DLG-Innovation Award in Silber: The Dreamstall von Cowhouse International

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Cowhouse International B.V. (Stand 12 C57)
Sachgebiet 4: Haltungs- und Fütterungstechnik Rind

Liegen ist wichtig für die Klauen-, Gelenk- und Eutergesundheit der Kuh und fürs Wiederkäuen essenziell – im Normalfall liegt das Tier mehr als zwölf Stunden am Tag. Liegeboxen sollen ein komfortables und störungsfreies Liegen ermöglichen. Dabei haben die verschiedenen Elemente die Aufgabe, die Tiere so zu steuern, dass sich kleine Tiere nicht umdrehen und die Boxen verschmutzen können, gleichzeitig große Tiere aber nicht so sehr eingeschränkt werden, sodass sie die Boxen gar nicht mehr nutzen.

Der Liegeboxenbügel Dreamstall ermöglicht es den Kühen, in den Liegeboxen nahezu frei zu stehen und sich in ihren Bewegungen natürlicher zu verhalten. Die Besonderheit liegt darin, dass bei diesem Liegeboxendesign auf das klassische Nackenrohr und die herkömmlichen, klassischen Trennbügel verzichtet wird. Das Nackenrohr wird durch zwei flexible, kugelförmige Körper ersetzt, die die stehende Kuh im Schulterbereich steuern. Dies ermöglicht es der Kuh, in einer „Lücke“ frei und mit erhobenem Kopf auch in der Liegebox zu stehen. Die herkömmlichen Trennbügel wurden durch zwei horizontale und flexible Führungsrahmen ersetzt, die die stehende Kuh in eine zentrale Standposition führen.

Somit können die Kühe beim Abliegen die Liegefläche vollständig und ungestört nutzen. Beim Aufstehen werden die Kühe nicht durch ein waagerechtes Nackenrohr, sondern durch die nach oben flexiblen Kunststoffkörper in die richtige Standposition geführt. Der Dreamstall fördert so die arttypische Verhaltensweise der Kühe und fördert somit Tierwohl und Tiergesundheit.

Quelle: EuroTier

DLG-Innovation Award in Silber: AKO WolfStop von Kerbl

Albert Kerbl GmbH (Stand 11 C43)
Sachgebiet 13: Transport-, Hof- und Weidetechnik

Für Weidetiere ist ein optimaler Herdenschutz durch ordnungsgemäße Schutzzäune essenziell. Diese müssen einen ausreichenden Schutz sowohl gegenüber einem Untergraben als auch gegenüber einem Überspringen durch Wildtiere, wie z. B. Füchse und Wölfe, bieten. Die zurzeit in der Regel genutzten Netze haben hierbei oft das Problem, dass zum einen die unterste Litze bzw. die Netzkante nicht unter Strom gesetzt werden kann, weil dadurch die Gefahr von Kurzschlüssen besteht und somit die gesamte Netzzaunanlage nicht funktionsfähig ist sowie der Zaun auch untergraben werden kann. Zum anderen verfügen die Netze oft nicht über eine ausreichende Höhe, sodass sie übersprungen werden können.

Genau hier setzt der AKO WolfStop an. Seine Haltestange kann nachträglich und flexibel an bestehende Netzzäune in einem definierten Abstand bzw. einer geeigneten Höhe angebracht werden und kann so als Schutz vor dem Untergraben der Netze beziehungsweise zum Erhöhen der Netze und damit als Überspringschutz dienen. Am Ende der Haltestange befindet sich jeweils ein Litzenhalter, d. h. eine Aufnahme für einen elektrischen Leiterdraht bzw. eine Litze. Einmal angebracht, können die Haltestangen inklusive der Litze auch einfach hochgestellt werden, um das Netz zum Versetzen oder zum Transport so arbeitseffizient wie bisher zusammenrollen zu können.

Mit dem Einsatz des AKO WolfStop ist eine wesentliche Verbesserung der Funktion und des Verfahrens von Schutzzäunen für Weidetiere zu erwarten.

Quelle: EuroTier

DLG-Innovation Award in Silber: Thermochrome Ferkelnestheizung Thermo WE von MIK

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MIK INTERNATIONAL GmbH & Co. KG (Stand 17 G11)
Sachgebiet 5: Haltungs- und Fütterungstechnik Schwein

Geheizte Ferkelnester sorgen für einen optimalen Liegekomfort der Ferkel und insbesondere während der ersten Lebenstage auch für eine verbesserte Überlebensfähigkeit der Tiere. Die Temperaturüberwachung bzw. -kontrolle von Fußbodenheizungen im Ferkelnest wurde bislang über eine punktuelle Messung per Infrarot-Thermometer oder flächendeckend mithilfe einer Thermografie-Kamera vorgenommen. Eine visuelle Temperaturüberwachung der Ferkelnestheizungen gab es bislang nicht. Daher war es vergleichsweise schwierig, den Ausfall einzelner oder auch mehrerer Heizplatten schnell zu erkennen.

Durch die Firma MIK International GmbH & Co. KG wurde ein neuer innovativer Ansatz gefunden, eine optimierte Ferkelnesttemperatur kurzfristig und unmittelbar visuell zu identifizieren. Hierzu sind die Elemente der Fußbodenheizung an ihrer sichtbaren Oberseite mit reversibel-thermochromatischen Pigmenten beschichtet, die bei vorbestimmten Minimal- bzw. Maximaltemperaturen einen Farbumschlag aufweisen. Über diese neue Möglichkeit der einfachen und visuellen Überwachung der Oberflächentemperatur einer Fußbodenheizung kann der Betreiber sehr schnell bestimmen, ob ein eventueller Fehler vorliegt.

Neben arbeitswirtschaftlichen Vorteilen führt die Innovation auch zu deutlichen Verbesserungen hinsichtlich eines optimierten Liegeverhaltens in der Kleinklimazone Ferkelnest.

Quelle: EuroTier

Die Mauser – was ist aus tierärztlicher Sicht zu beachten?

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Von Dr. Ferdinand Schmitt, Geflügelgesundheitsdienst Bayern

Das Verbot des Tötens der männlichen Eintagsküken im Legehennensektor hat nicht nur Zoos und Falknereien vor Probleme gestellt, sondern auch die Legehennenhalter. Da bisher keine praxistaugliche Lösung zum Sexen im Ei weitverbreitet ist, werden die männlichen Küken in Deutschland, Österreich und Osteuropa aufgezogen. Da die Aufzucht und Vermarktung der Bruderhähne nicht kostendeckend sind, muss die Legehenne die Bruderhahnhaltung mitfinanzieren. Aus diesem Grund sind die Legehennenpreise in diesem Jahr stark angestiegen und die Landwirte gezwungen – da der Eierpreis zudem niedrig ist – nach Einsparmöglichkeiten und Alternativen zu suchen.

Eine Möglichkeit, die Kosten zu senken, ist die Mauser. Diese wurde aus diversen Gründen in der Vergangenheit immer seltener durchgeführt und war eher im Bereich der Direktvermarkter verbreitet. Nun gerät sie jedoch bei zahlreichen Landwirten wieder in den Fokus. Mit diesem Artikel sollen aus tierärztlicher Sicht die Vor- und Nachteile der Mauser beleuchtet und praxisnahe Ratschläge für eine erfolgreiche Mauser gegeben werden.

Mauser hat viele Vorteile
Schon länger wird von Seiten des Tierschutzes die „kurze“ Lebensdauer der Henne moniert. Durch die Mauser kann diese verlängert werden, was durchaus im Sinne des Tierschutzes ist.

Für den Legehennenhalter hat die Mauser jedoch ebenfalls Vorteile. Hierzu zählt zum einen die Kostenersparnis, da der Junghenneneinkauf entfällt. Zum anderen legen die Hennen nach der Mauser sofort große Eier, was vor allem für die Direktvermarkter von Interesse ist. Auch die Eiqualität verbessert sich deutlich, was sich in einer besseren Eischalenstabilität bemerkbar macht. Bei richtiger Futtermischung wird auch der Dotter wieder dunkler. Zudem erfährt die Legeleistung nach der Mauser zunächst keinen weiteren Abfall wie sonst üblich. Im Gegenteil, die Legeleistung kann sich nach einer gut durchgeführten Mauser sogar um ein bis zwei Prozentpunkte verbessern. Vereinfacht gesprochen, „geht“ die Henne mit der Legeleistung aus der Mauser, mit der sie „hineingegangen“ ist.

Da durch die Mauser zahlreiche Stoffwechselprozesse heruntergefahren werden und dem Körper die Möglichkeit gegeben wird, sich zu erholen, verbessert sich auch die Tiergesundheit. Zusätzlich kann man bei einigen Erkrankungen feststellen, dass die Tiere die Mauser genutzt haben, um eine Immunität aufzubauen. Ein Beispiel hierfür sind Mycoplasma synoviae- und Egg-Drop-Syndrom-Infektionen.

Wo liegen die Stolpersteine?
Die Mauser hat jedoch nicht nur Vorteile, sondern auch einige Nachteile, auf die im Folgenden eingegangen werden soll.


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Ministerin Otte-Kinast: „Durchbruch beim Ausstieg aus dem Kükentöten“

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Es sei ein wichtiger Schritt für das Forschungsprojekt zur Entwicklung eines Verfahrens zur frühen spektroskopischen Geschlechtsbestimmung im Hühnerei, schreibt das niedesächsische Landwirtschaftsministerium:

Die Methode wird nun vom Projektpartner Agri Advanced Technologies (AAT) aus Visbek in die Praxis überführt. Ziel ist es, die Methode zu automatisieren und bis zur Serienreife weiterzuentwickeln. Dazu sagt Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast: „Das sind sehr gute Nachrichten! Der Einsatz des Verfahrens in der Praxis ist ein Durchbruch beim Ausstieg aus dem Kükentöten. Nun geht es darum, die Abläufe noch weiter zu optimieren, um die Methode möglichst schnell in vielen Brütereien einzusetzen.“ Das Landwirtschaftsministerium hat mit einer Projekt-Förderung von rund 250.000 Euro zum Erfolg des Forschungsprojektes der Technischen Universität (TU) Dresden beigetragen. Den letzten Impuls für die Entscheidung, das Verfahren nun in der Praxis zu testen, gab ein groß angelegter Versuch im Institut für Tierschutz und Tierhaltung des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) in Celle. Von den vielversprechenden Fortschritten hatte sich Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast Anfang Mai dieses Jahres selbst vor Ort überzeugt.

Das Töten von männlichen Küken ist in Deutschland seit dem 1. Januar 2022 – bis auf wenige Ausnahmen – verboten. Ab 2024 sind darüber hinaus Verfahren zur Geschlechtsbestimmung nach dem 7. Bebrütungstag verboten. Die Geschlechtsbestimmung im Ei ermöglicht es, dass männliche Küken – die keine Eier legen und nicht so viel Fleisch ansetzen wie Masthähnchen – dann gar nicht erst schlüpfen. Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass die Embryos bis zum 7. Bruttag noch keine Schmerzen empfinden. Die im Forschungsprojekt verwendete so genannte spektroskopische in-ovo-Geschlechtsbestimmung ist ein optisches Verfahren, das bereits ab dem dritten Bruttag das Geschlecht im Hühnerei detektieren kann. Es ist international das gegenwärtig einzige bekannte Verfahren der in-ovo Geschlechtsbestimmung, das so frühzeitig eingesetzt werden kann. Der gesamte Prozess fand bislang unter Laborbedingungen statt und soll nun als ganzheitliches Verfahren vollautomatisiert erfolgen.

Zum Verfahren:
Bei dem Verfahren wird zuerst die Luftkammer im Ei detektiert, die Schale dann mit einem CO2-Laser perforiert und der Schalendeckel abgehoben. Die Geschlechterbestimmung erfolgt mittels Spektroskopie in den extraembryonalen Blutgefäßen, wodurch die Entwicklung des Embryos nicht negativ beeinträchtigt wird. Die Genauigkeit des Verfahrens liegt bei 96 Prozent. Nachdem das Geschlecht bestimmt ist, erfolgt bei den weiblichen Embryos der Verschluss der Schale. In einem Brutversuch beim FLI Celle im Frühjahr konnte jetzt gezeigt werden, dass das Verfahren die Schlupfraten der weiblichen Tiere nicht beeinträchtigt.

Hintergrund:
In Niedersachsen werden rund 20 Millionen Bruteier für Legehennen – und damit rund die Hälfte Deutschlands – produziert. Damit ist Niedersachsen in einer besonderen Verantwortung. Aus diesem Grund fördert Niedersachsen seit 2020 das Projekt der Technischen Universität (TU) Dresden, mit dem das in einem Verbundprojekt unter Federführung der Universität Leipzig entwickelte frühe spektroskopische Verfahren zur Geschlechtsbestimmung im Hühnerei zur Serienreife weiterentwickelt werden soll. Als Partner aus der Praxis unterstützt die Firma Agri Advanced Technologies (AAT) aus Visbek das Projekt.

Quelle: Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

„Qualzucht“ beim Nutztier? – #TiHo-Tierschutztagung 2022

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Bereits 2019 konstituierte sich bei der Bundestierärztekammer eine Arbeitsgruppe „Tierschutz in der Nutztierzucht“, um tierärztliche Positionen im Zusammenhang mit leistungsassoziierten Krankheiten bei Nutztieren zu erarbeiten. Dr. Silvia Heesen (Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz) stellte nun die gemeinsamen Positionen auf der Tierschutztagung 2022 vor.

Weil die Zucht von Milchvieh noch vergleichsweise häufig in Deutschland stattfindet, hat die Arbeitsgruppe sich zunächst mit der Milchviehzucht befasst. Hierzu hat sie eine Dissertation initiiert zum Thema „Tierschutzrelevante Zuchtprobleme beim Milchvieh – Interaktion zwischen dem Zuchtziel „Milchleistung“ und dem vermehrten Auftraten von Produktionskrankheiten, ein systematischer Review“ (Alina Bauer, FU Berlin). Zusätzlich wertete die Arbeitsgruppe statistische Daten aus.

Die Nutzungsdauer einer HF-Kuh liegt in Deutschland zwischen 2 und 3,5 Jahren und ein Großteil der Tiere erreicht so nicht ihr Leistungsoptimum, das ab der 3. oder 5. Laktation zu erwarten ist. Laut BRS-Bericht 2019 lag die Abgangsrate von MLP-Kühen bei 36,2%. Als häufigste Abgangsgründe wurden genannt:

Fruchtbarkeitsstörungen 20,5%
Eutererkrankungen/Mastitis 12,8%
Klauen- und Gliedmaßenerkankungen 11,5%
Sonstige Erkrankungen 6,3%
Stoffwechselstörungen 3,7%

54,5% aller Abgänge (ca. 700.000 MLP-Kühe) schieden demnach wegen sog. „Produktionskrankheiten“ aus, die mit Schmerzen, Leiden oder Schäden für das Einzeltier einhergehen. Managementprobleme und mangelhafte Tierhaltung könnten für diese Zahlen sicher nicht allein verantwortliche gemacht werden, weswegen die Frage nach züchterischen Möglichkeiten zur Verbesserung der Tiergesundheit gestellt werden müsse.

In zahlreichen Studien wurden Korrelationen wischen Milchleistung und Stoffwechselstörungen wir z. B. Ketose, aber auch vermehrtes Auftreten kliinischer Mastitiden, Nachgeburtsverhalten bzw. Fruchtbarkeitsstörungen ermittelt. Die generelle Problematik ließe sich daran verdeutlichen, so Dr. Heesen, dass die Beziehung zwischen steigender Milchleistung und unzureichender Futteraufnahme zu Beginn der Laktation in der Zucht nicht berücksichtigt wurde.

Auch wenn durch die Einführung des Relativzuchtwerts Gesundheit die Möglichkeiten der Zuchtwertschätzung zur Verbesserung der Tiergesundheit deutlich verbessert wurden, sei trotzdem zu befürchten, dass das Verhältnis von RZ-Milch (36%) zu RZ-Gesundheit (18%) weiterhin nicht ausreiche, das genetische Krankheits-Risiko bei HF-Kühen zu verhindern.

Die EU-Tierzuchtverordnung verlange von Züchtern zwar einerseits Tiergesundheit und Robustheit der Tiere zu verbessern, erkenne aber ebenso die Leistungsfähigkeit wegen damit verbundener Wettbewerbsfähigkeit als Zuchtziel an. Tierschutzrechtlich problematisch werde es allerdings, führte die Referentin aus, wenn eine Kuh leistungsbedingt überfordert würde und davon auszugehen sei, dass züchterisch bedingte hohe Milchleistung ursächlich für Stoffwechsel- und Fruchtbarkeitsstörungen, Labmagenverlagerungen, Eutererkrankungen sei. Für diesen Zusammenhang spräche die hohe Krankheits-Inzidenz zu Beginn der Laktation durch den schnellen Leistungsanstieg.

Die Bundestierärztekammer hat ein Positionspapier „Leistungen der Milchkühe und deren Gesundheitsrisiken“ veröffentlicht und einschlägige Organisationen zur Diskussion der tierärztlichen Einschätzungen aufgefordert. Die DGFZ hat bereits eine ausführliche Stellungnahme veröffentlicht und moniert, die züchterischen Bemühungen zur Verbesserung der Tiergesundheit würden nicht ausreichend gewürdigt. Einigkeit besteht aber in der Beurteilung, dass zu viele Kühe zu früh die Betriebe verlassen.

Nach einem Gespräch von Vertretern der DGFZ, des bpt und der Arbeitsgruppe lautete das Fazit: „Auch wenn Tierärzte keinen unmittelbaren Einfluss auf das Zuchtgeschehen nehmen können, wird von allen Beteiligten für erforderlich gehalten, die bundesweite Erfassung von Tiergesundheitsdaten unserer Milchkühe mit tierärztlicher Unterstützung zu optimieren, so dass nicht nur projektbezogen, sondern bundesweit valide Daten zur Tiergesundheit in die Zuchtwertschätzung einfließen können.“

TwistPak®: Mehr Komfort und Zeitersparnis bei der Schweineimpfung

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TwistPak® beschleunigt das frische Mischen von Ingelvac CircoFLEX® und Ingelvac MycoFLEX® nahezu um das Fünffache.
Innovative Technologie reduziert die Arbeitsbelastung von Schweinehaltern.
Impfstoffflaschen-Design erhielt 2021 den Red Dot Design Award für seine Benutzerfreundlichkeit und hygienische Anwendung.

Boehringer Ingelheim, ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich Tiergesundheit, kündigt seine neueste Innovation an: TwistPak®, ein neuartiges System zum frischen Mischen von Impfstoffen. Es ermöglicht Schweinehaltern, zwei Impfstoffe, Ingelvac CircoFLEX® und Ingelvac MycoFLEX®, bequem und schnell zu mischen. TwistPak® wird ab Oktober dieses Jahres deutschlandweit in allen bisherigen Handelsformen von Ingelvac CircoFLEX® und Ingelvac MycoFLEX® verfügbar sein.

Kundinnen und Kunden wollen sich darauf verlassen können, dass Impfstoffe richtig gemischt werden, der Mischprozess einfach, hygienisch, sicher und schnell verläuft (1). Derzeit erfordert das frische Mischen von zwei Impfstoffen eine Transfernadel. Die neuen TwistPak-Impfstoffflaschen® verfügen über ein einzigartiges, hygienisches Verbindungssystem am Boden. Dieses ermöglicht es, zwei Flaschen mit einer einfachen Drehung zu verbinden. Die Produkte können so nach Bedarf flexibel als monovalenten oder frisch gemischten kombinierten Impfstoff verwendet werden.

Optimierter Impfprozess für Schweinebestände
„TwistPak® vereinfacht das frische Mischen von Impfstoffen signifikant“, sagt Dr. Daniel Brüggemann, Head of Marketing Swine in Deutschland bei Boehringer Ingelheim. „Durch die neuen TwistPak®-Flaschen verknüpfen wir die bewährte Qualität und Wirksamkeit von Ingelvac CircoFLEX® und Ingelvac MycoFLEX® mit einem hohen Maß an Komfort beim Mischen beider Impfstoffe. Das ist eine tolle Erweiterung unseres FLEX-Portfolios, denn jeder Schweinebestand ist anders und unsere Kunden benötigen Flexibilität in der Erstellung von Impfprotokollen sowie in der Anwendung der Impfstoffe.“

PCV2-Virus und Porcine Circovirus-assoziierte Erkrankung (PCVAD)
Ingelvac CircoFLEX® immunisiert gegen das PCV2-Virus und Ingelvac MycoFLEX® verhindert, dass Schweine an dem Mycoplasma hyopneumoniae (Mhyo) erkranken. Beide Krankheitserreger kommen deutschlandweit in nahezu allen Betrieben vor und können erhebliche wirtschaftliche Kosten verursachen.

Boehringer Ingelheim war das erste Unternehmen, das 2009 mischbare PCV2- und Mhyo-Schweineimpfstoffe auf den Markt brachte. Ziel des Unternehmens ist es, die Anzahl der Injektionen zu reduzieren. Gleichzeitig wird die Arbeitsbelastung von Schweinehalter verringert, ohne die Wirksamkeit und Sicherheit zu beeinträchtigen.

Red Dot Design Award für innovatives Impfstoffflaschen-Design
Die neuen TwistPak-Impfstoffflaschen® verfügen über ein einzigartiges, hygienisches Verbindungssystem am Boden. Dieses ermöglicht es, zwei Flaschen mit einer einfachen Drehung zu verbinden. Dadurch werden beide Flaschen dauerhaft miteinander verbunden und können in allen gängigen Impfgeräten verwendet werden. Das TwistPak-Konzept® und das ergonomische Design, sind das Ergebnis fortschrittlicher Fertigungstechnologien. Aus diesem Grund wurde TwistPak®, gemeinsam mit dem Industriedesign- und Produktentwicklungsunternehmen DESIGNquadrat, mit dem Red Dot Design Award 2021 in der Kategorie Produktdesign ausgezeichnet.

Referenzen
(1) Bahlmann, J. (2020) Schweineproduzent benötigt vor Ort frisches Mischen von PCV-2 / M.hyo-Impfstoffen in den USA, Deutschland und China. Tagungsband IPVS 2020, Rio de Janeiro. S.680

Quelle: Boehringer Ingelheim

DLG-Innovation Award in Gold: Active Cleaner – Reinigungsroboter von Wasserbauer

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Sachgebiet 12: Technik für Fest- und Flüssigmist sowie Geflügelkot

Die Emissionsminderung in der Tierhaltung ist eines der zentralen Themen der Zukunft. Wenn dies bereits durch die Entfernung der Emissionsquellen geschieht und damit auch gleichzeitig dem Tierwohl dient, da die Tiere eine saubere Haltungsumgebung bekommen, ist dies eine Win-win-Situation für das Tier, die Umwelt und den Tierhalter zugleich.

Der Active-Cleaner-Reinigungsroboter der Wasserbauer GmbH ist ein vollautomatisches, auf KI-Technologie basiertes, revolutionäres System für Pferdeställe, das genau diese Eigenschaften erfüllt. Die kamerageführte KI-Technik analysiert in Echtzeit die gesammelten Daten und erkennt das zu entsorgende Mistmaterial (Pferdeäpfel). Hat das Gerät mehrere Mistansammlungen identifiziert, errechnet es automatisch die optimale Streckenführung, sammelt vollautomatisiert das Material, wertet die Größe und Menge aus und entlädt den Mist an einer entsprechenden Stelle wieder.

So werden die Mistansammlungen und damit Emissionsquellen vollautomatisch aus dem Bereich des Pferdestalles entfernt und damit gleichzeitig die Haltungsumgebung gesäubert. Auf diese Weise wird nicht nur die Luftqualität im Tierbereich verbessert, sondern auch die Sauberkeit der Einstreu und damit des Pferdes erhöht. Dies führt zudem zu erheblichen Arbeitszeiteinsparungen bei einer eher unbeliebten Tätigkeit in der Pferdehaltung.

Quelle: EuroTier

DLG-Innovation Award in Gold: Stimulor® StressLess von Siliconform

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Sachgebiet 10: Melk- und Kühltechnik

Technische Lösungen im Stall sind immer ein Kompromiss, der möglichst alle tierindividuellen Eigenschaften umfassen sollte. Dies gilt auch für unterschiedliche Zitzengrößen, mit dem Problem, dass die Zitzengummis bei großen Zitzen oft zu dicht abschließen und das Gewebe belasten, während es bei kleinen Zitzen zu Lufteinbrüchen und Abfallen des Melkzeugs kommt.

Die völlig andere, wellenförmige Konstruktion des Stimulor StressLess unterscheidet diesen Zitzengummi deutlich von herkömmlichen Lösungen. Mit der integrierten adaptiven Lippe können unterschiedliche Zitzengrößen mit dem gleichen Zitzengummi gemolken werden. Die neue wellenartige Konzeption der Lippe reagiert auf die Druckdifferenz im Zitzengummi und lässt wenn nötig Außenluft zum Ausgleich einströmen. Dadurch wird ein überhöhtes Kopfvakuum verhindert, ein Klettern des Melkbechers hinausgezögert und Gewebebelastungen verringert. Auf die gleiche Weise kontrolliert bzw. schließt die wellenförmige Struktur zum richtigen Zeitpunkt wieder und stabilisiert das Kopfvakuum auf idealem Niveau, um den Becher am Euter zu halten. Ungewollte Lufteinbrüche oder ein Abfallen der Becher werden dadurch verhindert.

Aufgrund der wellenförmigen Ausformung seines Kopfes passt sich der Stimulor StressLess den unterschiedlichen Zitzengrößen einer Herde gut an und sichert auf diese Weise eine gleichmäßige Melkung der Kühe.

Quelle: EuroTier

DLG-Innovation Award in Gold für GEA AutoDry

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Sachgebiet 9: Digitale Lösungen für das Herdenmanagement und die Qualitätssicherung / Smart Farming

Kühe mit hoher Milchleistung trocken zu stellen, birgt einige Risiken für die Gesundheit der Tiere. Hoher Euterinnendruck in den ersten Tagen nach dem Abmelken, fehlender Spüleffekt des Milchstroms während des Melkens und ein belasteter Stoffwechsel der Tiere durch eine drastische Reduktion der Energiezufuhr können Gesundheit und Wohlbefinden der Tiere beeinträchtigen. Um Euterentzündungen vorzubeugen, werden häufig Antibiotika eingesetzt.

Das System AutoDry ist eine innovative Funktion innerhalb der GEA-Herdenmanagementsoftware für konventionelle Melksysteme. Die Funktion lässt sich kuhindividuell aktivieren und bereitet die Kühe schonend und effektiv auf das Trockenstellen vor. AutoDry leitet die automatische Melkzeugabnahme nach Erreichen einer vordefinierten Zielmilchmenge ein. Circa zehn Tage vor dem Trockenstellen startet AutoDry und verringert über einen patentierten Algorithmus mit jedem weiteren Tag in Richtung Trockenstellen schrittweise die Milchproduktion.

Das automatisierte Trockenstellen der Kühe nach einem natürlichen Vorbild ist ein Pluspunkt für jedes wirtschaftliche Betriebskonzept und gleichzeitig ein aktiver Beitrag zur Steigerung der Nachhaltigkeit, gerade in Milchviehbetrieben mit hohen Leistungen. Mit AutoDry kann der Einsatz von Antibiotika reduziert, das Tierwohl gefördert und die Arbeitsbelastung verringert werden.

Quelle: EuroTier