Aufgepasst bei Ernährungsstudien – verschiedene Studienformen haben unterschiedliche Aussagekraft

Wissenschaftliche Erkenntnisse sind so bunt wie unsere Ernährung und Studienergebnisse können in vielen Punkten widersprüchlich sein. Das liegt unter anderem an den verschiedenen Studienformen und deren Aussagefähigkeit. Der Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) im Lebensmittelverband Deutschland klärt in der ersten Ausgabe seines neuen Newsletters „FOKUS Wissenschaft“ auf, welche Studientypen es überhaupt gibt und welche Aussagen anhand ihrer Ergebnisse getroffen werden können. Antje Preußker aus der Wissenschaftlichen Leitung im Lebensmittelverband erklärt: „In der breiten Öffentlichkeit kursieren viele Mythen rund um das Thema Ernährung. Diese kommen auch dadurch zustande, dass Studie gleich Studie behandelt wird und Ergebnisse falsch interpretiert werden. Dabei besteht ein erheblicher Unterschied, ob beispielsweise Kausalitäten oder Korrelationen abgebildet werden oder ob es sich um eine verblindete Studie handelt oder nicht. Wir sind deshalb sehr froh, dass wir für die erste Ausgabe unseres neuen Newsletters eine Expertin gewinnen konnten, die präzise und verständlich den Unterschied der diversen Studiendesigns erklärt“. Gastautorin Dr. Sandra Habicht, Institut für Ernährungswissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen, schreibt über deskriptive und analytische Beobachtungsstudien, Interventionsstudien sowie Reviews und Meta-Analysen.

Deskriptive Beobachtungsstudien
Bei diesem Studientyp werden Gesundheitsdaten sowie ein oder mehrere Faktoren des Lebensstils der Probandinnen und Probanden „beobachtet“, also abgefragt, aber nicht von der Studie vorgegeben. Zu den deskriptiven Studien gehören die Fallbeschreibungen (engl. case studies), die sich für die Erforschung sehr seltener Erkrankungen eignen, sowie Querschnittstudien (engl. cross-sectional studies). Diese erfassen den Anteil der untersuchten Studienpopulation mit einer bestimmten Erkrankung oder einem bestimmten Lebensstilfaktor zu einem einzigen Zeitpunkt. Prävalenzen von Erkrankungen oder Daten wie der Vitamin-D-Status einer Bevölkerung können so untersucht werden. Führt man sie in unterschiedlichen Regionen durch, können regionale Unterschiede ermittelt werden. Auch lassen sich Querschnittstudien aus unterschiedlichen Jahren vergleichen und zeitliche Entwicklungen näherungsweise betrachten. Werden verschiedene Parameter erhoben, können diese als Korrelation miteinander in Beziehung gebracht werden, das lässt aber keine kausalen Aussagen zu.

Analytische Beobachtungsstudien
Beobachtungsstudien können retrospektiv sein und Informationen aus der Vergangenheit erheben oder prospektiv, d. h. in die Zukunft blickend. Kohortenstudien (engl. cohort studies) sind prospektive analytische Beobachtungsstudien mit einer Betrachtung der zukünftigen Erkrankungsmanifestation. Dieser Studientyp wird auch Längsschnittstudie genannt, da mindestens zu zwei Beobachtungszeitpunkten Erhebungen stattfinden. Bei Kohortenstudien werden gesunde Probandinnen und Probanden nach Lebensstilfaktoren in Kohorten eingeteilt und über einen definierten Zeitraum beobachtet. Von Interesse sind die Häufigkeiten klinischer Endpunkte (engl.outcome), z. B. bestimmte Erkrankungen in den jeweiligen Kohorten. Je länger die Beobachtungsdauer, je homogener die Gruppen und je größer der erwartete Effekt, desto eher sind Unterschiede in der Erkrankungshäufigkeit zwischen den Kohorten zu erwarten. Die Fall-Kontroll-Studien (engl. case control studies) verfolgen einen anderen Ansatz. Bei diesen Studien werden z. B. Personen mit Erkrankung (Fälle) und ohne Erkrankung (Kontrollen) nach Lebensstilfaktoren in der Vergangenheit befragt. Dieser Studientyp zählt daher zu den retrospektiven Studien. Um Zusammenhänge richtig darzustellen sollten Störfaktoren (engl. Confounder) untersucht und in die Analyse einbezogen werden.

Interventionsstudien
Hier erhalten Probandinnen und Probanden entweder eine Kontroll-Behandlung (meist ein Placebo) oder die zu untersuchende Behandlung (Intervention), z. B. eine Supplementation. Es gibt Interventionsstudien mit ein, zwei oder mehr Armen/Behandlungsgruppen oder z. B. mit oder ohne Cross-over-Design. Bei einem Cross-over können Probandinnen und Probanden erst die eine und dann die andere Behandlung erfahren. Jeder ist dadurch seine eigene Kontrolle, aber es bedarf einer passend langen Auswaschphase (engl. wash-out) zwischen den Behandlungen. Als Goldstandard unter den Interventionsstudien gelten die randomisiert-kontrollierten Studien (engl. randomized controlled trials, RCT). Das sind Studien mit zufälliger, also randomisierter Zuordnung der Probandinnen und Probanden in verschiedene Arme, von denen eine die Kontrollgruppe darstellt. Eine Studie gilt als verblindet, wenn die Probandinnen und Probanden nicht wissen, in welche Gruppe sie eingeteilt worden sind. Wenn das zusätzlich auch die Untersucher nicht wissen, ist die Studie doppel-blind. Mit diesem Design lässt sich die Wirkung einzelner Nahrungskomponenten auf die Gesundheit gut untersuchen. Bei Interventionsstudien wird die zu erforschende Behandlung bei einer Gruppe von Probandinnen und Probanden für einen definierten Zeitraum durchgeführt. Verglichen werden anschließend nicht nur Gesundheitsparameter, sondern auch, wie sich die Werte und die Veränderungen bei der Interventions- von denen der Kontrollgruppe unterscheiden. Ob eine mögliche oder postulierte Wirkung der Intervention in einer solchen Studie nachgewiesen werden kann, hängt u. a. von den gewählten Zielkriterien oder Endpunkten und der Studiendauer ab. Eine große Rolle spielen auch Confounder und die Compliance. Ein Merkmal für die Qualität einer klinischen Studie kann sein, an wie vielen Standorten, Studienzentren oder Kliniken sie durchgeführt wurde.

Reviews und Meta-Analysen
Auf der Suche nach Antworten zu einer bestimmten Forschungsfrage sollten immer mehrere Studien unterschiedlichen Typs betrachtet werden, und es sollte einen plausiblen ernährungsphysiologischen/biochemischen Ansatz z. B. aus Tier- und Zellstudien oder der Grundlagenforschung geben. In der Wissenschaft werden Ergebnisse mehrerer oder vieler Studien in Form von narrativen oder systematischen Reviews sowie Meta-Analysen zusammengetragen. Darüber hinaus gibt es auch die Form des Umbrella-Reviews.

Der „FOKUS Wissenschaft“ ist der neue Newsletter des AK NEM, in dem Hintergründe und wissenschaftliche Erkenntnisse rund um Mikronährstoffe erklärt werden. Die komplette erste Ausgabe kann unter www.nahrungsergaenzungsmittel.org heruntergeladen werden.

Quelle: Lebensmittelverband Deutschland e. V.
Der Lebensmittelverband Deutschland e. V. ist der Spitzenverband der deutschen Lebensmittelwirtschaft. Ihm gehören Verbände und Unternehmen der gesamten Lebensmittelkette „von Acker bis Teller“, aus Landwirtschaft, Handwerk, Industrie, Handel und Gastronomie an. Daneben gehören zu seinen Mitgliedern auch private Untersuchungslaboratorien, Anwaltskanzleien und Einzelpersonen.

Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM)
Unter dem Dach des Lebensmittelverbands Deutschland ist der Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) eine Plattform für die Interessenvertretung sowie zum fachlichen Austausch über rechtliche und wissenschaftliche Fragestellungen zu Nahrungsergänzungsmitteln. Zu seinen Mitgliedern gehören neben den Herstellern von Nahrungsergänzungsmitteln auch Rohwarenhersteller sowie Dienstleister.

Neue Lernplattform für Tierwohl bei Milchkühen online

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Das Tierwohl-Check E-Learning ergänzt die bereits im Herbst 2021 erschienene App für die Tierwohl-Beurteilung von Milchkühen. Damit stehen Tierhalterinnen und Tierhaltern, die selbst Tierschutzindikatoren erheben möchten, Hintergrundwissen, Merkblätter, Anleitungen zur Datenerhebung, Ziel- und Warnwerte für die objektive Tierwohlbeurteilung sowie eine zugehörige App zur Verfügung. Zusätzlich steht für die Überprüfung der erworbenen Kenntnisse ein abschließender Online-Test zur Verfügung (hier wird die bereits im Herbst 2021 von uns veröffentlichte „Online-Schulung Tierschutzindikatoren“ genutzt, auf die aus dem E-Learning heraus verwiesen wird).

Die berits seit September 2021 zugängliche Plattform elearning.tierwohl-check.de verfügbare Lernplattform gibt in sechs Modulen umfangreiche Informationen zur Durchführung der betrieblichen Eigenkontrolle mithilfe der Tierwohl-Check-App. Mit dem passgenauen E-Learning erlernen Anwender*innen die Datenerhebung der Tierschutzindikatoren, erfahren viele nützliche Hinweise und vertiefende Hintergrundinformationen. Des Weiteren liefert das E-Learning praktische Merkblätter zu den Indikatoren, eine Anleitung zur Datenerhebung sowie Definitionen und Berechnungsgrundlagen.

Mit dem erlernten Wissen lässt sich die Tierwohlsituation objektiv ermitteln und bewerten; das Ergebnis liefert eine übersichtliche Schwachstellenanalyse für den Betrieb und erleichtert es den Landwirt*innen, der betrieblichen Eigenkontrolle im eigenen Betrieb nachzukommen. Auch für Tierärzt*innen und Berater*innen kann das E-Learning wertvolle Informationen für eine verlässliche Tierbeurteilung vermitteln.

Die Tierwohl Check-App und das kostenfreie E-Learning wurde im Rahmen des EIP Projektes Tierwohl-Check von vier aktiven Landwirt*innen aus Schleswig-Holstein zusammen mit dem Landeskontrollverband SH e.V. als Leadpartner, der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, der Rinderzucht SH eG, dem Deutschen Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfung und dem Thünen-Institut für Ökologischen Landbau erarbeitet.

Quelle: Thünn Institut für Ökologischen Landbau

Sicherheitsrisiko fehlende Kontrollvorgaben

Bundesverband der beamteten Tierärzte fordert zügige Umsetzung des EU-Kontrollrechts durch die Länder

Der Präsident des Bundesverbandes der beamteten Tierärzte (BbT), Dr. Holger Vogel, fordert von den politisch Verantwortlichen Leitlinien für die Umsetzung der sog. risikoorientierten Überwachung, wie sie das EU-Recht verlangt. Hierfür gelte es, Grundlagen für eine vergleichbare Einschätzung der vorzuhaltenden Überwachungskapazitäten in allen Ländern insbesondere in den Bereichen Tier-gesundheit und Tierschutz zu schaffen. „Es kann nicht sein, dass Amtstierärztinnen und Amtstierärzte im wahrsten Sinne den Kopf dafür hinhalten müssen, dass sie ihre lokalen Betriebe mit angemessener Häufigkeit und Gründlichkeit überprüfen, ohne einen Vergleichsmaßstab zu haben,“ so Vogel. Sonst gehe man schnell selbst ein „Risiko“ ein. „Das richtige Maß bei der Kontrollintensität darf nicht einer Individualentscheidung überlassen bleiben, sondern ist gesellschaftspolitisch zu definieren“, so Vogel weiter. Schließlich hänge davon nicht zuletzt die Zahl des Kontrollpersonals ab. In der Lebensmittelüberwachung sei man deutlich klarer strukturiert.

In diesem Zusammenhang erneuert der BbT seine wiederholt erhobene Forderung, dafür eine belastbare Datengrundlage zu schaffen. Nur dann seien die Veterinärbehörden in der Lage, von Unternehmen ausgehende Risiken adäquat zu erfassen und zu bewerten, wobei es vor allem auf die fach-gebietsübergreifende Betrachtung ankomme. „Eine gute Tiergesundheit ist ein wichtiger Indikator für eine tiergerechte Haltung“, betont Vogel. Er setzt auf die Ankündigung der neuen Bundesregierung, damit endlich in dieser Legislaturperiode weiter voranzukommen. „Hier werden wir unterstützen, wo immer wir können“, so Vogel abschließend.

Der BbT widmet sich dieser Thematik in verschiedenen Vorträgen auf seinem 39. Internationalen Veterinärkongress in Bad Staffelstein.

Quelle: BbT

Bohnenanbau in vielfältigen Agrarlandschaften fördert Bienen und steigert Ertrag – Studie der Universität Göttingen

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Bestäubung durch Insekten ist essenziell für die Produktion vieler Nahrungspflanzen. Das Vorkommen von Bestäubern wie Bienen ist davon abhängig, ob Nistplätze und ausreichend Nahrung vorhanden sind. Fehlen diese Voraussetzungen, bleiben auch die Bestäuber aus und es leidet der Ertrag von blühenden Ackerkulturen, wie zum Beispiel Ackerbohnen und Raps. Ein Team der Universität Göttingen und des Julius Kühn-Instituts (JKI) in Braunschweig hat untersucht, wie sich die Landschaftszusammensetzung aus blühenden Kulturen und naturnahen Habitaten auf die Dichten von Bienen, deren Verhalten beim Sammeln von Nektar und die Erträge von Ackerbohnen (Vicia faba L.) auswirkt.

Die Forscherinnen zeigen, dass in Landschaften mit einem hohen Flächenanteil von naturnahen Habitaten und in Landschaften mit einem hohen Flächenanteil von Ackerbohnen mehr Hummeln in Ackerbohnenfeldern zu finden waren. Außerdem waren die Bohnenerträge in diesen Landschaften erhöht. Die Wissenschaftlerinnen erfassten und beobachteten das Sammelverhalten von Honig- und Wildbienen in Ackerbohnenfeldern in Agrarlandschaften mit unterschiedlicher Landschaftszusammensetzung. Außerdem ermittelten sie Ertragsparameter von Einzelpflanzen. „Insektenbestäubung wirkt sich positiv auf Ackerbohnenerträge aus. Unsere Untersuchungen ergaben rund 34 Prozent mehr Bohnen pro Hülse bei insektenbestäubten Pflanzen verglichen mit Pflanzen, die unzugänglich für Insekten waren“, erklärt Dr. Doreen Gabriel vom JKI.

„Für den Bestäubungserfolg bei Ackerbohnen ist nicht nur die Bienendichte im Feld wichtig, sondern auch, welche Bienenarten an den Blüten sammeln und wie sie das tun. Hummelarten mit kurzen Rüsseln rauben oft Nektar von Ackerbohnen, indem sie Löcher in die Blütenkelche beißen. Im Gegensatz dazu sammeln die meisten langrüsseligen Hummeln Nektar regulär von der Vorderseite der Blüte, was zu erhöhten Fremdbestäubungsraten führt. Es gibt allerdings kaum Studien, die untersucht haben, ob das Verhalten von Bienen beim Nektar sammeln auch von der Ressourcenverfügbarkeit in der Landschaft, also der Landschaftskomposition, beeinflusst wird“, so Erstautorin Dr. Nicole Beyer, die an der Universität Göttingen promoviert hat, und nun am Thünen-Institut in Braunschweig arbeitet. Die Studie zeigt, dass kurzrüsselige Hummeln vermehrt Nektar an Ackerbohnen raubten, wenn ein hoher Flächenanteil an Ackerbohnen in der Landschaft vorhanden war.

„Unsere Studie verdeutlicht, wie wichtig auch die Landschaftszusammensetzung für Erträge ist, wie am Beispiel der Ackerbohne gezeigt wurde. Die Verfügbarkeit von blütenreichen Lebensräumen kann die Dichte der Bienen in den Feldern, ihr Suchverhalten und ihre Bestäubungsleistungen verbessern“, schlussfolgert Prof. Dr. Catrin Westphal, Leiterin der Abteilung Funktionelle Agrobiodiversität der Universität Göttingen.

Die Ergebnisse der Studie sind in der Fachzeitschrift Basic and Applied Ecology erschienen.

Beyer, N., Gabriel, D. & Westphal, C. (2022). Landscape composition modifies pollinator densities, foraging behavior and yield formation in faba beans. Basic and Applied Ecology, doi: https://doi.org/10.1016/j.baae.2022.03.002

Quelle: Georg-August-Universität Göttingen

Imkertipp: CBPV bei Bienen: Ein Virus auf dem Vormarsch?

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Von Dr. Heike Engels

Das Chronische-Bienenparalyse-Virus (CBPV) trat in den letzten Jahren in Europa verstärkt auf. Die Erkrankung führt zu großen Verlusten unter den Arbeiterinnen und deutlichen Leistungseinbußen vor allem bei starken Bienenvölkern. CBPV befällt einzelne Gehirnregionen der Bienen und löst dort neurologische Symptome wie Paralyse, also Lähmungen, und Zittern aus. Daneben erscheinen betroffene Bienen durch Haarverlust schwarz und fettig glänzend, was als „Ansteckende Schwarzsucht“ bezeichnet wird. Beide Symptome können in einem Volk auftreten. Übertragen wird das Virus geschieht wohl direkt von Tier zu Tier über den Fäkal-oralen Weg. CBPV gilt als Varroa-assoziierte Erkrankung, da das Virus durch die Schwächung der Bienen, ausgelöst durch einen starken Varroabefall, leichteres Spiel hat.

Um die Verbreitung des CBPV in Bayern zu analysieren, wurden Analyseergebnisse des Tiergesundheitsdienstes Bayern e.V. von 302 Bienenvölkern hinsichtlich der Virusdiagnostik und klinischen Symptomatik mit Fokus auf CBPV untersucht. Die Analyse umfasste die Jahre 2018 bis 2020. Zusätzlich werteten die Forscher Daten aus Fragebögen aus von 105 labordiagnostisch CBPV-positiven und klinisch auffälligen Völkern.

Es konnte ein signifikanter Anstieg CBPV-positiver Proben von 2018 bis 2020 festgestellt werden mit ebenfalls steigender klinischer Symptomatik. Die Auswertung der Fragebögen ergab eine Häufung der ersten CBPV-Fälle im Frühjahr in den Monaten März bis Juni. Zwischen Oktober und Februar wurden kaum Fälle berichtet. Die meist mit vielfältigen Symptomen belasteten Völker erholten sich in 57 % der Fälle von der Erkrankung, wenn therapeutisch eingegriffen wurde. Wurde nicht eingegriffen, kam es in den meisten Fällen zum Tod des Volkes. Insgesamt war die Sterblichkeit bei den Völkern höher, die neben CBPV auch noch weitere Viren im Volk hatten. Bei 62 % der erkrankten und isolierten Völker konnte die Isolation die Weiterverbreitung am Bienenstand verhindern.

Eine eindeutige Therapieempfehlung können die Forscher nicht geben, aber auf jeden Fall den Rat, dass es besser ist, überhaupt etwas zu tun als einfach abzuwarten. Maßnahmen, die bisher zur Therapie erkrankter Völker durchgeführt wurden, entweder einzeln oder in Kombination:

• Austausch der Königin zur Veränderung der Genetik
• Kunstschwarmverfahren zur Senkung der Virenlast
• Varroabehandlung zur Reduktion des Milbenbefalls
• Fütterung einer dünnen Zuckerlösung zur Erhöhung des Bienenumsatzes
• Zuhängen von Brutwaben zum Ausgleich des Totenfalls

Hierbei handelt es sich um kurzfristig wirkende Maßnahmen und auch um langfristige Maßnahmen, wenn es an den Austausch der Königin geht.

Quelle: Dittes, Julia et al.: Chronisches-Bienenparalyse-Virus – quo vadis? Auftreten in Bayern und Betrachtung von Therapiemaßnahmen. Tierärztliche Praxis Großtiere Nutztiere 2021; 49: 326-335.

European PRRS-Research Award von Boehringer Ingelheim: Bewerbungsfrist läuft!

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Boehringer Ingelheim unterstützt seit vielen Jahren die anwendungsbezogene Forschung zur Bekämpfung der Schweinekrankheit PRRS (Porzines Reproduktives und Respiratorisches Syndrom). Im Rahmen des Europäischen PRRS-Research Awards vergibt Boehringer Ingelheim auch im Jahr 2022 drei Preise in Höhe von je 25.000 Euro zur Finanzierung der prämierten europäischen PRRS-Forschungsstudien. Das Unternehmen möchte Forschungsbeiträge finanzieren, die neue Daten sammeln und Erkenntnisse zu PRRS generieren. Ziel ist ein besseres Verständnis dieser verheerenden und kostenintensiven Krankheit sowie eine nachhaltige PRRS-Kontrolle.

Zum möglichen Kandidatenkreis gehören alle Personen, die in der europäischen Schweineindustrie tätig sind. Die Fachgebiete umfassen unter anderem Forschung, Diagnostik, Tierwissenschaften, Praxis, Produktion sowie Tiergesundheit und Tierwohl.

Ein unabhängiger Prüfungsausschuss wird jeden Vorschlag im Hinblick auf seine Bedeutung, das Wirkungspotenzial in der Schweinebranche, die Originalität und Neuartigkeit sorgfältig begutachten. Die Jury ist vertreten durch anerkannte ExpertInnen der Schweinebranche wie u.a. Prof. Andrea Ladinig, Prof. Enric Mateu und Dr. Torsten Pabst.

Einreichungsfrist ist der 1. Juli 2022.

Weitere Informationen und das Anmeldeformular gibt es hier.

Kolostrum und hohe Kälberverluste: Wie hängt das zusammen?

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Von Dr. Heike Engels

Kolostrum ist reich an Nährstoffen und Mineralien und enthält auch Abwehrstoffe gegen wichtige Krankheitserreger. Das Kalb ist auf diese erste Portion gesundheitsfördernder und stärkender Stoffe angewiesen, weil es immunologisch naiv auf die Welt kommt. Eine zügige und ausreichende Menge (mindestens 4 Liter, aufgeteilt in 2 Mahlzeiten) an Kolostrum rasch nach der Geburt ist daher extrem wichtig, denn der Dünndarm des Kalbs ist nur in den ersten 24 Stunden nach der Geburt durchlässig für die guten Inhaltsstoffe des Kolostrums. Innerhalb der ersten 4 Lebensstunden ist dieser Effekt am größten. In der Natur würde ein neugeborenes Kalb auch sogleich es stehen kann das Kolostrum durch den Euter der Kuh aufnehmen. Im Stall sollte zusätzlich oder ausschließlich Kolostrum über die Nuckelflasche gegeben werden, um die ausriechende Menge kontrollieren zu können. Viele Studien konnten bereits zeigen, dass ein direkter Zusammenhang mit Kolostrumversorgung und Kälbersterblichkeit besteht: Desto schneller und mehr Kolostrum ein Kalb erhält, desto widerstandsfähiger wird es und desto weniger oft leidet es an Kälberdurchfall.

Das Ziel der hier vorgestellten Studie war, in Milchkuhbetrieben mit erhöhten Kälberverlusten in Niedersachsen das bestandsspezifische Management der Kolostrumversorgung zu erfassen und Probleme aufzudecken. Die Untersuchungen fanden in 56 Milchkuhbetrieben in Niedersachsen statt, die im Jahr 2014 eine Kälberverlustrate von mindestens 20 % aufwiesen und mindestens 30 Milchkühe hielten (Auswahl durch die Tierseuchenkasse Niedersachsen). Untersucht wurden Kälber im Alter von 1 bis 14 Lebenstagen. Daten zu den Themen Kolostrummanagement und Kälbergesundheit wurden anhand eines standardisierten Fragebogens erfasst, der Betrieb wurde besichtigt und alle Kälber in Einzelhaltung unterlagen einer klinischen Untersuchung. Bei Kälbern im Alter von 1 bis 7 Lebenstagen wurde die Gesamteiweißkonzentration im Blutserum untersucht, um den Erfolg der Kolostrumversorgung zu bewerten. Kälber mit Durchfall wurden nicht untersucht. Nach dem Betriebsbesuch erhielten die Landwirte mündlich oder schriftlich Verbesserungsvorschläge für ihr Kolostrummanagement. Nach 8 bis 10 Monaten erfolgte ein weiterer Besuch und es wurde wieder ein Frageboden ausgefüllt und die Kälber untersucht.

In den Datensätzen der beiden Durchgänge unterschied sich das Antwortverhalten der Landwirte im Fragebogen nicht signifikant, sodass die Beratung offensichtlich keinen Einfluss auf das Kolostrummanagement hatte. Trotzdem zeigten die Daten, dass es in vielen Betrieben in Bezug auf den Zeitpunkt der Fütterung, die angebotene Menge und die Methode der Versorgung und Überprüfung des Erfolgs nicht optimal abläuft. Die anhand der Gesamteiweißkonzentration beurteilte Kolostrumversorgung wies ebenfalls darauf hin, dass zu beiden Besuchszeitpunkten nur wenige Betriebe alle Kälber ausreichend mit Kolostrum versorgten. Wichtig für die Interpretation der Daten ist allerdings, dass durch die Vorauswahl der Betriebe mit dem Kriterium „mind. 20 % Kälberverluste“ diese Ergebnisse nicht repräsentativ für alle Milchviehbetriebe ist.

Aber zumindest in dieser ausgewählten Gruppe von Milchviehbetrieben scheint die große Bedeutung der Kolostrumversorgung bei neugeborenen Kälbern noch immer nicht bewusst zu sein. In vielen der untersuchten Betriebe mit hohen Kälberverlusten sehen die Forscherinnen in diesem Punkt einen Verbesserungsbedarf.

Quelle: Korte, Anika et al.: Kolostrummanagement in Betrieben mit hohen Kälberverlusten in Niedersachsen. Tierärztliche Praxis Großtier Nutztier 2021; 49: 375-382.

Erhöhte Plattformen und Strohballen verbessern das Wohlbefinden von Broilern

Eine aktuelle französische Studie untersuchte, ob erhöhte Ebenen und Strohballen Wohlbefinden und Gesundheit von Broilern positiv beeinflussen. Lauffähigkeit, FPD (Foot Pad Dermatitis, Fußballendermatitis), HB (Hock Burn, Fersenhöckerveränderungen), Gewicht, Mortalität und Einstreuqualität wurden für knapp 15.000 Broiler in zwei unterschiedliche Besatzdichten (31 kg/m2 und 41 kg/ m2), mit oder ohne Anreicherung bewertet.

In einem Versuchsabteil wurde auf jeder Seite jeweils ein Strohballen platziert. Der Ballen wurde nicht erneuert, wenn er zerfiel. Im zweiten Abteil wurde, über die gesamte Dauer der Mast, eine erhöhte Plattform aus perforierte Kunststofflamellen zur Verfügung gestellt. Der Grad an FPD und HB wurde post mortem bewertet.

FPD war danach weniger schwerwiegend bei Broilern, die niedriger und in geringerer Besatzdichte, sowie mit Anreicherung gehalten wurden. Eine geringere Besatzdichte wirkte sich in beiden Anteilen auch positiv auf den HB-Score aus.

Masthühner in geringerer Besatzdichte mit Enrichment zeigten auch eine bessere Lauffähigkeit im Vergleich zu den Tieren in höherer Besatzdichte ohne Enrichment. Insgesamt kommen die Autoren zu dem Schluss, dass geringere Besatzdichte und Strohballen als Enrichment helfen können, Sprunggelenks und Fußballen-Gesundheit bei Broilern zu verbessern.

Mocz F, Michel V, Janvrot M et al (2022) Positive effects of elevated platforms and straw bales on the welfare of fast-growing broiler chickens reared at two different stocking densities. Animals 12(5), 542. (Link zur Studie)

Schafe: Mit der richtigen Geburtshilfe unterstützen

Von Imke Brammert-Schröder, Dipl.-Ing. agr., Fachjournalistin

Die meisten Schafe bringen ihre Lämmer ohne Unterstützung durch den Menschen auf die Welt. Kommt es aber zu Komplikationen, ist eine sachgerechte Geburtshilfe gefragt. Dr. Henrik Wagner, Fachtierarzt für kleine Wiederkäuer an der Justus-Liebig-Universität Gießen, führt an der Lehr- und Versuchsanstalt Neumühle in Rheinland-Pfalz regelmäßig Lehrgänge zur Geburtshilfe beim Schaf durch. Die Teilnehmer bekommen nicht nur viel theoretisches Wissen an die Hand, sondern können in praktischen Übungen am Phantom die richtige Hilfestellung üben.

Die Lammzeit ist die wichtigste Zeit für die Schafhalter. In den Herden werden viele Lämmer pro Tag geboren. Nicht immer überleben sie. Die Rate an Todesfällen nach der Geburt liegt zwischen 7 und 18 %. Für Dr. Henrik Wagner, Fachtierarzt für kleine Wiederkäuer an der Justus-Liebig-Universität Gießen, ist diese Rate zu hoch. „Die Betreuung in der Ablammphase ist häufig der Knackpunkt. Die Probleme nehmen zu, je mehr Lämmer am Tag geboren werden“, erklärte er den Teilnehmern des Seminars zur Geburtshilfe beim Schaf. Denn ein Lamm kommt ohne Immunschutz auf die Welt und braucht die Biestmilch der Mutter, um die schützenden Immunglobuline aufzunehmen und einen eigenen Immunstatus aufzubauen. „Das erklärt auch die hohen Todesraten“, so der Fachtierarzt, der selber seit 20 Jahren Schafe hält und neben Tiermedizin auch Landwirtschaft studiert hat. „Sie müssen gewährleisten, dass die Lämmer mit Biestmilch versorgt werden“, erklärte er den Seminarteilnehmern. 150 ml sind anzustreben. Es sei wichtig, für Notfälle einen Vorrat mit tiefgefrorener Biestmilch vorzuhalten, der dann langsam aufgetaut und auf 40 °C erwärmt werden kann.

Genügend Böcke in den Herden einsetzen
Eine gute Planung der Lammzeit hält Wagner für wichtig, diese beginnt schon mit den Überlegungen, wann die Schafe gedeckt werden sollen. Schafe zeigen kaum Brunstsymptome, der Bock in der Herde spielt eine wichtige Rolle. Je nach Rasse zeigen Schafe eine saisonale oder asaisonale Brunst. Zu den saisonal brünstigen Rassen gehören beispielsweise Texel oder Heidschnucke. Sie werden mit abnehmender Tageslichtlänge brünstig. Asaisonal brünstige Rassen wie Merino oder Dorper können das ganze Jahr trächtig werden. Die Zykluslänge beim Schaf beträgt 17 Tage, die Tragezeit dauert 150 Tage. „Der Bock sollte mindestens zwei Zyklen in der Herde sein. Achten Sie darauf, dass ausreichend Böcke in der Herde sind, damit die Ablammzeit komprimiert ist. Sonst kann sie sich über einen Zeitraum von drei bis vier Monaten hinziehen“, riet der Tierarzt. Unter den Seminarteilnehmern waren einige, die kleinere Herden haben. Ihnen empfahl Wagner, zwei Böcke zu halten, damit es nicht zu Schwierigkeiten kommt, wenn einer krank wird. Er appellierte an die Schafhalter, die Jungböcke im Alter von dreieinhalb bis vier Monaten von den Müttern abzusetzen, um ungewollte Trächtigkeiten zu vermeiden: Auch Trächtigkeitsuntersuchungen per Ultraschall hält der Tierarzt für sinnvoll, denn dadurch können nicht trächtige Tiere schnell herausgefunden werden. Wenn sie zwischen dem 50 bis 70. Tag erfolgten, könne auch erkannt werden, wieviel Lämmer das Schaf in sich trägt.

Wagner ging auf einige Krankheiten rund um den Geburtszeitraum ein. Er erläuterte, dass die Lämmer im Bauch der Mutter erst nach dem 100. Trächtigkeitstag verstärkt wachsen. Daraus resultiert ein erhöhter Energiebedarf der Muttertiere. „Füttern Sie im letzten Trächtigkeitsdrittel mehr Kraftfutter, die Energiezufuhr muss erhöht werden. Sonst droht eine Trächtigkeitsketose“, erklärte der Tierarzt. Ketose ist eine Stoffwechselstörung, die durch eine Überbeanspruchung des Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsels entsteht. Nimmt das Schaf nicht genügend Energie über das Futter auf, wird das Körperfett abgebaut und in der Leber umgebaut. Die Leberbelastung steigt, es kommt zu einer Ketose, die sich in Apathie, Fressunlust, Zähneknirschen und Schwäche bis hin zu Festliegen und Krampfanfällen zeigt. Der Tierarzt kann mit einer Glucoseinfusion in die Vene helfen. „Allerdings zeigen Schafe auch bei anderen Erkrankungen ähnliche Symptome wie bei einer Ketose.“ Deshalb ist es für den Tierarzt wichtig zu wissen, wann die Schafe ablammen. „Denn eine Kortisongabe, die auch bei einer Ketose als Therapie eingesetzt werden könnte, kann die Geburt auslösen“, so Wagner.

Ketose und Kalziummangel treten gemeinsam auf
Liegen die Schafe vor der Geburt fest, können sie auch an der Hypocalcämischen Gebärparese, auch einfach Calciummangel genannt, leiden. „Das Schaf liegt, kann aber den Kopf heben. Calciummangel ist mit einer Blutprobe leicht nachweisbar“, sagte Wagner. Das Schaf muss schnell Calcium subkutan, also unter die Haut, verabreicht bekommen, weil durch den Kalziummangel eine Wehenschwäche ausgelöst wird. „Das Muttertier kann nicht mehr pressen, die Gefahr ist groß, dass die Lämmer sterben“, erklärte der Tierarzt. „Ketose und Hypocalcämie treten bei kleinen Wiederkäuern meist vor der Geburt und gemeinsam auf“, machte Wagner deutlich. Entsprechend müsse auch beides behandelt werden. Er riet zu einer gut sortierten Stallapotheke, deren Inhalt mit dem betreuenden Tierarzt abgestimmt werden muss.
Dass die Geburt bevorsteht, kann der Schafhalter an verschiedenen Punkten erkennen: Die Scheide schwillt an und ist gerötet, die Schafe sind unruhig, sondern sich von der Herde ab. Die Beckenbänder lockern sich, die Schafe sehen eingefallen aus und die Zitzen füllen sich mit Milch. Die Geburt gliedert sich in mehrere Phasen. „Die Eröffnungsphase kann sich über Stunden hinziehen, aber die Austreibungsphase dauert nur eine Stunde“, erklärte Henrik Wagner. Die Nachgeburtsphase ist nach rund vier Stunden abgeschlossen. Um im Notfall eingreifen zu können, ist eine Geburtsüberwachung wichtig. „Das geht gut per Video oder Kamera mit Akustik im Stall“, berichtete der Tierarzt.

30-Minuten-Regel bei Geburten


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Fortschrittliches Monitoring von Kühen – MSD Tiergesundheit bringt neue Generation von Allflex® Ohrmarken-Sensoren auf den Markt

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• Monitoring mit neuartiger, LED-basierter Tierortungsfunktion
• Einzeltiere auch in großen Herden leicht auffindbar
• Optimierung des Herdenmanagements

Die neue Generation der Allflex® Ohrmarken zum Monitoring von Milchkühen und Rindern macht es Landwirten und Tierärzten noch einfacher, Einzeltiere in einer Herde zu finden. Zudem analysiert diese Monitoring-Technologie relevante Daten zu Fruchtbarkeit, Gesundheit und Fütterung der Kühe. So können beispielsweise brünstige Kühe und Tiere in Not schnell und zuverlässig aufgespürt werden.

„Mithilfe dieser neuen Generation von Ohrmarken erhalten die Landwirte in Echtzeit präzise Informationen darüber, welches ihrer Tiere besonderer Aufmerksamkeit bedarf. Das verbessert das Wohlergehen ihrer Rinder und Milchkühe und trägt auch zur Steigerung der Lebensqualität der Landwirte bei: Weniger Aufgaben und mehr Zeit für andere Dinge wie Freizeit und Familie.“, kommentiert Christian Vogelsberg, Leiter des Geschäftsbereichs Livestock Intelligence bei MSD Tiergesundheit.

Mit einem Gewicht von nur 25 g ist diese Ohrmarke besonders leicht und bietet den Kühen einen hohen Tragekomfort. Das Einziehen der Ohrmarke ist schnell und einfach und erfolgt in nur einem Schritt. Das spart Zeit und ist angenehmer für die Kühe. Die von Allflex® entwickelte Technologie sorgt dafür, dass die Ohrmarken sicher befestigt bleiben. Mit einer verlängerten Batterielebensdauer von bis zu 5 Jahren müssen die Sender seltener getauscht werden. Das reduziert Zeit und Kosten und optimiert zugleich das Herdenmanagement. Darüber hinaus können die Ohrmarken von einem Tier entfernt, an einem anderen Tier angebracht und wieder neu zugewiesen werden.

Die multifunktionale LED-Anzeige ermöglicht schnell und einfach bestimmte Milchkühe und Rinder ausfindig zu machen und deren unterschiedliche Bedürfnisse zu erkennen – selbst in einer großen Gruppe von Tieren. Die blinkende Leuchtdiode wird durch das Allflex® Monitoringsystem ausgelöst. Die Ohrmarken sind mit den bekannten Allflex® Monitoring Systemen SenseHubTM und Heatime Pro+ kompatibel. Sie können auch mit anderen Typen von Allflex® Sendern, wie beispielsweise Halsbandsendern auf einem Betrieb kombiniert werden.

Quelle: MSD Tiergesundheit