FLI bestätigt weiteres Shamonda-Virus-verwandtes Orthobunyavirus in Deutschland

Neueste Untersuchungsergebnisse des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) weisen auf ein zweites Einschleppungs- und Ausbreitungsereignis in Deutschland hin. Sequenzanalysen von PCR-positiven Proben im Nordwesten und Osten Deutschlands zeigen, dass neben der Variante „Shamonda-Virus/DE/2026“, die seit Juli vor allem in Süddeutschland, der Schweiz und Frankreich auftrat, eine weitere mit dem Shamonda-Virus verwandte Variante vorkommt. Die Rinderproben stammen aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen und Thüringen.

Dieses Virus gehört immer noch zur Spezies Orthobunyavirus Schmallenbergense der Simbu-Serogruppe und ist mit dem ursprünglich in Afrika und Japan beschriebenen Shamonda-Virus verwandt, zeigt aber eindeutige Unterschiede zur zuerst in der Schweiz, Frankreich und Süddeutschland nachgewiesenen Variante Shamonda-Virus/DE/2026. Zur einfacheren Unterscheidung werden sie nun als Shamonda-Virus Europe 1 (SHAV-EU1) für die erste Variante und Shamonda-Virus Europa 2 (SHAV-EU2) für die zweite Variante bezeichnet.

Es handelt sich daher bei dem derzeitigen Seuchengeschehen um zwei unabhängige Ereignisse, die sich in manchen Bundesländern bereits überschneiden. Zur besseren Einordnung der zweiten Virusvariante laufen derzeit genauere phylogenetische Analysen. Erste Untersuchungen zeigen aber, dass sich alle drei Genomsegmente des Shamonda-Virus Europa 2 vom SHAV-EU1 unterscheiden. Ob ein ausreichender Kreuzschutz zwischen den beiden Varianten nach Infektion vorliegt, müssen weitere Untersuchungen zeigen.

Unbekannt ist derzeit noch das genaue Wirtsspektrum der neuen Variante. Alle positiven Proben für SHAV-EU2 stammen bisher von Rindern. Infektionen mit Shamonda-Virus Europe 1 wurden bislang bei Rind, Pferd, Schaf und Ziege nachgewiesen.

In Deutschland zirkulieren jetzt mit dem Schmallenberg-Virus und den beiden Shamonda-Virus-verwandten Varianten drei Orthobunyaviren der Simbu-Serogruppe. Es ist daher nicht unwahrscheinlich, dass diese Viren gegenseitig Genomsegmente austauschen und sich entsprechend verändern (reassortieren).

Quelle: Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit

Karpfen und Teichwirtschaft: Nicht nur Tradition in den Monaten mit „r“

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Von September bis April, den Monaten mit „r“, ist traditionell Karpfenzeit in Deutschland. Der Karpfen ist nach der Regenbogenforelle auf Platz 2 des in heimischer Aquakultur gezogenen Fischs: Im Jahr 2025 erzeugten laut Statistischem Bundesamt 1.269 Betriebe rund 4.200 Tonnen Karpfen – damit ist rund jeder vierte Fisch aus heimischer Aquakultur ein Karpfen. Doch die Teiche, als eine Form der Aquakultur, sind mehr als Produktionsflächen: Sie prägen die Landschaft und sind Teil der regionalen Kultur und Identität. Das Informations- und Koordinationszentrum für Biologische Vielfalt (IBV) der BLE trägt dazu bei, die ökologischen, genetischen, kulturellen und wirtschaftlichen Leistungen der Karpfenteichwirtschaft langfristig zu erhalten.

Grundlage für die IBV-Arbeit ist das Nationale Fachprogramm für aquatische genetische Ressourcen, das ausdrücklich die Erhaltung regionaler Karpfenstämme wie des Lausitzer oder des Aischgründer Karpfens vorsieht. Dazu lässt das IBV regionale Karpfenlinien identifizieren, genetisch charakterisieren und bewerten. Die Ergebnisse werden in der Datenbank „Nationales Inventar Aquatischer Genetischer Ressourcen“(AGRDEU-Datenbank) dokumentiert und schaffen so eine wichtige fachliche Grundlage für Fischereibehörden, Verbände und insbesondere Teichwirtschaften, um wertvolle regionale Zuchtlinien langfristig zu erhalten.

Beispiel Bayern: Kulturlandschaft mit regionaler Wertschöpfung
In Deutschland ist Bayern das Bundesland mit der größten Karpfenproduktion. Die bayerische Karpfenteichwirtschaft ist überwiegend kleinstrukturiert, viele Betriebe werden im Nebenerwerb geführt. Da die Karpfen häufig regional vermarktet werden, sind sie ein besonderes Beispiel für regionale Wertschöpfung: Rund ein Drittel der Produktion wird in der heimischen Gastronomie angeboten, weitere Mengen werden unter anderem an heimische Fischerei- und Angelvereine vermarktet, während der Rest über den Großhandel zu den Verbraucherinnen und Verbrauchern gelangt.
Zugleich verbindet die traditionelle Karpfenteichwirtschaft eine naturnahe und nachhaltige Lebensmittelproduktion mit wichtigen Leistungen für Natur und Landschaft. Teichgebiete sind wertvolle Lebensräume und vielerorts Hochburgen der biologischen Vielfalt; sie bieten Rückzugsräume für zahlreiche gefährdete Tier- und Pflanzenarten.

Karpfen wieder mehr auf den Teller bringen
Die Karpfenteichwirtschaft und die von ihr geprägten Teichlandschaften stehen aufgrund vielfältiger Herausforderungen, wie beispielsweise dem sich verändernden Klima, steigender Kosten oder fischfressender Tierarten wie Kormoran und Otter, zunehmend unter Druck. Verbraucherinnen und Verbraucher können zu ihrem Erhalt beitragen, indem sie Karpfen wieder häufiger auf den Speiseplan setzen. Denn entgegen seinem Ruf ist Karpfen eine kulinarisch vielseitige und schmackhafte Bereicherung. Besonders frisch ist er ein Genuss und auch als Filet inzwischen im Handel erhältlich. In den traditionellen Karpfenteichregionen wie der Oberlausitz, Franken oder der Oberpfalz kann Karpfen besonders zur Abfischzeit im Herbst direkt beim Teichwirt bezogen werden. Wer nicht in einer dieser Regionen lebt, sollte beim örtlichen Fischhändler nachfragen – er hilft gerne weiter.

Mehr Informationen zum Nationalen Inventar Aquatischer Genetischer Ressourcen gibt es unter https://agrdeu.genres.de/

Quelle: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Shamonda-Virus: Infektionen bei Pferd und Alpaka bestätigt, Schafe und Ziegen auch empfänglich

Neben Nachweisen bei Rindern aus Baden-Württemberg, Hessen, Bayern, dem Saarland und Sachsen bestätigte das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) nun Infektionen mit dem neu eingeschleppten europäischen Shamonda-Virus (SHAV) bei einem Pferd aus Rheinland-Pfalz sowie einem Alpaka aus Hessen. In Proben von Schafen und Ziegen aus Baden-Württemberg, die dem FLI freundlicherweise zu Monitoringzwecken zur Verfügung gestellt wurden, ist ebenfalls SHAV nachgewiesen worden. Die Ausbreitung bei empfänglichen Tieren in Deutschland hält an, wobei eine exakte und einheitliche Erfassung der Fälle in Deutschland aufgrund fehlender Meldepflichten bisher nicht erfolgt. Daher kann das FLI nicht wie sonst bei meldepflichtigen Tierseuchen üblich Verbreitungskarten auf Basis der von den Landesveterinärbehörden ins Tierseuchennachrichtensystem eingetragenen bestätigten Fälle erstellen.

Das aus Rheinland-Pfalz stammende Pferd zeigte vor seinem Tod zentralnervöse Störungen. In der Gehirnprobe des Tieres wurde eine hohe Viruslast festgestellt, was einen Zusammenhang mit dem klinischen Bild wahrscheinlich macht. Das unterscheidet SHAV deutlich vom verwandten Schmallenberg-Virus (SBV), bei dem solche Störungen nicht auftreten. Von Infektionen mit dem Shuni-Virus hingegen, einem weiteren Virus der Simbu-Serogruppe, zu der auch SHAV und SBV gehören, sind neurologische Störungen bei Pferden und Rindern bekannt.

Nähere Untersuchungen des Virus, vor allem genomische Analysen weiterer positiver Proben sind notwendig, um die genaue Einordnung von SHAV vorzunehmen, insbesondere im Kontext der Fälle in weiteren europäischen Ländern.

Weitere Informationen zum Shamonda-Virus stellt das FLI auf der entsprechenden Themenseite zur Verfügung.

Quelle: FLI

Weniger CO2, mehr Wirtschaftlichkeit: Klimaschutzpotenziale in der Milchviehhaltung

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Die HAW Kiel untersucht 250 CO2e-Fußabdrücke von Milchviehbetrieben in Schleswig-Holstein und zeigt: Bis zu 15 Prozent Emissionsminderung sind möglich und die Hälfte der untersuchten Maßnahmen kann Kosten sparen. Die Ergebnisse des von der Gesellschaft für Energie- und Klimaschutz Schleswig-Holstein (EKSH) geförderten Projekts werden beim Osterrönfelder Agrarforum Spezial präsentiert.

Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit müssen in der Milchviehhaltung kein Widerspruch sein. Das zeigt das zweijährige Praxisprojekt „Inwertsetzung von CO2e-Reduzierungen in der Milchwirtschaft“ des Fachbereichs Agrarwirtschaft der HAW Kiel. Für die Untersuchung hat das Team um Projektleiter Prof. Holger Thiele insgesamt 250 CO2e-Fußabdrücke von schleswig-holsteinischen Milchviehbetrieben betrachtet. In Modellberechnungen wurden verschiedene Maßnahmen untersucht und ökonomisch bewertet. Dazu zählen unter anderem Verbesserungen beim Fütterungsmanagement und bei der Futterqualität, eine längere Nutzungsdauer der Tiere, Wirtschaftsdüngermanagement, Futterzusatzstoffe und der Einsatz von Ökostrom. Das Ergebnis ist für die Praxis besonders relevant: Durch geeignete Minderungsstrategien lässt sich der CO2e-Ausstoß kalkulatorisch um bis zu 15 Prozent je Kilogramm Milch reduzieren. Gleichzeitig führt rund die Hälfte der untersuchten Maßnahmen zu Kosteneinsparungen. „Die große Spannbreite der CO2e-Fußabdrücke zeigt, dass es individuelle Minderungsstrategien für die einzelnen Betriebe braucht. Mit der Ergebnispräsentation tragen wir die Erkenntnisse nun direkt in die Praxis, um Klimaschutz in der Milchwirtschaft Schritt für Schritt stärker zu verankern“, so Prof. Holger Thiele.

Klimaschutz als wirtschaftliche Chance
Klimaschutz kann sich für Milchviehbetriebe damit unter bestimmten Bedingungen auch wirtschaftlich lohnen. Warum werden solche Maßnahmen dennoch nicht automatisch umgesetzt? Das Projekt hat neben den technischen und ökonomischen Möglichkeiten auch mögliche Hemmnisse betrachtet. Dazu zählen unter anderem wirtschaftlicher Druck, Beratungsbedarf, Risikoscheu und fehlende Vergleichsmöglichkeiten. Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts war die Frage, wie die von Betrieben erbrachten CO2e-Minderungen künftig in Wert gesetzt und innerhalb der Milchwirtschaft honoriert werden können.

„Klimaschutz in der Landwirtschaft endet nicht bei der Erzeugung erneuerbarer Energien. Gerade in der Milchwirtschaft gibt es weitere Potenziale, Emissionen zu reduzieren und gleichzeitig wirtschaftliche Chancen für die Betriebe zu schaffen“, sagt Dr. Thies Popp von der Gesellschaft für Energie und Klimaschutz (EKSH), die das Projekt finanziert hat.

Ergebnispräsentation
Gemeinsam mit den Projektpartnern Nordseemilch eG, Lactoprot GmbH und Molkerei Struvenhütten eG werden die Projektergebnisse am Donnerstag, 3. September 2026, von 11:00 bis 12:45 Uhr am Fachbereich Agrarwirtschaft der HAW Kiel in Osterrönfeld vorgestellt. Die kostenfreie Veranstaltung findet im Claus-Heller-Haus, Grüner Kamp 11, 24383 Osterrönfeld, statt. Anmeldungen sind bis zum 1. September 2026 per E-Mail an marie-sophie.eismann@haw-kiel.de möglich. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Quelle: HAW Kiel

Initiative Tierwohl: Ferkelfonds noch bis Ende April 2027

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• Übergang zur Marktlösung für Ferkelerzeuger zum 1. Mai 2027 avisiert
• Mehr Zeit für Aufbau von Lieferbeziehungen und Umsetzung der Nämlichkeit
• Weitere Registrierungsphase für Ferkelaufzüchter im Oktober 2026

Die Zahlungen an die Ferkelerzeuger in der Initiative Tierwohl (ITW) über den Ferkelfonds werden bis längstens zum 30. April 2027 verlängert. Damit verschieben die Partner aus Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Handel den ursprünglich zum Jahreswechsel 2026/2027 geplanten Übergang zur Marktfinanzierung um vier Monate auf den 1. Mai 2027.

„Mit dieser Einigung zeigen Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel erneut im Rahmen der ITW, dass sie an einem Strang ziehen können“, erklärt Hubertus Beringmeier, Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands e.V. und Vorsitzender des ITW-Fachausschusses Rind und Schwein. „Die Verlängerung der Zahlungen aus dem Ferkelfonds ermöglichen den Tierhalterinnen und Tierhaltern dringend benötigte, zusätzliche Zeit, um die Weichen für die geforderte Nämlichkeit zu stellen.“

„Dass wir nun einen gemeinsamen Zielpfad für die Überführung in die Marktlösung gefunden haben, ist ein wichtiger und notwendiger Schritt“, kommentiert Björn Fromm, Präsident des Bundesverbands des Deutschen Lebensmittelhandels e.V. (BVLH). „Alle Beteiligten haben Verantwortung für eine tragfähige Lösung übernommen. Jetzt gilt es, diesen Weg verlässlich weiterzugehen.“

Geordneter Übergang zur Marktlösung
In der jüngsten Registrierungsphase haben sich ausreichend Ferkelerzeuger für eine Teilnahme an der ITW angemeldet. Damit konnte die bislang bestehende rechnerische Lücke bei der Nämlichkeit zwischen Ferkelaufzucht und Schweinemast geschlossen werden. Die zusätzliche Zeit bis Ende April 2027 soll den Betrieben helfen, passende ITW-Abnehmer bzw. Lieferanten zu finden und die nötigen Lieferbeziehungen aufzubauen.

„Unser Ziel bleibt eine vollständig marktgetragene Finanzierung der Tierwohlleistungen von der Sauenhaltung bis zur Schlachtung. Die zusätzlichen Monate sind ein wichtiges Signal an die Landwirtschaft und geben den Tierhalten in dieser herausfordernden Zeit den notwendigen Spielraum, um ihre Betriebe noch besser für die lange geplante Umsetzung der Marktlösung aufzustellen“, so Robert Römer, Geschäftsführer der ITW. Die Übergangsphase wird aus bislang nicht genutzten Mitteln des Ferkelfonds sowie den fortlaufenden Einzahlungen der Schlachtbetriebe finanziert.

Finanzielle Anreize und mehr Flexibilität
Für Ferkelerzeuger bedeutet die Verlängerung, dass das vereinbarte Tierwohlentgelt von 4,50 Euro je Ferkel für Lieferungen an ITW-Mäster voraussichtlich bis zum 30. April 2027 weiter aus dem Ferkelfonds finanziert wird. Mit dem Übergang zur Marktlösung wird daraus eine Empfehlung für einen entsprechenden Preisaufschlag. Für Schweinemäster startet der verpflichtende Bezug von ITW-Ferkeln mit der Einführung der Marktlösung zum 1. Mai 2027. Zum 1. Januar 2027 wird zudem die Empfehlung zur Höhe des Preisaufschlages für Mastschweine angepasst. Für Betriebe, die ausschließlich ITW-Ferkel beziehen, gilt weiterhin die Empfehlung in Höhe von 7,50 Euro, während für Betriebe, die nicht ausschließlich ITW-Ferkel beziehen, die Empfehlung von 6,00 Euro auf 5,00 Euro sinkt. Als zusätzlichen Anreiz für eine möglichst zeitnahe Umstellung auf ITW-Ferkel wird darüber hinaus der Status „nämlich ab Geburt“ ab dem 1. Januar 2027 unmittelbar vergeben, sobald ausschließlich ITW-Ferkel eingestallt werden; die bisherige Wartezeit entfällt.

Zusätzliche Registrierungsphase für Ferkelaufzüchter
Um weitere Betriebe für die Teilnahme zu gewinnen, bietet die ITW im Oktober 2026 eine zusätzliche Registrierungsphase für Ferkelaufzüchter an. Die Auditierung der neu angemeldeten Betriebe soll ab November 2026 beginnen. Details dazu wird die ITW in den kommenden Wochen und Monaten kommunizieren.

Quelle: Initiative Tierwohl GmbH

WEDA launcht innovative Strohdosierung für den Sauenbereich

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Als führender Stallausrüster für den Agrarsektor präsentiert WEDA Dammann & Westerkamp aus Lutten eine vollautomatische WEDA-Strohdosierung mit 80 Millimeter Rohrdurchmesser für mehr Tierwohl in der Schweinehaltung. Das neue System wurde speziell entwickelt, um Schweine kontinuierlich und arbeitssparend mit hochwertigem Beschäftigungsmaterial zu versorgen und gleichzeitig die strengen gesetzlichen Tierwohlanforderungen hocheffizient umzusetzen.

Bildquelle: WEDA

Robust und modular erweiterbar
Die innovative Anlage löst eine der größten Herausforderungen moderner Schweinehalter: die zeitaufwendige, manuelle Verteilung von Stroh. Das neue WEDA-System basiert auf einem robusten, modular erweiterbaren Strohballen-Auflöser, der Quaderballen über drei kraftvolle Zahnwalzen und eine integrierte Paddeltechnik vollständig auflöst.

Punktgenaue Zuteilung in die Buchten
Über einen langlebigen Kettenförderer wird das bis zu 80 Millimeter lange Stroh materialschonend über ein Kettenfördersystem direkt zu den Buchten transportiert. Die punktgenaue Zuteilung in die einzelnen Buchten erfolgt über speziell entwickelte Dosierventile. Dabei haben die Landwirte die Wahl zwischen pneumatisch gesteuerten Doppelwirkventilen für die präzise, dynamische Fütterung oder einer kostengünstigen, strombetriebenen Seilzugvariante mit Linearstellantrieb.

Kein Verstopfen der Ventile

Bildquelle: WEDA

Beide Ventilarten fassen ein definiertes Abwurfvolumen von etwa 10 Litern – entspricht 300 – 400 Gramm Stroh pro Auslass – und verfügen über eine leicht konische Form sowie eine mechanische Schaufel, die ein Verstopfen der Ventile konsequent verhindert. Optionale, verstellbare Strohteiler aus Edelstahl ermöglichen zudem die exakte Aufteilung einer Dosierung auf zwei benachbarte Buchten.

Weitere Informationen unter www.weda.de

Quelle: WEDA Dammann & Westerkamp GmbH

Antibiotika-Verbrauchsmengen und Therapiehäufigkeit in der Tierhaltung 2025

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Insgesamt wurde im Jahr 2025 in allen Nutzungsarten ein Antibiotikaverbrauch von etwa 494 Tonnen erfasst. Dies entspricht einem leichten Rückgang von etwa 3 % gegenüber dem Vorjahr. Die bei Rindern, Schweinen, Hühnern und Puten erfassten Verbrauchsmengen von für die Humanmedizin besonders wichtigen Wirkstoffen konnte seit Bestehen des Antibiotika-Minimierungskonzeptes deutlich von über 66 Tonnen im Jahr 2014 nur bei Masttieren auf 29 Tonnen im Jahr 2025 bei allen Nutztieren reduziert werden. Der Rückgang ist hauptsächlich auf die Reduktion des Antibiotikums Colistin zurückzuführen.

Die Therapiehäufigkeit ging bei fast allen der im Jahr 2023 neu erfassten Nutzungsarten zurück, besonders stark bei Legehennen (−55 %) und Milchkühen (−7 %). Bei Masttieren stiegen die Therapiehäufigkeiten dagegen zumeist an, am stärksten bei Masthühnern (+6 %) und Mastputen (+5 %).

Entwicklung der Antibiotika-Resistenzen
Die Resistenzentwicklung bei E. coli von Mastschweinen sowie Mastkälbern und Jungrindern ist weniger positiv als noch vor zwei Jahren. Kurzfristig, im Vergleich von 2025 zu 2023, stiegen die Resistenzraten bei E. coli von Mastschweinen bei der Schlachtung gegenüber den Wirkstoffen Sulfamethoxazol und Trimethoprim signifikant an. Die langfristigen Trends für den Zeitraum von 2015 bis 2025 zeigen bei Mastschweinen lediglich gegenüber einer einzigen Substanz eine statistisch signifikante Abnahme der Resistenz, nämlich gegenüber Tetracyclin. Gleichzeitig gab es eine statistisch signifikante Zunahme der Resistenz gegenüber dem Makrolid Azithromycin.

Auch bei Mastkälbern und Jungrindern wurde eine kurzfristige signifikante Zunahme der Resistenzraten gegenüber den Wirkstoffen Sulfamethoxazol und Trimethoprim festgestellt. Langfristig stehen zwei statistisch signifikanten Rückgängen von Resistenzraten (gegen Nalidixinsäure und Azithromycin) sogar drei Zunahmen gegenüber (gegen Ampicillin, Chloramphenicol und Tetracyclin). Angesichts des ansteigenden Antibiotika-Einsatzes bei Masthühnern und puten ist auch in diesen Nutzungsarten mit weiteren Zunahmen der Resistenzen von E. coli zu rechnen.

Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung

Kokzidiose bei Geflügel: Ursachen, Folgen und Behandlung der Erkrankung (AdA)

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Aus dem Archiv (AdA 2/2025) und immer noch aktuell

Kokzidiosen verursachen pro Jahr weltweit Verluste von mehr als 10 Mrd. Pfund Sterling (€ 11,7 Mrd.). Die Krankheit ist bei Hühnern nicht saisonabhängig, betrifft alle Altersgruppen und die Mortalitätsrate kann bei infizierten Küken bis zu 80 % betragen. Es gibt 7 bekannte Eimeria-Arten und 3 neu entdeckte Arten, die als eigenständige Parasiten klassifiziert wurden. Akute Symptome umfassen Depression, Anämie und blutige Durchfälle, während chronische Symptome das Wachstum und die Eierproduktion beeinträchtigen. Sekundärinfektionen mit Clostridium perfringens und Escherichia coli sind häufig und können die Gesundheit der Vögel zusätzlich beeinträchtigen. Außerdem können Kokzidiosen durch andere Viren wie Reovirus und Mareksche Krankheit verstärkt werden.

Kokzidiose bei Geflügel: Herausforderungen und Lösungen
Eine Übersichtsstudie*beschäftigt sich mit dem aktuellen Wissensstand rund um die Kokzidiose bei Geflügel. Die aktuell verfügbaren Lebendimpfstoffe können die Futterverwertung junger Broiler negativ beeinflussen und subklinische Symptome hervorrufen. Der Lebenszyklus von Eimeria umfasst mehrere Generationen von Schizogonie (ungeschlechtliche, asexuelle Teilungsform) und eine Generation von Gametogonie (Fortpflanzung durch Bildung und paarweise Verschmelzung von Gameten/Keimzellen), gefolgt von Sporogonie (Erzeugung von Sporen als ungeschlechtliche Phase im Verlauf eines Generationswechsels). Der Fokus auf den Sporogonie-Prozess könnte eine vielversprechende Strategie zur Bekämpfung von Kokzidiosen darstellen.

Lebenszyklus von Eimeria bei Geflügel
Die Phase der Schizogonie erfolgt durch 3-4 Teilungen und produziert erste Generation von Merozoiten, die 2-3 Tage nach der Infektion freigesetzt werden. Merozoiten verursachen schwere Schäden im Darm, indem sie Epithelzellen zerstören und die Nährstoffaufnahme beeinträchtigen. Die anschließende Gametogonie führt zur Bildung von Mikro- und Makrogameten, die Zygoten bilden, die dann zu Oozysten reifen.

Die Sporogonie findet dann außerhalb des Wirts statt, wobei Oozysten unter optimalen Bedingungen innerhalb von 48 Stunden zu über 90 % sporulieren. Oozysten sind bei 40°C nicht mehr sporulationsfähig und werden bei 66°C abgetötet. Die Verwendung von Insektiziden und die Kontrolle der Umgebungstemperatur können die Verbreitung von Kokzidiosen erheblich reduzieren. Die Störung des Sporulationsprozesses von Eimeria-Oozysten ist entscheidend für die effektive Prävention und Kontrolle der Krankheit.

Ionophore-Antibiotika und ihre Alternativen
Ionophore-Antibiotika wie Salinomycin und Doramectin, welche die Ionendurchlässigkeit durch Zellmembranen erhöhen, sind effektiv gegen Kokzidien, zeigen jedoch langsam Resistenzen. Synthetika wie Triazine und Sulfonamide hemmen die Entwicklung von Kokzidien, wobei Nicarbazin und Sulfaquinoxaline häufig verwendet werden.

Die Resistenz von Eimeria-Stämmen gegenüber einigen Pharmazeutika stellt eine ernsthafte Bedrohung für die Geflügelindustrie dar. Neuere Entwicklungen umfassen Nano-Zinkoxid und Chlordioxid, die vielversprechenden Ergebnisse gegen Kokzidien zeigen. Halofuginon-Resistenzen sind mit spezifischen genetischen Mutationen verbunden, was neue Forschungsansätze zur Resistenzmechanik eröffnet.

Die traditionelle chinesische Medizin bietet alternative Behandlungsansätze, die die Immunität von Küken stärken und die Krankheitslast reduzieren können. Die Kombination von chemischen und traditionellen Ansätzen könnte die Wirksamkeit der Behandlung von Kokzidien verbessern.

Forschung zu Kokzidiose und Desinfektionsmitteln
Die Studie behandelt die Regulierung von Sporogonie, Desinfektionsmitteln gegen Kokzidien-Oozysten und natürliche Produkte zur Bekämpfung. Die APETALA2 (AP2) Familie spielt eine Schlüsselrolle in der Regulierung der Sporogonie bei Apicomplexan-Parasiten. 53 AP2-Proteine wurden im Eimeria-Genom identifiziert, wobei ETH2_0411800 möglicherweise keine signifikante Rolle in der Entwicklung spielt. 8 % Ammoniak zeigte die beste Wirkung gegen Kokzidien-Oozysten, gefolgt von NaOH und Peressigsäure. Chlordioxid hat starke Adsorptions- und Penetrationsfähigkeiten und wirkt effektiv gegen Mikroben. Essentielle Öle wie von Artemisia (Beifuß) und Thymian haben nachweislich oozystentötende Eigenschaften. Studien zeigen, dass Extrakte von Opuntia ficus-indica (Feigenkaktus) die Sporulation von Eimeria-Oozysten effektiv hemmen können. Natürliche Produkte bieten vielversprechende Alternativen zur chemischen Bekämpfung von Kokzidien-Infektionen.

Impfstoffe gegen Kokzidiose bei Hühnern
• Lebendimpfstoffe sind entscheidend zur Vorbeugung von Kokzidiose und erfordern spezifische Eimeria-Stämme für umfassenden Schutz.
• Virulente Impfstoffe können Immunität erzeugen, bergen jedoch Risiken wie die Einführung von Wildstämmen und milden Symptomen.
• Attenuierte Impfstoffe haben reduzierte Pathogenität, bieten aber dennoch gute Immunogenität und erfordern komplexe Produktionsmethoden.
• CoxAbic ist ein Übertragungsblockierungsimpfstoff, der mütterliche Antikörper über das Ei an Nachkommen überträgt und frühe Immunität bietet.
• Multivalente Impfstoffe zeigen vielversprechende Ergebnisse, indem sie Schutz gegen mehrere Eimeria-Arten bieten und teilweise Kreuzimmunität induzieren.
• Mikronem-Proteine wie EtMIC-2 und SO7 sind vielversprechende Antigenziele für die Entwicklung neuer Impfstoffe.
• Der Einsatz von Adjuvanzien wie C3d kann die Immunogenität von Impfstoffen erhöhen und die Immunantwort beschleunigen.
• Zukünftige Forschungen sollten sich auf die Verbesserung der Produktionsmethoden und die Entdeckung neuer Antigene konzentrieren.

*Studie: Dan Zhao et al. (2024): „Innovative prevention and control of coccidiosis: targeting sporogony for new control agent development“, Poultry Science 103

Link zur Original-Studie

Auf Anforderung schicken wir Ihne auch gerne die komplette Ausgabe des E-Magazins 2/2025 (PDF, 22,0 MB). Senden Sie einfach eine E-Mail an wengenroth@der-hoftierarzt.de

FBN veröffentlicht Positionspapier zur tiergerechten Ferkelaufzucht

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Wissenschaftliche Empfehlungen für vitale Ferkel, mehr Tierwohl und eine zukunftsfähige Schweinehaltung

Das Forschungsinstitut für Nutztierbiologie (FBN) hat ein neues Positionspapier zur tiergerechten Aufzucht von Ferkeln veröffentlicht. Unter dem Titel „Tiergerechte Aufzucht von Ferkeln“ fasst das Papier aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zusammen und formuliert Empfehlungen für Praxis, Beratung und Politik. Nach dem Positionspapier zur Kälberaufzucht nimmt das FBN damit erneut eine besonders sensible frühe Lebensphase von Nutztieren in den Blick.

Die ersten Lebenstage und Lebenswochen sind entscheidend für Überleben, Gesundheit und langfristige Entwicklung der Ferkel. Dennoch verenden unter konventionellen wie ökologischen Haltungsbedingungen durchschnittlich 10 bis 25 Prozent der lebend geborenen Ferkel bis zum Absetzen. Das entspricht etwa zwei bis vier Tieren pro Wurf.

Das Positionspapier zeigt zentrale Ansatzpunkte für eine tiergerechtere Aufzucht auf. Dazu gehören eine frühe und ausreichende Versorgung mit Kolostrum und Milch, eine bedarfsgerechte Ernährung von Sau und Ferkeln sowie Wärme, Hygiene und stressarme Haltungsbedingungen. Auch natürliche Verhaltensweisen wie Nestbau, Bewegungsfreiheit und frühe soziale Kontakte sollten stärker ermöglicht werden.

Aus Sicht des FBN muss zudem die Zucht stärker auf Vitalität, Mütterlichkeit, komplikationslose Geburten und Immunkompetenz ausgerichtet werden. Nicht die weitere Steigerung der Zahl geborener Ferkel sollte im Vordergrund stehen, sondern das Ziel, mehr vitale Ferkel erfolgreich aufzuziehen. Auch belastende Routineeingriffe sollten durch geeignete Maßnahmen in Haltung, Management und Zucht weiter reduziert werden.

Die Autorinnen und Autoren kommen zu dem Schluss, dass eine tiergerechte Ferkelaufzucht Veränderungen in Haltung, Fütterung, Management und Zucht erfordert. Die damit verbundenen Maßnahmen seien eine wichtige Investition in Tiergesundheit, Tierwohl und die Zukunftsfähigkeit der Schweinehaltung.

Das vollständige Positionspapier „Tiergerechte Aufzucht von Ferkeln: Herausforderungen, wissenschaftliche Erkenntnisse und Empfehlungen für die Praxis“ ist auf der Website des FBN oder hier abrufbar.

Quelle: Forschungsinstitut für Nutztierbiologie (FBN)

Fibrinöse Pleuropneumonie bei Milchkühen: Neue Erkenntnisse zu Ausbrüchen durch Mannheimia haemolytica in intensiv bewirtschafteten Betrieben (AdA)

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Aus dem Archiv (AdA 5/2025) und immer noch aktuell

In einer Studie* untersuchten niederländische Forscher Ausbrüchen fibrinöser Pleuropneumonie (FPP) durch Mannheimia haemolytica bei Milchkühen. Atemwegserkrankungen sind eine der Hauptursachen für Mortalität, Morbidität und Produktionsverluste bei Rindern weltweit. Mannheimia haemolytica ist ein bedeutender Erreger von Atemwegserkrankungen, insbesondere bei erwachsenen Milchkühen. In den letzten Jahren wurden vermehrt Ausbrüche von tödlicher FPP durch M. haemolytica in den Niederlanden und anderen Ländern gemeldet.

Die Studie ergab, dass die betroffenen Kühe vor der Erkrankung gesund, durchschnittlich leistungsfähig und in gutem Zustand waren. Die meisten Ausbrüche traten in größeren, intensiv bewirtschafteten Betrieben auf (überdurchschnittliche Milchproduktion pro Hektar).

Risikofaktoren für Ausbrüche waren Stressfaktoren, unzureichende Biosicherheitsmaßnahmen und Stallbedingungen wie Überbelegung (z. B. zu wenige Fress- und Liegeplätze), Einführung neuer Tiere in die Herde, insbesondere aus anderen Betrieben oder Ländern, was sowohl Stress als auch die Einführung neuer Krankheitserreger begünstigen kann. Auch Wetterbedingungen wie hohe Luftfeuchtigkeit und kalte Jahreszeiten, die zu Stress und einer Schwächung des Immunsystems führen können, spielen eine Rolle, denn die meisten Ausbrüche ereigneten sich im Winter oder nach einer Woche mit erhöhter Luftfeuchtigkeit.

Betroffene Tiere zeigten keine Anzeichen von anderen Krankheiten vor der FPP-Diagnose. Die Mehrheit der erkrankten Tiere hatte eine normale Körperkondition, was darauf hindeutet, dass sie vor der Erkrankung gesund und unauffällig waren. Die meisten befanden sich in der mittleren bis späten Laktation oder waren Trockensteher. Keine der betroffenen Kühe befand sich in den ersten 30 Tagen nach der Kalbung. Kühe in der zweiten und dritten Laktation waren häufiger betroffen, während Tiere in der vierten oder höheren Laktation unterrepräsentiert waren. Auch hatten die betroffenen Kühe ein durchschnittliches Leistungsniveau im Vergleich zu ihrer Herde.

Die Sterblichkeitsrate der ersten Fälle war hoch (82 %), was auf eine verspätete Diagnose und Behandlung zurückzuführen ist. Die Studie deutet darauf hin, dass M. haemolytica möglicherweise als primärer Erreger agiert und nicht unbedingt eine andere primäre Virusinfektion benötigt, um FPP auszulösen. Es wird vermutet, dass bestimmte virulente Stämme von M. haemolytica für die Ausbrüche verantwortlich sein könnten. Besondere Bedeutung kommt einer frühzeitigen Diagnose und Behandlung zu, um die Sterblichkeitsrate zu senken.

Fazit: FPP durch M. haemolytica ist eine multifaktorielle Erkrankung, die gesunde Milchkühe plötzlich und schwerwiegend betrifft. Die Ergebnisse deuten auf eine primäre Infektionskrankheit hin, die durch spezifische Risikofaktoren und möglicherweise virulente Bakterienstämme ausgelöst wird. Die Studie betont die Notwendigkeit einer erhöhten Sensibilisierung und schnellen Diagnose, um die Auswirkungen von FPP-Ausbrüchen zu minimieren.

*Studie:
Het Lam, J. et al. (2025): Characterization of Mannheimia haemolytica pleuropneumonia outbreaks in Dutch dairy cattle. Journal of Dairy Science. Volume 108.

Link zur Original-Studie

E-Magazin „Der Hoftierarzt“ 5/2025

Auf Anforderung schicken wir Ihne auch gerne die komplette Ausgabe des E-Magazins 5/2025 (PDF, 9,0 MB). Senden Sie einfach eine E-Mail an wengenroth@der-hoftierarzt.de