Erster Nachwuchs im Dummerstorfer Ökostall

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Haltungsformen im direkten Vergleich – neues Forschungsprojekt am FBN

Am Forschungsinstitut für Nutztierbiologie in Dummerstorf (FBN) wird nicht nur in konventionellen Ställen geforscht. Seit vergangenem Jahr zählt auch ein Schweinestall, der nach der EU-Öko-Richtlinie errichtet worden ist, zu den tierexperimentellen Anlagen des FBN. Jetzt gibt es dort den ersten Ferkelnachwuchs und ein neues Forschungsprojekt.
In dem im August 2020 eröffneten Erweiterungsbau sollen im Interesse einer tier-, umwelt- und klimafreundlichen Nutztierhaltung insbesondere ökologische Aspekte der Tierproduktion stärker in den Forschungsfokus des FBN rücken. Weitere Schwerpunkte liegen in der Erforschung alter, gefährdeter Nutztierrassen sowie in der Entwicklung smarter Lösungen für eine nachhaltige Landwirtschaft.

Alle FBN-Institute am Forschungsprojekt beteiligt
Im aktuellen neuen Projekt unter dem Titel „Vergleichende Phänotypisierung von Muttertieren zweier Schweinerassen (Deutsche Landrasse, Sattelschwein) und ihrer Nachkommen unter zwei Umwelt- und Management Bedingungen“ sollen die Tiere in den beiden unterschiedlichen Haltungsumwelten, konventionell und ökologisch, umfassend untersucht und beprobt werden.

Foto: Marianne Zenk

„Alle Forschungsbereiche des FBN von der Genetik und Genombiologie, über die Verhaltensphysiologie, die Muskelbiologie, die Fortpflanzungs- und Ernährungsphysiologie, sind an diesem Projekt beteiligt“, kündigte Vorstand Prof. Klaus Wimmers an. „Durch Beobachtungen, Verhaltenstests, Speichel-, Milch-, Blut- und Gewebeproben und deren anschließende Analysen in unseren Laboren zusätzlich zu den routinemäßig erfassten Daten entsteht somit ein umfassendes Bild vom Einzeltier. Dabei wird wie bei jedem Tierversuch am FBN darauf geachtet, Eingriffe am Tier auf ein Minimum zu reduzieren oder durch schonendere oder nichtinvasive Methoden zu ersetzen oder zu ergänzen. So hat sich in den letzten Jahren unter anderem die Cortisolbestimmung (Stresshormon) aus dem Speichel oder den Haaren als Alternative zur Blutprobe durchgesetzt.“

In der Experimentalanlage Schwein können mit dem Neubau des 780 Quadratmeter großen Ökostalls jetzt an einem Standort unter authentischen Bedingungen konventionelle und ökologische Haltungsbedingungen untersucht werden. In der bereits 1998 eröffneten Experimentalanlage Schwein stehen den Tieren weitere rund 1.140 Quadratmetern zur Verfügung.

Gewebeproben in der Biobank reduzieren Tierversuche

Foto: Marianne Zenk

„Im Ökostall leben die Tiere in größeren, eingestreuten Buchten, haben Zugang zu Außenausläufen und bekommen Bio-Futter. Gehalten werden Tiere der Deutschen Landrasse und des Deutschen Sattelschweins“, erläuterte die Leiterin der Experimentalanlage Schwein, Marianne Zenk. „Unsere Tiere sind Herdbuchtiere, sie werden nur mit Ebern in ihrer eigenen Rasse in Reinzucht angepaart, um dann auch mit den Nachkommen weiter züchten zu können. Damit leisten wir auch einen wichtigen Beitrag zum Erhalt dieser beiden seltenen Schweinerassen“, so die Agraringenieurin.
„In den vergangenen Wochen sind nun die ersten Ferkel im neuen Stall geboren. 60 Ferkel von vier Sauen bei der Deutschen Landrasse und 27 Ferkel von zwei Sauen bei den Sattelschweinen. Diese bleiben sechs Wochen bei ihrer Mutter, anschließend werden die Sauen wieder neu besamt und warten im großen Bereich für tragende Sauen auf die nächste Geburt. Die Ferkel kommen im Familienverbund in den Aufzuchtbereich. Ab diesem Zeitpunkt können wir von jedem Tier bis zum Ende der Mast am 160. Lebenstag Futterdaten wie beispielsweise die Futtermenge, Fresszeit und Futterzeit erfassen und auswerten.“

Zahlreiche Gewebeproben sollen mit Beginn des Projektes in einer eigenen Biobank konserviert und für andere Forschungsansätze aufbewahrt werden. Dadurch leistet das FBN einen Beitrag zur Reduzierung von Tierversuchen. In den kommenden Jahren werden die Ergebnisse der bislang umfassendsten Studie dieser Art am FBN bei Schweinen öffentlich vorgestellt.

Unterricht im Stall?
Das FBN ist außerschulischer Lernort
Träger von Kindertagesstätten und -gruppen oder Schulen können sich auf der Homepage der Forschungseinrichtung über den Unterricht im Schweine- oder Rinderstall informieren und bei Interesse anmelden. Weitere Informationen und Anmeldungen unter www.fbn-dummerstorf.de/stadt-land-stall/

Projekt „Stadt-Land-Stall“
Ansprechpartnerin Dipl.-Ing. agr. Marianne Zenk
T +49 38208-68 950
E zenk@fbn-dummerstorf.de

Quelle: Forschungsinstitut für Nutztierbiologie (FBN)

Herzlichen Dank an alle treuen und alle neuen Abonnenten!

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Wir freuen uns schon auf’s 5. Jahr!

Dr. Heike Engels
Jutta Loose
Tobias Sickert
Thomas Wengenroth

Niedersachsen unterstützt Schlachtungen auf den Höfen

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Ministerium veröffentlicht Leitfaden -Tierwohl und Arbeitsschutz im Fokus

Der Transport zum Schlachthof ist für Tiere eine Belastung und für den Landwirt oder Transporteur nicht ohne Risiko. Aus diesem Grund hat die Europäische Kommission die bisher nicht zulässige Schlachtung von Tieren im Herkunftsbetrieb durch eine Rechtsänderung ermöglicht. Nun hat Niedersachsen einen Leitfaden zur Unterstützung von Landwirtinnen und Landwirten, Schlachtbetrieben und Behörden bei der Umsetzung der neuen EU-Vorschrift veröffentlicht. Dazu sagt Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast: „Eine hofnahe Schlachtung erspart den Tieren viel Stress, weil der Transport des lebenden Tieres zum Schlachthof wegfällt. Unser Leitfaden soll bei der Umsetzung helfen und zu mehr Tierwohl beitragen.“ Die Ministerin macht darauf aufmerksam, dass Niedersachsen interessierte Unternehmen fördert: Mit der Maßnahme „Verarbeitung und Vermarktung“ wird die Anschaffung mobiler Schlachteinheiten unterstützt.

Der Leitfaden zur Schlachtung im Herkunftsbetrieb bietet Tierhalterinnen und Tierhaltern wie auch Schlachtbetrieben Orientierung und gibt den zuständigen Veterinärämtern Hinweise für ihre Aufgabenwahrnehmung bei dieser neuen Form der Schlachtung. Der Leitfaden wurde an die kommunalen Behörden sowie an die Branchenverbände versendet. Online ist der Leitfaden auf der Seite des Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit abrufbar.

Hintergrund
Die neue EU-Verordnung ermöglicht es, bis zu drei Rinder, sechs Schweine oder drei Pferde im Herkunftsbetrieb unter Verwendung einer mobilen Schlachteinheit zu schlachten. Die mobile Einheit gehört dabei zu einem zugelassenen Schlachtbetrieb. Die Einhaltung der EU-weit geltenden Hygienestandards muss gewährleistet werden. Der gesamte Schlachtvorgang unterliegt einer amtlichen Kontrolle.

Quelle: Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Haltungsform-Kennzeichnung ab Januar auch auf Milch und Milchprodukten

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• Milch und Milchprodukte ab Januar mit Haltungsformkennzeichnung
• Tierwohl für Verbraucher auch auf Milch und Milchprodukten schnell erkennbar
• Haltungsform bei Verbrauchern bekannt und beliebt

Verbraucher können ab Januar 2022 die bekannte vierstufige Haltungsform-Kennzeichnung nicht nur, wie gewohnt, auf Fleisch und Fleischwaren, sondern auch auf Milch und Milchprodukten finden. Beim Einkauf können Verbraucher dann auf den ersten Blick erkennen, wie hoch das Tierwohl-Niveau bei der Haltung der Milchkühe ist, deren Erzeugnisse sie einkaufen. Viele Verbraucher kennen und schätzen die Haltungsform-Kennzeichnung bereits. Laut einer aktuellen forsa Befragung kennen bereits mehr Deutsche die Haltungsform-Kennzeichnung (65%) als das EU-Bio-Siegel (55%). 90% finden die Haltungsform-Kennzeichnung gut oder sehr gut. Vor diesem Hintergrund haben sich die in der Initiative Tierwohl (ITW) engagierten Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) darauf verständigt, das System der einheitlichen Haltungskennzeichnung auf Milch und Milchprodukte auszuweiten.

„Die Haltungsform-Kennzeichnung wird Verbrauchern künftig auch beim Einkauf von Milch und Milchprodukten ermöglichen, das Thema Tierwohl bei einer schnellen Kaufentscheidung zu berücksichtigen“, erklärt Dr. Alexander Hinrichs, Geschäftsführer der ITW. „Wir freuen uns sehr, dass es uns gemeinsam mit den Branchenvertretern und Wirtschaftspartnern gelungen ist, die einheitliche Kennzeichnung auch im Bereich Milch anzuwenden. Erste Tierwohl-Programme konnten auch schon eingeordnet werden. Ab Januar finden Verbraucher die vierstufige Haltungsform-Kennzeichnung dann nach und nach auf den Milchprodukten des teilnehmenden Lebensmitteleinzelhandels.“

Im Internet finden Interessierte auf www.haltungsform.de alle Informationen zu den Kriterien, nach denen die Tierwohl-Programme in die vier Stufen eingeordnet werden, und eine Auflistung aller aktuell eingeordneter Programme.

Über die Haltungsform-Kennzeichnung
Die Haltungsform-Kennzeichnung ist eine vierstufige Siegel-Klassifikation für tierische Erzeugnisse. Sie wurde im April 2019 eingeführt. Sie klassifiziert Tierwohl-Siegel und Programme entsprechend ihren Anforderungen an die Tierhalter und dem sich daraus ergebenden Tierwohl-Niveau. Die Kennzeichnung finden Verbraucher auf Verpackungen bei ALDI Nord, ALDI SÜD, Bünting Gruppe, EDEKA, Kaufland, LIDL, Netto Marken-Discount, PENNY und REWE. Die „Haltungsform“ steht weiteren Unternehmen offen.

Die Gesellschaft zur Förderung des Tierwohls in der Nutztierhaltung mbH ist Trägerin der Haltungs-form-Kennzeichnung. Sie organisiert die korrekte Eingruppierung von Standards und Programmen in die Systematik dieses Haltungskennzeichens, überwacht die korrekte Anwendung und Umsetzung dieser Systematik und unterstützt die teilnehmenden Unternehmen in der Kommunikation gegenüber Öffentlichkeit und Verbrauchern. Vollständige Informationen zu den Kriterien der einzelnen Stufen erhalten Verbraucher auf der Webseite zur Haltungsform unter www.haltungsform.de.

Quelle: Gesellschaft zur Förderung des Tierwohls in der Nutztierhaltung mbH

Kühler Wetterverlauf sorgte für schlechteste Honigernte seit fünf Jahren – Echter Deutscher Honig in diesem Jahr rar

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Die Honigernte fiel in diesem Jahr in vielen Gegenden Deutschlands sehr gering aus. Bereits im Frühjahr hatte es mit durchschnittlich 7,4 kg Honig pro Volk das schlechteste Ergebnis der letzten fünf Jahre gegeben. Die Bienen mussten entweder wegen des kalten und oft nassen Wetters im Stock bleiben oder fanden wenig Nektar in den Blüten. Das, was von den Sammlerinnen eingetragen werden konnte, benötigten die Völker zur Selbstversorgung und Brutpflege. Teilweise mussten die Imker sogar zufüttern, um ihre Bienen gesund und vital zu erhalten.

Die Hoffnung aller lag deshalb auf den Sommermonaten und eine bessere zweite Ernte. Nun legte das Fachzentrum Bienen und Imkerei in Mayen seine Zahlen zur Sommertrachternte vor, die durch eine Online-Umfrage ermittelt wurden.

Demnach gaben die rund 9.100 Imkereien an, die sich aus Deutschland an der Befragung beteiligten, durchschnittlich 10,6 Kilogramm Honig pro Volk geerntet zu haben. Wobei die Ergebnisse — wie bereits im Frühjahr — wieder sehr deutliche Unterschiede in den einzelnen Regionen zeigten. Während im Norden und Osten gute Ergebnisse erzielt werden konnten, blieben den Imkern im Westen und Süden nur unterdurchschnittliche Erntemengen.

So wurden zum Beispiel — rechnet man beide Ernten zusammen – in Mecklenburg-Vorpommern 42,7 kg Honig pro Volk, in Sachsen-Anhalt sogar 46,8 kg und in Schleswig-Holstein immerhin noch 38,4 kg geerntet. Im Vergleich dazu lag Bayern mit 14,5 kg, Baden-Württemberg mit 6,3 kg oder Rheinland-Pfalz mit 16 kg deutlich darunter. Ausschlaggebend für dieses Ergebnis war auch, dass viele Imker gar keinen Honig ernten konnten. Im Frühjahr waren das mit 51,5 % aller Umfrageteilnehmer über die Hälfte aller deutschen Imkereibetriebe, im Sommer immerhin noch 17,6 %. Regionaler Honig vom Imker dürfte demnach in diesem Jahr nicht überall ausreichend vorhanden sein, so der Deutsche Imkerbund. Denn außer der mageren Ernte machte der gleichzeitig hohe Wassergehalt der Honige den Imkern zu schaffen. Eine Vermarktung im D.I.B.-Imker-Honigglas mit seinen über den gesetzlichen Standards liegenden Qualitätsvorgaben, die u. a. einen maximalen Wassergeh-alt von 18 % festlegen, war dadurch für viele in diesem Jahr teilweise schwierig.

Kunden sollten trotzdem bevorzugt auf regionale Ware achten, um die Bestäubungsleistung der heimischen Bienen, den Naturerhalt, aber auch die Berufsimkerei zu fördern. Wetterextreme als Folge des Klimawandels würden zukünftig weiter zunehmen.

Die genauen Erntemengen je nach Bundesland für Früh- und Sommertrachthonig sind hier zu finden: https://deutscherimkerbund.de/

Quelle: Der Hoftierarzt

Jedes Ei hat seinen Preis

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Deutschland hat bald keine Eierproduzenten mehr. Preistreiber sind die gestiegenen Futter- und Energiekosten sowie die Kosten für mehr Tierwohl

Für 100 Eier bekommt ein Legehennenhalter in Deutschland rund zehn Euro. Die Produktion kostet ihn zurzeit etwa 10,50 Euro. Damit macht er Verlust. Wie konnte das geschehen? Die Futtermittelpreise sind in diesem Jahr deutlich gestiegen. Laut Agrarmarkt Informationsgesellschaft (AIM) liegt der Mischfutterpreis für Legehennen auf einem Achtjahreshoch. Zudem steigen aktuell die Energie- und Transportkosten. Investitionen ins Tierwohl schlagen ebenfalls zu Buche. Der Bundesverband Ei e.V. (BVEi) rechnet hier mit 1,5 bis 2 Cent pro Ei.

Mit Sorge blicken die deutschen Legehennenhalter auch auf die neue Gesetzgebung. Ab 1. Januar 2022 ist das Töten männlicher Eintagsküken verboten. Die Zusatzkosten für moderne Geschlechtsbestimmungsverfahren im Ei oder die Co-Finanzierung der Bruderhahn-Aufzucht beziffert der BVEi-Vorsitzende Henner Schönecke mit etwa 2 Cent pro Ei: „Wenn Einzelhandel und Verbraucher nicht bereit sind, mehr Geld für das wertvolle Lebensmittel Ei auszugeben, dann droht der heimischen Eierproduktion das Aus.“

Hennen im Wintergarten Foto © ZDG

Weihnachten verschärft Kostendruck
Die steigenden Kosten bei den Legehennenhaltern treffen auf eine steigende Nachfrage bei den Verbrauchern. Insbesondere mit Blick auf die Weihnachtszeit wird sich diese Situation nochmals verschärfen:

„Die Adventszeit ist Backzeit und damit die Zeit mit dem höchsten Eierverbrauch in Deutschland“, sagt Henner Schönecke. „Der Kostendruck setzt der Eierwirtschaft massiv zu. Seit Monaten zeichnet sich eine dramatische Situation für die Betriebe ab“, so der BVEi-Vorsitzende. Er hält auf seinem Hof selbst rund 55.000 Hennen „Wir brauchen jetzt faire Preisverhandlungen mit dem Einzelhandel“, mahnt Schönecke: „Der Verbraucher hat es mit seinem Einkaufsverhalten in der Hand, die Zukunft der deutschen Legehennenhalter zu sichern. Sonst gibt es bald keine deutschen Eier mehr in den Supermarktregalen.“

Aktuell rechnen Experten damit, dass die Kosten für Futtermittel, Transport und Verpackung in den kommenden Wochen weiter steigen. Hauptgrund ist der Ausstieg aus dem Kükentöten. Damit nimmt der Kostendruck für die Eierproduzenten deutlich zu – allerdings nur in Deutschland. Denn das Gesetz zum Ausstieg aus dem Kükentöten ist eine rein nationale Verordnung. Es fehlt eine EU-weite Regelung, damit die deutschen Legehennenhalter durch diesen massiven Wettbewerbsnachteil nicht noch stärker in Existenznot geraten.

Informationen zum Eier-Markt in Deutschland (Bundesinformationszentrum Landwirtschaft)
2020: 239 Eier pro Person (+ 4 Eier zum Vorjahr)
Selbstversorgungsgrad: 72 Prozent
2020: 49,2 Millionen Legehennen in Deutschland (+ 2,5 Prozent zum Vorjahr)
2020: Erzeugung Deutschland:14,4 Milliarden Eier (+ 3 Prozent zum Vorjahr)
2020: Verbrauch: fast 20 Milliarden Eier

Weitere Informationen unter: www.legehennenhalter.de

Bühler baut industrielle Insektenanlage für Agronutris in Frankreich

Der französische Insektenproduzent Agronutris hat sich für die Prozesslösungen der Bühler Group entschieden, um seine erste kommerzielle Großanlage für Schwarze Soldatenfliegen zu realisieren. Bühler wird eine Komplettlösung für die Anlage im französischen Rethel liefern. Die Zusammenarbeit ist ein wichtiger Meilenstein für beide Unternehmen. Sie unterstreicht die ehrgeizigen Ziele von Bühler, zur Eindämmung des Klimawandels und zum Aufbau eines nachhaltigeren Lebensmittelsystems beizutragen. Mit der Anlage verfolgt Agronutris das Ziel, sich als weltweit führendes Unternehmen für nachhaltige Ernährung zu etablieren. Die Anlage soll im Jahr 2023 in Betrieb gehen.

Die 16’000 Quadratmeter große Insektenanlage im französischen Rethel wird bei voller Auslastung jährlich bis zu 70’000 Tonnen organische Reststoffe verarbeiten. Damit produziert die Fabrik hochwertiges Protein für die Aquakultur- und Heimtiernahrungsmärkte. «Mit der Inbetriebnahme dieser neuen Produktionsstätte tritt Agronutris in die industrielle Phase ein. Die Anlage in Rethel ist unser Sprungbrett für die weitere industrielle Entwicklung unserer Tätigkeit», sagt Mehdi Berrada, CEO von Agronutris. «Bühler ist ein weltweit führendes Unternehmen mit enormer Erfahrung im Lebens- und Futtermittelsektor. Wir vertrauen auf ihre Fähigkeiten, uns in der Insektenindustrie zu unterstützen. So können sich unsere Teams auf unsere Kernaktivitäten konzentrieren: die Insektenbiologie und das operative Management unserer Produktionsabläufe. Unsere Forschung und Entwicklung sind unser Wettbewerbsvorteil.»

Die Lösungen von Bühler für Agronutris werden die gesamte Produktionskette abdecken. Dazu gehören die Aufbereitung des Rohmaterials, um den Larven sicheres, schmackhaftes und nahrhaftes Futter zu bieten, sowie ein vollautomatisches Larvenaufzuchtsystem mit ausgefeilter Klimakontrolle. Weiter liefert Bühler die Verarbeitungslinie zur effizienten Umwandlung der gezüchteten Larven in Proteinmehl und Lipide mit gleichbleibender Qualität. Auch das Fraß-Handhabungssystem für eine sichere Abführung der Aufzuchtrückstände kommt vom Uzwiler Konzern.

Darüber hinaus ist Bühler für die gesamte Automatisierung und die termingerechte Projektabwicklung verantwortlich. Letztere umfasst das Engineering, die Beschaffung, die Fertigung, die Lieferung, die Montage und die Inbetriebnahme. «Das neue Projekt mit Agronutris ist für uns ein Meilenstein. Wir unterstreichen damit unser Ziel, uns als wichtiger Lösungsanbieter für die Insektenindustrie zu etablieren und den Anteil von Insektenproteinen im Tierfutter zu erhöhen. Unsere Lösungen tragen zu nachhaltigeren Futtermittelversorgungsketten bei», sagt Andreas Baumann, Head of Market Segment Insect Technology bei Bühler.

Wachsende Nachfrage
Die Ernährung der zehn Milliarden Menschen, die voraussichtlich bis 2050 auf unserem Planeten leben werden, erfordern jährlich rund 250 Millionen Tonnen zusätzliches Protein. Das ist 50% mehr als heute. Gesellschaft und Industrie müssen diese Herausforderung angehen, und zwar mit einer nachhaltigeren Produktion bestehender Proteinquellen sowie mit alternativen Quellen für den direkten menschlichen und tierischen Verzehr. Essbare Insekten können eine einzigartige Rolle beim Upcycling von Lebensmittelabfällen zu hochwertigen Proteinen spielen. Das macht sie zu einer immer wichtigeren Proteinquelle, die gleichzeitig umweltfreundlich ist.

Prognosen zeigen, dass der Markt für Insektenproteine als Futtermittel in den nächsten zehn Jahren stark wachsen wird. Es wird erwartet, dass der Gesamtumsatz der Insektenfuttermittelhersteller bis zum Ende des Jahrzehnts 2,2 Milliarden Euro pro Jahr erreichen wird. Zwei Hauptsektoren beflügeln dieses Wachstum: Der Aquakultursektor wird bis 2030 rund 30% des Verkaufsvolumens der Insektenproduzenten ausmachen. Und der Heimtierfuttersektor wird bis 2030 einen Anteil von 40% des Verkaufsvolumens von Insektenproteinen haben.

Das Ziel von Agronutris ist, zum Aufschwung dieser Branche beizutragen und zu einem weltweit führenden Unternehmen in diesem Bereich zu werden. Das Team hat sich mit Entomologinnen und Agrarindustrie-Experten weiter verstärkt. Auch die kürzliche Kapitalbeschaffung in Höhe von 100 Millionen Euro und die Zusammenarbeit mit großen Unternehmen wie Bühler sind Faktoren, die Agronutris diesem Ziel näherbringen.

Bühler hat sich verpflichtet, 50% Wasser, 50% Energie und 50% Abfall in den Wertschöpfungsketten seiner Kunden zu reduzieren, und das bis 2025. Damit trägt Bühler zur Eindämmung des Klimawandels bei und schafft die Grundlagen für ein nachhaltigeres Lebensmittelsystem. Insekten bieten eine einzigartige Gelegenheit. Sie sind eine gesunde Eiweißquelle für Lebens- und Futtermittel. Und sie können mit Abfällen gefüttert werden und so Lebensmittelabfälle in Eiweiß umwandeln. Weiter kann ihr Kot als Düngemittel verwendet werden. Deshalb sind sie ein wichtiger Pfeiler in der Strategie von Bühler, die Führung bei nachhaltigen Proteinen für Lebens- und Futtermittel zu übernehmen.

Quelle: Bühler AG

Aktuelles Interview: Klauenpflege neu gedacht: Mit Strategie, Konsequenz und Klauenpflaster zu gesunden Klauen

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Die regelmäßige Klauenpflege ist unentbehrlich für die Gesunderhaltung der Rinderklaue. Trotzdem läuft sie bei vielen Betrieben aus Zeitgründen oft nur nebenbei ab. Mit mehr Organisation und Konsequenz ließe sich viel mehr erreichen, meint Klaus Hermann Haß. Der Klauenpfleger aus Süderhastedt, Schleswig-Holstein, hat für sich ein Modell der Klauenpflege gefunden, wie er Quantität und Qualität besser vereinen kann. Ein wichtiges Hilfsmittel ist für ihn dabei das Klauenpflaster Mortella Heal.

Herr Haß, Sie arbeiten als selbständiger Klauenpfleger und haben sich vor einigen Jahren für einen neuen Weg entschieden. Warum und wie sieht Ihre Arbeit heute aus?
Statt der akkordbasierten Klauenpflege wollte ich mein Angebot ganzheitlicher gestalten. Ich wollte auch Nachsorge mit anbieten wie z.B. die Erfolgskontrolle meiner Behandlung oder Verbände abnehmen bzw. ersetzen. Früher habe ich regelmäßig den gesamten Bestand eines Betriebes während eines Klauenpflegetermins bearbeitet, heute arbeite ich hauptsächlich nach Dokumentation. Ich lade mir beim Start auf einem Betrieb die aktuellen Tiere vorher über HIT oder LKV ins Programm und dokumentiere jedes Tier. Nach Rücksprache mit dem Landwirt wird ein Zeitintervall festgelegt, wie oft jedes Tier prophylaktisch gepflegt werden soll. Im Nachgang der Klauenpflege erstelle ich dann für den Landwirt Listen zur Wiedervorstellung und zur Nachbehandlung, welche Kühe ich zum Termin sehen muss und der Landwirt kann dann die Kühe entsprechend sortieren und mir vorstellen. Während der Nachsorge rufe ich mir dieses Tier in der Dokumentation auf. Dazu habe ich immer einen Outdoor-PC mit, in welchem die gesamte Kuhhistorie gespeichert ist. Darauf aufbauend treffe ich meine Entscheidung: Wann muss die Wiedervorstellung sein, muss der Tierarzt dazukommen oder ein Medikament, ist es gar ein immer wiederkehrender Defekt? Sollte das so sein, müsste man darüber nachdenken, die Kuh nicht mehr weiter zu besamen.

Welche Klauenerkrankungen finden Sie häufig vor?
Grundsätzlich sehe ich viel Dermatitis digitalis, also Mortellaro, aber auch den Rehekomplex mit z.B. Sohlengeschwüren oder Wanddefekten. In letzter Zeit mehr geworden sind die Sohlengeschwüre, bei denen sich Mortellaro draufgesetzt hat, diese Kombination hat sich in den letzten 10 Jahren deutlich vermehrt und ist leider auch sehr viel schwieriger zu behandeln.

Warum arbeiten Sie so gerne mit dem Klauenpflaster Mortella Heal?
Es sind die Ergebnisse, die ich sehe. Mortella Heal kenne ich schon lange. Schon 2012 habe ich erste Versuche mit dem Pflaster zur Behandlung von Mortellaro gemacht. Das war ungewohnt für mich, denn in meiner Ausbildung hieß es immer, Verbände an Klauen funktionieren nicht, denn darunter sei es warm und feucht, also allzu gute Bedingungen für Bakterien. Durch viele Workshops und Ausprobieren von verschiedenen Verbandstechniken habe ich mich dann aber eines Besseren belehren lassen. Die Ergebnisse unter Mortella Heal sind fast immer hervorragend. Waren zu Beginn durch falsche Verbandstechnik noch ab und an Einschnürungen zu sehen, ist das heute vorbei. Weil aber die richtige Verbandstechnik so wichtig ist, bekommt man die Pflaster nur mit einer Einweisung. Bei manchen Betrieben wird das Pflaster nur bei den ganz schweren Fällen eingesetzt, auf anderen auch schon bei ganz kleinen Mortellaro-Stellen. Letzteres ist eigentlich das richtige Vorgehen, um die schwierigen Fälle erst gar nicht zu bekommen. Wenn ich allerdings jemanden von der Wirkung des Pflasters überzeugen möchte, dann frage ich ihn nach seiner am schlimmsten von Mortellaro betroffenen Kuh und wir machen Vorher-Nachher-Fotos. Nach 14 bis 20 Tagen sieht die Klaue deutlich besser aus und der Landwirt ist überzeugt.

Wie läuft die Heilung unter dem Pflaster ab?


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Dem Stress im Stall auf der Spur

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Dummerstorfer Forschende testen Biomarker für Langzeitstress

Verbessertes Tierwohl und optimale Haltungsbedingungen unserer Nutztiere haben eine immer größere gesellschaftliche Bedeutung. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Forschungsinstitutes für Nutztierbiologie (FBN) in Dummerstorf waren auf der Suche nach schonenderen, minimal-invasiven Methoden zum Nachweis von Langzeitstress bei Nutztieren erfolgreich.

In einem von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) geförderten Verbundprojekt, zusammen mit dem Friedrich-Loeffler-Institut für Tierschutz und Tierhaltung (FLI-ITT) Celle (Niedersachsen), konnten die Forschenden die Bestimmung von Glukokortikoid-Biomarkern zum retrospektiven Nachweis von Langzeitbelastungen weiterentwickeln. Grundlage ist die Bestimmung der Stresshormone Cortisol in Haarproben von Rindern und Schweinen sowie Corticosteron in Federn von Hühnern und Puten.

„Stressreaktionen des Organismus sind überlebenswichtig; anhaltend erhöhte Stresshormonspiegel weisen bei Nutztieren jedoch auf Probleme in der Haltung hin“, erklärte Projektleiter Dr. Winfried Otten vom Institut für Verhaltensphysiologie am FBN. Zu große Hitze, zu wenig Platz, sozialer Stress oder die Isolation von Artgenossen und Langeweile – Stress im Stall kann viele Ursachen haben. Darunter leidet nicht nur das Wohlbefinden der Tiere. Chronisch gestresste Tiere verursachen auch zusätzliche Kosten, sie können schneller krank werden oder wachsen langsamer.

Stresshormone können bei Tieren zur Bewertung von Belastungszuständen in Blut-, Speichel-, Urin- oder Kotproben gemessen werden. „Die Probenentnahme selbst kann dabei für die Tiere stressig sein und der Hormongehalt in diesen Proben spiegelt nur die Belastung kurz vor dem Zeitpunkt der Entnahme wider. Langzeitaussagen sind schwierig und nur anhand vieler Proben möglich“, beschrieb Dr. Winfried Otten die grundsätzliche Problemlage. „Unser Ziel war es, den Stresshormonnachweis in Haaren und Federn in ein einfaches und präzises Verfahren zur Bestimmung von Langzeitstress bei Nutztieren weiterzuentwickeln, ähnlich wie es in der Stressforschung beim Menschen schon Anwendung findet. Während des Haar- und Federwachstums erfolgt nämlich eine kontinuierliche und stabile Einlagerung der Hormone und anhand einer Probe könnte die Stressbelastung der vorangegangenen Wochen und Monate ermittelt werden.“

Leibnitz-Insitut für Nutztierbiologie Dummerstorf (FBN)
Foto: Thomas Häntzschel / nordlicht
www.fotoagenturnordlicht.de

Erstmalig wurden daher am FBN bei Nutztieren der zeitliche Verlauf der Cortisoleinlagerung ins Haar durch Stress sowie stressunabhängige Einflussfaktoren systematisch erforscht. Die Tierärztin Dr. Susen Heimbürge hat im Rahmen dieses Projekts promoviert und dazu in den vergangenen Jahren bei Rindern und Schweinen nicht nur den Einfluss verschiedener Stressoren, sondern auch von Faktoren wie Haarfarbe, Haartyp und -alter auf Haarcortisolkonzentrationen untersucht. „Anhand eines experimentellen Stressmodells beim Rind konnten wir erstmals zeigen, dass eine mehrwöchige Stressbelastung der Tiere durch erhöhte Cortisolkonzentrationen in verschiedenen Haartypen, nämlich in nativen und nachgewachsenen Körperhaaren sowie in Segmenten von Schwanzhaaren nachweisbar ist“, erläuterte Dr. Otten die Befunde. „Je nach Haarlänge lässt sich so in einer Probe die Stressgeschichte von mehreren Wochen bis zu einigen Monaten ablesen.“ Als neues Ergebnis konnten die Wissenschaftler erstmalig aufzeigen, dass beim Nutztier einzelne Haarsegmente retrospektiv als eine Art Kalender der Stressbelastung verwendet werden können.

Während sich die Eignung des Verfahrens beim Rind als Stressindikator bereits bestätigt hat, sind beim Schwein und Geflügel noch weiterführende Studien notwendig, da Störeinflüsse durch Verschmutzungen der Haare die Messungen beeinflussen können. Grundsätzlich kann mit der Bestimmung von Glucocorticoiden in Haaren und Federn die Messung von Langzeitstress auch in der Nutztierhaltung in Zukunft erheblich vereinfacht werden und diese physiologischen Biomarker könnten sich daher auch für den Einsatz in einem Tierwohl-Monitoring-System eignen.

„Zur Verbesserung des Tierwohls soll auch in Zukunft am FBN die Forschung nach innovativen minimal-invasiven Indikatoren unter Verwendung von Haaren, Federn bis hin zu Fischschuppen fortgeführt werden“, kündigte der Wissenschaftler an.

Quelle: Forschungsinstitut für Nutztierbiologie

Aktuelles Interview: Besucherverkehr kein Problem für Biosicherheit

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Besonders tierfreundliche Haltungssysteme gibt es bereits viele, doch das Aktivstall-Konzept von Gabriele Mörixmann aus Hilter am Teutoburger Wald ist etwas Besonderes. Es ist weder bio noch konventionell, sondern irgendwo dazwischen. Außenklima gehört in jedem Fall dazu, Kundenbesuche und Stallführungen ebenso. Doch wie regelt Gabriele Mörixmann die Biosicherheit und Tiergesundheit?

Frau Mörixmann, wie würden Sie Ihr Haltungskonzept beschreiben?
Wir praktizieren den „Aktivstall für Schweine“, ein Konzept, dass wir 2012 ins Leben riefen und es seitdem immer zum Wohl der Tiere weiterentwickelten. Das Aktivstallkonzept steht für eine mehrfach ausgezeichnete, tiergerechte und kontrollierte Beschäftigungswelt mit regionaler, gentechnikfreier und abwechslungsreicher Fütterung, und das angefangen bei der Muttersau über die Ferkel bis hin zum Mastschwein. Die Sauenhalter sind derzeit mitten im Tierwohlstallumbau. Der Aktivstall gliedert sich in verschiedene Bereiche: Terrassen mit Außenklima, Strohstall sowie Spiel-, Ruhe-, Dusch- und Suhlräume. Insgesamt haben wir den ehemaligen konventionellen Mastschweinestall in 12 unterschiedliche Räume aufgeteilt, durch die 700 Schweine in einer Großgruppe frei hindurchwechseln können je nachdem, wonach ihnen gerade ist. Es ist eine Beschäftigungswelt rund um das Schwein.

Sie betreiben viel Öffentlichkeitsarbeit. Viele Schweinehalter sind hier wegen der Biosicherheit eher zögerlich. Wie stellen Sie die Biosicherheit sicher?
Das stimmt, die Öffentlichkeit gehört fest zu unserem Geschäftsmodell. Der Kunde hat ja sonst gar keine Chance, unser Tierwohlfleisch zu entdecken geschweige denn zu kaufen. Die gesamte Aktivstall-Kette von den 7 beteiligten Landwirten, über den Schlachthof bis zur Verarbeitung und Vermarktung arbeiten transparent. Videos aus dem Stall machen wir regelmäßig für unsere social media-Kanäle. Wir bieten zudem jeden Samstag um 10 Uhr Stallführungen an, das wird gerne und oft angenommen. Zum Schutz der Tiere verteile ich an die Besucher Schutzanzüge und Einmalschuhe. Dann waschen sie sich die Hände und können über Desinfektionsmatten in den Stall gehen. Hinterher entsorge ich die Schutzkleidung. Das läuft gut, da habe ich keine Bedenken, dass ich eine Krankheit bei den Tieren eintrage. Eher macht mir die Autobahn Sorgen.

Warum ist die Autobahn ein Problem?
Unser Stall liegt direkt an der Autobahn A33, Hauptroute der Viehtransporter, die zu Tönnies nach Rheda-Wiedenbrück fahren. Täglich kommen hier zigtausende Schweine entlang, und wir haben einen Außenklimastall. Vor diesem Hintergrund denke ich, dass viel mehr Gefahr in dieser Autobahn liegt als von Besuchern. Wir impfen daher alle Schweine auf jeden Fall immer gegen Mykoplasmen, das PRRS-Virus und das Circovirus. Kommt allerdings die Afrikanische Schweinepest in Niedersachsen an, sind Hofbesuche tabu und die Ausläufe werden geschlossen, sobald das Veterinäramt dies verordnet. Da gehen wir kein Risiko ein. Unser Hof ist 1,60 m hoch eingezäunt.

Ihre Schweine haben aus Prinzip einen Ringelschwanz. Wie kommen Sie damit klar, gibt es hier Probleme?


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