die Kritik an der Tierhaltung an sich, zum anderen die Anforderungen wie Weidepflicht (in der ökologischen Rinderhaltung) und geringe Preise, die es Landwirten schwer machten, wirtschaftlich zu arbeiten. Hinzu kommt: Die Bauern müssten sich gegenüber den Verbrauchern oft rechtfertigen, so Müller-Lindenlauf. Gerade Grünlandregionen wie im Schwarzwald ließen sich als Kulturlandschaft ohne Tierhaltung kaum erhalten. Die Kommunikation zwischen Erzeugern und Verbrauchern, aber auch der Dialog zwischen den Betrieben sei entscheidend. Dieser Thematik stellt sich HfWU-Professor Dr. Lukas Kiefer, der für die Schwarzwaldregionen ein Forschungsprojekt unter dem Titel „Weide und Kooperation“ betreibt und Erfolgsmodelle für Berg- und Ackerbaubetriebe entwickelt. Dabei geht es um neue Lösungen für eine wirtschaftliche Tierhaltung, die auch der Natur dient.

„Der ökologische Landbau braucht Tierhaltung“, betont Isabel Kling. Die Nachfrage nach Bioprodukten steige, sie erwartet einen Anteil von 30-40 Prozent, „wir brauchen mehr Betriebe.“ Die Haltung und der Tierschutz seien entscheidend, es gehe um die Wertschätzung von Tier und Lebensmittel, so Isabel Kling.

Tatsächlich sinkt die Zahl der Betriebe mit Tierhaltung deutlich, beschreibt Marcus Arzt (Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau Baden-Württemberg) die Entwicklung. Auch er betont, „der ökologische Landbau braucht Tierhaltung“. Gerade magere, artenreiche Wiesen, die die Kulturlandschaft prägen, profitieren vom Dung der Nutztiere und können meist nur durch Tierhaltung erhalten werden. Die Autorin und Tierärzten Dr. Cornelie Jäger sieht den Dung als Anfang der Nahrungsketten. Gerade auf artenarmen Flächen erhöht die Weidehaltung die Biodiversität. Jäger problematisiert die Flächenkonkurrenz der Tierhaltung mit der Nahrungsmittelproduktion. Ein Drittel der Weltgetreideernte landet in Tierfutter. Sie plädiert für eine Tierhaltung ohne Nahrungskonkurrenz. „Tierhaltung ja, aber anders“, lautet ihr Credo. Es gehe um mehr als nur um Fleisch, sondern darum, dass die Tierhaltung bei der Resteverwertung und der Nahrungsmittelerzeugung von Grünland eine wichtige Rolle spielt. Für Jäger ist dies eine „multifunktionale Dienstleistung.“

Cornelie Jäger bezieht sich auf Ernährungs- und Klimaexperten, die angesichts der Welternährung für eine planetary Health Diet plädieren: eine bewusst flexitarische Ernährung, die aber gegenüber dem Status-quo einen deutlich geringen Anteil tierischer Lebensmittel enthält – zum Wohl von Mensch, Tier und Natur. Das bedeutet einen Fleischverbrauch von 10-15 kg pro Jahr. Derzeit liegt dieser in Deutschland bei rund 50 Kilogramm jährlich.

Quelle: Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen

KuhPromi Club – Wir machen Kühe wieder zu Superstars

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Simone, Lothar und Tobias sind echte Kuh-Enthusiasten und genau diese Leidenschaft hat sie dazu bewegt, ein außergewöhnliches Projekt ins Leben zu rufen: den KuhPromi Club.

Mit dem KuhPromi Club bieten sie eine Plattform für moderne, natürliche und praxisnahe Lösungen in der Milchviehhaltung. Ihre Ziele dabei: Tierwohl steigern, Betriebe stärken und Kühen wieder die Wertschätzung geben, die sie verdienen. „Für uns sind Kühe echte Superstars“, betont das Gründerteam. Und genau deshalb möchten sie ihnen wieder eine Bühne geben – ohne Showeffekte, ohne Firlefanz.

Denn die Kuh steht wie kaum ein anderes Tier für Ernährungssicherheit, Fruchtbarkeit und Leistungsfähigkeit, Fürsorge, Wohlstand sowie für lebendiges, ländliches Leben.

Je smarter, natürlicher und gezielter Landwirte mit ihren Kühen arbeiten, desto gesünder, fruchtbarer und leistungsstärker reagieren die Tiere. Der KuhPromi Club setzt genau hier an: Fehler reduzieren, Potenziale freisetzen, Tiergesundheit verbessern zum Wohle von Mensch und Tier.

Der KuhPromi Club versteht sich als Plattform für Austausch, Inspiration, Motivation und Weiterentwicklung durch praxisnahe Impulse. Hier treffen Praktiker auf Unternehmer, neueste Erkenntnisse auf bewährtes Erfahrungswissen und moderne Technik auf natürliche Lösungen. Das Ziel: Wissen rund um die Milchviehhaltung direkt in den Stallalltag integrieren – verständlich, umsetzbar und mit echtem Mehrwert. Dabei geht es nicht nur um Effizienz, sondern auch um eine neue Haltung: achtsamer, bewusster und wertschätzender mit Kühen zu arbeiten. Und das alles mit einer guten Portion Spaß, Coolness und echter Begeisterung für Kühe.

Wer seinen Betrieb weiterentwickeln, sich mit Gleichgesinnten vernetzen und Kühe wieder ins verdiente Rampenlicht rücken möchte, ist im KuhPromi Club genau richtig.

Der Einstieg ist unkompliziert: Einfach den Zugangslink zur WhatsApp-Community Gruppe mit dem Namen KuhPromiClub unter Tel. 01758066553 anfragen, der Gruppe beitreten und sofort Informationen aus erster Hand erhalten. Keine Gebühren, keine versteckten Kosten, keine langfristige Bindung. Oder das Team vom KuhPromi Club vom 16. bis 21. April 2026 auf der Agrarschau Allgäu (Stand C 124) vor Ort besuchen.

Kontakt: KuhPromi Club
Simone Seng:
PRENA GmbH, Weissenbornerstr. 7, D-36088 Hünfeld, Tel: +49 6652 982 911 5,
E-Mail: info@e-prena.de

Lothar Weber:
innoMOO GmbH, In der Au 7, D-53577 Neustadt (Wied), Tel: + 49 176 43502811
E-Mail: info@innoMOO.de

Tobias Babel:
Aquacowbox, Nesselwanger Str. 44, D-87616 Wald, Tel: +49 170 5630693,
E-Mail: aquacowbox@gmail.com

Wie klimafreundlich ist Insektenprotein wirklich?

Die Larven der Schwarzen Soldatenfliege (Hermetia illucens) gelten als Hoffnungsträger einer nachhaltigen Proteinversorgung, da sie hochwertiges Protein – vergleichbar mit Sojaprotein – enthalten. Dieses können sie auf Basis unterschiedlichster Biomassequellen bilden, darunter Neben- und Reststoffe aus Landwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung. Doch während ihr Potenzial intensiv diskutiert wird, ist über die Emission klimarelevanter Gase während ihrer Aufzucht bislang wenig bekannt.

Eine neue Studie des Forschungsinstituts für Nutztierbiologie (FBN), veröffentlicht in der Fachzeitschrift Bioresource Technology (DOI: 10.1016/j.biortech.2025.133812), nähert sich dieser Frage erstmals systematisch. Die Forschenden untersuchten, wie sich Qualität und Nährstoffzusammensetzung der verfütterten Biomasse auf Wachstum, Körperzusammensetzung und Gasemissionen der Larven auswirken. Die kontinuierlichen Messungen der Gasemissionen von Kohlendioxid und Ammoniak erfolgten dabei in einer sensiblen Phase der Larvenentwicklung, nämlich zwischen dem 9. und 16. Tag nach dem Schlupf.

Wachstum, Emissionen und die Frage der richtigen Bezugsgröße
Die Ergebnisse zeigen: Das Profil der Gasemissionen hängt maßgeblich von der Qualität und der Nährstoffverfügbarkeit der verfütterten Biomasse ab. Je geringer die Verdaulichkeit und Abbaubarkeit des Futtersubstrats sind, desto geringer fällt das Wachstum und der Proteinansatz der Larven aus – und desto höher ist die CO₂-Emission. Larven wachsen erwartungsgemäß deutlich besser, wenn sie mit nährstoffreicherer Biomasse gefüttert werden. Gleichzeitig können unter diesen Bedingungen gegen Ende der Wachstumsphase erhöhte Ammoniakemissionen auftreten. Diese stehen vermutlich im Zusammenhang mit einem unausgewogenen Protein-Energie-Verhältnis im Futtersubstrat gegen Ende der Wachstumsphase. Entscheidend ist jedoch, wie diese Emissionen bewertet werden.

„Emissionen lassen sich nur sinnvoll einordnen, wenn sie auf den tatsächlichen Output bezogen werden – etwa auf den Proteinansatz oder die Trockenmasse der Larven“, erklärt PD Dr. Manfred Mielenz von der Arbeitsgruppe Ernährungsphysiologie am FBN. „Höhere absolute Emissionen bedeuten nicht zwangsläufig eine schlechtere Klimabilanz, wenn die Emissionen je Einheit des erzeugten hochwertigen Proteins geringer sind.“

Für eine abschließende Bewertung der Emissionen ist jedoch eine Betrachtung des gesamten Lebenszyklus erforderlich. Dazu zählen neben der Aufzucht der Larven auch die Produktion der Futtersubstrate sowie der Umgang mit verbleibenden Reststoffen am Ende der Wachstumsphase.

Erste Orientierung für die Bewertung von Insektenprotein
Die Studie liefert nicht nur wichtige quantitative Emissionsdaten, sondern auch Hinweise darauf, wie der Nährstoffgehalt der Futtersubstrate gezielt optimiert werden kann, um Emissionen zu verringern und die Effizienz der Insektenproduktion weiter zu verbessern.

In einer ersten vergleichenden Betrachtung liegen die CO₂-Emissionen bezogen auf die Proteinproduktion bei den Larven der Schwarzen Soldatenfliege unter den in der Literatur beschriebenen Werten für Rinder und Hühner. Die Autorinnen und Autoren betonen jedoch ausdrücklich, dass es sich hierbei um eine erste Schätzung handelt und weiterführende Untersuchungen erforderlich sind.

Vor dem Hintergrund nationaler Klimaziele, der Deutschen Bioökonomiestrategie sowie europäischer Farm-to-Fork-Ansätze unterstreicht die Studie: Neue Produktionssysteme benötigen belastbare und vergleichbare Kennzahlen. Die vorliegenden Ergebnisse liefern hierfür eine erste wissenschaftliche Orientierung, ersetzen jedoch keine umfassenden Lebenszyklusanalysen. Die Integration von Insekten in bestehende Produktionssysteme kann jedoch dazu beitragen, die Erzeugung hochwertigen tierischen Proteins perspektivisch nachhaltiger zu gestalten.

Das Forschungsinstitut für Nutztierbiologie wird die Insektenforschung auch künftig weiter vorantreiben, um die Umweltwirkungen neuer Proteinquellen fundiert zu bewerten und ihre nachhaltige Nutzung wissenschaftlich zu begleiten.

Quelle: Forschungsinstitut für Nutztierbiologie (FBN)

Stare im Milchviehstall – Milchrindtag MV 2026

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Linnea Schröder stellte auf dem Milchrindtag Mecklenburg-Vorpommern die Ergebnisse ihrer Masterarbeit zu Staren im Milchviehstall vor. Stare bedienen sich gerne beim Futter von Milchkühen und fressen vor allen Dingen den Mais aus der Ration, was dann zu einem Energie-Defizit führen kann. Außerdem kommt es natürlich durch den Starenfraß zu Verunreinigungen des Futters, z. B. durch Kot oder Federn. Auch der erhöhte Lärmpegel kann zu einem Stressfaktor für die Kühe werden.

Die Referentin verglich Betriebe mit und ohne Stare und wertete die einschlägige Fachliteratur aus. Als wichtigste durch Stare verursachte Probleme nannte sie:

• Rückgang der Milchmenge (im Versuch um 1,5%),
• deutlicher Anstieg der Zellzahl,
• steigende Zahl an Erstdiagnosen einer Euterentzündung (+ 9%).

In einem früheren Versuch wurden Futterproben vor- und nach Starenfraß genommen und festgestellt, dass die Nettoenergieaufnahme von 29,3 Mcal/d auf 27,7 Mcal/dsank. Eine frühere Studie zeigte, dass mit E.Coli infizierte Stare die Erreger schon innerhalb von 24 Stunden auf alle Kälber eines Betriebes übertragen hatten.

Um dem Vogel-Problem zu begegnen gäbe es verschiedene Methoden:

• intakte Vogelschutznetze aus Draht in allen Stallbereichen,
• geschlossene Tore oder auch schwere Kunststoff- oder Gummistreifen in den Toren,
• Rückzugsplätze rund um den Stall und im Stall begrenzen, z. B. durch Spikes auf Balken,
• Grünstreifen und Hecken (soweit zulässig) radikal runterschneiden, um den Staren Rückzugsmöglichkeiten zu nehmen,
• Greifvögel (Falken) im Stall,
• akustische Systeme wie etwa Aufnahmen von Greifvogelrufen oder Angstschreie von Staren,
• Knallgeräte, bewegliche Silhouetten oder zukünftig eventuell auch Laser.

Auch biete das Futtermittelmanagement Möglichkeiten. Hier könnten die Anschlussfläche des Silos mit Netzen oder Vlies abgedeckt und Futterreste umgehend beseitigt werden. Auch die Fütterungszeiten auf den Abend bzw. die Nacht zu verlegen sei eine Möglichkeit. Und: Untersuchungen hätten gezeigt, dass eine Futterpelletierung mit einem Durchmesser über 0,95 cm hilft. Last but not least solle vermieden werden, dass auf dem Hof Wasser laufe, da Stare davon magisch angezogen würden und es als Badewanne benutzten.

Was tun bei Blackout im Stall?

Dr. Isabel Zylka (TiHo) hat sich in ihrer Doktorarbeit mit den Folgen eines mehrtägigen Stromausfalls im Stall beschäftigt und gibt auch Empfehlungen, wie sich Nutztierhalter vorbereiten können.

Besonders wichtig:
• Lüftung
• Wasserversorgung
• Fütterung
• Melktechnik
• Alarm- und Notstromsysteme.

Notstromversorgung alleine reicht nicht, Notfallpläne, funktionierende Technik und geschultes Personal sind unabdingbar.

Auf der Homepage des TiHo-Instituts ITTN steht eine PDF-Broschüre mit detaillierten Handlungsempfehlungen zur Vorbereitung auf einen Blackout zum Download bereit.

Neue Erkenntnisse zu Schwanzläsionen bei Milchkühen

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Eine neue Literaturrecherche von Forscherinnen der HSWT, fasst Studien aus Europa, Asien, Afrika, Neuseeland und Nordamerika zu Schwanznekrosen bei Rindern, insbesondere Milchkühen, zusammen. Die Studie zeigt, dass der Fokus seit den ersten wissenschaftlichen Untersuchungen auf einem Zusammenhang mit futterbedingter Pansenazidose bei Mastrindern liegt. Die Autorinnen gehen aber auch auf weitere Faktoren wie Haltungsbedingungen (z. B. Spaltenböden), Besatzdichte und Traumata ein.

Oft seien schon früher dislozierte Wirbel im mittleren Schwanzabschnitt beschrieben worden, nach der neueren Fachliteratur nähmen jedoch Läsionen an der Schwanzspitze zu. Der Vergleich dieser Läsionen mit den bei Rindern im Zusammenhang mit Schwanzentzündungen und -nekrosen beschriebenen Läsionen lege nahe, dass es sich trotz unterschiedlicher Terminologie wahrscheinlich um dasselbe Phänomen handle. Obwohl die Ätiologie (die Krankheitsursachen betreffend) von Schwanzentzündungen und -nekrosen vielfältig und oft noch nicht vollständig geklärt ist, wird das Auftreten klinisch diagnostizierter Schwanzläsionen sowohl bei Milchkühen als auch bei Rindern zunehmend beobachtet.

Angesichts der Auswirkungen auf das Tierwohl werden in der Studie verschiedene Hypothesen zur Pathogenese und zu prädisponierenden Faktoren für Schwanzläsionen diskutiert und Vorschläge für Interventionsstrategien gemacht.

Es fiel zunächst eine sehr heterogene Terminologie zur Beschreibung von Schwanzentzündungen und Nekrosen bei Milchkühen auf. Die Forscherinnen schreiben jedoch, dass sowohl Fleischrinder als auch Milchkühe die gleichen Läsionstypen aufwiesen, da makroskopischen und mikroskopischen Befunde sehr ähnlich waren.

Daher empfehlen sie als ersten Schritt, dass die Veränderungen bei Kühen einheitliche Namen erhalten, „um die Ätiologie und Pathogenese schnell zu klären und so dem weiteren Fortschreiten der Erkrankung wirksam entgegenwirken zu können“. Sie schlagen deshalb den zusammenfassenden Begriff „Schwanzentzündung und Nekrose“ vor.

Ursachen
Die am häufigsten genannte Ursache bei Fleischrindern (und neuerdings auch bei Milchkühen) seien Durchblutungsstörungen, die die Enddurchblutung im Schwanz beeinträchtigen. Dies würde entweder als Folge einer (subakuten) Pansenazidose und/oder einer Intoxikation mit Endotoxinen oder Mykotoxinen beschrieben, wie dies auch für die Erkrankungen mit bekannter Ursache beschrieben wurde.

Die bisherige Literatur liefere keine Antwort auf die Frage, warum Schwanzentzündungen und Nekrosen erst in den letzten Jahren bei Kühen gemeldet wurden. Durch automatische Melksysteme oder selbstfahrende Kotsammler könnten z. B. die Schwanzquasten der Kühe häufiger gestutzt werden und so zuvor versteckte Verletzungen erst sichtbar machen.

Man könne jedoch auch die Hypothese aufstellen, dass eine intensivere Fütterung, insbesondere ein erhöhter Anteil von Maissilage und/oder Kraftfutter in den Rationen von Milchkühen auf Kosten von Raufutter, dazu beigetragen hat, dass die Krankheit immer häufiger auftritt.

Mit stark steigender Milchleistung in den letzten Jahrzehnten, musste auch die Fütterung entsprechend angepasst werden. „Die Verdrängung strukturreicher Bestandteile durch große Kraftfuttermengen, einschließlich Mais, hat zu Rationen geführt, die die Grenzen des Wohlergehens von Wiederkäuern verschieben.“

Die in den letzten Jahren erhöhte Häufigkeit von Schwanzspitzenentzündungen und Nekrosen bei Kühen könnte daher auch darauf zurückzuführen sein, dass die Tiere ihre physiologische Belastungsgrenze erreicht haben (wie dies vermutlich seit Beginn der 1970er Jahre schon bei Mastbullen der Fall war).

Schwanzentzündungen und Nekrosen könnten also ein Indikator dafür sein, dass Hochleistungsmilchkühe an den Rand ihrer physiologischen Grenzen stoßen. Umso wichtiger sei es, die aktuellen Zuchtziele stärker an den physiologischen Grenzen auszurichten, um die Gesundheit und das Wohlbefinden der Tiere zu gewährleisten.

Kremer-Rücker, Weber 2026, Original-Studie https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1751731126000327?via%3Dihub