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EuroTier 2026 Silbermedaille: AFS Trockenmasse-Sensor

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Automatische Fütterungssysteme halten weltweit zunehmend Einzug in Milchviehbetriebe. Mit dem technologischen Fortschritt wächst auch das Potenzial dieser Systeme kontinuierlich. Sie bieten sowohl für die Tiere als auch für die Betriebe zahlreiche Vorteile, denn die Fütterungsanlage übernimmt den Fütterungsprozess weitgehend selbstständig. Das System entnimmt automatisch die erforderlichen Mengen verschiedener Futtermittel wie Silage, Heu oder Kraftfutter, die in dafür vorgesehenen Lagerbereichen bereitgestellt wurden, mischt daraus die vorgegebene Ration und fährt anschließend autonom in die Stallbereiche, um das Futter entlang des Futtertisches zu verteilen. Durch die häufige Vorlage von frischem Futter steht den Tieren rund um die Uhr eine gleichbleibend hochwertige Ration zur Verfügung. Dies kann die Futteraufnahme fördern und sich positiv auf Tiergesundheit und Milchleistung auswirken. Aufgrund des vergleichsweise geringen Mischvolumens automatischer Futtermischer können zudem mehrere unterschiedliche Rationen auch in kleineren Chargen präzise hergestellt werden. Bisher arbeiten solche automatischen Fütterungssysteme jedoch ausschließlich auf Grundlage der Einstellungen und Parameter, die zuvor vom Anwender im Steuerungsprogramm hinterlegt wurden. Veränderungen der tatsächlichen Futterqualität während der Futtervorlage können durch die Systeme nicht erfasst und berücksichtigt werden. Mit der Entwicklung und Implementierung eines Trockenmasse-Sensors (TM-Sensor) steht nun erstmals eine Technologie zur Verfügung, die eine kontinuierliche Echtzeitüberwachung eines zentralen Futterqualitätsparameters ermöglicht. Der Sensor bestimmt den Trockenmassegehalt der gesamten Mischration unmittelbar während des Mischvorgangs und liefert damit aktuelle Informationen über die tatsächliche Beschaffenheit des Futters. Die Ermittlung erfolgt über Standardsensoren, die anhand der elektrischen Leitfähigkeit den Trockenmassegehalt zuverlässig berechnen. Die eigentliche Innovation liegt jedoch nicht allein in der Messung, sondern vor allem in der automatischen Reaktion des Systems auf die erfassten Daten. Die gemessenen Werte werden unmittelbar mit den vorgegebenen Sollwerten verglichen. Weicht der Trockenmassegehalt von den Zielwerten ab, reagiert der Fütterungsroboter selbstständig und passt die Wasserzugabe für jede einzelne Mischung automatisch an. Dadurch wird der gewünschte Trockenmassegehalt ohne Eingreifen des Anwenders erreicht. Mit der Integration des TM-Sensors entwickelt sich das automatische Fütterungssystem somit von einem rein ausführenden System zu einem intelligenten, selbstregelnden Prozess. Erstmals wird nicht nur nach fest vorgegebenen Einstellungen gearbeitet, sondern die tatsächliche Qualität der Futterration in Echtzeit erfasst und aktiv geregelt. Dies ermöglicht eine deutlich höhere Genauigkeit bei der Rationsgestaltung und schafft die Grundlage für eine dauerhaft konstante Futterqualität. Wasserbauer GmbH Halle/Stand: 12 E05 Quelle: DLG

EuroTier 2026 Silbermedaille: RoBooVaxx – Robotisches Impfsystem für Kühe

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Das Impfen größerer Tiergruppen ist eine der wirksamsten Maßnahmen zur nachhaltigen Bekämpfung einer Vielzahl von Infektionskrankheiten in der Rinderhaltung. Dies geschieht in der Regel mit Impfpistolen, optionalen Verlängerungen und Metallkanülen. Der Anwender muss dazu bei jedem Tier individuell eine geeignete Injektionsstelle suchen und den Impfstoff mit manueller Kraft applizieren. Insbesondere in Ställen ohne entsprechende Fixierungsmöglichkeiten birgt dieser Vorgang erhebliche Verletzungsrisiken und ein hohes Stresspotenzial für Mensch und Tier. Systeme zur nadelfreien Injektion nutzen hohen Druck, um flüssige Arzneimittel durch die Hautschichten zu pressen. Sie werden bei Menschen und einigen Tierarten wie bei Schweinen und Geflügel bereits erfolgreich eingesetzt. Gegenüber herkömmlichen Injektionsverfahren mit Kanülen bieten sie diverse Vorteile, denn Schmerz- und Stressreize werden minimiert und Infektionen der Injektionsstelle sowie Kreuzkontaminationen werden vermieden. Darüber hinaus sinkt das Verletzungsrisiko für den Anwender, die Entsorgung von Einwegnadeln entfällt und es wird immer die korrekte Menge Flüssigkeit in der korrekten Tiefe appliziert. RoBooVaxx vereint erstmals die Technologie der nadelfreien Injektion mit einem kamerabasierten und durch künstliche Intelligenz unterstützten System zur Erkennung der optimalen Injektionsstelle und bietet somit ein risikominimiertes System zur Anwendung von Medikamenten wie Impfstoffen bei Rindern, insbesondere bei größeren Tiergruppen. Dabei werden die Rinder beim Eintritt in den Behandlungsstand mittels RFID identifiziert und ein Roboterarm injiziert das Medikament in die Rumpfmuskulatur des Tieres. Das System berücksichtigt dabei den Verschmutzungsgrad, eventuelle Schwellungen oder Verletzungen sowie die Erreichbarkeit des entsprechenden Hautareals und wählt danach eigenständig die am besten geeignete Tierseite und Injektionsstelle. RoBooVaxx stellt damit eine deutliche Weiterentwicklung und Verbesserung für das Impfen größerer Tiergruppen in der Rinderhaltung dar. Obuda University Halle/Stand: 13 E51 Quelle: DLG

EuroTier 2026 Silbermedaille: FeedCAM

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Kälber legen bereits in den ersten Lebenswochen die Grundlage für ihre spätere Entwicklung, Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Entsprechend hoch ist die Bedeutung einer individuellen und bedarfsgerechten Kälberaufzucht. Eine kontinuierliche Beobachtung des einzelnen Tieres ist im betrieblichen Alltag mit hohem personellem Aufwand, zunehmend aber auch mit am Tier angebrachten Sensoren bzw. messtechnisch ausgestatteten Fütterungsautomaten möglich. Die Erwartung hoher Anschaffungs- und Wartungskosten ist aber häufig der Grund, im Arbeitsalltag auf diese Technik und damit auf die notwendigen Informationen zu verzichten. FeedCAM hebt die Kälberbeobachtung auf eine neue Ebene. Ein intelligentes, KI-gestütztes Kamera- und Infrarotsystem beobachtet die Kälber kontinuierlich am Futtertisch, an welchem die Tiere gemeinsam die betriebsindividuellen Mischungen aus Grob- und/oder Konzentratfuttermitteln aufnehmen können. Über die Bildanalyse wird das tierindividuelle Futteraufnahmeverhalten erfasst. Das Tierverhalten wird per Kamera analysiert und daraus werden wertvolle Informationen über Futteraufnahme, Vitalität und den Gesundheitszustand der Tiere abgeleitet. Die gewonnenen Daten bilden die Grundlage für konkrete Entscheidungen und automatische Steuerungen. Eine steigende Präsenz am Futtertrog gibt beispielsweise das Signal, für dieses Kalb das Milchangebot über den Automaten zu reduzieren. Außerdem werden aus den verschiedenen Quellen Erwartungswerte erarbeitet. Weicht das Verhalten der Kälber von diesen ab, ist das ein Zeichen für gesundheitliche oder entwicklungsbedingte Auffälligkeiten. Auch läuft die Steuerung nun nicht mehr nur nach festen Zeitplänen, sondern Fütterungs- und Schiebeprozesse werden nur dann ausgelöst, wenn ein tatsächlicher Bedarf besteht. Der besondere Innovationsgrad der FeedCAM liegt in der Verbindung von kontinuierlicher Tierbeobachtung, KI-basierter Bildanalyse und automatisierter Stallsteuerung. FeedCAM macht das individuelle Tierverhalten erstmals zur aktiven Entscheidungsgrundlage für weitere Prozesse im Stall. Aus passiver Beobachtung wird eine intelligente, datenbasierte Handlung. Es unterstützt eine individuellere Kälberversorgung, reduziert Kontrollaufwand und unnötige Maschinenbewegungen und schafft gleichzeitig die Grundlage für mehr Tierwohl, höhere Effizienz und eine vorausschauende Gesundheits- und Fütterungssteuerung. Förster-Technik GmbH Halle/Stand: 13 D36 Quelle: DLG

EuroTier Silbermedaille: 2026 ROVABARN SE

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Mobile Ställe für Geflügel liegen im Trend. Sie ermöglichen es, Legehennen sowie Masthühnern regelmäßig eine neue Fläche zur Verfügung zu stellen. Eine gleichmäßigere Nutzung des Grünlands verhindert zudem den Eintrag von N und P in tiefere Bodenschichten. Zum Standortwechsel mobiler Ställe ist allerdings bisher der Einsatz eines Traktors oder einer Seilwinde vonnöten, und auch die Anpassung der Lüftung sowie die Bereitstellung von Futter und Wasser sind mit einem hohen Arbeitsaufwand verbunden. Der ROVABARN SE ist ein Folienstall der Firma UKKÖ Robotics, der mittels einer App nicht nur den Wasser- und Futterverbrauch überwacht, sondern sich auch selbstständig bis zu 20-mal am Tag über die Fläche bewegen kann. Den Hühnern wird damit innerhalb des Stalles ständig eine neue Futterfläche zur Verfügung gestellt. Gleichzeitig werden hohe punktuelle N- und P-Belastungen über eine wesentlich vergrößerte Eintragsfläche vermieden. Des Weiteren verfügt das System über automatische Klappwände zur Temperaturkontrolle, integrierte Systeme für die Bereitstellung von Futter und Wasser und einen Schutz vor Raubtieren. Vergleichbar mit bisher nur in der Stallhaltung bekannten Systemen hat der Landwirt dabei kontinuierlichen Zugriff auf den Futter-, Wasser- und Energievorrat des Stalls sowie auf eine Analyse von deren Verbräuchen. Erstmals wird so im Mobilstall eine intelligente, datengestützte Herdenüberwachung möglich. Die Weiterentwicklung des ROVABARN SE verfolgt damit konsequent die Vorteile eines mobilen Stallsystems in der Geflügelhaltung weiter und verbindet dies mit einem hohen Automatisierungsgrad. Sie erfüllt damit die Kriterien für die Verleihung der Silbermedaille in herausragender Weise. UKKÖ Robotics Halle/Stand: 17 D45 Quelle: DLG

Rinder können auch ohne embryonales Interferon-tau trächtig werden

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LMU-Forschende widerlegen ein jahrzehntealtes Modell: Genetisch veränderte Rinderembryonen führen auch ohne Interferon-tau zu einer erfolgreichen Trächtigkeit und entwickeln sich zu gesunden Kälbern. Seit Jahrzehnten geht die Forschung davon aus, dass ein Protein namens Interferon-tau (IFNT) für die Trächtigkeit bei Rindern unverzichtbar ist. Es wird vom frühen Embryo produziert und galt bislang als Signal an die Mutter, um diejenigen hormonellen Veränderungen zu verhindern, die andernfalls die Trächtigkeit beenden würden. Forschende der LMU stellen dieses etablierte Modell nun in einer kürzlich im Fachmagazin Nature Communications veröffentlichten Studie in Frage: Rinderembryonen, denen IFNT vollständig fehlt, können demnach sehr wohl eine Trächtigkeit einleiten und aufrechterhalten, was sogar zur Geburt gesunder Kälber führt. Genetisch veränderte Kälber ohne Interferon-tau geboren Das Team unter der Leitung von Dr. Asghar Ali, Postdoktorand am Genzentrum der LMU und Professor Eckhard Wolf, Inhaber des Lehrstuhls für Tierzucht und Biotechnologie und Prodekan der Tierärztlichen Fakultät der LMU, nutzte die CRISPR-Cas9-Geneditierung, um alle funktionsfähigen Kopien der IFNT-Gene in Rinderzellen zu eliminieren. Mit den entsprechend veränderten Zellkernen erzeugten sie geklonte Embryonen und transferierten diese in Empfängertiere. Das Ergebnis überraschte die Forschenden: Obwohl die Embryonen kein IFNT produzierten, entwickelten sie sich in den frühesten Stadien völlig normal und führten zu erfolgreichen Trächtigkeiten. Am 26. Februar 2026 kamen zwei gesunde weibliche Kälber zur Welt, denen nachweislich alle funktionsfähigen IFNT-Gene fehlten. „Unsere Ergebnisse stellen eine grundlegende Annahme in der Reproduktionsbiologie infrage. Wir haben gezeigt, dass Rinderembryonen Trächtigkeiten einleiten und sich bis zum Geburtstermin entwickeln können, ohne Interferon-tau zu produzieren – ein Signal, das bisher als unverzichtbar galt“, sagt Asghar Ali, korrespondierender Autor der Studie. Wie funktioniert die Kommunikation zwischen Embryo und Mutter? Die Forschenden untersuchten zudem, wie die Gebärmutter der Mutterkuh auf Embryonen ohne IFNT reagierte. Obwohl die charakteristische, durch Interferon ausgelöste Reaktion ausblieb, setzten sich die Schwangerschaften fort. Dies deutet darauf hin, dass alternative Signalmechanismen die für eine Schwangerschaft erforderlichen hormonellen Bedingungen aufrechterhalten können. Ein möglicher Kandidat ist Prostaglandin E2, ein Signalmolekül, das möglicherweise zur Erhaltung des Gelbkörpers beiträgt – jener Struktur im Eierstock, die für die Produktion des trächtigkeitsunterstützenden Progesterons verantwortlich ist. Seine genaue Rolle muss jedoch noch geklärt werden. „Diese Ergebnisse verändern unser Verständnis davon, wie der Embryo mit der Mutter kommuniziert, grundlegend. Die nächste Herausforderung besteht darin, die alternativen Signale zu identifizieren, welche die Entstehung und die Aufrechterhaltung einer Trächtigkeit ermöglichen“, sagt Eckhard Wolf, korrespondierender Autor der Studie. Die Ergebnisse eröffnen neue Wege für die Erforschung früher Trächtigkeitsverluste, einer großen Herausforderung in der Rinderzucht. Die Identifizierung der Mechanismen, die eine Trächtigkeit unabhängig von IFNT aufrechterhalten, könnte letztlich zu einer verbesserten Reproduktionseffizienz bei Nutztieren beitragen. Quelle: Ludwig-Maximilians-Universität München

EuroTier 2026 Silbermedaille: Silver Bullet – Automatisches Klauentreibegatter

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Der direkte Umgang mit Tieren gehört insbesondere in der Rinderhaltung zu den anspruchsvollsten und unfallträchtigsten Arbeiten mit hohen Anforderungen an die Arbeitssicherheit des tierbetreuenden Personals, nicht zuletzt begründet durch die Größe der Tiere, ihr hohes Körpergewicht und ihr Verhalten. Besonders bei tiermedizinischen Maßnahmen wie auch beim Klauenschneiden besteht immer ein erhöhtes Verletzungsrisiko. Eine zentrale Herausforderung ist das sichere und möglichst stressarme Eintreiben der Tiere in den Klauen- oder Behandlungsstand. Herkömmliche Stände arbeiten häufig mit mehreren manuell bedienbaren Barrieren sowie Leitgittern und erfordern eine zusätzliche Person, um die Tiere sicher in den Stand zu führen. Die direkte Nähe des Bedieners kann dabei Stress und Unsicherheit auslösen und dazu führen, dass die Tiere zurückweichen oder den Bewegungsfluss unterbrechen. Auch konventionelle hydraulische Systeme der Tiervereinzelung bergen Risiken: Bei einem doppeltwirkenden Zylinder kann bei einem stehenbleibenden Tier weiterhin eine hohe Kraft auf die Barriere wirken, wodurch Verletzungen entstehen können. Darüber hinaus verursachen herkömmliche Metallbarrieren durch Reibung und das Aufeinandertreffen von Stahlteilen erhebliche Geräusche, die bei den geräuschempfindlichen Rindern zusätzlichen Stress auslösen und den Arbeitsablauf verlangsamen können. Auch Transport, Demontage und Wartung sind bei bestehenden Systemen häufig mit erheblichem Aufwand verbunden. Der SilverBullet entwickelt diesen Prozess konsequent weiter. Seine zentrale Innovation ist eine synchronisierte Steuerung des Zutriebs durch mechanisch verbundene Technikelemente. Durch die Entriegelung über einen einzigen Hebel werden mehrere Gitter und Tore wie das Heckgatter, die seitliche Ziehharmonikabarriere sowie das Vereinzelungsgatter gesteuert. Auf diese Weise wird ein effizienter „Cow-in-Cow-out-Ablauf“ ermöglicht, der von nur einer Person bedient werden kann. Für zusätzliche Sicherheit sorgt ein einseitig wirkender Hydraulikzylinder: Die Hydraulik öffnet das Sortiergatter, während eine integrierte Feder für das Schließen sorgt. Stoppt ein Tier, kann es die Federkraft leicht überwinden, wodurch gefährliche Druckkräfte vermieden werden. Geräuschreduzierende Bauteile, eine mobile Abstützung sowie die vereinfachte Demontage verbessern zusätzlich Tierwohl, Arbeitssicherheit und -effizienz sowie Wartungsfreundlichkeit. Der SilverBullet stellt damit eine wegweisende Weiterentwicklung für den direkten Umgang mit den Tieren in der Rinderhaltung dar. ANKAPODOL S.L. Halle/Stand: 11 B16 Quelle: DLG

EuroTier 2026 Silbermedaille: Weanex NEO

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Gängige Strategien zur Verbesserung der Futteraufnahme bei Ferkeln basieren auf besonders schmackhaften Zutaten, herkömmlichen Aromen, Süßungsmitteln, Fütterungsmanagement und einer optimierten Nährstoffversorgung. Diese Ansätze erhöhen zwar die Attraktivität des Futters, nutzen aber nicht gezielt die angeborene Fähigkeit der Ferkel, mütterliche Geruchssignale vor und unmittelbar nach der Geburt zu erkennen. Weanex NEO ist ein patentiertes, neues sensorisches Konzept zur Förderung der freiwilligen Festfutteraufnahme beim Ferkel, das natürliche flüchtige Verbindungen der Plazenta, des Kolostrums und der Sauenmilch nachahmt. Diese gezielt eingesetzten mütterlich assoziierten Verbindungen regen die Ferkel dazu an, Festfutter früher zu erkunden und zu fressen, erleichtern so den Übergang von Milch zu Festfutter und ergänzen herkömmliche Ernährungsstrategien mit dem biologisch inspirierten Ansatz der Verringerung der Neophobie – also der Angst vor Neuem und unbekannten Situationen. Darüber hinaus verbessert der Zusatz von Neohesperidin-Dihydrochalkon die Schmackhaftigkeit des Futters bei paralleler Überdeckung unangenehmer Geschmacksnoten anderer funktioneller Inhaltsstoffe. Eine frühere Festfutteraufnahme führt im Endeffekt insgesamt zu einer beschleunigten Anpassung des Verdauungssystems. Die Förderung der Futteraufnahme, beginnend mit den ersten Lebenstagen, entfaltet positive Wirkungen während der Umstellung auf Festfutter, was ebenso die Wachstumsleistung, die Gleichmäßigkeit des Wurfs und die Produktivität nach dem Absetzen steigert. Wenex NEO stellt damit eine entscheidende Weiterentwicklung bei den Fütterungsstrategien in der Ferkelaufzucht dar. HealthTech BioActives, S.L.U. Halle/Stand: 20 D14 Quelle: DLG

EuroTier 2026 Silbermedaille: Covamino 2.0

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In der Rinderfütterung bauen die Mikroorganismen im Pansen einen Großteil des gefütterten Eiweißes ab. Da dies die Milchleistung der Tiere bei unvermindertem Eiweißgehalt erhöhen kann, sodass Steigerungen der Milcheiweißleistung um etwa 10 % möglich sind, wurden bereits in der Vergangenheit vielfältige Ansätze verfolgt, um Proteine im Futter vor einem Abbau im Pansen zu schützen. Bis zu dessen Verbot in der Tierfütterung 2023 nutzte man häufig eine Formaldehydbehandlung. Derart behandelte Proteine sind bei dem im Pansen vorherrschenden pH-Wert relativ stabil, sind aber nach der Passage des sauren Labmagens im Dünndarm voll verdaulich und nutzbar. Das von FeedValid entwickelte Covamino 2.0 stellt eine Produktlinie für pansengeschützte Proteine dar, die mithilfe einer völlig neuen Technologie hergestellt werden und – im Vergleich zur Formaldehydbehandlung – eine gleichwertige oder bessere Pansenschutzwirkung und Verdaulichkeit aufweisen. Das Protein wird vor vorzeitigem Abbau im Pansen geschützt und steht als Bypass-Protein im Dünndarm mit hoher Dünndarmverdaulichkeit zur Verfügung. Ergänzend wird die Schmackhaftigkeit gegenüber anderen Produkten bzw. Behandlungsmethoden positiv herausgestellt. Zum Schutz vor dem Abbau wird die mehrphasig ablaufende Maillard-Reaktion genutzt. Ziel dabei ist, die Melanoidin-Phase zu nutzen, da diese für den Schutz vor dem Abbau im Pansen zentral ist. Zudem soll verhindert werden, dass der Karbonisierungsprozess einsetzt, der mit einem Rückgang der Verdaulichkeit und Energieverlusten verbunden ist. Mit den herkömmlichen Verfahren war es bisher nicht möglich, alle Proteine in die Melanoidin-Phase zu bringen, ohne dass es zur Karbonisierung kommt. Wie aktuelle Untersuchungen in Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum ILVO in Belgien und Schothorst Feed Research in den Niederlanden zeigen, wird es mit der neu entwickelten Technologie von FeedValid erstmals möglich, eine hohe Menge an verdaulichem Protein sowohl aus Raps- als auch aus Sojaprotein zu gewinnen. Dies ermöglicht Milchkuhhaltern, den Gehalt an dünndarmverdaulichem Protein in der Ration zu erhöhen, ihre Tiere bedarfsgerechter zu versorgen sowie die Stickstoffausscheidungen zu reduzieren. FeedValid B.V. Halle/Stand: 21 B33 Quelle: DLG

EuroTier 2026 Goldmedaille: SmartCalving

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In modernen Ställen kommt eine Vielzahl an Sensoren und digitalen Systemen zum Einsatz. Sie erfassen kontinuierlich Tier-, Klima- und Betriebsdaten, bereiten diese zu Informationen auf und stellen sie dem Anwender zur Verfügung. Dennoch bleibt ein entscheidender Schritt häufig dem Menschen überlassen: die eigentliche Handlung. Die vorhandenen Technologien arbeiten weitgehend als Einzellösungen und kommunizieren nicht miteinander. Erkennt beispielsweise ein Sensorsystem eine bevorstehende Abkalbung, muss der Landwirt selbst reagieren und entsprechende Maßnahmen im Stall auslösen. Gerade bei nächtlichen Ereignissen bedeutet dies einen hohen Arbeitsaufwand und setzt die Anwesenheit des Menschen voraus. Eine echte, intelligente Automatisierung des Stalles ist damit bislang nur eingeschränkt möglich. Lock GmbH SmartSolutions hat nun gemeinsam mit smaXtec mit SmartCalving eine intelligente Lösung für den Abkalbebereich entwickelt, die diesen bisher fehlenden Automatisierungsschritt erstmals konsequent umsetzt. SmartCalving verbindet externe Tiersignale mit den Klimadaten des SEB Farmmanagement Systems und den vorhandenen Aktoren im Abkalbebereich, darunter Curtains, Ventilatoren und Tore. Wird über die Sensorik eine bevorstehende Abkalbung erkannt, löst das System automatisch zuvor definierte Maßnahmen aus. So wird beispielsweise das Stallklima angepasst und der Abkalbebereich in einen optimal geschützten, zugluftfreien Zustand versetzt. Nach dem Ereignis kehrt das System selbstständig in den regulären Automatikbetrieb zurück. Der innovative Charakter liegt in der Verbindung zweier bislang weitgehend getrennter Welten: der präzisen Tiergesundheitsüberwachung und der intelligenten Gebäude- oder Techniksteuerung. Aus einem reinen Warnsignal wird erstmals eine automatisierte Handlung. Damit wird Sensorik nicht nur zur Informationsquelle, sondern zum Auslöser eines vollständigen digitalen Prozesses. SmartCalving zeigt damit, wie aus vernetzten Einzellösungen ein wirklich intelligenter, autonom handelnder bzw. agierender Stall werden kann. Lock GmbH SmartSolutions (Gemeinschaftsentwicklung mit smaXtec GmbH) Halle/Stand: 12 D58 Quelle: DLG

EuroTier 2026 Goldmedaille: Smarte Abferkelbucht: KI-gestützte Tierwohlanalyse und adaptive Stallsteuerung

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Assistenzsysteme zur Unterstützung der Tierbeobachtung durch den Landwirt gewinnen immer stärker an Bedeutung, vor allem zur weiteren Steigerung des Tierwohls. Die Interpretation der über solche Systeme mit Videobeobachtung und automatischer Auswertung des Tierverhaltens gewonnenen Daten und die sich daraus ergebenden Schlussfolgerungen und Anpassungen der Haltungsumgebung erfolgten bislang in einzelnen Schritten und manuell durch den Landwirt. Mit der Smarten Abferkelbucht stellt die WEDA Dammann & Westerkamp GmbH erstmals eine Automatisierung dieses gesamten Prozesses vor und schließt damit die bisher klaffenden Lücke, direkt aus dem Tierverhalten in Echtzeit und automatisiert Regelgrößen im Stall anzupassen. Die Smarte Abferkelbucht ist ein nachrüstbares, kamerabasiertes und KI-gesteuertes Assistenzsystem für WEDA-Abferkelbuchten, das das Verhalten von Sau und Ferkeln rund um die Uhr analysiert. Die KI verknüpft eine Echtzeit-Verhaltensanalyse der Tiere mit der automatischen Stall- und Fütterungstechnik. So können anhand des Tierverhaltens Regelgrößen wie die Ferkelnesttemperatur oder die Futterkurve angepasst werden, ohne dass der Landwirt selbst aktiv werden muss. Auf diese Weise wird erstmals das Tierverhalten aktiv in die Steuerung der Haltungsumgebung eingebunden, mehr noch, die Tiere steuern den Stall quasi selbst. Die so entstandene autonome Abferkelbucht agiert proaktiv statt reaktiv und schließt die Lücke zwischen digitaler Erfassung und automatisierter Ausführung im Stall. WEDA Dammann & Westerkamp GmbH (Gemeinschaftsentwicklung mit VetVise GmbH) Halle/Stand: 17 B04 Quelle: DLG