Bis Ende 2019 müssen etliche Schlachtbetriebe neue elektrische Betäubungsgeräte anschaffen, da eine EU-Verordnung die Verwendung vieler der vorhandenen Geräte nur noch bis dahin erlaubt. Die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V. kritisiert, dass es für die Hersteller der Betäubungsgeräte keine Verpflichtung gibt, die tierschutzkonforme Funktion ihrer Geräte vor Inverkehrbringen zu prüfen. Dies führt für die Betriebe zu Rechtsunsicherheiten und kann zu unzureichenden Betäubungen vor der Schlachtung und damit zu massiven Tierschutzproblemen führen. Deshalb fordert die TVT in einem Brief an Bundesministerin Julia Klöckner, eine Zulassungspflicht für Ruhigstellungs- und Betäubungsgeräte in die „Tierschutz-Schlachtverordnung“ aufzunehmen. Bis zu einer verpflichtenden Zulassung muss ein freiwilliges Prüfsiegel eingeführt werden. Wirtschafts-beteiligte sollen die Möglichkeit haben, Betäubungsgeräte bei einer unabhängigen Institution freiwillig prüfen zu lassen.
Eine Studie der Ludwig Maximilians Universität München sowie zahlreiche Erfahrungen aus der Überwachungspraxis zeigen, dass es schon jetzt bei der Elektrobetäubung von Schweinen häufig zu einer unzureichenden Betäubung kommt.
In den vergangenen Jahren hat die technische Entwicklung der elektrischen Betäubungsgeräte zusätzlich dazu geführt, dass es nunmehr deutlich mehr Möglichkeiten gibt, die komplexen Geräte zu programmieren und somit auch mehr Fehlerquellen. Die Ursachen für unzureichende Betäubungen sind hierbei für den Anwender als auch für das amtliche Kontrollpersonal häufig schwer zu erkennen und somit auch schwer abzustellen.
Laut TVT soll vor Inverkehrbringen unbedingt überprüft werden, dass die vorgeschriebenen Anzeigen, Warneinrichtungen und Aufzeichnungen funktionieren. Vor allem soll überprüft werden, ob die tatsächlich resultierenden Stromformen, Frequenzen und Strom-modulationen überhaupt eine effektive Betäubung gewährleisten können.
„Eine Zulassungspflicht für Betäubungsgeräte ist zwingend erforderlich, bei der für jeden Gerätetyp die tatsächliche Eignung für die Betäubung der vorgesehenen Tierkategorien nachgewiesen werden muss“, so Thomas Blaha, Vorsitzender der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz e.V.
Alle Merkblätter der TVT finden Sie auf der Homepage der TVT
Quelle: Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V.
Jedes Jahr im Sommer erreicht das Team rund um Joep Driessen von CowSignals Fragen aus der ganzen Welt zu einem bestimmten Verhalten der Kühe: „Unsere Kühe drängen sich zu einem bestimmten Zeitpunkt des Tages (gegen Mittag) in einem bestimmten Bereich der Scheune zusammen und bewegen sich nicht“, so Jan Hulsen, Mitgründer von Vetvice. Dieses Verhalten hört jeden Tag zur gleichen Zeit am Ende des Nachmittags auf und ist im Herbst verschwunden, wenn die Temperatur sinkt.
Die Experten von Vetvice haben eine Menge dieser Fälle überprüft und ihre Schlussfolgerung ist, dass es durch die Suche nach Frischluft verursacht wird. Kühe stehen als Gruppe in dem Teil des Stalls, in dem die Luft frisch ist, und meiden die Bereiche, wo es nicht frisch ist.
Eine Verhaltenskomponente ist die Tatsache, dass sich Kühe in der Natur als Reaktion auf stechende und beißende Insekten gruppieren. Die Experten glauben nicht, dass Insekten die Hauptursache für das Kuscheln sind, aber es ist bekannt, dass Insekten nicht an Orten mit gutem Luftstrom gefunden werden. Dieser Instinkt kann also das Kuschelverhalten verstärken.
Das Team von CowSignals rät, einmal im den Stall herum zu gehen, wenn die Kühe sich wieder aneinander drängen, und die Nase zu benutzen, um die Luft an verschiedenen Stellen zu beurteilen. Ihre Erfahrung ist, dass Kühe immer an Orten stehen, an denen die Luft frisch ist und dass die Luft an anderen Orten feucht und warm sein kann, manchmal sogar unangenehm wegen der Schadgase aus der Gülle.
In einer beträchtlichen Anzahl von Fällen, die sie sich angesehen haben, begann das Verhalten ziemlich abrupt. Dies waren alle Fälle eines Umbaus oder eines Gebäudes, das die Belüftung des Stalls beeinflusste.
Eine unzureichende Belüftung verursacht mehr Schäden und Probleme, als die meisten Milchbauern wissen. Eine schlechte Lüftung führt dazu, dass Kühe mehr Energie in die Abkühlung investieren müssen, was zu Hitzestress führt. Es erzeugt auch einen höheren Infektionsdruck für Bakterien und Viren, was zu mehr Hufproblemen und Euterinfektionen führt. Darüber hinaus führt der Mangel an frischer Luft zu höheren Ammoniakkonzentraten.
Landwirte, die ihren Stall bzw. dessen Lüftung verbessern wollen, sollten zunächst einen Experten einen Lüftungsplan für ihren gesamten Stall erstellen lassen. Dies ist die Grundlage. Dies beinhaltet auch einen Plan mit Vorkehrungen zur Bewältigung von Hitzestress.
Die unabhängigen Experten von Vetvice können diese Pläne für erstellen: Nico Vreeburg (vreeburg@vetvice.nl / 06 51 83 43 96), Bertjan Westerlaan (westerlaan@vetvice.nl / 06 27 45 46 62) und Wiebe Veenstra (veenstra @ vetvice.nl / 06 52 31 10 91).
Die Fixierung von Sauen in der Abferkelbucht ist ein Auslaufmodell. Am 19. Juni lud die ISN zu einer Infoveranstaltung nach Vestrup-Bakum, auf der aktuelle Forschungsergebnisse zum Thema präsentiert wurden.
In Österreich dürfen Sauen in Zukunft höchstens zeitweise fixiert werden, außerdem wurden in unserem Nachbarland neue Mindestmaße für Buchten festgelegt. Da aber aktuell keine passenden Buchten auf dem Markt sind, hat ein Verbund aus wissenschaftlichen Einrichtungen, Stallbaufirmen, schweinehaltenden Betrieben und der Landwirtschaftskammer Österreich verschiedene Konzepte entwickelt und in der Praxis getestet. Das Projekt „Pro-SAU“ wurde im Sommer 2017 abgeschlossen und dessen Ergebnisse präsentierte PD Dr. Isabel Hennig-Pauka, die neue Leiterin der TiHo-Außenstelle Bakum (und in ihrer ehem. Funktion als Leiterin der Schweineklinik Wien Mitglied des österreichischen Projekt-Teams).
Spätestens ab 1. Januar 2033 dürfen in Österreich Sauen im Abferkelbereich nur noch zeitweise, d.h. bis zum Ende der kritischen Lebensphase der Ferkel, fixiert werden. Die Abferkelbuchten müssen außerdem eine Mindestfläche von 5.5 m2 sowie eine Mindestbreite von 160 cm aufweisen. Die Buchten müssen so gestaltet sein, dass der Abferkelstand zu öffnen ist und sich die Sauen einige Tage nach der Geburt frei in der Bucht bewegen können.
Auch der Zeitraum für die Gruppenhaltung von tragenden Sauen wurde verlängert. Die Tiere dürfen nach dem Absetzen nur noch für den Zeitraum von max. 10 Tagen zum Decken einzeln gehalten werden. Für Neu- und Umbauten gilt diese Regelung schon seit März 2012, für alle anderen Betriebe gilt eine Übergangszeit bis zum 1. 1. 2033.
Aus sieben Prototypen entwickelten die Österreicher drei Bucht-Varianten (LK-Buchten), die anschließend in drei Forschungs- und sechs Praxisbetrieben getestet wurden: Eine „Flügelbucht“
Foto Pro-SAU
eine „Knickbucht“
Foto Pro-SAU
und die „Trapezbucht“.
Foto Pro-SAU
Zusätzlich wurden die beiden bereits verfügbaren Buchtentypen „SWAP“ und „Pro Dromi“ in den Test einbezogen.
Da die höchsten Ferkelverluste innerhalb der 1. Lebenswoche zu erwarten sind, wurden folgende Fixierungsvarianten gewählt:
Fixierungsvariante 6 Fixierung im Abferkelstand ab einem Tag vor dem errechneten Geburtstermin (114. Trächtigkeitstag) bis zum 6. Lebenstag der Ferkel
Fixierungsvariante 4 Fixierung im Abferkelstand ab einem Tag vor dem errechneten Geburtstermin (114. Trächtigkeitstag) bis zum 4. Lebenstag der Ferkel
Fixierungsvariante 3 Fixierung im Abferkelstand beginnend nach Abschluss der Geburt bis zum 4. Lebenstag der Ferkel
Fixierungsvariante 0 (Kontrolle): Keine Fixierung der Sau während des gesamten Aufenthalts in der Abferkelbucht (freie Abferkelung)
Unter den Verlustursachen stehen Erdrückungen mit ca. 90% an erster Stelle. Die freie Abferkelung (Variante 0) führte in allen Buchtentypen zu den höchsten Ferkelverlusten: in den drei neu entwickelten LK-Buchten durchschnittlich 16,95 %, in Pro Dromi 20,77 % und in SWAP 21,26%
Bei Fixierung der Sau für drei Tage post partum (Varianten 3 und 4) konnten die Ferkel-verluste deutlich vermindert werden. Variante 3: LK = 13,25%, Pro Dromi = 16,40% und SWAP = 16,80% und Variante 4: LK = 10,71%, Pro Dromi = 13,34% und SWAP = 13,68%. Eine längere Fixierung (Variante 6) erbrachte: LK = 12,40%, Pro Dromi = 15,39% und SWAP = 15,77%.
In ihrem Kurzbericht zum Versuch schreiben die österreichischen Forscher: „Die Fixierung der Sau einen Tag vor dem errechneten Geburtstermin (Variante 4) bietet bezüglich der Ferkelmortalität tendenzielle Vorteile verglichen mit einer Fixierung nach Ende der Geburt (Variante 3). Die Fixierungsvariante 3 mit freier Sau in der Geburtsphase führt zu einem erhöhten Auftreten von gefährlichen Positionswechseln im Vergleich zu allen anderen Varianten.“
Die Aufzuchtleistungen in den LK-Buchten (Varianten 4 + 6), sind mit denen in kon-ventionellen Abferkelbuchten mit permanenter Fixierung der Sau vergleichbar. Allerdings muss der Ferkelerzeuger beim Einsatz der neuen LK-Buchten mit deutlich höheren Investitions- und Arbeitskosten rechnen (Investitionen + 28,3 % zur konventionellen 4 m2-Bucht und Arbeitskosten ca. + € 10 je Sau und Jahr). Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten schneiden Pro Dromi und SWAP jedoch deutlich schlechter ab.
Eine Finanzierung des Mehraufwands über den Markt hält Dr. Hennig-Pauka für wenig wahrscheinlich. Hier sei vielmehr staatliche Förderung gefragt.
Und die Österreicher heben in ihrem Abschlussbericht hervor, zentrale Bedeutung hätten in Zukunft Zucht auf Mütterlichkeit und hohe Ferkel-Vitalität, noch größere Würfe dagegen seien kontraproduktiv.
Den gesamten Pro-SAU-Forschungsbericht gibt es hier zum Download
Carla Brüning von der Landwirtschaftskammer Nieder-sachsen, stellte erste Ergebnisse aus dem Verbundprojekt InnoPig vor. Der Schlussbericht wird zwar erst im Herbst vorliegen (in den alleine neue Doktorarbeiten einfließen werden), aber die Zahlen aus den Versuchs-stationen in Wehnen und Futterkamp sind schon jetzt bemerkenswert.
Neben herkömmlichen Abferkelbuchten mit Ferkelschutzkorb (zur Kontrolle mit 5,2 m2 je Sau) wurden an beiden Standorten Freilaufbuchten (7,3 m2 je Sau) sowie Gruppenbuchten für ferkelführende Sauen (7,5 m2 je Sau) installiert. Die Sauen in Gruppenhaltung lernen sich bereits einige Tage vor dem Abferkeltermin kennen und haben Gelegenheit eine Rangordnung zu etablieren.
In insgesamt neuen Durchgängen mit 156 Würfen (ca. 50 je Haltungssystem) wurden folgende Kennzahlen ermittelt:
Die Saugferkelverluste lagen in der Gruppenhaltung bei 20,1 %, in der Freilaufbucht bei 25,4 % und im Ferkelschutzkorb bei 12,8%. Zu den meisten Verlusten kam es in den ersten vier Lebenstagen der Ferkel, wobei Erdrückungen an erster Stelle standen: in Gruppenhaltung mit 66 %, in der Freilaufbucht mit 67%, im Ferkelschutzkorb nur zu 34%.
Das Geburtsgewicht der Ferkel war in allen drei Haltungsformen praktisch identisch, die Tageszunahmen und Absetzgewichte unterscheiden sich dann allerdings merklich: Freilaufbucht 250 g LM/Tag – Absetzgewicht 8,23 kg; Ferkelschutzkorb 230 g LM/Tag – 7,54 kg Absetzgewicht; Gruppenhaltung 200 g LM/Tag – 5,44 kg Absetzgewicht. Auch die Sauen zeigten in der Gruppe die höchsten Gewichtsverluste.
So hatte der Ferkelschutzkorb die geringsten Saugferkelverluste und den höchsten Wurfmassenzuwachs (wegen der höheren Anzahl abgesetzter Ferkel). Und, dies hob Carla Brüning am Ende ihres Vortrags hervor, Gruppen-Haltung heißt immer auch Gruppen-Erkrankung und deshalb Gruppen-Medikation. Ein Zielkonflikt der in der Diskussion um weitere Antibiotika-Reduktionen klar benannt werden muss.
Entwaldung, Treibhausgasemissionen, Biodiversitätsverlust, Stickstoffverluste – die heutige landwirtschaftliche Futtermittelproduktion für Rinder, Schweine und Hühner hat enorme Auswirkungen auf Umwelt und Klima. Eine landlose Produktion von Futtermitteln könnte dazu beitragen, die kritischen Auswirkungen in der landwirtschaftlichen Lebensmittelversorgungskette zu mildern. Proteinreiche Mikroben aus dem Industrielabor werden in Zukunft voraussichtlich mehr und mehr traditionelles Kraftfutter ersetzen. Eine neue Studie, die jetzt in der Fachzeitschrift Environmental Science & Technology veröffentlicht wurde, untersucht erstmals auf globaler Ebene das wirtschaftliche und ökologische Potenzial dieses Eiweißfutter-Ersatzes für Schweine, Rinder und Hühner in der Landwirtschaft. Würden nur 2 Prozent des Viehfutters durch Mikroben ersetzt, könnten bereits 5 Prozent der landwirtschaftlichen Treibhausgasemissionen, der globalen Ackerfläche und der globalen Stickstoffverluste in der Landwirtschaft vermieden werden.
„Kühe, Schweine und Hühner werden mit sehr proteinreichem Futter gemästet. Inzwischen wird die Hälfte der auf Ackerland angebauten Proteine an Tiere verfüttert“, sagt Benjamin Leon Bodirsky, Autor der Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Ohne drastische Veränderungen im Agrar- und Ernährungssystem wird der steigende Bedarf an Nahrungs- und Futtermitteln, der mit unserer fleischreichen Ernährung einhergeht, wohl zu kontinuierlicher Entwaldung, Verlust der biologischen Vielfalt, Stickstoffbelastung und klimawirksamen Treibhausgasemissionen führen. Neuerdings ist eine neue Technologie im Gespräch, die diese negativen Umweltauswirkungen verringern könnte: Mikroben werden mit Energie, Stickstoff und Kohlenstoff kultiviert, um Proteinpulver herzustellen. Dieses kann dann etwa anstelle von Sojabohnen an Tiere verfüttert werden. Die Züchtung von Futterprotein in industriellen Anlagen statt auf Ackerland könnte helfen, einige Umwelt- und Klimaauswirkungen der Futtermittelproduktion zu mildern. Da die Produktion recht günstig ist dürfte sich mikrobielles Protein als Kraftfutterersatz auch ohne Subventionen durchsetzen.“
Für die Studie haben die Wissenschaftler Modellsimulationen zu wirtschaftlichem Potenzial und Umweltauswirkungen der mikrobiellen Proteinproduktion untersucht. Nach diesen Simulationen werden bis 2050 weltweit zwischen 175-307 Millionen Tonnen Mikroben an Tiere verfüttert um Kraftfutter zu ersetzen. Dies entspricht nur 2 Prozent des gesamten Viehfutters. Hierdurch könnte jedoch mehr als 5 Prozent der globalen Ackerflächen, Treibhausgasemissionen und Stickstoffverluste eingespart werden – nämlich 6 Prozent bei der Ackerfläche, 7 Prozent bei den Treibhausgasemissionen der Landwirtschaft und 8 Prozent bei den globalen Stickstoffverlusten.
„In der Praxis könnten gezüchtete Mikroben wie Bakterien, Hefen, Pilze oder Algen proteinreiche Pflanzen vom Acker wie Sojabohnen oder Getreide ersetzen. Entwickelt wurde diese Methode ursprünglich während des Kalten Krieges für die Raumfahrt. Energie, Kohlenstoff und Stickstoffdünger werden dabei im Labor zur industriellen Produktion proteinreicher Mikroben eingesetzt“, erklärt Ilje Pikaar von der University of Queensland in Australien.
Für ihre neue Studie haben die Forscher fünf verschiedene Wege zur Züchtung von Mikroben in Betracht gezogen: Durch den Einsatz von Erdgas oder Wasserstoff könnte die Futtermittelproduktion vollständig von der Anbaufläche entkoppelt werden. Diese landlose Produktion vermeidet jede Verschmutzung durch die landwirtschaftliche Produktion, geht jedoch auch mit einem enormen Energiebedarf einher. Alternativ können auch Zucker, Biogas oder Synthesegas aus der Landwirtschaft durch die Mikroben zu hochwertigem Eiweiß veredelt werden. Durch die Nutzung der Photosynthese wird bei diesen Verfahren keine externe Energiequelle benötigt, sie führt aber auch zu geringeren Umweltvorteilen, teilweise sogar zu einem Anstieg der Stickstoffbelastung und der Treibhausgasemissionen.
„Die Fütterung von mikrobiellem Eiweiß würde die Produktivität der Tiere nicht beeinträchtigen“, betont die Autorin Isabelle Weindl vom PIK. „Im Gegenteil, es könnte sogar positive Auswirkungen auf das Wachstum der Tiere oder die Milchproduktion haben. Aber auch wenn die Technologie wirtschaftlich rentabel ist, könnte die Einführung dieser neuen Technologie immer noch auf Hindernisse treffen – etwa Gewohnheiten in der Betriebsführung, Risikoaversion gegenüber neuen Technologien, fehlenden Marktzugang oder mangelnden Marktanreizen. „Eine Bepreisung von Umweltschäden in der Landwirtschaft könnte diese Technologie jedoch noch wettbewerbsfähiger machen“, so Weindl.
„Trotz der positiven Ergebnisse ist klar, dass eine Umstellung auf mikrobielles Protein aus dem Labor allein nicht ausreicht, um unsere Landwirtschaft nachhaltig zu verändern“, sagt Alexander Popp vom PIK. Um die Umweltauswirkungen der Lebensmittelversorgungskette wirksam zu reduzieren, seien große strukturelle Veränderungen im Agrar- und Ernährungssystem genauso nötig wie Veränderungen bei der Ernährung selbst hin zu mehr Gemüse. „Für unsere Umwelt und das Klima, aber auch für die eigene Gesundheit haben wir auch die Option, tierische Produkte teilweise durch das Essen von mehr Obst und Gemüse zu ersetzen. Und nach weiteren Fortschritten in der Technologie könnte mikrobielles Protein aus dem Labor auch ein direkter Bestandteil unserer Ernährung werden – Astronautennahrung für jedermann“.
Das Gesetz zur Änderung des Niedersächsischen Fischereigesetzes ist gestern am späten Nachmittag vom Niedersächsischen Landtag beschlossen worden. Hiermit ist nun der Weg frei für den Erlass einer niedersächsischen Aalverordnung sowie die grundlegende Novellierung der niedersächsischen Binnenfischereiordnung.
Dazu sagt Niedersachsens Fischereiministerin Barbara Otte-Kinast: „Ich freue mich, dass der Gesetzesentwurf im federführenden Ausschuss eine so überwältigende Mehrheit gefunden hat. Damit können wir ein zentrales Vorhaben der Landesregierung zügig und innerhalb einer ambitionierten Frist umsetzen.“
Durch den nun folgenden Erlass der Aalverordnung und die grundlegende Novellierung der niedersächsischen Binnenfischereiordnung beendet Niedersachsen noch bestehende Umsetzungsdefizite der europäischen Aalverordnung und der Verordnung über die Verwendung nichtheimischer und gebietsfremder Arten in der Aquakultur. Beide Verordnungen sollen noch in diesem Jahr in Kraft treten. Zunächst sollen sie jedoch ausführlich mit den Landesfischereiverbänden diskutiert und eine Verbandsbeteiligung durchgeführt werden.
Durch die Novellierung der Binnenfischereiordnung soll diese darüber hinaus an die heutigen Erkenntnisse, Bedürfnisse und rechtlichen Anforderungen angepasst werden. Ministerin Otte-Kinast: „Dabei werden wir dem Grundgedanken des sehr liberalen niedersächsischen Fischereirechts treu bleiben und weiterhin viel Wert auf Eigenverantwortung legen. Wir haben damit durchwegs gute Erfahrung gemacht.“
Den Schutzanspruch der Gewässer werde man dabei selbstverständlich vollumfänglich berücksichtigen, betonte die Ministerin: „Die Landesregierung ist sich ihrer Verantwortung für den Schutz der Gewässer bewusst.“ Die Ministerin hob hervor, dass der Gewässerschutz eine fischereiliche Nutzung in aller Regel nicht ausschließt. Barbara Otte-Kinast: „In den meisten Schutzgebieten ist eine fischereiliche Nutzung mit der Schutzzielen sehr gut vereinbar.“
Quelle: Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz weist darauf hin, dass mit Salmonellen verunreinigte Eier in den Handel gelangt sind. Betroffen sind Bio-Eier der Lohner Packstelle Eifrisch-Vermarktungs GmbH. Die Eier in 10-er und 6-er-Kartons tragen den Printcode 0-DE-0356331. Der Rückruf betrifft alle Eier mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum bis zum 7. Juli 2018.
Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ein Verzehr der Eier gesundheitsgefährdend ist. Beim Verzehr von infizierten Eiern können Magen-Darm-Erkrankungen auftreten. Eier mit der genannten Printnummer sollten in das Geschäft zurückgebracht oder in den Abfall gegeben werden.
Der Fall im Emsland war durch Eigenkontrollen des Betriebes bekannt geworden. Daraufhin wurde das zuständige Veterinäramt informiert und sofort der öffentliche Rückruf eingeleitet. Bundesweit wurde über www.lebensmittelwarnung.de gewarnt.
Die betroffenen Eier wurden über sechs Lebensmittelketten in acht Bundesländer in den Verkehr gebracht. Die amtliche Rückverfolgung der Eier, die in den Handel gelangt sind, dauert an.
Grundsätzlich sollte beim Umgang mit rohen Eiern streng auf die Küchenhygiene geachtet werden. Speisen mit rohen Eiern sollten von älteren Menschen, Schwangeren, Personen mit geschwächtem Abwehrsystem und Kindern nicht verzehrt werden.
Hintergrund
Eine Salmonellen-Erkrankung äußert sich innerhalb einiger Tage nach Infektion mit Durchfall, Bauchschmerzen und gelegentlich Erbrechen und leichtem Fieber. Die Beschwerden klingen in der Regel nach mehreren Tagen von selbst wieder ab. Insbesondere Säuglinge, Kleinkinder, Senioren und Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem können schwerere Krankheitsverläufe entwickeln. Personen, die dieses Lebensmittel gegessen haben und schwere oder anhaltende Symptome entwickeln, sollten ärztliche Hilfe aufsuchen und auf eine mögliche Salmonellen-Infektion hinweisen.
Der Kulmbacher Futtermittel-Spezialist Bergophor bietet ein neues Ergänzungsfuttermittel an: KULMIN® Toco forte 100.
Das Risiko für das Auftreten von Stoffwechselstörungen ist in der Transitphase drastisch erhöht. Eine negative Energiebilanz ist grundsätzlich bei allen Kühen in der frühen Laktation zu erwarten. Diese ist aber nicht allein für das Auftreten von Stoffwechselstörungen und Erkrankungen der Kühe verantwortlich.
Nach neuesten Erkenntnissen treten auch subklinische Entzündungsprozesse praktisch bei allen Kühen unmittelbar nach dem Kalben auf. Werden diese vom Immunsystem nicht zügig aufgelöst, besteht die Gefahr eines chronischen Verlaufes.
Die Aktivierung des Immunsystems erhöht den Energieverbrauch der Tiere. Die negative Energiebilanz wird dadurch zusätzlich verstärkt. Ein Rückgang der Milchleistung und die Ausbildung einer Fettleber, Nachgeburtsverhaltungen, Fruchtbarkeitsstörungen und oft verfrühtes Ausscheiden aus der Produktion sind die Folgen.
Durch den Einsatz von KULMIN® Toco forte 100 werden die körpereigenen Abwehrmechanismen der Kühe deutlich unterstützt. Die Entlastung des Stoffwechsels verbessert die Milchleistung und stabilisiert die Eutergesundheit.
KULMIN® Toco forte 100
enthält natürliche Polyphenole
vermindert die Stoffwechselbelastungen insbesondere in der Transitphase
steigert die Milchleistung im ersten Laktationsdrittel
wirkt oxidativem Stress entgegen
verbessert das Tierwohl
wissenschaftlich getestet
ist in Mehlform und pelletiert erhältlich
Quelle: Bergophor Futtermittelfabrik Dr. Berger GmbH & Co. KG
Am 19. Juni stellte die Universität Vechta zusammen mit dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), dem Niedersächsischen Geflügelwirtschaftsverband e. V. (NGW), der QS Fachgesellschaft Geflügel GmbH und dem Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft e. V. (ZDG) im Rahmen einer Fachtagung die neu entwickelte Geflügelpest-Risikoampel vor. Das ab sofort zur Verfügung stehende Online-Tool bietet Landwirten die kostenfreie Möglichkeit, die individuelle betriebliche Biosicherheit bewerten zu lassen, besonders die zum Schutz vor Geflügelpest ergriffenen Maßnahmen. Dadurch können Betriebe bessere Vorsorgemaßnahmen zum Schutz des eigenen Geflügelbestandes treffen, um so Seuchenzüge wie zuletzt 2016/17 zu vermeiden. Die fachliche Basis der Ampel lieferten 19 Experten aus Wissenschaft, tierärztlicher und landwirtschaftlicher Praxis sowie Behördenvertreter aus ganz Deutschland.
„Die Risikoampel beinhaltet 100 Fragen, die den Bereichen Sicherung des Betriebs, Sicherung des Stalls und Arbeitsabläufe zugeordnet sind“, erläuterte Projektleiterin Dr. Barbara Grabkowsky, Geschäftsführerin der an der Uni Vechta angesiedelten Transformationsstelle agrar Niedersachsen, bei der Fachtagung die Funktionalität der neuen Risikoampel. Über ein Multiple-Choice-System beantworten die Landwirte die Fragen, wobei das Tool in einem zweistufigen Verfahren automatisch bewertet, wie stark jeder Aspekt das Risiko eines Geflügelpesteintrags verringert oder erhöht. „Das Ergebnis ist ein nach Ampelfarben visualisiertes Ergebnis, das Auskunft über die erreichte Risikoklasse gibt“, erklärte Dr. Grabkowsky – und das hat einen ganz konkreten praktischen Nutzen für den Landwirt: „In einer Optimierungsanalyse werden alle Risikofaktoren ihrer Bedeutung gemäß aufgelistet und konkrete Hinweise zur Umsetzung im Betrieb gegeben. Mit diesem Ampelsystem kann jeder Geflügelhalter regelmäßig überprüfen, ob das eigene Biosicherheitskonzept den Betrieb noch optimal schützt.“
Vorsorgen ist besser als Räumen
Robert Römer, QS Qualität und Sicherheit GmbH und Mitglied der Projektleitung, mahnte, dass sich das Geflügelpestgeschehen von 2016/2017 nicht wiederholen dürfe: „Entlang der gesamten Wertschöpfungskette sind Kosten im zweistelligen Millionenbereich entstanden. Um die Gefahr eines erneuten Seuchenzuges einzudämmen, haben es QS, NGW und ZDG als sehr wichtige Aufgabe empfunden, die Entwicklung der Risikoampel zu unterstützen. Damit geben wir Geflügelbetrieben in ganz Deutschland noch bessere Vorsorgemöglichkeiten an die Hand, um das betriebliche Biosicherheitsmanagement weiter zu optimieren.“ Auch Friedrich-Otto Ripke, Präsident des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft und Vorsitzender des Niedersächsischen Geflügelwirtschaftsverbandes, sieht einen erheblichen Zugewinn für alle Beteiligten: „Die neue Biosicherheitsampel wird als eine Art Eigenkontrollsystem einen entscheidenden Beitrag zu optimierten Abläufen in Bezug auf die Biosicherheit in Geflügel haltenden Betrieben leisten. Sie wirkt permanent und in jedem Betrieb und ist damit viel effektiver, als jede behördliche Kontrolle es sein könnte! Und sie fordert zwei elementare Grundlagen für erfolgreiche Biosicherheit ein: Konsequenz und Disziplin.“
Vorfahrt für Biosicherheit gewährleisten
Prof. Dr. Franz Josef Conraths, Vizepräsident des Friedrich-Loeffler-Instituts und Leiter des Instituts für Epidemiologie, fasste die wahrscheinlichsten Eintragsquellen der letzten Geflügelpest-Epidemie 2016/17 zusammen: „Der beste Schutz besteht darin, die Biosicherheit auf den Betrieben weiter zu verbessern.“ Er betonte, dass die gemeinsam erarbeitete Risikoampel eine auf die Eintragswege der Geflügelpest fokussierte Einschätzung gebe. „Die Verbesserung der Biosicherheit bietet eine gute Grundlage, um das Risiko eines Eintrags der Geflügelpesterreger zu senken und damit auch Bestandstötungen zu vermeiden. Die in der Risikoampel abgedeckten Bereiche sind wissenschaftlich fundiert und haben große praktische Relevanz.“
Konsequenz und Disziplin als elementare Grundlage
Die auf der Tagung anwesenden Fachleute waren sich einig: Für die Senkung des Seuchenrisikos sind die Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter der Geflügel haltenden Betriebe maßgeblich verantwortlich. Das Verantwortungsbewusstsein hat sich in den letzten Jahren erhöht, doch es gibt auch noch „Luft nach oben“. Geflügelfachtierarzt Dr. Erwin Sieverding von der Praxis am Bergweg in Lohne sagte: „Der letzte Seuchenzug hat wachgerüttelt. Es hat erhebliche Verbesserungen gegeben bei Strohlagerung, Einstreumanagement und Kadaverlagerung.“
Risikomanagement ganzheitlich denken
Dass das Risikomanagement nicht nur auf betriebliche Maßnahmen zur Verbesserung der Biosicherheit beschränkt ist, war ebenfalls Konsens der Tagung. Das Schulen des Personals in den Betrieben und die Kommunikation mit Behörden und Öffentlichkeit spielen dabei genauso eine Rolle wie die betriebliche Absicherung der finanziellen Risiken, die mit einem möglichen Seuchenausbruch verbunden sind.
Dr. Ursula Gerdes von der Tierseuchenkasse Niedersachsen erklärte dazu: „Aufgrund einer amtlichen Tötungsanordnung hat ein betroffener Tierhalter einen Anspruch auf die Entschädigung des gemeinen Wertes der Tiere sowie auf die Übernahme der Kosten für deren Tötung und Beseitigung. Dies ist allerdings nur dann der Fall, wenn der Tierhalter sich im Vorfeld und im Rahmen der Bekämpfungsmaßnahme rechtskonform verhalten hat.“ Im Rahmen des Seuchenzuges 2016/2017 sei dies nicht immer der Fall gewesen. Um die volle Auszahlung der Entschädigung nicht zu gefährden, müssten alle Vorgaben einwandfrei erfüllt sein, so Gerdes.
Wissenschaftsbasierte und praxisorientierte Entwicklung als Grundlage der Ampel
Das Projekt „Geflügelpest-Risikoampel“ wurde von der Universität Vechta zusammen mit dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) durchgeführt. Mitarbeitende Partner im Projekt sind die QS Fachgesellschaft Geflügel GmbH, der Niedersächsische Geflügelwirtschaftsverband (NGW) sowie der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG). Die wissenschaftliche Grundlage für die Wichtung der Risikofaktoren hat ein Expertenpanel erarbeitet, das mit Fachleuten aus der Tierärztlichen Hochschule Hannover, dem Friedrich-Loeffler-Institut, der Niedersächsischen Tierseuchenkasse, dem Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES), dem Veterinäramt des Landkreises Cloppenburg, der Task Force AI aus Baden-Württemberg, dem Landesverband der Bayerischen Geflügelwirtschaft e. V., verschiedenen Tierarztpraxen aus Deutschland, der Anicon Vorsorge GmbH und Praktikern der Branche besetzt ist. Finanziell unterstützt wurde das Projekt an der Universität Vechta von der QS Fachgesellschaft Geflügel GmbH und der Dr. Alhard von Burgsdorff-Stiftung.
Bild: (von links) Robert Römer (QS Fachgesellschaft Geflügel GmbH), Prof. Dr. Franz-Josef Conraths (FLI), Dr. Barbara Grabkowsky (Uni Vechta), Friedrich-Otto Ripke (ZDG-Präsident und NGW-Vorsitzender) und Dr. Klaus-Peter Behr (AniCon Vorsorge GmbH).
Ein 70 Jahre alter Imker ist in Bremen von seinen Bienen gestochen worden und gestorben. Das berichtet der Weser Kurier in der Ausgabe vom 11. Juni. Laut Polizeimitteilung war der Imker dabei, seine Bienenstöcke zu kontrollieren. Er trug keine Schutzkleidung. Als er den Deckel seines Bienenstocks öffnete, rief er seiner 66 Jahre alten Ehefrau noch zu, dass sie sich schnell ins Auto setzen solle, da die Bienen äußerst aggressiv wirkten. Die Frau musste dann sehen, wie ihr Mann mehrfach gestochen wurde. Der Imker erlitt einen allergischen Schock, die verständigte Notärztin konnte nur noch den Tod des 70-Jährigen feststellen. Warum der Mann seine Schutzkleidung im Auto gelassen hatte, ist unklar. Die Polizei geht von einem tragischen Unglück aus.
Dass der Imker keine Schutzkleidung trug ist nicht ungewöhnlich, erfahrene Imker verfahren häufig so. In der Regel stechen die Bienen auch nicht, sie sind friedliche Tiere. Doch bei ungünstiger Witterung (z.B. schwüles Gewitterwetter, große Hitze) kann das Bienenvolk Störungen nicht so gut verkraften und reagiert aggressiver als normal. Dann sollten Imker das Volk besser in Ruhe lassen und an einem anderen Tag wiederkommen. Ein Bienenstich ist nicht gefährlich, bei Allergikern allerdings kann er ausreichen, um einen allergischen Schock auszulösen.
Milchfieber gehört noch immer zu den häufigsten Stoffwechselerkrankungen der Milchkühe und kann drastische Auswirkungen auf die Kuhgesundheit haben. Bovikalc® und Bovikalc® P sichern rund um die Geburt die Versorgung der Kühe mit den wichtigen Mineralstoffen Calcium und Phosphor.
Nach vielen erfolgreichen Jahren haben die Verpackungen und die praktischen Eingeber von Bovikalc® und Bovikalc® P eine moderne neue Gestaltung erhalten. Die bewährten Rezepturen und die Abmessungen des Eingebers bleiben natürlich unverändert. Die speziellen Calciumkomponenten in Bovikalc® unterstützen durch die schnelle und anhaltende Verfügbarkeit von 43 g Calcium pro Bolus eine effektive Milchfieberprophylaxe. Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Unterstützung der Festliegertherapie nach einer Calcium-Infusion. Bovikalc® P liefert 31 g hochverfügbaren Phosphor pro Bolus und berücksichtigt das physiologische Verhältnis von Calcium und Phosphor.
Für weitere Informationen wenden Sie sich gerne an:
Boehringer Ingelheim Vetmedica GmbH, Dr. Malte Lohölter, Tel.: 06132-777174, malte.lohoelter@boehringer-ingelheim.com, www.bovikalc.de
In Zusammenarbeit von Bund und Ländern mit Wissenschaft und Wirtschafts-verbänden wurde ein Merkblatt zur Vermeidung des Vorkommens von Hydroxymethylfurfural in Futtermitteln für Honigbienen erarbeitet.
Die Entstehung von Hydroxymethylfurfural in Futtermitteln für Honigbienen lässt sich nicht vollständig vermeiden. Dieses Merkblatt soll Futtermittelherstellern, Händlern sowie Imkern Hintergrundinformationen zu Hydroxymethylfurfural, zu Rechtsgrundlagen sowie zu Anforderungen an Futtermittel für Honigbienen vermitteln und insbesondere den Verantwortlichen in der Kette präventive Möglichkeiten im Hinblick auf eine Vermeidung der Entstehung bzw. Minimierung von Hydroxymethylfurfural aufzeigen.
„Verschiedene Studien deuten darauf hin, dass erhöhte Gehalte an HMF für Honigbienen toxisch sind, besonders wenn eine lang andauernde Fütterungsperiode (Überwinterungszeit) eine langfristige Exposition mit HMF bedingt. Dieses Merkblatt zeigt Möglichkeiten auf, die Entstehung von HMF in industriell hergestellten Futtermitteln für Honigbienen bei der Herstellung, beim Transport sowie bei der Lagerung (beim Händler und Imker) zu minimieren“, heißt es in der Einleitung zum Merkblatt.
Boehringer Ingelheim hat schon einige ausführliche Filme unter www.ileitis.de online gestellt, um dem Anwender die Ileitis-Impfung anschaulich zu erklären. Darunter u.a. was im Darm nach einer Lawsonien-Infektion passiert sowie Filme zu den verschiedenen Verabreichungsmöglichkeiten der Schluckimpfung für Schweine.
Der neuste Film erklärt, warum vor allem eine orale Lebendimpfung, also eine Impfung übers Maul, so wirksam ist. Der natürliche Infektionsweg wird 1:1 nachgeahmt. Dabei werden alle in der Abwehr wichtigen Strukturen inklusive einer effektiven lokalen Immunität angesprochen. Diese spezifische lokale sowie die gezielte zelluläre Immunität im Darm sind bei der Abwehr von Lawsonien von großer Bedeutung.
Die Ileitis-Impfung ist seit Jahren das Mittel der Wahl, um bei Infektionen mit Lawsonia intracellularis den Antibiotikaeinsatz zu vermeiden. Mehrere Studien haben die den Darm stabilisierende Wirkung dieser Impfung nachgewiesen und so konnte z.B. auch eine Reduktion von Salmonellen gezeigt werden. Bessere Leistungsparameter wie Futterverwertung und Tageszunahmen führen zu gleichmäßigem Wachstum, das sich bezahlt macht.
Mehr unter www.ileitis.de
Quelle: Boehringer Ingelheim Vetmedica GmbH
Stephan Weil zeichnet 2 Produkte aus dem Programm „Wir kennen den Landwirt“ von Schulte Lastruper Wurstwaren als neue „Kulinarische Botschafter Niedersachsen“ aus
Geschmack hat Herkunft und Charakter. Zum neunten Mal zeichnete der niedersächsische Ministerpräsident herausragende Lebensmittel von Herstellern aus dem ganzen Land aus. 53 Lebensmittelhersteller erhielten am 12. Juni in Hannover aus der Hand von Ministerpräsident Stephan Weil Urkunden für eines oder mehrere ihrer Produkte, die ab sofort das Label „Kulinarischer Botschafter Niedersachsen 2018“ tragen dürfen. Zu den Gewinnern gehören jetzt auch Wiener Würstchen und Gurkensülze vom Aktivstall-Schwein von Schulte – Lastruper Wurstwaren. Ministerpräsident Stephan Weil überreichte die Urkunde in der feierlichen Prämierungsveranstaltung an Fleischermeisterin Sarah Dhem.
„Die Auszeichnung steht für die herausragende Vielfalt regionaltypischer Spezialitäten und für Genuss aus unserem Land“, sagte Weil vor gut 250 Unternehmern und Gästen der feierlichen Prämierungsveranstaltung.
Die prämierten Produkte Gurkensülze und Wiener Würstchen stammen bei Schulte aus einem besonderen Programm. #wirkennendenlandwirt heißt die Marke und das ist wörtlich zu nehmen. Familie Mörixmann aus Melle und Familie Hackmann aus Hemmelte halten die Schweine für die ausgezeichneten Produkte in sogenannten Aktivställen. Das System wurde von Gabriele Mörixmann entwickelt und bedeutet, dass die Tiere das doppelte an Platz haben (1,5m²), verschiedene Bereiche besuchen können (Fress-, Stroh- und Ruhebereiche und auch Außenterrassen) und somit wesentlich aktiver unterwegs sind. Geschlachtet werden die Tiere bei der Familie Brand in Lohne, die ebenfalls ein besonderes Augenmerk auf eine respektvolle Behandlung der Tiere legt. Zerlegt und verarbeitet werden die Schweine dann in Lastrup, ganz nach gelerntem Fleischerhandwerk, das seit Opa Heinrich Schulte in den Grundmauern verfestigt ist. Die ganzheitliche und nachhaltige Verarbeitung der Schweine steht neben der unabdingbaren hohen Qualität und dem besonderen Geschmack im Vordergrund. Nun gilt es für Schulte, die Endverbraucher mit diesen Produkten auch zu erreichen. Denn der Kunde wünscht sich Fleisch und Wurst aus guter Haltung, er muss es nur auch finden. #tierwohlgewinnt hieß es gestern und heißt es hoffentlich in Zukunft noch viel öfter in den Kühltheken und Regalen des niedersächsischen Einzelhandels.
Insgesamt vergab Weil die Auszeichnung an 67 verschiedene Produkte. Auf einem „Marktplatz der Kulinarischen Botschafter“ stellten die erfolgreichen Unternehmen ihr Produktsortiment anschließend Branchenvertretern aus dem Lebensmitteleinzelhandel, führenden Gastronomen, Wirtschaftsförderern und Touristikern vor und luden zur Verkostung ein.
Alle Kulinarischen Botschafter Niedersachsen sind Lebensmittel, die sensorisch, d. h. in Geschmack, Aussehen, Geruch und Haptik, deutlich überdurchschnittlich in der jeweiligen Produktkategorie bewertet wurden und deshalb beispielgebend sind. Sie müssen meisterlich in kompromissloser Qualität hergestellt werden und dürfen keine schönenden oder verbilligenden Zusatzstoffe, Hilfs-. oder Füllstoffe enthalten. Weitere Auswahlkriterien sind die Produktidee und eine authentische, transparente Produkt- und Unternehmens- geschichte. Außerdem müssen die wesentlichen namens- und geschmacksgebenden Inhaltsstoffe so weit möglich aus Niedersachsen stammen und die Produkte müssen auch in Niedersachsen hergestellt werden. Ausgewählt wurden die Siegerprodukte von einer unabhängigen Fachjury, in der Spitzenköche, Sensorik-Experten, Marketing-Fachleute und Produktentwickler mitwirken. Beworben hatten sich in diesem Jahr insgesamt 95 niedersächsische Unternehmen mit 170 verschiedenen Produkten.
Der Wettbewerb „Kulinarisches Niedersachsen“ ist ein Erfolgsmodell. Seit 2010 haben niedersächsische Lebensmittelhersteller rund 1.300 Lebensmittel zur Begutachtung und Verkostung eingereicht. Rund 300 Produkte wurden seither ausgezeichnet. Das Zeichen „Kulinarischer Botschafter Niedersachsen“ wird zunehmend auch im Lebensmittel- einzelhandel beachtet. Es steht für Exzellenz, regionale Herkunft und Produkt- verantwortung.
Bild: Sarah Dhem und Gabriele Mörixmann im Aktivstall für Schweine
Aus der Unfallstatistik der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) aus dem Jahr 2017 geht hervor, dass die Rinderhaltung mit 7.370 melde- pflichtigen Unfällen – davon 9 tödliche – nach wie vor einen großen Schwerpunkt im Unfallgeschehen bildet.
Neben einer guten baulichen und technischen Ausstattung muss man das Verhalten der Tiere kennen, um den Unfallgefahren zu entgegnen. Nachfolgend einige Tipps, die dazu beitragen können, das Unfallrisiko im Umgang mit Rindern zu senken.
Enthornung
Kaum geboren, kann mit der Enthornung des Kalbes schon ein wichtiger Beitrag zur Unfallverhütung geleistet werden. Hornstöße von Rindern verursachen meist sehr schwere Verletzungen. Hier unterstützt auch die Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft die Forderung, die Enthornung für das Kalb durch Sedation und der Verabreichung von Schmerzmitteln so schonend wie möglich zu gestalten. Als Nebeneffekt vermindert sich dann auch die Gefahr, dass das Kalb unkontrolliert ausschlägt und den Tierbetreuer verletzt.
Klauenpflege
Immer wieder erreichen die SVLFG Unfallmeldungen bei der Klauenpflege. Es ist darauf zu achten, dass die Treibwege hin zum Klauenpflegestand sicher aufgebaut sind. Die Wege müssen so gestaltet sein, dass sich die Kuh im Treibgang nicht mehr drehen und somit flüchten kann. Achten Sie auch auf sicheres Werkzeug und die Benutzung von Handschuhen, Schutzbrille und Gehörschutz als persönliche Schutzausrüstung.
Laufwege
Nur griffige Laufbereiche sind sicher! Das gilt gleichwohl für Mensch und Tier. Wenn zum Beispiel eine 700 Kilo schwere Kuh beim Treiben aufgrund zu glatter Laufflächen ausrutscht und beim Fallen mit ihrem Körpergewicht auf die Beine des Treibers trifft kann man sich vorstellen, welch schwere Verletzungen dabei entstehen können. Die Laufbewegungen der Kühe sollten geprüft und die Laufflächen frühzeitig aufgeraut werden.
Fixierung
Eines der wichtigsten Sicherheitseinrichtungen im Milchviehbetrieb ist das Fangfressgitter. Dabei wurde es in den letzten Jahren stetig weiterentwickelt, um die anfänglichen Probleme (zu laut, Strangulierungsgefahr) zu eliminieren. Moderne Fangfressgitter in der Version des Sicherheitsfangfressgitters können vorbehaltlos empfohlen werden. Sie leisten einen wichtigen Beitrag bei bestimmten Arbeiten am Tier. Vor allem bei Gruppenbehandlungen werden die Vorteile des Fangfressgitters deutlich. So kann die ganze oder zumindest ein Großteil der Herde auf einen Schlag fixiert werden. Bei der anstehenden Behandlung reduziert sich der Stress für Mensch und Tier erheblich. Zudem werden die Unfallgefahren für den Tierbetreuer auf ein Minimum reduziert. Bei Arbeiten am Kopf sollte dieser zum Beispiel mit einer Kopfstütze, die man am Fangfressgitter einhängt, zusätzlich fixiert werden.
Fluchtmöglichkeit
Ob zwischen einzelnen Stallabteilen oder im Bereich des Futtertisches – auf Schlupföffnungen als Fluchtmöglichkeit vor angreifenden Tieren darf man nicht verzichten. Diese müssen so gestaltet sein, dass Personen ohne Aufwand sofort den Gefahrenbereich sicher verlassen können.
Melkroboter
Aus Sicht der Unfallverhütung ist ein Melkroboter grundsätzlich zu begrüßen, da das unfallträchtige Melken im Melkstand entfällt. Aber auch bei Einsatz eines automatischen Melksystems können noch Gefährdungen auftreten. Euterkontrolle nach dem Abkalben, Behandlungen bei Euterentzündungen oder Trockenstellen müssen gefahrlos möglich sein. Geschieht dies im Melkroboter, so ist er auszuschalten. Bewährt hat sich hier eine Behandlungsgrube direkt am Melkroboter, damit ein Euterzugang aus einer ergonomisch günstigen Körperhaltung möglich ist. Es gibt keinen triftigen Grund, darauf zu verzichten. Trotzdem existieren noch viele Roboterställe, in denen alle Euterarbeiten im Fangfressgitter erledigt werden. Dafür ist diese Fixiereinrichtung nicht gedacht, denn es kann mitunter sehr gefährlich sein, auf den Knien rutschend Euterbehandlungen durchzuführen. Fortschritt beim Melken durch den Melkroboter darf nicht einen Rückschritt bei der Tierbehandlung bedeuten. Wer auf eine Behandlungsgrube am Melkroboter verzichtet, muss eine wirkungsvolle Alternative wählen. Das kann ein höhenverstellbarer Klauenpflege- und Behandlungsstand oder eine am Behandlungsstand angebrachte Behandlungsgrube sein. Nur so ist ein sicheres und vor allem bequemeres Arbeiten an der Kuh möglich.
Abkalbe- bzw. Behandlungsbox
Gerade in einer Abkalbe- und Behandlungsbox braucht man geeignete Fixiereinrichtungen. Fangfressgitter sind für diesen Zweck weniger nützlich. Für diese Bereiche braucht man Fixiereinrichtungen, die es ermöglichen, die zu behandelnden Tiere zu jedem Zeitpunkt auch durch eine Person sicher und ohne Stress für Mensch und Tier zu fixieren. Dafür eignet sich besonders die Kombination eines Schwenkgatters mit Halsfangrahmen. Mit dem Schwenkgatter kann man einen trichterartigen Gang am Fixierplatz für das Tier erstellen der verhindert, dass das Tier kurz vor dem Fixieren wieder abdreht. Der Halsfangrahmen kann durch einen Seilzug von hinten verriegelt werden und ist weit nach unten geöffnet, wodurch dem Tier ein gefahrloses Ablegen ermöglicht wird, beispielsweise bei der Geburtshilfe. Einmal eingebaut, möchte man diese Einrichtung nie mehr missen.
Deckbulle
Aus Sicht der SVLFG sind nach wie vor zu viele freilaufende Deckbullen im Einsatz. Sie sind tickende Zeitbomben und werden leider zu oft verharmlost. Jedoch mit fatalen Folgen, denn die SVLFG hat jedes Jahr mehrere Unfälle mit tödlichem Ausgang zu verzeichnen. Um es im eigenen Unternehmen gar nicht so weit kommen zu lassen, ist auf erste Anzeichen von Imponiergehabe zu achten und gegebenenfalls sind solche Deckbullen frühzeitig abzuschaffen. Jederzeit können auch die Beratungen der SVLFG in Anspruch genommen werden, um zu erörtern, wie eine sichere Deckbullenbox bei Neu- oder Umbaumaßnahmen gestaltet werden kann. Immer mehr Landwirte setzten hier auch auf eine automatische Brunsterkennung mit künstlicher Besamung. Somit kann auf den Deckbullen verzichtet werden.
Schulung zum Rinderverhalten
Viele kritische Situationen im Stall oder auf der Weide kann man vermeiden, wenn man weiß, wie sich Rinder verhalten. Die SVLFG bietet in Schulungen durch speziell geschulte Mitarbeiter Informationen zu diesem Thema an, zum Beispiel dazu, wie Rinder ihre Umwelt mit dem Seh- oder Hörsinn wahrnehmen. Ein Praxisteil mit Tipps und Tricks im Umgang mit Rindern rundet das Tagesprogramm ab.
Förderung ab 18. Juni
Um die Sicherheit ihrer Versicherten zu erhalten, fördert die SVLFG ab dem 18. Juni 2018 Mitgliedsbetriebe, die besonders in Arbeits- und Gesundheitsschutz investieren. Unter anderem wird auch die Anschaffung von Tierfixiereinrichtungen mit bis zu 250 Euro pro Maßnahme unterstützt. Antragsberechtigt sind alle in der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft versicherten Unternehmen. Es ist maximal eine Förderung pro Unternehmen möglich. Das Antragsformular mit seinen Anlagen steht online ab dem 18. Juni bereit unter www.svlfg.de. Dort ist auch das Verfahren beschrieben. Die Antragsunterlagen nimmt die LBG per Mail an praeventionszuschuesse@svlfg.de oder Fax an 0561 785-219127 entgegen.
Wichtig: Der Antrag muss vor dem Kauf gestellt werden! Entsprechend den Förderbedingungen können nur Anträge berücksichtigt werden, die ab 18. Juni gestellt werden. Vorher eingegangene Anträge werden nicht einbezogen. Die Vergabe erfolgt nach der Reihenfolge der Antragseingänge. Die Aktion endet, wenn die Fördergelder ausgeschüttet sind.
Benedikt Rodens, Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau
Bei amtlichen Untersuchungen von Eiern im Niedersächsischen Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz (LAVES) wurde die Substanz Fipronil über dem zulässigen Rückstandshöchstgehalt nachgewiesen.
Es handelt sich um Eier eines Bio-Legehennenbetriebes aus den Niederlanden, die in einer Packstelle im Landkreis Vechta beprobt wurden. Die festgestellten Gehalte liegen bei 0,014; 0,019 und 0,007 mg/kg Fipronil. Der zulässige Höchstgehalt nach der EU-Verordnung Nr. 396/2005 liegt bei 0,005mg/kg.
Auf Grund der nachgewiesenen Höchstgehaltsüberschreitung sind die Eier nicht verkehrsfähig und werden vom Markt genommen. Die zuständige Überwachungsbehörde kontrolliert die ordnungsgemäße Rückholung. Die niederländischen Behörden wurden unterrichtet.
Im Jahr 2017 wurde bekannt, dass das Insektizid Fipronil illegal in Legehennenbetrieben zur Parasitenbekämpfung angewendet worden war. Es kam in erheblichem Umfang zum Rückruf von Eiern und Eiprodukten. Auf Grund des damaligen Geschehens wurde Fipronil in den Nationalen Rückstandskontrollplan (NRKP) aufgenommen. Im Zuge dieser Untersuchungen wurde nun die Belastung nachgewiesen.
Die Befunde passen zu aktuellen niederländischen Presseberichten, in denen von erhöhten Fipronilrückständen in Eiern seinerzeit gesperrter Betriebe berichtet wird.
Auf der Basis der Bewertung des Bundesamtes für Risikowertung (BfR) liegen die ermittelten Werte weit unterhalb eines Gehaltes, bei dem ein gesundheitliches Risiko besteht. Die behördlichen Ermittlungen dauern an. Mit weiteren Ergebnissen ist nicht vor Anfang nächster Woche zu rechnen.
Quelle: Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Am 11. August 2018 von 10:00-16:00 Uhr findet in diesem Jahr nicht nur der Tag der offenen Tür im Fachzentrum für Bienen und Imkerei statt, sondern wir feiern auch 100 Jahre Mayener Bienenzeit. Denn vor genau 100 Jahren begannen die ersten imkerlichen Aktivitäten in Mayen, wo heute das Fachzentrum für Bienen und Imkerei und der Imkerverband Rheinland e.V. zu finden sind. Anlässlich dieses runden Jubiläums erwartet Sie an diesem Tag ein abwechslungsreiches Programm rund um die Biene, die Imkerei, sowie Einblicke in unsere Tätigkeiten als Bieneninstitut.
Falls Sie planen, den Tag der offenen Tür mit einer größeren Gruppe zu besuchen, bitten wir um Voranmeldung unter bienenkunde.poststelle@dlr.rlp.de
Programm:
Ab 10:00 Uhr
Beginn der Veranstaltung
11:00 Uhr
Offizielle Eröffnung des Festaktes „100 Jahre Mayener Bienenzeit“ mit Grußworten, Begrüßung der Ehrengäste
Im Anschluss: Rundgang durch das Fachzentrum für Bienen und Imkerei
Uhrzeiten werden noch bekanntgegeben
Imkerliche Demonstrationen
Führungen durch den Bienengarten (Frau Frings)
Führungen durch die Stadt Mayen – Stadt der Bienen (Herr Seul)
Informationsstände:
Bienengesundheit – Einblick in das Pathologielabor
Das Honiglabor – die Honigqualität und Analysen rund um den Honig
Das DLR WW-OE mit verschiedenen Arbeitsschwerpunkten
Deutsche Bienenmonitoring (DeBiMo)
Die Agrarmeteorologie und das Varroawetter
Wildbienen
Überprüfung von Hand-Refraktometern
Informationsstand des Imkerverbandes Rheinland e.V.
Um die Übertragung resistenter Keime über menschliche Nahrungsmittel zu verhindern, hat das EU-Parlament informell Pläne zur Eindämmung des Einsatzes von Antibiotika in landwirtschaftlichen Betrieben beschlossen.
„Dies ist ein großer Fortschritt für die öffentliche Gesundheit“, sagte laut „European Interest“ die Berichterstatterin Françoise Grossetête (EVP, Frankreich). Die Abgeordnete erklärte weiter: „Antibiotikaresistenz ist ein echtes Damoklesschwert, das unser Gesundheitssystem zurück ins Mittelalter zu schicken droht.“
Nach dem Gesetzentwurf, der im Umweltausschuss des EU-Parlaments am 20./21.Juni zur Abstimmung gestellt wird, dürfen Tierarzneimittel niemals zur Leistungssteigerung eingesetzt werden oder um eine mangelhafte Tierhaltung auszugleichen.
Darüber hinaus soll zukünftig metaphylaktische Anwendungen nur dann erfolgen, wenn keine geeignete Alternative existiert und dies auch erst nach Diagnose und Begründung durch den Tierarzt.
Aktionstage der Hohenheimer Versuchsstation Agrarwissenschaften am 10.6.18 auf dem Ihinger Hof bei Renningen, 24.6.18 auf der Versuchsstation Eckartsweier bei Kehl und am 21.7.18 auf dem Unteren Lindenhof in Eningen
Drei Außenhöfe der Universität Hohenheim präsentieren im Jubiläumsjahr ihre Forschungs-Schwerpunkte. Den Auftakt macht am 10. Juni der Ihinger Hof, der in der Nähe von Renningen liegt. Unter dem Motto „Vom Ernährungsnotstand zum Superfood – 200 Jahre Forschung und Lehre“ gewährt ein abwechslungsreiches Programm von 10:30-17:00 Uhr Einblicke in den großen Versuchsbetrieb. Am 24.6. folgt der Aktionstag der Versuchsstation Eckartsweier mit Feldführungen von 13:00-17:00 Uhr. Den Abschluss bildet der Untere Lindenhof in Eningen am 21.7. mit Führungen von 10:00 bis 12:00 Uhr (Anmeldung erforderlich unter Lindenhoefe@uni-hohenheim.de).
Wer auf der Kreisstraße 1006 von Weil der Stadt in Richtung Magstadt fährt, der entdeckt am Straßenrand den Wegweiser „Ihinger Hof“. Knapp 30 km vom Campus entfernt befindet sich die idyllisch gelegene Außenstelle der Universität Hohenheim.
Der Ihinger Hof ist Teil der Versuchsstation Agrarwissenschaften der Universität, zu der fünf weitere Betriebe gehören: Meiereihof mit Kleinhohenheim, Heidfeldhof mit Eckartsweier sowie Unterer und Oberer Lindenhof. Als Dienstleistungseinrichtungen stehen sie den Hohenheimer Forschungseinrichtungen für die Durchführung von agrarwissenschaftlichen, technologischen und ökologischen Forschungsprojekten zur Verfügung.
Auch für die Lehre spielt ein Teil der Versuchsstationen eine wichtige Rolle: Übungen und Praktika direkt auf dem Feld oder im Stall sowie Seminareinheiten vor Ort vermitteln und demonstrieren den Hohenheimer Studierenden agrarwissenschaftliche Fragestellungen und Prinzipien praxisnah.
Anlässlich des 200jährigen Jubiläums der Universität Hohenheim wollen auch die Außenstellen der Versuchsstation Agrarwissenschaften die 200 Jahre Hohenheimer Agrarforschung mit verschiedenen Aktionen feiern. Dazu bieten sie Einblicke in gegenwärtige Forschungsversuche und Ausblicke auf zukünftige Entwicklungen.
10.6.18: Umfangreiches Besuchsprogramm auf dem Ihinger Hof
Den Reigen der Aktionen der Versuchsbetriebe im Jubiläumsjahr eröffnet der Ihinger Hof bei Renningen. Dieser Außenhof gehört seit 1964 zur Universität Hohenheim. Sein Schwerpunkt liegt auf dem pflanzenwissenschaftlichen und agrartechnischen Bereich.
Am Sonntag, den 10. Juni, bietet sich den Besuchern des Aktionstags von 10:30 bis 17 Uhr die einmalige Gelegenheit einen Versuchsbetrieb zu besuchen und sich über die aktuellen Forschungsprojekte zu informieren. Zum Programm gehören
Felderrundfahrt mit „Hop-on-hop-off“-Schleppershuttle: Die Rundfahrt führt zu den aktuellen pflanzenbaulichen Versuchen, in die wissenschaftliche Mitarbeiter vor Ort ausführlich einführen und Fragen der Besucher beantworten.
Versuchsgeräte im Einsatz: Auf dem abwechslungsreichen Programm stehen u.a. die Vorführung von Drohnen und Feldrobotern, wie der automatischen Hacke und einem selbstfahrenden Traktor.
Forschungsarbeit direkt beobachten: Dem wissenschaftlichen Personal über die Schulter schauen können die Besucher beim Bodenprobenziehen und anschließender Analyse im Labor.
Großgeräte zum Anfassen: Technisch Interessierte können die großen Landmaschinen der Saat-, Bodenbearbeitungs- und Erntetechnik bestaunen.
Aktionen für die Kleinsten: Tretschlepper-Parcours, Strohhüpfburg, Mal-Tisch, Barfußpfad und Hof-Quiz:
Essen & Trinken: Vier Food-Trucks sowie ein Getränkestand der Fachschaft Agrar sorgen für das leibliche Wohl. Selbstgemachtes Bauernhofeis bietet Abkühlung und Kaffee & Kuchen laden zum Verweilen ein.
24.6.18: Führungen zu Pflanzenzüchtung auf der Versuchsstationen Eckartsweier
Zwei Wochen später, am Sonntag, 24.6., öffnet die Versuchsstation Eckartsweier ihre Türen. Rund 145 km entfernt von der Universität Hohenheim liegt sie im klimatisch begünstigten Oberrheingraben, in der Nähe von Kehl. 9,9 °C mittlere Jahrestemperatur bieten optimale Voraussetzungen für intensive Forschungsaktivitäten bei Mais, Soja, Getreide und Sonnenblumen, mit dem Schwerpunkt auf Pflanzenzüchtung.
Klimabedingt eignen sich die Versuchsflächen auch für Untersuchungen unter Trockenstress. Bei Felderführungen von 13 bis 17 Uhr stellen Wissenschaftler aktuelle Forschungsprojekte und -ergebnisse vor.
21.7.18: Führungen mit Schwerpunkt Tierhaltung & Biogas auf dem Unteren Lindenhof
Auch der Untere Lindenhof, in der Nähe von Reutlingen, bietet im Jubiläumsjahr Einblicke in seine aktuellen Forschungsaktivitäten, deren Schwerpunkt auf der Nutztierhaltung und Tierzüchtung, speziell von Rindern, Schweinen, Schafen und Kleintieren, liegt. Die 2008 in Betrieb genommene Forschungs-Biogasanlage bietet die Grundlage für die führende Position der Universität Hohenheim in der Biogasforschung.
In Jubiläumsjahr rüstet sich der Untere Lindenhof auch mit einigen Umbauarbeiten für die Zukunft: Zurzeit entstehen moderne Stallbauten für Schweine und Geflügel. Trotz der Bauarbeiten finden für angemeldete Besucher am Samstag, 21. Juli, von 10 bis 12 Uhr Führungen durch die Forschungseinrichtungen des Versuchsbetriebs statt. Eine Teilnahme an den Führungen ist nur für eine begrenzte Teilnehmerzahl und nach vorheriger Anmeldung mit Angabe der Personenzahl bis zum 18. Juli unter Lindenhoefe@uni-hohenheim.de möglich. Nach Fertigstellung der Stallgebäude ist auf dem Unteren Lindenhof im nächsten Jahr ein Tag der Offenen Tür geplant.
Im Rahmen der Festwoche: weitere Einblicke auf dem Campus der Uni Hohenheim
Am Samstag, den 7. Juli, können Interessierte auch den Meiereihof, Kleinhohenheim sowie den Heidfeldhof besuchen, die sich auf bzw. in der Nähe des Campus befinden. Denn dann lädt die Universität Hohenheim zum Abschluss ihrer Festwoche zum campusweiten Tag der offenen Tür ein.
Zum Programm gehören Einblicke in die Ställe, Präsentationen und Feldführungen. Link zum ausführlichen Programm.
Weitere Informationen
Aktionstag Ihinger Hof am 10. Juni 2018, 10:30 – 17:00 Uhr Homepage Anfahrt
Führungen auf dem Hof Eckartsweier am 24. Juni 2018, 13:00 – 17:00 Uhr Homepage mit Anfahrtshinweis
Führungen auf dem Unteren Lindenhof am 21. Juli 2018, 10:00 – 12:00 Uhr
Teilnahme nur mit Anmeldung: Lindenhoefe@uni-hohenheim.de. Homepage mit Anfahrtshinweis
Tag der Offenen Tür am 7. Juli 2018, 12:00 – 18:00 Uhr Aktionen der Hohenheimer Versuchsstationen
In seinem neuesten Artikel für den Schweizer Kälbergesundheitsdienst, fasst Prof. Martin Kaske die wichtigsten Punkte zusammen, die jeder Rinderhalter in der Kälberaufzucht beherzigen sollte. Nicht zuletzt, weil „die erfolgreiche Kälberaufzucht eine entscheidende Grundlage für die Remontierung von hochleistenden, langlebigen Milchkühen darstellt und wesentlich die Wirtschaftlichkeit der Milchproduktion beeinflusst.“
Entwickeln sich Kälber in den ersten Lebenswochen schlecht oder werden sie als Jungtiere krank, habe dies drastische Konsequenzen für die späteren Mastbullen oder Milchkühe.
Dies liegt an der „metabolische Programmierung“, schreibt der KGD-Geschäftsführer. Das Ernährungsniveau eines Organismus beeinflusst demnach: „sowohl während der Entwicklung des Fetus im Uterus als auch in den ersten Lebenswochen lebenslang die endokrinologische und metabolische Konstellation des Organismus.“
„Tatsächlich zeigten mehrere Studien“, heißt es weiter, „dass eine höhere Fütterungs- intensität in den ersten Lebenswochen – bei identischen Fütterungsbedingungen nach der Tränkeperiode – zu einer höheren Milchleistung bei diesen Tieren in der ersten Laktation führt – verglichen mit anfangs restriktiv gefütterten Kälbern.“
Intensives Wachstum in den ersten Lebenswochen ermögliche hohe Leistungen im späteren Leben des Tieres. Schon in den ersten Lebenswochen müssten die Weichen für hohe Tageszunahmen gestellt und natürlich ernsthafte Jungtiererkrankungen vermieden werden. Dies beginnt für den Wissenschaftler bereits vor der Geburt und beim Muttertier. Über- konditionierung sei hier ein zentraler Risikofaktor für Schwergeburten.
Entscheidender für die Körperkondition der Muttertiere als die Fütterung während der Trockenstehperiode, sei eine angepasste Fütterung im letzten Drittel der Laktation. Speziell für Erstkalbinnen sei eine Verfettung problematisch, „insofern sollten tägliche Zunahmen im zweiten Lebensjahr von mehr als 750 g/Tag unbedingt vermieden werden!“
Kaske hebt die ausreichende Versorgung der Kuh mit Spurenelementen (u. a. Selen) und Vitaminen (z. B. A und E) hervor, denn „auch bei extensiv gehaltenen Mutterkühen wird häufig eine massive Unterversorgung mit Selen nachgewiesen, die bei den Kälbern zu Apathie und Trinkschwäche führen kann.“
Verzögerte Geburten und schwere Auszüge führen beim Neugeborenen zur Übersäuerung des Blutes (Acidose) und Sauerstoffmangel kann außerdem zur Schädigung von Hirnnerven und deswegen zur Trinkschwäche führen. Letzteres gilt es auf jeden Fall zu vermeiden, ist doch die ausreichende Kolostrumversorgung „die mit Abstand wichtigste Maßnahme zur Immunprophylaxe,“ Weil das Kolostrum eine Prägung des Immunsystems induziere, die lebenslang Konsequenzen habe.
Warmes Erstgemelk des Muttertieres sollte dem Kalb über Nuckel-Flasche oder –Eimer ad libitum über eine Nuckelflasche oder einen Nuckeleimer angeboten werden. Viele Kälber tränken unmittelbar nach der Geburt mehr als 3 Liter. Kälber, die nicht freiwillig zumindest einen Liter Kolostrum aufnehmen, sollten gedrencht werden.
Auch sollten Kälber nach der Geburt möglichst schnell trocken werden. Zwar rege es den Kreislauf des Neugeborenen an, wenn die Kuh es ableckt, aber anschließend könnten „ein Frotteehandtuch, eine Wärmelampe, ein geheizter Raum oder ein spezielles Iglu („Hot box“) dafür hilfreich sein.“
Schließlich hebt der Fachmann hervor, dass Infektionen des Kalbes häufig bereits kurz nach der Geburt erfolgen und regelmäßig gereinigte und üppig eingestreute Abkalbeboxen den Keimdruck senken.
Ebenso sei die Muttertiervakzination eine weitere Option, den Immunschutz des Kalbes zu verbessern: „Entscheidend ist dabei, dass die im Impfstoff enthaltenen Antigene tatsächlich für die gehäuften Erkrankungen auf dem Betrieb verantwortlich sind; dies sollte durch die Untersuchung von Durchfallkot bei frisch erkrankten Kälbern nachgewiesen werden.“
Schweine, Geflügel und Kälber erhalten immer weniger Antibiotika. Das geht aus den neuen Kennzahlen des QS-Antibiotikamonitorings hervor. Bei allen Tierarten ging der Therapieindex zurück. Ein Vergleich mit den Auswertungen des BVL für denselben Zeitraum zeigt ein unterschiedliches Bild.
Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat Ende März die bundesweiten Kennzahlen zur Antibiotika-Therapiehäufigkeit bei Masttieren für das zweite Halbjahr 2017 vorgelegt. Während die BVL-Antibiotikakennzahlen bei Mastschweinen, Masthühnern, Puten und Mastkälbern im Vergleich zum 1. Halbjahr 2017 leicht gestiegen sind, kann bei den Auswertungen der QS-Antibiotikadatenbank für alle Tierarten – wenn auch nur in geringfügigem Maße – ein Rückgang nachgewiesen werden.
QS und BVL berechnen die Kennzahlen auf einer unterschiedlichen Datenbasis. Die Ergebnisse sind deshalb nicht absolut identisch, folgten in der Vergangenheit aber gleichen Trends. „Die Teilnahme an einem Qualitätssicherungssystem wie QS trägt sicherlich dazu bei, dass diese Betriebe für das Thema Antibiotikaeinsatz und Vermeidung von Resistenzen über die regelmäßigen Rückmeldungen zusätzlich sensibilisiert werden“, erklärt Thomas May, bei QS verantwortlich für das Antibiotikamonitoring. „Die Tatsache sinkender Kennzahlen bei den Tierhaltern im QS-System belegt das stetige Engagement aller Verantwortlichen“, so May weiter.
„Die Strategie geht auf. Die meisten Werte scheinen sich jetzt auf einem niedrigen Niveau einzupendeln. Viel Spielraum ist da nicht mehr drin, denn die Tiergesundheit darf nicht ins Hintertreffen geraten.“ Die Schweine und Geflügel haltenden Betriebe im QS-System haben 2017 etwa 3% weniger Antibiotika eingesetzt als im Vorjahr. Im Vergleich zu 2014, dem Beginn des Monitorings, wurde die Menge um mehr als 32% reduziert.
Auswertungen zur Korrelation von Antibiotikaeinsatz und Betriebsgröße
Zwischen Januar und Dezember 2017 wurden 804.962 Behandlungsbelege in der QS-Datenbank hinterlegt, seit Beginn des Monitorings im Jahr 2012 rund 4,1 Millionen. Eine gewaltige Datenmenge, auf deren Grundlage detaillierte wie belastbare Auswertungen vorgenommen werden können. QS hat mit fachlicher Unterstützung der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo) die Daten der Schweinehalter analysiert. Dabei wurde unter anderem der Frage nachgegangen, welchen Einfluss die Betriebsgröße oder die Region, in der der Betrieb liegt, auf den Antibiotikaeinsatz haben. Ebenso wurde untersucht, wie das Produktionssystem z. B. die Haltung von Mastschweinen in spezialisierten Mastbetrieben im Vergleich zur Haltung im geschlossenen System mit Sauen, Ferkeln und Mastschweinen den Antibiotikaeinsatz beeinflusst. Die Ergebnisse werden nun mit Tierhaltern und Tierärzten beraten und sollen in die Empfehlungen für den Antibiotikaeinsatz einfließen.
Abb.: Vergleich Entwicklung Therapieindex (QS) und Therapiehäufigkeit (BVL/HIT). Angabe Wert für das 3. Quartil (Wert, den 75 % der Betriebe unterschreiten)