Neu von Boehringer Ingelheim: FreVAX (TM) – ein innovatives nadelfreies Impfgerät für Ferkel

0

Boehringer Ingelheim hat gemeinsam mit der Henke-Sass, Wolf GmbH ein innovatives nadelfreies Impfgerät für Ferkel entwickelt. Das Besondere ist, dass FreVAX intramuskulär impft. Per Federkraft werden die Impfstoffe in der üblichen Dosis von 1 oder 2 ml in den Muskel appliziert – ohne Rückstoß. Das macht FreVAX kompatibel mit den bewährten ölfreien Ferkelimpfstoffen von Boehringer Ingelheim gegen PCV2, M. hyo und PRRS. Diese können ab sofort auch nadelfrei verabreicht werden.

FreVAX ist ein akkubetriebenes Handgerät zur Impfung von Schweinen vom Absetzen bis zum Ende der Aufzucht. Die innovative Technik ist einfach zu bedienen. Leise und schonend zum Tier unterstützt FreVAX das Tierwohl. Nadelfreies Impfen reduziert die Erregerübertragung (1) und verbessert die Impfhygiene. Tierärzte und Landwirte profitieren bei FreVAX von intelligenten Sensoren und LED-Signalen, die dem Bediener eine deutliche optische Rückmeldung über die verabreichte Impfdosis geben. So behält der Anwender den Überblick, ob jedes Tier die volle Impfdosis erhalten hat. Auch lassen sich optional Warnsignale einschalten, die auf den bevorstehenden Wechsel einer Impfstoffflasche aufmerksam machen. Via Bluetooth werden die Daten zur Impfqualität in die FreVAX-App übertragen und können auf dem Smartphone ausgewertet werden. Der technische Geräteservice sowie Softwareupdates sind durch den Anwender einfach und eigenständig vor Ort durchführbar. Ein Einsenden zum Hersteller ist zu diesem Zweck nicht notwendig. Das spart enorm viel Zeit.

Tierärzte erhalten FreVAX ab Januar 2021 bei Boehringer Ingelheim.

Weitere Informationen unter frevax-nadelfrei.de

Literatur:
(1) Baker et al. 2012: Evaluation of needle-free injection device to prevent hematogenous transmission of porcine reproductive and respiratory syndrome virus. J. Swine Health Prod., 20, 123-8.

Quelle: Boehringer Ingelheim

Neu von Boehringer Ingelheim: Der blaue interne Zitzenversiegler

0

Die bewährte Formel des Zitzenversieglers von Boehringer Ingelheim – jetzt ergänzt mit blauer Lebensmittelfarbe – für mehr Sichtbarkeit und Sicherheit in der Anwendung. Hierdurch sind Versieglerreste beim Ausmelken deutlich zu erkennen und lassen sich von Milch oder Mastitisflocken sicher unterscheiden. So wird die richtige Handhabung und das vollständige Ausmelken unterstützt.

Der Zitzenversiegler ist für Rinder (Milchkühe) zur intramammären Anwendung zum Zeitpunkt des Trockenstellens zugelassen, mit null Tagen Wartezeit auf essbare Gewebe und Milch. Eine Aufnahme durch das Kalb – im Kolostrum oder durch Saugen am Euter – ist unbedenklich.

Studien haben gezeigt, dass bei Kühen, die mit höherer Milchmenge trockengestellt wurden, langsamere Zitzenverschlusszeiten feststellbar1 sind. Eine Woche nach dem Trockenstellen hatten 47 % der Zitzen keinen Kreatinpfropf ausgebildet, sechs Wochen nach dem Trockenstellen blieben immer noch 23 % offen (1). Zitzenversiegler schützen das Euter vor Neuinfektionen während der Trockenstehzeit – Experten empfehlen deswegen die Anwendung bei jeder Kuh zum Trockenstellen (2).

Angeboten wird der blaue Zitzenversiegler in den Handelsformen 20 und 120 Injektoren – mit der FlexiCap und ergonomischem Stempel für eine schonende und bequeme Applikation und dem bewährten großen Hygienetuch für jede Zitze. Fragen Sie Ihren Tierarzt.

(1) Dingwell RT et al. (2004, Prev. Vet. Med. 63, 75-89.
(2) Bradley A et al. (2018), Vet Rec. 182(22):637.

Quelle: Boehringer Ingelheim

Mit der Hundepfeife Ferkelverluste senken

0

Im Abferkelstall des dänischen Hofes Stovgaard bei Sønderborg werden Schweine mit der Hundepfeife zur Fütterung gerufen. Beigebracht hat ihnen das Anders Peter Andersen, seines Zeichens Schweineproduktionsberater. Bevor die Futterzuteilung ausgelöst wird, ertönt immer die Hundepfeife. Die Schweine wissen nach nur achttägigem Training genau, wann es ans Futtern geht und erheben sich.

So wird auch die Überwachung des Abferkelns erleichtert – weil die 1.500 Sauen des Betriebes aufs Pfeif-Kommando aufstehen. Denn: „das erleichtert die Betreuung und senkt die Sterblichkeit“, verrät Anders Peter Andersen.

Original-Meldung des Dänischer Fachverbands der Land- & Ernährungswirtschaft

Anmerkung: Vielleicht sollten die Tierbetreuer im Abferkelstall auch immer Leckerlis in der Tasche haben, damit der Pawlow-Reflex der Sauen erhalten bleibt.

Höhere Tierwohlstandards lassen Milchpreise steigen

0

In einer Studie untersuchten Forscher*innen des ife Instituts für Ernährungswirtschaft Kiel und der Fachhochschule Kiel erstmals die Kosten höherer Tierwohlstandards bei der Milchproduktion und die daraus resultierenden Preiserhöhungen für Milch im Einzelhandel. Die Berechnungen ergaben, dass eine Preissteigerung von 10 bis 20 Cent pro Liter nötig wäre, um die Mehrkosten für Produzent*innen und Molkereien zu decken. Die Autor*innen sprechen sich für die Einführung eines staatlichen Tierwohllabels aus. Es könnte für mehr Transparenz bei der Milchproduktion sorgen und die Bereitschaft von Verbraucher*innen steigern, mehr für Milch zu bezahlen, die unter höheren Tierwohlstandards produziert wird.

Was kostet die Einhaltung höherer Tierwohlstandards bei der Milchproduktion? Wie hoch müsste der Preisaufschlag ausfallen, damit Landwirt*innen und Molkereien ihre Zusatzkosten decken können? Dies haben Forscher*innen des ife Instituts für Ernährungswirtschaft Kiel (ife Kiel) und der Fachhochschule (FH) Kiel in einer gemeinsamen Studie erstmals untersucht. Ihre Ergebnisse sollen vor allem Produzent*innen helfen, die Kosten und langfristigen Folgen einer Umstellung auf Milch mit höheren Tierwohlstandards abschätzen zu können.

Immer mehr Konsument*innen achten beim Kauf tierischer Produkte auf die Einhaltung von Tierwohlstandards. Doch eine generelle Kennzeichnungspflicht gibt es nicht, stattdessen erschweren eine Fülle unterschiedlicher Labels eine Orientierung und Bewertung. In ihrer Studie verglichen die Fachleute des ife Kiel und der FH Kiel zunächst die Anforderungen der unterschiedlichen Labels, erfassten die Präferenzen der Verbraucher*innen hinsichtlich der Einhaltung von Tierwohlstandards und ermittelten die Mehrkosten für die Betriebe und den Aufwand, der für Molkereien durch ein zusätzliches Angebot von Tierwohlmilch entsteht.

Die betrieblichen Mehrkosten erhoben die Forscher*innen durch eine Befragung der Betriebsbedingungen von 235 Milchbetrieben aus acht Bundesländern. Auf deren Basis berechneten sie, welche Investitionen notwendig wären, um höhere Tierwohlstandards zu erreichen. Als Referenz nutzen sie das Tierwohllabel „Für mehr Tierschutz“ vom Deutschen Tierschutzbund e.V., das nach ihrer Analyse die höchsten Standards an die Haltung von Milchkühen setzt und in eine Einstiegs- und eine Premiumstufe unterteilt ist. In der Einstiegsstufe betragen die Mehrkosten für die Betriebe im Durchschnitt 2,28 Cent pro Liter, in der Premiumstufe durchschnittlich 2,64 Cent pro Liter, mit hohen Variationen je nach betrieblicher Ausgangssituation. In den Molkereien belaufen sich die Mehrkosten auf 5,7 bis 18,9 Cent pro Liter.

„Eine nach höheren Standards produzierte Milch müsste im Endeffekt mindestens 10 bis 20 Cent mehr kosten“, sagt Prof. Dr. Holger Thiele (FH Kiel) und fährt fort: „Das wollen aber die wenigsten zahlen, obwohl sie sich höhere Tierwohlstandards wünschen.“ Einen Grund dafür sehen die Forscher*innen in der geringen Bekanntheit einzelner Tierwohllabels. Viele Verbraucher*innen wüssten nicht, woran sie Produkte mit höheren Tierwohlstandards erkennen könnten. Der Mehrwert durch die Einhaltung von Tierwohlstandards müsste klar nachvollziehbar und vertrauenswürdig dargestellt werden. Dies könne zum Beispiel durch ein einheitliches und leicht verständliches staatliches Tierwohllabel erreicht werden. Eine gesetzlich verpflichtende Kennzeichnung aller tierischen Produkte würde außerdem sicherstellen, dass das Label schnell einen hohen Bekanntheitsgrad erlangt.

Quelle: Fachhochschule Kiel

MSD Tiergesundheit stellt als erstes Tiergesundheitsunternehmen in Deutschland Arzneimittelversand auf Mehrwegboxen um

0

• Mehrwegsystem spart rund 50% CO2 ein
• Unser Ziel: Emissionen senken und Verpackungsmüll reduzieren
• 2021 werden rund 60 Tonnen Verpacksmüll eingespart

Schluss mit überquellenden Altpapiercontainern! Seit 18. Januar stellt MSD Tiergesundheit als erstes Tiergesundheitsunternehmen in Deutschland den Arzneimittelversand auf Mehrwegboxen um. Den Auftakt macht die kleinste Paketgröße. Das ist nur der Anfang: Alle weiteren Größen folgen nach und nach im Laufe des Jahres, bis Einwegkartonagen als Verpackungsmaterial aus dem Arzneimittelversand von MSD verbannt sind.

„Nachhaltigkeit ist uns wichtig. Nachdem wir bereits auf kompostierbare Luftpolsterfolie und Lieferscheine aus Graspapier umgestellt haben, ist die Einführung der Mehrwegbox für uns der nächste logische Schritt. Dass wir damit Vorreiter in der tierpharmazeutischen Industrie sind, macht uns besonders stolz. Das spornt uns einmal mehr an, auch zukünftig unsere Prozesse kontinuierlich zu verbessern und nachhaltiger zu machen.“ erklärt Jan Nemec, Geschäftsführer MSD Tiergesundheit.

Das Mehrwegsystem spart rund 50% CO2 ein, bei 50 Umläufen inkl. Rückhollogistik und Reinigung. Allein in diesem Jahr, bis Ende 2021, sollen so mehr als 60 Tonnen Verpackungsmaterialien reduziert werden. Defekte Boxen werden regranuliert und daraus neue Boxen produziert. Dem Kreislauf geht also nichts verloren.

Für Kunden fallen dabei keine Kosten an. Gemeinsam mit seinen Partnern Smart Container Loop GmbH im Pool-Management und der Behälterentwicklung sowie trans-o-flex in der Logistik hat MSD ein in Deutschland bislang einmaliges System geschaffen. Das nachhaltige Verfahren lebt davon, dass die Mehrwegboxen möglichst schnell und ohne Verluste wieder in den Pfandkreislauf zurückfließen. Je reibungsloser das funktioniert, desto nachhaltiger.

Die für diesen Einsatz neu entwickelten Mehrwegboxen wurden im Dezember mit einigen Kunden getestet. Das Feedback hierzu war ausgezeichnet. Die Kunden schätzen das nachhaltige System und nicht zuletzt, dass der lästige Gang zum Altpapiercontainer entfällt.

Weitere Informationen zum nachhaltigen Mehwegboxsystem erhalten Sie unter www.msd-tiergesundheit.de/verantwortung/mehrwegboxen.

Über MSD Tiergesundheit
MSD Tiergesundheit ist die Tierarzneimittel und –gesundheitsmanagmentsparte von MSD. Seit mehr als 125 Jahren erforscht und entwickelt MSD – in den USA und Kanada Merck & Co., Inc., mit Sitz in Kenilworth, NJ, USA – weltweit neue Lösungen für Gesundheitsprobleme.

Als eines der führenden forschenden Pharmaunternehmen in der Veterinärmedizin bietet MSD Tiergesundheit Tierärzten, Landwirten, Tierhaltern und Regierungen eines der größten Portfolios an Tierarzneimitteln, Impfstoffen, Gesundheitslösungen und -dienstleistungen.

Um auch weiterhin mit wirksamen Mitteln die drängendsten Krankheiten unserer Zeit zu heilen, zu lindern oder zu verhindern, investiert MSD jeden vierten US-Dollar in Forschung und Entwicklung (rund 10 Milliarden US-Dollar im Jahr 2017). Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Prävention von Krankheiten und Seuchen, wie z.B. Tollwut, durch die Entwicklung von wirksamen Impfstoffen. Für MSD Tiergesundheit steht stets das Tierwohl und damit auch die Gesundheit der Tiere im Fokus.

MSD Animal Health ist in mehr als 50 Ländern vertreten. Die Produkte sind in rund 150 Märkten weltweit erhältlich. In Deutschland hat die Unternehmensgruppe ihren Hauptsitz in Haar bei München. Weitere Informationen finden Sie auf der Website www.msd-tiergesundheit.de.

Über Smart Container Loop GmbH
Smart Container Loop ist eine Tochtergesellschaft der Schoeller Group, die sich auf die Entwicklung und das Management von Mehrwegbehältersystemen für Spezialanwendungen fokussiert.
Die Schoeller Group hat durch Ihre Kernbeteiligung an Schoeller Allibert mehr als 60 Jahre Erfahrung in der Entwicklung und Herstellung von nachhaltigen Kunststoff-Mehrwegbehältern. Die Schoeller Gruppe hat Pionierleistungen für die Branche erbracht, u.a. auch durch die Gründung vom IFCO Systems, Weltmarktführer für Mehrwegbehältersysteme im Frischebereich. www.smartcontainerloop.de

Über trans-o-flex
Die Kernkompetenz von trans-o-flex sind Logistiklösungen für die Branchen Pharma, Kosmetik, Consumer Electronics und für andere hochwertige, sensible Güter. Das Unternehmen hat Transportnetze aufgebaut, die Waren bei 15 bis 25 Grad Celsius oder bei 2 bis 8 Grad Celsius aktiv temperiert und dokumentiert nach den EU-Regeln für den Pharmatransport befördern. Diese EU-GDP erfordern höchste Standards für Sicherheit, Sauberkeit, Zuverlässigkeit und Transparenz, von denen alle trans-o-flex-Kunden profitieren. International arbeitet trans-o-flex über die Netze EUROTEMP (temperaturgeführte Logistik) und EURODIS (in 36 Ländern Europas). Im Unterschied zu reinen Paketdiensten oder Speditionen stellt trans-o-flex sowohl Ware in Paketen als auch auf Paletten zu. trans-o-flex Express bietet zudem zahlreiche Express- und Zeitfensterzustellungen, Sonderdienste wie Gefahrguttransporte (ohne Mindermengenregelung), Sendungskonsolidierung oder Direktfahrten. Die Express-Transporte werden ergänzt durch Lagerung, Kommissionierung und individuelle Mehrwertdienste wie Serialisierung von Arzneimitteln. Damit deckt das Unternehmen die gesamte Logistikkette von Beschaffung bis Fulfillment ab. Der Jahresumsatz der trans-o-flex-Gesellschaften, die insgesamt rund 2.200 Mitarbeiter beschäftigen, belief sich 2019 auf rund 495 Millionen Euro. Mehr Informationen unter www.trans-o-flex.com.

Quelle: Intervet Deutschland GmbH

Angereicherte Futtermittel für Hühner sollen die Ernährungslage in Äthiopien verbessern

0

Erste Pilotstudie mit afrikanischem Forschungsinstitut erfolgreich abgeschlossen

Das 2019 zwischen dem Institut für Nutztierbiologie Dummerstorf (FBN) und dem International Livestock Research Institute Nairobi (ILRI/Kenia) abgeschlossene Kooperationsabkommen trägt erste Früchte. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Muskelbiologie und Wachstum am FBN hat Desalew Tadesse, Doktorand aus Äthiopien, erfolgreich eine Pilotstudie zur Qualitätsverbesserung der Ernährung in Afrika abgeschlossen.

„Dabei ging es um die Anreicherung von Hühnerfutter mit Leinsamen und Extrakten der sogenannten Sandolive, eine weit verbreitete und klimatisch anspruchslose Gewürzstrauchpflanze namens Dodonae angustifolia“, sagte FBN-Projektleiter Dr. Dirk Dannenberger. „Äthiopien gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Wertvolle Lebensmittel wie Fisch, frische Früchte und Gemüse sind für weite Teile der Bevölkerung nur schwer zugänglich. Hühner sind jedoch auch in Afrika leicht zu halten. Aktuell stammen etwa 96 Prozent der gesamten nationalen Geflügelprodukte (Eier und Fleisch) von einheimischen Hühnern aus dörflicher Haltung, während nur vier Prozent aus intensiv gehaltenen Hühnerrassen gewonnen werden. Der Ansatz ist, durch angereicherte Futtermittel für die Hühner auch die Eier und das Fleisch der Tiere und somit die Ernährung der einheimischen Bevölkerung aufzuwerten. Das betrifft vor allem die wertvollen Omega-3-Fettsäuren und Antioxidantien, aber auch weitere Proteine und Vitamine.

Ziel der Pilotstudie war es, die Auswirkungen einer kombinierten Ergänzung der Futtermittel von Sasso-Hühnern mit Leinsamen- und Extrakten von Blättern des einheimischen, wilden Sandolivenstrauchs (Dodonae angustifolia) auf den Gehalt an Omega-3-Fettsäuren und die oxidative Stabilität von Ei und Fleisch zu untersuchen. Das Futter wurde dabei mit verschieden dosierten Pflanzenextrakten versehen. „Die Pilotstudie hat gezeigt, dass schon geringe Zusätze von Leinsamen und Pflanzenextrakten die gesundheitsfördernde Qualität des Fleisches und der Eier deutlich erhöht“, sagte Dannenberger. „Damit ist die Grundvoraussetzung geschaffen worden, weitergehende Untersuchungen und Versuchsreihen in Afrika zu starten.“

Hintergrund der Kooperation
Bei einem Treffen von ILRI-Forschern mit FBN-Wissenschaftlern in Nairobi (Kenia) und Addis Abeba (Äthiopien) im Mai 2018 wurden eine Reihe von gemeinsamen Forschungsinteressen abgestimmt, wie etwa die Reduzierung von Treibhausgasemissionen, Züchtungsplanung, Tierwohl und Stress- und Krankheitsresistenz bei Nutztieren. Anfang 2019 besuchten die Wissenschaftler des International Livestock Research Instituts erstmals das FBN und schlossen eine Kooperationsvereinbarung. Das International Livestock Research Institute (www.ilri.org) ist eines von 15 CGIAR-Forschungszentren (Globale Forschungspartnerschaft für eine ernährungssichere Zukunft/www.cgiar.org) und das einzige Zentrum, das sich ausschließlich der Forschung in der Tierhaltung für die Entwicklungsländer widmet. ILRIs Campi liegen in Kenia und Äthiopien. ILRI hat außerdem regionale oder Länderbüros an 14 weiteren Standorten in Afrika, Süd- und Südostasien. Forschungsthemen sind unter anderem Tierproduktivität, Lebensmittelsicherheit und Zoonosen, Tierhaltung und Umwelt sowie Politik, Institutionen und Lebensgrundlagen.
Das FBN kooperiert mit Forschungseinrichtungen weltweit, vor allem mit Partnern aus Ländern der EU im Rahmen der unterschiedlichsten EU-Projekte. Darüber hinaus gibt es eine Zusammenarbeit mit Indien, der Türkei, Neuseeland, USA, Kanada, China, Australien, Brasilien, Nigeria, Kenia, Ägypten, Äthiopien, Iran, Thailand, Chile, Israel und Russland. Aktuell betrifft das mehr als 100 Forschungsprojekte in Kooperation mit 355 Institutionen aus 41 Ländern.

Quelle: Institut für Nutztierbiologie (FBN)

Datenbank „NS-Schicksale“ Gedenken an die im Nationalsozialismus verfolgten jüdischen Tiermediziner

0

Am 27. Januar ist der internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Die Bundestierärztekammer (BTK) möchte diesen Anlass nutzen, um nochmals auf die Datenbank „NS-Schicksale“ aufmerksam zu machen, mit der dauerhaft an die Opfer des Nationalsozialismus im Bereich der Tiermedizin gedacht wird. Unter www.bundestieraerztekammer.de/ns-schicksale steht hinter jedem Eintrag ein menschliches Schicksal, ein Mensch, dessen Existenz im Nationalsozialismus zerstört wurde. Die Datenbank enthält biografische Informationen zu Tierärzten und Studierenden der Tiermedizin sowie deren Angehörigen, die im Zeitraum zwischen 1933 und 1945 im Deutschen Reich lebten und wegen ihrer jüdischen Glaubenszugehörigkeit oder Abstammung verfolgt wurden.

„Das Feedback, das wir bisher zu der Datenbank erhalten haben, war durchweg positiv. Es ist wichtig, nicht zu vergessen, und diese Plattform bietet eine dauerhafte Möglichkeit, um die Erinnerung aufrechtzuhalten“, sagt der Präsident der BTK, Dr. Uwe Tiedemann.

Eingerichtet wurde diese Gedenk-Datenbank auf Initiative der Fachgruppe „Geschichte der Veterinärmedizin“ der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft (DVG) und auf Grundlage einer Vereinbarung zwischen der DVG und BTK. Diese Erfassung jüdischer Tiermediziner sollte weitgehend vollständig sein, DVG und BTK sind jedoch dankbar für alle Hinweise auf weitere, noch nicht berücksichtigte Opfer. Auch Hinweise auf Tierärztinnen und Tierärzte nichtjüdischen Glaubens, die durch das NS-Regime verfolgt wurden, werden gerne entgegengenommen.

Quelle: Bundestierärztekammer

Tierarzneimittelgesetz: Tierärzteverbände fordern: Gesetzgebungsverfahren sofort stoppen

0

Die Präsidenten der tierärztlichen Verbände Bundestierärztekammer, Bundesverband der beamteten Tierärzte und Bundesverband Praktizierender Tierärzte (bpt) haben Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner Ende vergangener Woche schriftlich aufgefordert, die Umsetzung eines nationalen Tierarzneimittelgesetzes in dieser Legislaturperiode zu stoppen, damit ein transparenter Diskussionsprozess möglich wird. Die Verbände sind sich vollkommen einig darin, dass sie sich an einem derart intransparenten und unausgereiften Verfahren weder beteiligen können noch wollen. Dafür steht für die praktizierenden und beamteten Tierärztinnen und Tierärzte und natürlich für die Tiergesundheit und den Tierschutz schlichtweg zu viel auf dem Spiel.

Grund für diesen Schritt ist, dass in den letzten beiden Jahren seit Inkrafttreten der EU-Tierarzneimittelverordnung für die Umsetzung in nationales Recht keinerlei fachlicher Austausch stattgefunden hat und jetzt völlig unerwartet die Bundesministerien für Gesundheit und Landwirtschaft den tierärztlichen Organisationen und Verbänden den Entwurf für ein nationales Tierarzneimittelgesetz zur Stellungnahme innerhalb von drei Wochen vorgelegt haben. Eine qualifizierte Stellungnahme zu einem so umfangreichen und zugleich wichtigen Gesetzesvorhaben kann aber in einer solch kurzen Frist zwangsläufig nur unvollständig sein und wird deshalb nicht erfolgen.

„Wie kann es sein, dass zwei Jahre für die Umsetzung der bereits im Januar 2019 in Kraft getretenen EU-Tierarzneimittelverordnung in neu zu fassendes nationales Recht ohne jeglichen fachlichen Austausch ungenutzt verstrichen sind und dann ganz plötzlich eine Ressortabstimmung zum Gesetzentwurf ohne vorherige Verbändeanhörung erfolgt,“ macht bpt-Präsident Dr. Siegfried Moder seinem Ärger Luft. Hieß es doch noch vor wenigen Wochen, das Bundesgesundheitsministerium habe wegen der Corona-Situation keine Zeit, sich um das nationale Tierarzneimittelgesetz zu kümmern. „Die Art und Weise, wie mit einer von dem Gesetz hauptbetroffenen Gruppe umgegangen und offenbar auch nicht korrekt informiert wird, ist völlig inakzeptabel,“ bekräftigt Moder.

Schon auf den ersten Blick haben sich rechtlich-handwerkliche Fehler im Entwurf gezeigt, die in der tierärztlichen Praxis zu Umsetzungsschwierigkeiten und juristischen Auseinandersetzungen führen werden. „Genau davor wollen und müssen wir die Tierärztinnen und Tierärzte schützen,“ stellt Moder klar. „Und um das gleich ganz deutlich zu sagen, wir sträuben uns nicht gegen ein neues, eigenständiges Tierarzneimittelgesetz, so wie es in vielen anderen EU-Ländern schon Brauch ist. Wenn aber etwas ganz Neues geschaffen wird, dann muss in einem transparenten Diskussionsprozess ausreichend Zeit für den fachlich fundierten Austausch sein,“ so Moder. Dafür stehen die drei Verbände zur Verfügung.

Quelle: bpt

FutureFeed: Seetang reduziert Methanausstoß von Rindern erheblich

0

Wissenschaftler der nationalen australischen Wissenschaftsforschungsagentur CSIRO haben einen kostengünstigen Algenfutterzusatz namens FutureFeed entwickelt, der Methanemissionen von Rindern erheblich reduzieren und die Produktivität der Nutztiere steigern könnten.

Die Seetangart Asparagopsis produziert Bromoform, eine bioaktive Verbindung, welche die Bildung von Methan verhindert, indem sie ein bestimmtes Enzym im Darm während der Verdauung von Futtermitteln hemmt. Nach Auskunft von CSIRO wurde, bei Verwendung niedriger Dosen (weniger als 1,0%), in einem Feedlot-Versuch Methan um über 90% reduziert, wobei außerdem positive Trends für Futterverwertung und Produktivität beobachtet worden seien.

Asparagopsis produziert spezielle bromhaltige Substanzen (CHBr3), die den Abschluss des Methanaufbaus verhindern, indem sie im letzten Schritt mit Vitamin B12 reagieren, wodurch die Enzyme gestört werden, die von den spezifischen Darmmikroben verwendet werden, die während der Verdauung hochenergetisches Methangas als Abfall produzieren.

Die metabolische Umwandlung von Methan macht 12-15 Prozent der Futtermittelenergie und der Futtermittelkosten aus. Folglich hat die Reduzierung der Methanemissionen potenziell auch einen wirtschaftlichen Nutzen für die Erzeuger und einen metabolischen Nutzen für das Tier, durch eine verbesserte Umwandlung von Energie, die sonst als Methanemissionen verloren geht.

Seetang-Produktion
Bei typischen Algenproduktionsraten von 30-50 Tonnen Trockenmasse je Hektar wären für die Versorgung von 30% der australischen Futter- und Milchindustrie etwa 2.000 Hektar Seetang-Farmen erforderlich. Als Vergleich nennt die Agentur über 900 Hektar australische Garnelenfarmen.

Weitere Informationen zu FutureFeed sind auf der CSIRO-Homepage zu finden.

Schwerpunktkontrollen in Schweinemastbetrieben in NRW

0

Im letzten Quartal 2019 wurden, im Zuge einer risikoorientierten Schwerpunktüberwachung, in Nordrhein-Westfalen insgesamt 387 Schweinemastbetriebe amtlich kontrolliert.

379 Prüfprotokolle waren nach Mitteilung des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen verwertbar und hätten gezeigt, „dass in 59 % der besuchten Betriebe mindestens ein tierschutzrelevanter Mangel im Sinne der ausgewählten Prüfkriterien vorgefunden wurde.“ In 90 Betrieben wurden jedoch auch mehrere gefunden.

Nur 71 % der geprüften Betriebe hatten geeignete Krankenbuchten mit weicher Unterlage bzw. Einstreu zur Absonderung und Unterbringung kranker Einzeltiere.

In Betrieben, in denen die Nottötung von verletzten oder erkrankten Schweinen von den Landwirten selbst durchgeführt wird, fehlten in 14 % der Fälle die dafür erforderlichen Betäubungsgeräte bzw. war diese nicht voll funktionsfähig. 20 % der Landwirte beauftragen, nach eigener Auskunft, ihren Hoftierarzt mit Nottötungen.

Etwa 95 % der geprüften Betriebe erfüllen die rechtlichen Mindestanforderungen in Bezug auf Belegdichte/ Trinkwasserversorgung, gemäß TierSchNutztV. Weiter stellt das Ministerium fest, dass die Bestandsgröße „keinen nennenswerten Einfluss auf das Vorhandensein von Mängeln hat.“

Es besteht immer noch erheblicher Verbesserungsbedarf im Umgang mit kranken Tieren und der Durchführung von Nottötungen durch den Tierhalter. Das Fachministerium empfiehlt deswegen dringend den Flyer der Landwirtschaftskammer NRW mit Empfehlungen für den Umgang mit kranken Schweinen und zur korrekten Durchführung der Nottötung und das Seminar „Nottötung von Schweinen“ der LWK.

Nicht zuletzt, so erklärt das Ministerium, scheine eine „intensive Diskussion des Problems mit den bestandsbetreuenden Hoftierärzten“ geboten, „um in den Fällen, in denen Landwirte die Nottötung einzelner Tiere nicht selbst vornehmen können oder wollen, die Möglichkeit zu schaffen und zu nutzen, diese Aufgabe an den Hoftierarzt zu übertragen.“

Offizieller Bericht des Ministeriums an den Landtagspräsidenten

Leitfaden zur Durchführung der Nottötung von Schweinen in landwirtschaftlichen Betrieben: Download als PDF

Quelle: Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen