Aufgrund des nachhaltigen Erfolgs: Klauenpflaster Mortella Heal von Dr. Kenndoff jetzt deutlich günstiger

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Zahlreiche Betriebe setzen schon lange auf das Klauenpflaster Mortella Heal von Dr. Kenndoff. Denn Mortella Heal kann Kühen sehr schnell Linderung bei Fußproblemen wie z.B. Mortellaro, Hornspalten, offenen Stellen im Zwischenklauenspalt und selbst bei Tylomen verschaffen.

„Die hervorragende Produktleistung, der hohe Bekanntheitsgrad und die breite Akzeptanz von Mortella Heal machen ganz erhebliche Einsparungen möglich. Diese möchte ich als Dankeschön für das entgegengebrachte Vertrauen in vollem Umfang an meine langjährigen Kunden weitergeben“, erklärt Dr. Jochen Kenndoff.

Deshalb hat Dr. Kenndoff für Bestandskunden zum 1. Januar 2021 die Preise um bis zu 61 % gesenkt:
• 24 Anwendungen der kleinen Größe (72×72 mm) mit allem erforderlichen Fixiermaterial kosten nun netto 224,22 €,
• 12 Pflaster der großen Größe (162×86/50 mm) netto 175,70 €.

Neukunden erhalten für die korrekte Anwendung des Mortella Heal-Pflasters auf ihrem Betrieb eine Einweisung in die Verbandstechnik. Bei anschließender Abnahme von zwei weiteren Sets zum Normalpreis erhalten sie kostenfrei zusätzlich ein Set der großen Größe.

Mit Mortella Heal ist Mortellaro bereits im Ansatz effektiv zu bekämpfen. Profitieren Sie von einer intakten und funktionsfähigen Haut, die sich unter Mortella Heal bilden kann. Mortella Heal: Für bestmöglichen Schutz gegen Mortellaro.

Weitere Informationen und Bestellungen unter: www.dr-kenndoff.eu oder Tel.: 040-79 01 21 10.

Quelle: Dr. Kenndoff

Frühe Impfung von Ferkeln gegen Ebergeruch: Forscherteam mit Göttinger Beteiligung untersucht die Immunokastration

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Forscherinnen und Forscher des Thünen Institutes für Ökologischen Landbau und von der Universität Göttingen haben erstmals eine sehr frühe Impfung bei männlichen Ferkeln erprobt, um Ebergeruch beim Fleischverzehr zu vermeiden. Das Projektteam erhob umfangreiche Daten zu den Auswirkungen auf die Mastleistung, auf die Fleisch- und Fettqualität sowie auf das Verhalten und Wohlbefinden der Tiere. Die Ergebnisse der Studie sind in der Fachzeitschrift Animals erschienen.

Insgesamt 109 Schweine wurden in drei Versuchsdurchgängen entweder sehr früh, also in der 3. und 7. Lebenswoche, oder herkömmlich während der Mast in der 12. und 19. Lebenswoche mit Improvac© geimpft. Bei über 90 Prozent der Versuchstiere wurde die Entwicklung von Ebergeruch zuverlässig gehemmt. Die Produktionsleistungen sowie das Verhalten und Wohlbefinden der Tiere unterschieden sich nicht zwischen den beiden Impfverfahren. Bei der Fleisch- und Fettqualität gab es keine nennenswerten Unterschiede zur herkömmlichen Anwendung der Immunokastration während der Mast.

„Die frühe Impfung gegen Ebergeruch lässt sich gut in die jeweiligen Arbeitsabläufe bei ökologischen und konventionellen Ferkelerzeugern integrieren, was vor allem das Handling im Vergleich zum älteren Mastschwein deutlich erleichtert“, erläutert Ralf Bussemas vom Thünen-Institut für Ökologischen Landbau in Trenthorst. „Mit Hilfe dieser bis dato einzigartigen Studie zeigen wir eine Möglichkeit, die Impfung gegen Ebergeruch auch für kleine und mittlere Betriebe umsetzbar zu machen“, ergänzt Dr. Johanna Mörlein vom Department für Nutztierwissenschaften der Universität Göttingen.

Die Ergebnisse verdeutlichten, dass die Immunokastration als nicht-invasive Maßnahme besonders geeignet ist, um bereits im frühen Stadium die Entstehung von Ebergeruch zu beeinflussen, ohne die Ferkel dem Stress einer chirurgischen Kastration auszusetzen. Offen bleibt, ob eine höhere als die im Versuch eingesetzte Impfdosis Geruchsabweichungen vollständig verhindern kann.

Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags gefördert.

Quelle: Georg-August-Universität Göttingen

Tiertransporte bedeuten Stress! Kälber sind beim Transport besonders gefährdet

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Die Bundestierärztekammer (BTK) und die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT) haben gemeinsam ein Positionspapier erarbeitet, in dem wichtige veterinär- und tierschutzfachliche Forderungen zum Transport von Kälbern formuliert sind.

„Tiertransporte sind immer mit unvermeidbarem Stress für die Tiere verbunden. Gerade bei so jungen Tieren, wie Kälbern, darf das geringe Anpassungsvermögen bei der Bewältigung von Stresssituationen keinesfalls überfordert werden“, sagt Dr. Uwe Tiedemann, Präsident der BTK. Vor Beginn des Transportes muss die Notwendigkeit eines Transportes gegeben sein, die Transportfähigkeit eines jeden Tieres sorgfältig geprüft werden und das Einhalten der Tierschutzanforderungen sowie die Bedarfsdeckung der Tiere unter den jeweils zu erwartenden Transportbedingungen gewährleistet sein. Das Positionspapier soll eine veterinärfachliche Bewertung zum Transport von Kälbern darlegen. „Gleichzeitig möchten wir auf rechtliche Änderungen hinwirken und bis dahin die Einhaltung ergänzender Mindestanforderungen an den Transport von Kälbern einfordern“, erklärt Andreas Franzky, Vorsitzender der TVT.

Veterinär-/tierschutzfachliche Forderungen sind u. a.:

• Kälber sind bis zum Abschluss der 4. Lebenswoche nicht transportfähig.
• Die Transportdauer nicht abgesetzter/nicht entwöhnter Kälber darf acht Stunden nicht übersteigen.
• Nicht abgesetzte Kälber dürfen vom Herkunftsbestand bis zum endgültigen Bestimmungsort über maximal eine Sammelstelle befördert werden, sie müssen dort bedarfs- und verhaltensgerecht gefüttert und getränkt werden.
• Kälber dürfen erst dann mehr als acht Stunden transportiert werden, wenn sie ihren Bedarf für Erhaltung und Aufbau über Festfutter und Wasser decken können, also frühestens, wenn der Prozess des Absetzens abgeschlossen ist. Kälber dürfen nicht erst für den Transport abgesetzt werden.

Positionspapier zum Transport von Kälbern
Quelle: BTK

THESEO DEUTSCHLAND: Neues und Bewährtes auf der EuroTier Digital 2021!

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Wir sind bereit und freuen uns, Ihnen auf der EuroTier digital einen spannenden Messestand zu präsentieren, der eine Vielzahl von Themen aufgreift, u.a. die folgenden:

ANGEKOMMEN – UNSER NEUER AUFTRITT FÜR THESEO DEUTSCHLAND
Wir präsentieren uns mit einem neuen Auftritt auf der EuroTier Digital. Ab sofort ist THESEO Deutschland mit einem neuen Logo unterwegs und nutzt ein für alle THESEO-Standorte einheitliches Etikettenlayout.

IHR PARTNER IM KAMPF GEGEN ASP UND AVIÄRE INFLUENZA
Wir sind Ihr Partner im AGRAR-Bereich, wenn es um erfolgreiche Hygienekonzepte bzw. um die Steigerung des Wohlbefindens der Tiere geht. Wir stehen für Qualitätsprodukte und können mit unserem Know-how dazu beitragen, die Wirtschaftlichkeit Ihrer Betriebsprozesse zu erhöhen. Denn die Gesundheit Ihrer Tiere liegt uns am Herzen.

TEUFLISCH WIRKSAM: DAS 2-IN-1 – PRODUKT MEFISTO SHOCK
Sie sind der Experte für Ihre Tiere – wir für die Stallhygiene. Gemeinsam können wir erfolgreich sein.

Nutzen Sie unsere attraktive MEFISTO-SHOCK-Frühjahrs-Aktion! Das Produkt verfügt über eine einzigartige, außergewöhnlich vielseitige Wirkung gegen Bakterien, Viren, Pilze, Käfer, Schaben, Milben und Fliegen!

Die Fliegensaison rückt näher – profitieren Sie gerade jetzt vom doppelten Nutzen einer Desinfektion mit MEFISTO SHOCK mit zusätzlicher insektizider Wirkung. Sie vereint gleich zwei Behandlungen in einer Anwendung – das spart Zeit und Geld und ist darüber hinaus äußerst effektiv.

Weitere Informationen gibt es unter www.teuflisch-wirksam.de.

Suchen – Finden – Gewinnen
Nehmen Sie an unserem Such-Gewinnspiel teil und gewinnen Sie mit etwas Glück ein hochwertiges Apple iPad!

Diese Themen und noch viel mehr präsentieren wir Ihnen auf der EuroTier digital und wir freuen uns, Sie auf unserem virtuellen Messestand zu begrüßen.
Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Kennzeichnung und Produktinformationen lesen.

Quelle: Theseo Deutschland GmbH

Blütenvielfalt könnte Insektizid-Effekte auf Wildbienen ausgleichen – Studie aus Göttingen und Hohenheim

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Eine höhere Blühpflanzenvielfalt erhöht den Bruterfolg von Wildbienen und könnte helfen, negative Effekte von Insektiziden auszugleichen. Das haben Forschende der Universitäten Göttingen und Hohenheim sowie des Julius-Kühn-Instituts in einem groß angelegten Experiment festgestellt. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Ecology Letters erschienen.

Für ihren Versuch untersuchten die Forschenden, wie erfolgreich sich die ökologisch und ökonomisch bedeutsame Wildbiene Osmia bicornis (Rote Mauerbiene) vermehrte. In mehr als 50 Flugkäfigen wurden die Wildbienen hierbei mit verschieden artenreichen Blühmischungen und insektizid-behandeltem Raps zusammengebracht. Anschließend wurde über mehrere Monate der Reproduktionserfolg der Wildbienen, gemessen an der Zahl ihrer Brut und geschlüpfter Nachkommen, untersucht.

Das Forschungsteam fand heraus, dass sich die Zahl der angelegten Brutzellen der Wildbienen, bei denen artenreiche Blühmischungen verfügbar waren, im Vergleich zu den Tieren, bei denen nur Raps-Monokulturen verfügbar waren, verdoppelte. Der Reproduktionserfolg der Wildbienen, die ihre Nachkommen mit Pollen und Nektar versorgen müssen, erhöhte sich sowohl in Käfigen mit einer großen Blühpflanzenvielfalt als auch durch das Vorhandensein einzelner, besonders wichtiger, Pflanzenarten. War für die Tiere hingegen Raps verfügbar, der mit Clothianidin, einem Insektizid aus der Klasse der Neonicotinoide, gebeizt war, wirkte sich dies negativ auf den Reproduktionserfolg aus. Jedoch trat dieser negative Insektizid-Effekt nur in Käfigen mit Raps-Monokulturen auf, was auf eine Kompensation solcher Effekte in Käfigen mit alternativen Nahrungsressourcen aus artenreichen Blühmischungen schließen lässt.

Die Studie zeigt, dass sowohl die Vielfalt von Blühpflanzen als auch Insektizide die Reproduktion von Wildbienen maßgeblich beeinflussen, wobei eine hohe Blühpflanzenvielfalt die negativen Effekte von Insektiziden ausgleichen könnte. „Eine mögliche Erklärung ist, dass die Bienenlarven weniger Insektiziden ausgesetzt sind, und sie von zusätzlichen Nährstoffen profitieren, wenn ihnen neben Raps auch Pollen anderer Pflanzenarten zur Verfügung steht“, erläutert Felix Klaus, Erstautor der Studie und Doktorand in der Abteilung Agrarökologie der Universität Göttingen. „Unsere Ergebnisse betonen die wichtige Rolle von artenreichen Blühressourcen für Wildbienen“, ergänzt Prof. Dr. Ingo Grass, Leiter der Abteilung Ökologie Tropischer Agrarsysteme an der Universität Hohenheim. „Wenn ausreichend diverse Blühressourcen in der Agrarlandschaft vorhanden sind, dann könnte dies den negativen Effekten von Monokulturen und Insektiziden entgegenwirken“, so Prof Dr. Teja Tscharntke, Leiter der Abteilung Agrarökologie an der Universität Göttingen.

Quelle: Georg-August-Universität Göttingen

Kälbergesundheit: Kokzidiendurchfälle in Gruppenbuchten

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Von Dr. Hans-Jürgen Kunz, Institut für Tierzucht und Tierhaltung, Christian-Albrechts-Universität Kiel

Treten Kälberdurchfälle in Gruppenbuchten auf, und wird eine Kotprobe eingeschickt, um den Erreger bestimmen zu lassen, werden nicht selten Kokzidien gefunden, zu denen verschiedene Eimerienarten gehören. Eimerien gehören ebenso wie die Kryptosporidien zu den einzelligen Endoparasiten. Es gibt jedoch wesentliche Unterscheidungsmerkmale zwischen beiden Durchfallerregern, die sehr wichtig bei der Bekämpfung und eventuell der Behandlung solcher Kälberdurchfälle sind.

Nicht alle der Eimerienarten, die bei Rindern nachgewiesen werden können, lösen auch Durchfälle aus. Zu starken, bis hin zu wässrigen und blutigen Durchfällen kann es kommen, wenn Eimeria bovis oder auch Eimeria zuernii am Durchfallgeschehen beteiligt sind. Um genau zu wissen, welcher Erreger den Durchfall auslöst, sollte auf jeden Fall ein Erregernachweis durchgeführt werden.

Besonderheiten der Eimerien
Bei Kälbern bzw. Jungrindern sind drei Eimerienarten bekannt, die für besonders starke Durchfälle verantwortlich sein können. Es sind die bereits genannten Arten Eimeria bovis und Eimeria zuernii, die in Ställen auftreten und deren Oozysten in feuchter und warmer Umgebung besonders lange überlebensfähig sind sowie Eimeria alabamensis, ein Endoparasit, der hauptsächlich auf der Weide übertragen wird und dort auch überwintert.

Die Vermehrung der Eimerien findet in der Darmschleimhaut statt, nachdem die Kälber sporulierte Oozysten aufgenommen haben. Bei einer feuchtwarmen Umgebung im Stall dauert die Sporulation etwa zwei bis drei Tage. Im Darm der Kälber werden aus den Oozysten Sporozoiten freigesetzt, die sich anschließend in der Darmwand einnisten. Dort beginnen sie nach einer sechs bis sieben Tage dauernden Reifung mit der ersten Teilung. Die Reifung dieses zweiten Stadiums zu reifen Meronten benötigt etwa eine Zeitspanne von 14 bis 18 Tagen. Anschließend vollziehen sich dann in kurzer Zeit im Blind- und im Dickdarm eine weitere ungeschlechtliche Teilung sowie eine abschließende Teilung, bei der männliche und weibliche Zellen entstehen, die sich am Ende wiederum zu einer neuen Oozyste vereinigen und über den Kot ausgeschieden werden.

Eimerien oder Kryptosporidien?
Wichtig ist es, Durchfälle, die durch Eimerien entstanden sind, von denen, die durch Kryptosporidien verursacht werden, zu unterscheiden. Zunächst scheint das sehr einfach zu sein. Die Zeitspanne von der Oozysten-Aufnahme bis zum Krankheitsausbruch, also den ersten Durchfällen, ist bei Kryptosporidieninfektionen deutlich kürzer als bei Eimeriosen (Kokzidiosen). Kryptosporidiendurchfälle treten in der Regel am Ende der ersten bis zur dritten Lebenswoche auf, manchmal auch darüber hinaus. Das heißt, von der Infektion bis zum Ausbruch der Krankheit können eventuell nur drei bis fünf Tage vergehen. Bei einer Eimeriose ist diese Zeitspanne, wie zuvor beschrieben, deutlich länger. Das ist auch der Grund dafür, dass diese Durchfälle frühestens nach der dritten Lebenswoche auftreten.

Auch aus diesem Grund sollte bei einem Durchfallgeschehen im Kälberbestand immer ein Erregernachweis durchgeführt werden. Der Nachweis kann bei Kryptosporidien mithilfe eines Schnelltests auf der Basis einer Antigen-Antikörperreaktion direkt im Stall vorgenommen werden. Bei einem Eimeriendurchfall ist zu empfehlen, Kotproben in einem dafür zertifizierten Labor untersuchen zu lassen, um den oder die Erreger zu identifizieren. In Schleswig-Holstein können solche Proben in das Landeslabor in 24537 Neumünster, Max-Eyth-Straße, eingeschickt werden, hier erfolgt bei Eimerien eine mikroskopische Untersuchung.

Prophylaxe im Stall
Das Vorhandensein von Eimerien führt nicht zwangsweise zu einem Durchfallgeschehen, auch dann nicht, wenn Eimeria bovis oder Eimeria zuernii beteiligt sind. Bei einem geringen Infektionsdruck sind die Kälber sehr wohl in der Lage, eine stabile Immunität gegen die vorhandenen Eimerienarten aufzubauen. Je größer jedoch der Infektionsdruck ist, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass die eigene Immunabwehr eine massive Vermehrung der aufgenommenen Endoparasiten nicht mehr verhindern kann und es zu Durchfällen kommt.


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Neu von Boehringer Ingelheim: FreVAX (TM) – ein innovatives nadelfreies Impfgerät für Ferkel

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Boehringer Ingelheim hat gemeinsam mit der Henke-Sass, Wolf GmbH ein innovatives nadelfreies Impfgerät für Ferkel entwickelt. Das Besondere ist, dass FreVAX intramuskulär impft. Per Federkraft werden die Impfstoffe in der üblichen Dosis von 1 oder 2 ml in den Muskel appliziert – ohne Rückstoß. Das macht FreVAX kompatibel mit den bewährten ölfreien Ferkelimpfstoffen von Boehringer Ingelheim gegen PCV2, M. hyo und PRRS. Diese können ab sofort auch nadelfrei verabreicht werden.

FreVAX ist ein akkubetriebenes Handgerät zur Impfung von Schweinen vom Absetzen bis zum Ende der Aufzucht. Die innovative Technik ist einfach zu bedienen. Leise und schonend zum Tier unterstützt FreVAX das Tierwohl. Nadelfreies Impfen reduziert die Erregerübertragung (1) und verbessert die Impfhygiene. Tierärzte und Landwirte profitieren bei FreVAX von intelligenten Sensoren und LED-Signalen, die dem Bediener eine deutliche optische Rückmeldung über die verabreichte Impfdosis geben. So behält der Anwender den Überblick, ob jedes Tier die volle Impfdosis erhalten hat. Auch lassen sich optional Warnsignale einschalten, die auf den bevorstehenden Wechsel einer Impfstoffflasche aufmerksam machen. Via Bluetooth werden die Daten zur Impfqualität in die FreVAX-App übertragen und können auf dem Smartphone ausgewertet werden. Der technische Geräteservice sowie Softwareupdates sind durch den Anwender einfach und eigenständig vor Ort durchführbar. Ein Einsenden zum Hersteller ist zu diesem Zweck nicht notwendig. Das spart enorm viel Zeit.

Tierärzte erhalten FreVAX ab Januar 2021 bei Boehringer Ingelheim.

Weitere Informationen unter frevax-nadelfrei.de

Literatur:
(1) Baker et al. 2012: Evaluation of needle-free injection device to prevent hematogenous transmission of porcine reproductive and respiratory syndrome virus. J. Swine Health Prod., 20, 123-8.

Quelle: Boehringer Ingelheim

Neu von Boehringer Ingelheim: Der blaue interne Zitzenversiegler

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Die bewährte Formel des Zitzenversieglers von Boehringer Ingelheim – jetzt ergänzt mit blauer Lebensmittelfarbe – für mehr Sichtbarkeit und Sicherheit in der Anwendung. Hierdurch sind Versieglerreste beim Ausmelken deutlich zu erkennen und lassen sich von Milch oder Mastitisflocken sicher unterscheiden. So wird die richtige Handhabung und das vollständige Ausmelken unterstützt.

Der Zitzenversiegler ist für Rinder (Milchkühe) zur intramammären Anwendung zum Zeitpunkt des Trockenstellens zugelassen, mit null Tagen Wartezeit auf essbare Gewebe und Milch. Eine Aufnahme durch das Kalb – im Kolostrum oder durch Saugen am Euter – ist unbedenklich.

Studien haben gezeigt, dass bei Kühen, die mit höherer Milchmenge trockengestellt wurden, langsamere Zitzenverschlusszeiten feststellbar1 sind. Eine Woche nach dem Trockenstellen hatten 47 % der Zitzen keinen Kreatinpfropf ausgebildet, sechs Wochen nach dem Trockenstellen blieben immer noch 23 % offen (1). Zitzenversiegler schützen das Euter vor Neuinfektionen während der Trockenstehzeit – Experten empfehlen deswegen die Anwendung bei jeder Kuh zum Trockenstellen (2).

Angeboten wird der blaue Zitzenversiegler in den Handelsformen 20 und 120 Injektoren – mit der FlexiCap und ergonomischem Stempel für eine schonende und bequeme Applikation und dem bewährten großen Hygienetuch für jede Zitze. Fragen Sie Ihren Tierarzt.

(1) Dingwell RT et al. (2004, Prev. Vet. Med. 63, 75-89.
(2) Bradley A et al. (2018), Vet Rec. 182(22):637.

Quelle: Boehringer Ingelheim

Mit der Hundepfeife Ferkelverluste senken

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Im Abferkelstall des dänischen Hofes Stovgaard bei Sønderborg werden Schweine mit der Hundepfeife zur Fütterung gerufen. Beigebracht hat ihnen das Anders Peter Andersen, seines Zeichens Schweineproduktionsberater. Bevor die Futterzuteilung ausgelöst wird, ertönt immer die Hundepfeife. Die Schweine wissen nach nur achttägigem Training genau, wann es ans Futtern geht und erheben sich.

So wird auch die Überwachung des Abferkelns erleichtert – weil die 1.500 Sauen des Betriebes aufs Pfeif-Kommando aufstehen. Denn: „das erleichtert die Betreuung und senkt die Sterblichkeit“, verrät Anders Peter Andersen.

Original-Meldung des Dänischer Fachverbands der Land- & Ernährungswirtschaft

Anmerkung: Vielleicht sollten die Tierbetreuer im Abferkelstall auch immer Leckerlis in der Tasche haben, damit der Pawlow-Reflex der Sauen erhalten bleibt.

Höhere Tierwohlstandards lassen Milchpreise steigen

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In einer Studie untersuchten Forscher*innen des ife Instituts für Ernährungswirtschaft Kiel und der Fachhochschule Kiel erstmals die Kosten höherer Tierwohlstandards bei der Milchproduktion und die daraus resultierenden Preiserhöhungen für Milch im Einzelhandel. Die Berechnungen ergaben, dass eine Preissteigerung von 10 bis 20 Cent pro Liter nötig wäre, um die Mehrkosten für Produzent*innen und Molkereien zu decken. Die Autor*innen sprechen sich für die Einführung eines staatlichen Tierwohllabels aus. Es könnte für mehr Transparenz bei der Milchproduktion sorgen und die Bereitschaft von Verbraucher*innen steigern, mehr für Milch zu bezahlen, die unter höheren Tierwohlstandards produziert wird.

Was kostet die Einhaltung höherer Tierwohlstandards bei der Milchproduktion? Wie hoch müsste der Preisaufschlag ausfallen, damit Landwirt*innen und Molkereien ihre Zusatzkosten decken können? Dies haben Forscher*innen des ife Instituts für Ernährungswirtschaft Kiel (ife Kiel) und der Fachhochschule (FH) Kiel in einer gemeinsamen Studie erstmals untersucht. Ihre Ergebnisse sollen vor allem Produzent*innen helfen, die Kosten und langfristigen Folgen einer Umstellung auf Milch mit höheren Tierwohlstandards abschätzen zu können.

Immer mehr Konsument*innen achten beim Kauf tierischer Produkte auf die Einhaltung von Tierwohlstandards. Doch eine generelle Kennzeichnungspflicht gibt es nicht, stattdessen erschweren eine Fülle unterschiedlicher Labels eine Orientierung und Bewertung. In ihrer Studie verglichen die Fachleute des ife Kiel und der FH Kiel zunächst die Anforderungen der unterschiedlichen Labels, erfassten die Präferenzen der Verbraucher*innen hinsichtlich der Einhaltung von Tierwohlstandards und ermittelten die Mehrkosten für die Betriebe und den Aufwand, der für Molkereien durch ein zusätzliches Angebot von Tierwohlmilch entsteht.

Die betrieblichen Mehrkosten erhoben die Forscher*innen durch eine Befragung der Betriebsbedingungen von 235 Milchbetrieben aus acht Bundesländern. Auf deren Basis berechneten sie, welche Investitionen notwendig wären, um höhere Tierwohlstandards zu erreichen. Als Referenz nutzen sie das Tierwohllabel „Für mehr Tierschutz“ vom Deutschen Tierschutzbund e.V., das nach ihrer Analyse die höchsten Standards an die Haltung von Milchkühen setzt und in eine Einstiegs- und eine Premiumstufe unterteilt ist. In der Einstiegsstufe betragen die Mehrkosten für die Betriebe im Durchschnitt 2,28 Cent pro Liter, in der Premiumstufe durchschnittlich 2,64 Cent pro Liter, mit hohen Variationen je nach betrieblicher Ausgangssituation. In den Molkereien belaufen sich die Mehrkosten auf 5,7 bis 18,9 Cent pro Liter.

„Eine nach höheren Standards produzierte Milch müsste im Endeffekt mindestens 10 bis 20 Cent mehr kosten“, sagt Prof. Dr. Holger Thiele (FH Kiel) und fährt fort: „Das wollen aber die wenigsten zahlen, obwohl sie sich höhere Tierwohlstandards wünschen.“ Einen Grund dafür sehen die Forscher*innen in der geringen Bekanntheit einzelner Tierwohllabels. Viele Verbraucher*innen wüssten nicht, woran sie Produkte mit höheren Tierwohlstandards erkennen könnten. Der Mehrwert durch die Einhaltung von Tierwohlstandards müsste klar nachvollziehbar und vertrauenswürdig dargestellt werden. Dies könne zum Beispiel durch ein einheitliches und leicht verständliches staatliches Tierwohllabel erreicht werden. Eine gesetzlich verpflichtende Kennzeichnung aller tierischen Produkte würde außerdem sicherstellen, dass das Label schnell einen hohen Bekanntheitsgrad erlangt.

Quelle: Fachhochschule Kiel