Optimiert, um mehr zu erreichen: Boehringer Ingelheim hat die Ileitis-Schluckimpfung über Innovation immunologisch aufgewertet

Lawsonia intracellularis, der Erreger der Ileitis, ist zwar in nahezu allen Mastbeständen weit verbreitet, allerdings im Labor sehr schwierig anzuzüchten und zu vermehren. Auch in der Impfstoffproduktion ist die Anzucht der Lawsonien einer der herausforderndsten Schritte. Daneben durchläuft ein Lebendimpfstoff im Lyophilisierungsprozess eine sehr entscheidende, aber auch kritische Phase. Ziel aller Anstrengungen in der Impfstoffproduktion ist es, ein gleichmäßiges Maß an vitalen und optimal immunisierenden Lawsonien nach Auflösen des Impfkuchens zu gewährleisten. Boehringer Ingelheim als forschendes Unternehmen entwickelt seine Produkte und deren Darreichungsformen stetig weiter. So hat das Unternehmen jetzt wiederum wissenschaftliche Erkenntnisse in den Produktionsprozess übernommen, wodurch die Immunogenität gesteigert wird.

Die Ileitis- Schluckimpfung ist seit 2004 erfolgreich im Markt etabliert. Gerade in Zeiten hoher Futterkosten ist eine solche Impfung kaum wegzudenken. Über das Trinkwasser mit der Ileitis-Pumpe oder über das Flüssigfutter gelangt der Impfstoff stressfrei, nebenwirkungsfrei und einfach ins Schwein und schützt so zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Denn ein gesunder Darm bedeutet ein gesundes Schwein.

Warum vor allem eine orale Impfung so wirksam ist, erklärt dieses Video.

Quelle: Boehringer Ingelheim

Wie sieht die Schweinehaltung der Zukunft aus? #Expertise2023

Viele deutsche Schweinehalter wollen sich nicht mehr auf den Weg in die Zukunft begeben – für diese und für sich selbst sehen sie schwarz. Im November 2022 wurde mit 21,3 Mio. gehaltenen Schweinen ein neuer Tiefstwert erreicht. Zwischen 2012 und 2022 haben 55,2% der Ferkelerzeuger das Handtuch geworfen; der Sauenbestand ging um 34,1% zurück. Während Deutschland um 560.750 Sauen abstockt, baut Spanien den Gesamtbestand um 438.330Sauen auf.

Die Transformation der Schweinehaltung biete Chancen für den Tierschutz und stelle die Branche gleichzeitig vor große Herausforderungen in der Umsetzung, sagte Prof. Dr. Nicole Kemper (TiHo) zu Beginn ihres Vortrags auf der Expertise 2023.

Zukünftig gälten neue Anforderungen für Schweinehaltungssysteme, die sich an den Bedürfnissen der Tiere orientieren sollten, aber auch für den Menschen effizient, sicher und leistbar sein müssten. Viele Fragen zu Baurecht, Technik, Umwelt, Ökonomie, Markt, Ethik, Verbraucher- und Seuchenschutz warteten auf Antworten.

Vom Tier her gedacht sollten Haltungssysteme für Schweine – außer mehr Platz – einiges mehr bieten:

• Strukturierung der Bucht, damit die Schweine ihre Bedürfnisse ungehindert ausleben können (hier böten sich etwa erhöhte Ebenen – auch als Klimazonen – an)
• Funktionsbereiche, insbesondere Trennung von Kot-/Urin-Bereich und Liegeplatz (an der funktionssicheren Schweinetoilette würde allerdings noch gearbeitet)
• Beschäftigungsmaterial

Um Schweinehalter zu unterstützen böten sich z. B. am Schlachthof erhobene Tierschutzindikatoren an, die Hinweise auf Optimierungsmöglichkeiten in der Haltung liefern können. Auch die Genetik spiele eine wichtige Rolle: Sauen in Systemen ohne Fixierung müssten umgänglich und gleichzeitig mütterlich sein. Die züchterische Bearbeitung von Verhaltensmerkmalen aber sei möglich, ebenso wie z. B. auf Zucht auf Hitzetoleranz.

Die Digitalisierung könne helfen, etwa das „Experimentierfeld DigiSchwein“ und „TIPP“ (Transparency in Pig Production). Automatisierte Überwachung rund um die Uhr und Alarm bei Abweichungen sei heute bereits technisch möglich, wie auch Verhaltensüberwachung per Video und Geräusch-Analyse.

Vor allem aber müssten Zielkonflikte gelöst werden: sowohl zwischen Tierwohl und Ökonomie als auch zwischen Tierwohl und Emissionen/Biosicherheit. Zur Ökonomie liege der Vorschlag der Borchert-Kommission vor, zu Emissionen seien zunächst einmal Referenzwerte für Geruch und Ammoniak erforderlich. Im Projekt „EmiDat“ würden bereits Emissionen in Auslauf-Haltungen gemessen. Eine teilweise oder komplette Überdachung der Ausläufe könne zur Minimierung der Emissionen beitragen, aber immer werde Abwägung und Priorisierung nötig bleiben.

Die anstehenden Änderungen hätten erhebliche Auswirkungen auf alle Betriebe, vor allem bei den Ferkelerzeugern. In vorhandenen Gebäuden sei eine Anpassung an neue Vorgaben nur bei Bestands-Abstockung machbar. Immissionsschutz und Baurecht stellten derzeit die größten Hürden für Neubauten dar. Aber: Wissen, Expertise und Kompetenz sei in Deutschland vorhanden.

Politische Lösungsstrategien jedoch fehlten – auch nach einem Jahrzehnt der Diskussionen – immer noch. Schweinehaltung in Deutschland brauche Planungssicherheit und machbare Rahmenbedingungen um tiergerechte Haltungssysteme umsetzen zu können. Hier seien politische Lösungen, auch im globalen Kontext, gefragt. In diesem Sinne zitierte Nicole Kemper zum Schluss den Slogan:

„Maintain the social license for pig farming“
Erhalten Sie die soziale Lizenz für die Schweinehaltung!

Expertise 2023: eine hybride Fortbildungsveranstaltung für Tierärzte und Tierärztinnen von MSD Tiergesundheit (9./10. 5. 2023)

Wie sieht die Rinderhaltung der Zukunft aus? #Expertise2023

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Prof. Dr. Dr. Matthias Gauly (Freie Universität Bozen) erklärte gleich zu Beginn seines Vortrags auf der „Expertise 2023“, die externen Treiber der Veränderung seien: 1. NGOs und Gesellschaft (wobei offen bliebe, was Henne und was Ei ist). 2. Markt und Handel und erst dann 3. Politik und Gesetzgeber.

Zum Beispiel beschließen deutsche Handelsunternehmen ab 2022 Milch und Milchprodukte mit dem vierstufigen Label für Haltungsformen zu kennzeichnen und Aldi verkündet, für seine Milch-Eigenmarken ab 2030 nur noch Milch aus Haltungen der Stufen 3 und 4 zu verwenden. Alles ohne Zutun des Gesetzgebers.

Auf der Zukunfts-Agenda stehen nach Einschätzung des Professors aus Südtirol die Haltungsform, Gesundheit und Leistung, der Verbleib männlicher Kälber und die muttergebundene Kälberaufzucht. Weiter würden Klima, Flächenkonkurrenz, Regionalität, Verbrauchsgewohnheiten und Alternativprodukte an Bedeutung gewinnen.

Prof. Dr. Matthias Gauly Bild: © Freie Universität Bozen

Verbraucher bevorzugten in Befragungen eindeutig die Weidehaltung als: naturnah, liebevoll, umweltfreundlich, bäuerlich, gesund und tierfreundlich. Nach den Entscheidungskriterien für ihren Milchkauf gefragt, nennen 51,5% die Weidehaltung (an zweiter Stelle nach „GVO-frei“ mit 52,1%, 37,7% Regionalität, 31,6% niedrigen Preis, 19,1% Heufütterung und 10,4 % Biomilch – Spiller et al. 2014).

In Deutschland hätten 2020 aber nur 31 % aller Milchkühe mindestens sechs Monate Weidegang gehabt und bei Landwirten sei Weidehaltung nicht unbedingt beliebt, weil sie als unkalkulierbare Größe wahrgenommen („was genau frisst meine Kuh da draußen?“) und Stallhaltung – gerade in größeren Betrieben – als effizienter angesehen würde.

Aber: Kiefer und Bahrs verglichen 2015 Weide- und Stallbetriebe in Baden-Württemberg und Bayern, kalkulierten den Durchschnittsgewinn je Kuh und kamen auf € 1.054 bei Weide- und € 906 bei Stallhaltung. Ohne Berücksichtigung der Förderung aus der 2. Säule, kommt man auf praktisch gleiche Zahlen: € 803 in der Weide- und € 815 in der Stallhaltung.

Auch bei der Tiergesundheit zeige sich kein eindeutiges Bild. Armbrecht et al. (2015) bewerteten verschiedene Herden nach dem „Welfare Quality Protocol“ und fanden heraus, dass zwischen Kühen mit und ohne Weidegang am Ende der Weideperiode keine Unterschiede zu sehen sind. Am Ende der Winterperiode schnitten die Kühe aus Weidehaltung allerdings tendenziell schlechter ab.

Zum Themenkomplex „Gesundheit und Leistung“ mahnte Gauly Handlungsbedarf an und verwies auf einschlägige Untersuchungen: Roffeis und Waurich (2013) zeigten an Testherden in Brandenburg, dass ein hoher Anteil von Milchkühen der Leistungsgruppe (100 Tage-Milch-kg) krank war: von 87% bei Milchleistung unter 3.000 kg, bis zu 91% bei über 4.000 kg. Die bekannten PraeRi-Studien wiederum belegten hohe Lahmheits-Prävalenzen bei Milchkühen in ganz Deutschland.

Kälber dürften in Zukunft stärker in den Fokus der Öffentlichkeit geraten. Nicht nur die männlichen Tiere und deren Verbleib, sondern insgesamt alle Kälber als „schwache und besonders schützenswerte Lebewesen“ (was sich schon heute in den Änderungen der Transportverordnung zeige). Auch die muttergebundene Aufzucht dürfte in den nächsten Jahren verstärkt thematisiert werden, sagte der Wissenschaftler aus Italien.

Am zukunftsträchtigsten seien der Laufstall mit Weidegang und konsequentes Gesundheits-Monitoring bei Milchkühen (bei Stärkung der Zweinutzungsrassen). Männliche Kälber der Milchrassen würden zukünftig länger im Betrieb bleiben und ihr Transport eingeschränkt werden. Auch hier dürften Zweinutzungsrassen (evtl. kombiniert mit muttergebundener Aufzucht) an Bedeutung gewinnen.

Bei der Klimafrage gäbe es gute Argumente für die weitere Nutzung von Wiederkäuern (wie anders wäre Gras auch nutzbar?), aber die Systeme müssten optimiert werden, etwa in Zucht und Fütterung. Die Flächennutzung für eine reine Futtermittelproduktion werde vermutlich reduziert und grundfutterbasierte Erzeugung an Bedeutung gewinnen. Bei der Regionalität seine Nischenlösungen gefragt (wobei z. B. in Süddeutschland Österreich oder Frankreich eher zur „Region“ zählen sollten, als der nördlichste Zipfel Deutschlands).

Auf Seiten der Verbraucher dürfte die Zahl der „Flexitarier“ weiter steigen und deshalb sei mit einem weiteren Rückgang beim Verzehr tierischer Produkte zu rechnen. Aber auch die Nachfrage-Entwicklung bei Milch- und Fleisch-Alternativen hänge ab von Preis, Qualität und Nachhaltigkeit.

Fazit: In der Außenkommunikation kommt es zukünftig darauf an, die Kuh vom Image der „Methan-Produzentin“ zu befreien und ihre Haltungsbedingungen und Gesundheit zu verbessern, um Verbraucherwünschen, NGO-Agenden und den Marketing-Ideen des LEH erfolgreich zu begegnen.

Mit einem Verbot der Anbindehaltung, normativen Regelungen der Haltungssysteme (Nutztierhaltungsverordnung für Milchkühe), dem Ende der betäubungslosen Enthornung und einer Bestimmung von „Qualzucht“ bei Milchkühen stehen nach Prof. Gauly schon die nächsten Herausforderungen auf der politischen Agenda.

Expertise 2023: eine hybride Fortbildungsveranstaltung für Tierärzte und Tierärztinnen von MSD Tiergesundheit (9./10. 5. 2023)

Mitmachen! Online-Umfrage zum Thema Biosicherheit in Tierhaltungen

Das Friedrich-Loeffler-Institut führt im Rahmen eines Forschungsprojekts aktuell eine kurze, anonyme Online-Umfrage zum Thema Biosicherheit in Tierhaltungen durch (Bearbeitungszeit: ca. 5 min).

Dabei geht es vor allem darum, Erfahrungen sowie Meinungen aus der Praxis zu erhalten. Die erhobenen Daten sollen in zukünftigen Strategien zur Verbesserung der Biosicherheit mit eingebaut werden.

Durch das aktuelle Ausbruchsgeschehen der Afrikanischen Schweinepest sowie der Geflügelpest ist das Thema präsenter denn je. Nur im Austausch mit den potentiell betroffenen Landwirtinnen und Landwirten wird es dem FLI möglich sein, sinnvolle und praxisorientierte Maßnahmen zur Verbesserung der Biosicherheit auf den Weg zu bringen. Besonders ökologische Tierhaltung stehen im Falle eines Tierseuchenausbruchs vor schwerwiegenden Konsequenzen, da die Tiere mitunter aufgestallt werden müssen.

Tierhalterinnen und Tierhalter sind täglich mit dem Thema Biosicherheit auf Ihren Betrieben konfrontiert und müssen wissen, ob und wenn ja, welche Maßnahmen in Bezug auf eine Verbesserung der Biosicherheit sinnvoll sind.

Hier der Aufruf zur Studienteilnahme auf der Homepage des FLI und hier der direkte Link zur Umfrage.

Quelle: Friedrich-Loeffler-Institut

Tierwohlindikatoren: Was können die Hühner uns sagen? Signale erkennen und Verhalten verstehen

Auf die Legehennen im Stall und im Freiland wirken viele Einflüsse ein, die Auswirkungen auf ihr Wohlbefinden haben. Leistung gut, alles gut – so einfach ist es nicht. Das Management und die Haltung beeinflussen die Gesundheit und das Verhalten. Wie sich anhand von Indikatoren das Tierwohl im eignen Bestand bewerten lässt, dazu referierte Dr. Daniel Gieseke, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften der Universität Kassel Witzenhausen, auf einem Vortrag des Netzwerk Fokus Tierwohl.

Der Hintergrund zur Eigenkontrolle des Tierwohls im Bestand bildet die Novellierung des Tierschutzgesetzes vom 07.08.2013 (Gültig für alle Nutztierhalter*innen ab 01.02.2014). TSchG §11 (8) besagt: „Wer Tiere zu Erwerbszwecken hält, hat durch betriebliche Eigenkontrollen sicherzustellen, dass die Anforderungen des § 2 („Tierhalternorm“) eingehalten werden. Insbesondere hat er zum Zwecke seiner Beurteilung, dass die Anforderungen des § 2 erfüllt sind, geeignete tierbezogene Merkmale (Tierschutzindikatoren) zu erheben und zu bewerten.“

So weit so gut, doch das Problem ist, dass das Tierschutzgesetz keine konkreten Vorgaben bzw. Ausführungsbestimmungen für Inhalt, Umfang und Häufigkeit der betrieblichen Eigenkontrolle enthält. Dr. Daniel Gieseke empfiehlt, die betriebliche Eigenkontrolle mittels des KTBL-Leitfadens für Geflügel durchzuführen.

Der KTBL-Leitfaden ist an die eigene betriebliche Situation anpassbar. Für die Stichprobe werden 50 Tiere benötigt. Dazu sind Hennen aus allen Bereichen der Haltungseinheit auszuwählen, bei Volierenhaltung Legehennen aus allen Ebenen. Es sollte immer die Henne neben der jeweils anvisierten Henne gegriffen werden. Dann kann mittels des Leitfadens eine Bonitur von Gefiederschäden, Hautverletzungen, Brustbeinschäden, Zehenverletzungen und Fußballenveränderungen erfolgen. Dr. Giesecke empfahl, die Erfassung von Tierschutzindikatoren als Chance und als Managementhilfe wahrzunehmen. Das Ergebnis könne als Basis für betriebsindividuelle Optimierungsmaßnahmen dienen. Der betriebliche Mehraufwand sei teilweise durch den Zusatznutzen kompensierbar und das Tierwohlniveau auf dem Betrieb kann nach Außen kommuniziert werden.

Auch für Halter von Broilern und Puten ist der Leitfaden geeignet. Hier ist bei der Bonitur auch auf Fersenhöckerveränderungen, Lahmheit sowie Schnabelkürzung bei Puten zu achten. Die entsprechenden Informationen hierzu enthält der Leitfaden.

KTBL-Leitfaden für Geflügel
Knierim et al. (2020):
Tierschutzindikatoren: Leitfaden für die Praxis – Geflügel (2.0)
Print oder E-Book: https://www.ktbl.de/shop

Quelle: Der Hoftierarzt, Dr. Heike Engels

Zuerst erschienen im E-Magazin „Der Hoftierarzt“ 2-2023
Hier kostenfrei abonnieren

E-Magazin „Der Hoftierarzt“ 2/2023 steht zum kostenfreien Abruf bereit

Liebe Leserinnen und Leser!

Droht mit der Vogelgrippe eine neue Pandemie? Für welche Szenarien reichen die Ressourcen? Hat Frankreich die Lösung? Welche Anforderungen sollten Impfstoffe erfüllen?

„Der Hoftierarzt“ Ausgabe 1/2023 steht für Sie zum Abruf bereit und bietet folgende Themen:

Schwerpunkt Gefügel
• Aviäre Influenza: Steht uns die nächste Pandemie bevor?
• Darmparasiten bei Bio- und Freiland-Legehennen
• Einstreu für Masthähnchen
• Hefen und Hefe-Produkte in der Geflügelernährung
• Sommerzeit ist Milbensaison
• Zusammenhang zwischen Valin-Leucin-Wechselwirkungen und Woody Breast?
• Gesetzliche Grundlagen zur Hobbyhaltung von Geflügel
• Broiler brauchen trockene Füße
• Interview: Wurmbefall beim Huhn
• Studie: Wurmbelastung in sächsischen Legehennenhaltungen
• Hühner vor Beutegreifern schützen, aber wie?
• Tierwohlindikatoren: Was können die Hühner uns sagen?

Rinder- Schweine – Schafe – Bienen
• Lokale antibiotische Mastitisbehandlung
• Parasitenbehandlung: Da ist der Wurm drin!
• Rotavirus-Ausscheidungsmuster bei Jungsauen
• Tiergesundheit und Fitness bei Schweinen
• Luftfiltration zur Verhinderung von PRRSV-Infektionen
• Moderhinke beim Schaf erkennen und behandeln
• Imkertipp: Wie bienenfreundlich ist der Wald?

Das Tiergesundheits-Magazin für Nutztierhalter erscheint alle zwei Monate im praktischen PDF-Format. Jetzt einfach hier registrieren, 1 x in der Bestätigungs-Mail klicken und dann gleich kostenfrei downloaden und lesen!

Lehr- und Versuchsanstalten rüsten sich mit SoundTalks®, dem Frühwarnsystem bei Husten

Atemwegserkrankungen bei Ferkel und Mastschweinen sind für eine Vielzahl von Schweinehaltern ein großes gesundheitliches Problem. Doch eine intensive Tierbeobachtung ist sehr zeitaufwändig und nicht objektiv. Zudem verhalten sich Schweine anders, wenn der Mensch in der Nähe ist.

SoundTalks® eröffnet neue Wege in der Tierbeobachtung. Hier wollen und müssen die Lehr- und Versuchsanstalten vorne dabei sein, um diese Systeme den Besucher*innen und Junglandwirt*innen näher zu bringen und zu erklären. Im Lehr- und Versuchszentrum Futterkamp, Schleswig-Holstein, hängt SoundTalks® und zeigt zuverlässig Atemwegsprobleme an. Das Frühwarnsystem erkennt Atemwegserkrankungen mit Husten bis zu 5 Tage früher als eine routinemäßige Tierkontrolle. Es ermöglicht einen früheren Behandlungsbeginn, bevor die Tiere ernsthaft erkranken, in der Leistung abfallen und es zu finanziellen Einbußen kommt. Dabei ist die Technik absolut praxistauglich, robust und leicht zu installieren.

Gerade ausgezeichnet mit der DLG Innovations-Goldmedaille wurde dem Produkt auch der Animal Welfare AWARD verliehen. Tierwohl wird eine immer höhere Anforderung sein und es gilt auch hier Unterstützung bei der Dokumentation und der Kontrolle zu bekommen. Auch hier bietet das System durch das 24/7-Überwachungssystem einen klaren Vorteil. Es zeichnet alle Daten rund um die Uhr auf und bewertet sie.

Weitere Informationen und Videos unter www.soundtalks.de

Quelle: Boehringer Ingelheim

Rotes Höhenvieh – „Heimatrasse des Harzes“

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Ministerin Miriam Staudte beim Weideaustrieb auf dem Biohof Düna

Die 350 Meter vom Stall zur Weide müssen die zehn Jungbullen noch im Anhänger verbringen. Dann geht auf der Weide endlich die Klappe auf – und die Weidesaison für das Harzer Rote Höhenvieh los. Die Fleischrinder machen Bocksprünge und rennen gemeinsam den Hang hinunter. Für Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte war der Besuch auf dem Biohof Düna bei Osterode am Harz am heutigen Montag der erste Weideaustrieb, den sie begleiten durfte.

Miriam Staudte: „Den Tieren ist die Freude darüber, draußen auf der Weide sein zu können, richtig anzumerken. Weidetierhaltung ist die artgerechteste Haltungsform für Rinder. Deshalb wollen wir die Weidehaltung ausbauen. Der Biohof Düna verknüpft in vorbildlicher Weise Landwirtschaft und Landschaftspflege.“

Der Hof wird von Daniel und Johanna Wehmeyer (beide 41 Jahre) geführt.
Sie halten die Rinderrasse Harzer Rotes Höhenvieh auf 320 Hektar Grünland und bestellen zudem 160 Hektar Ackerland. Das Biofutter für die rund 270 Tiere produzieren sie selbst. Die Bullen leben mindestens zwei Sommer auf der Weide. „Es gehen alle 14 Tage zwei Tiere in die Schlachtung, aber das ist ein Zyklus. Es kommen auch immer welche nach“, sagt Vater Dieter Wehmeyer, der seinen Sohn auf dem Hof unterstützt.

Im vorderen Stallabteil, abgegrenzt von den übrigen Rindern, bringt eine Kuh während des Besuchs der Ministerin auf dem Hof gerade Zwillinge zur Welt. Das Harzer Rote Höhenvieh ist vom Aussterben bedroht und steht auf der Roten Liste der der gefährdeten Nutztierrassen in der Kategorie „Beobachtungspopulation“. Das Land Niedersachsen fördert die Tiere solcher seltenen und gefährdeten einheimischen Nutztierrassen mit 200 Euro pro Großvieheinheit aus GAK-Mitteln (Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“). Die Rassen müssen dabei einen kulturhistorischen Bezug zu Niedersachsen haben, mindestens fünf Jahre gehalten und aktiv züchterisch genutzt werden. Beim Harzer Roten Höhenvieh hat dies bereits Erfolge gezeigt. Seit Ende der 1990er Jahre hat sich ihr Bestand verfünffacht.

Daniel Wehmeyer: „Das Rote Höhenvieh ist die Heimatrasse des Harzes. In jedem Haushalt gab es ein bis drei Kühe, die die Familie ernährt haben, während die Bergmänner unter Tage Erze geschürft haben. Die Kuh der Bergmannsfrauen ist mir durch ihre Robustheit und Schönheit früh ans Herz gewachsen.“

Auch die Weidenutzung in Hanglagen – hier darf nur minimal gedüngt werden und chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel dürfen generell nicht zum Einsatz kommen – unterstützt Niedersachsen im Rahmen der Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (AUKM) genauso wie den Erhalt von artenreichem Dauergrünland.

Wie auf dem Hof von Familie Wehmeyer startet derzeit landauf, landab die Weidesaison für die Niedersächsischen Rinder. Besonderer Anreiz für Milchviehhalter*innen, ihre Tiere auf die Weide zu lassen, ist die neue Sommerweideprämie: Im Rahmen der neuen EU-Förderperiode gibt es in Niedersachsen seit diesem Jahr eine neue Sommerweideprämie für Milchkühe. Die Prämienhöhe beträgt 75 Euro je Milchkuh in der konventionellen Landwirtschaft sowie reduziert 51 Euro je Milchkuh in der ökologischen Landwirtschaft, da diese weitere Fördermöglichkeiten haben. Möglich ist eine Förderung für Betriebe, die ihre Tiere vom 16. Mai bis zum 15. September für mindestens sechs Stunden pro Tag auf der Weide halten.

Mehr Informationen über den Hof finden Sie hier.

Quelle: Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

European PRRS-Research Award von Boehringer Ingelheim: Jetzt bewerben bis zum 1. Juli

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Boehringer Ingelheim vergibt auch im Jahr 2023 im Rahmen des Europäischen PRRS-Research Awards insgesamt 75.000 Euro zur Finanzierung von europäischen PRRS-Forschungsstudien, aufgeteilt auf drei Preise in Höhe von je 25.000 Euro. Das Unternehmen möchte hiermit Forschungsbeiträge mit neuen Erkenntnissen zu PRRS unterstützen, um diese verheerende und kostenintensive Krankheit noch besser verstehen sowie nachhaltiger kontrollieren zu können. Seit vielen Jahren unterstützt Boehringer Ingelheim die anwendungsbezogene Forschung zur Bekämpfung der Schweinekrankheit PRRS (Porzines Reproduktives und Respiratorisches Syndrom).

Bewerben können sich alle Personen, die in der europäischen Schweineindustrie tätig sind. Die Fachgebiete können unter anderem Forschung, Diagnostik, Tierwissenschaften, Praxis, Produktion sowie Tiergesundheit und Tierwohl umfassen.

Ein unabhängiger Prüfungsausschuss wird jeden Vorschlag im Hinblick auf seine Bedeutung, das Wirkungspotenzial in der Schweinebranche, die Originalität und Neuartigkeit sorgfältig begutachten. Die Jury ist vertreten durch anerkannte Expertinnen und Experten der Schweinebranche.

Bewerbungen sind ab jetzt möglich bis zum 1. Juli 2023.

Weitere Informationen und das Anmeldeformular gibt es hier.

Quelle: Boehringer Ingelheim

Was uns frühere Vogelgrippe-Ausbrüche lehren

Forschende der ETH Zürich analysierten die Epidemie des Vogelgrippe-Stamms H7N9, zu welcher es 2013 bis 2017 in China kam. Neue genetische Stammbäume helfen, in Zukunft Vogelgrippe-Epidemien besser zu überwachen.

Es gibt eine ganze Reihe von unterschiedlichen Vogelgrippeviren. Neben dem Subtyp H5N1, der in den vergangenen Jahren in der europäischen Wildvogelpopulation heimisch und damit zur Gefahr für die hiesigen Geflügelhaltungen geworden ist, ist da zum Beispiel der Subtyp H7N9. Dieser grassierte in den Jahren 2013 bis 2017 beim Nutzgeflügel in China und hat dort auch Menschen infiziert – vor allem solche mit engem Kontakt zu lebendem Geflügel. Insgesamt sind in China 616 Menschen nachweislich an einer Infektion mit diesem Subtyp gestorben.

Experten verfolgen genau, wie sich die verschiedenen Vogelgrippeviren weiterentwickeln. Sowohl bei H7N9 als auch bei anderen Subtypen besteht die Gefahr, dass sich ihr Erbgut verändert und die Viren in der Folge von Mensch zu Mensch übertragen werden können, womit eine Pandemie drohen würde.

Claire Guinat, in den vergangenen Jahren Postdoc in der Gruppe von ETH-Professorin Tanja Stadler, hat deshalb die Epidemiewellen, die H7N9 in den Jahren 2013 bis 2017 in China verursachte, untersucht. Dazu analysierten die Forscherinnen veröffentlichte Gensequenzen von H7N9-Viren, die von Menschen und Geflügel isoliert worden sind, und sie erstellten damit Genetik-Stammbäume. Die Wissenschaftlerinnen vom Departement für Biosysteme der ETH Zürich in Basel verfolgten das Ziel, die Verbreitung der Vogelgrippe auf Geflügelmärkten zu verstehen und daraus Schlüsse zu ziehen für eine künftige bessere Überwachung und Bekämpfung dieser Krankheit.

Lebendgeflügelmärkte im Zentrum
In China werden Hühner und anderes Geflügel oft lebend auf Märkten verkauft. Dass solche Märkte bei der Übertragung der Vogelgrippe – sowohl von Tier zu Tier als auch auf den Menschen – eine wesentliche Rolle spielen, ist seit längerem bekannt.

Die ETH-Forscherinnen konnten nun mit den Stammbaumanalysen zeigen, dass das H7N9-Virus schon mehrere Monate in Geflügel zirkuliert haben musste, ehe es auf Geflügelmärkten und in infizierten Menschen entdeckt wurde. Auch waren mutmaßlich deutlich mehr Geflügelmärkte betroffen als bisher bekannt war. Insbesondere in den Jahren 2013 bis 2016, als das Virus bei Geflügel praktisch keine Symptome auslöste, waren Ausbrüche schwierig zu bemerken. Anschließend veränderte sich das Virus und verursachte bei Geflügel schwere Krankheitssymptome, was es einfacher machte, betroffene Hühnerhaltungen zu erkennen.

«Unsere Ergebnisse unterstreichen, dass man besser nicht wartet, bis es zu Vogelgrippe-Fällen kommt, denn dann zirkuliert das Virus wahrscheinlich schon länger», sagt ETH-Professorin Stadler. «Stattdessen wäre es sinnvoll, die Gesundheit der Tiere in den Ställen und den Lebendgeflügelmärkten kontinuierlich zu überwachen.»

Noch immer wachsam
Die Forschenden analysierten vor allem Viren aus den Großregionen Shanghai und Guangdong. Sie fanden Hinweise, dass sich das Virus in diesen Ballungsräumen auf Geflügelmärkten stark verbreitet hatte. Alternativ hätte es auch sein können, dass das Virus mit dem Transport von infizierten Tieren immer wieder von einer Großregion in die andere eingeschleppt wurde. Doch so war es nicht; die Stammbaumanalysen entsprachen keinem Muster, welches eine solche regelmäßige Viruseinschleppung erklären würde. Dies weist darauf hin, dass die Ballungsräume mit ihren Lebendgeflügelmärkten beim Krankheitsgeschehen eine zentrale Rolle spielen. «Angesichts der Schwere von Epidemien wie dieser muss jede betroffene Region Maßnahmen ergreifen um die Viruszirkulation zu stoppen», sagt Claire Guinat, die Erstautorin der Studie, die heute am Institut national de recherche pour l’agriculture, l’alimentation et l’environnement (INRAE) in Toulouse tätig ist.

Die H7N9-Epidemie beschränkte sich auf China. 2017 begann das Land, Geflügel gegen den Erreger zu impfen. Zusammen mit intensivierten Hygienemaßnahmen in Geflügelmärkten konnten die Behörden die Epidemie bei Tieren abschwächen und Übertragungen auf Menschen stark reduzieren. Zu einzelnen Ausbrüchen der Krankheit kommt es aber noch immer. Letztmals starb 2019 ein Mensch an den Folgen einer H7N9-Infektion. Weil sich das Genom von Viren ständig verändert, besteht weiterhin ein gewisses Risiko, dass das H7N9-Virus für Menschen wieder gefährlich werden könnte. Public-Health-Experten bleiben daher wachsam.

Quelle: Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

70 Jahre BbT – Bundesverband der beamteten Tierärzte richtet den Blick nach vorne

Der Bundesverband der beamteten Tierärzte feiert im Rahmen des diesjährigen Kongresses sein

70-jähriges Jubiläum. „Wir erliegen nicht der Versuchung, in Erinnerungen zu schwelgen,“ sagt Präsident Dr. Vogel, „dafür sehen wir uns zu vielen Herausforderungen gegenüber“. So steht die Zukunftsorientierung im Zentrum des Kongresses: „Motivierung jüngerer Kolleginnen und Kollegen zur Übernahme von Führungsaufgaben und berufspolitischem Engagement sowie Digitalisierung sind eindeutig die Kernthemen in diesem Jahr“, so Vogel. Der BbT begrüße die Entscheidung der Bundesregierung, in dieser Legislaturperiode die Grundlagen für die vom BbT seit Jahren geforderte Tiergesundheitsdatenbank zu schaffen. „Damit werden wir endlich ein Instrument in der Hand haben, landwirtschaftliche Betriebe zielgerichteter zu überwachen“, betont Vogel. Die Regierung sei gut beraten, bereits vorhandene Systeme adäquat zu berücksichtigen. „Wenn das Rad neu erfunden werden soll, wird es in naher Zukunft wieder nichts werden“, meint Vogel mahnend.

Darüber hinaus widmet sich der BbT auf seinem 40. Internationalen Veterinärkongress in Bad Staffelstein den Themenkomplexen Lebensmittel, Tiergesundheit und Tierschutz in verschiedenen Vorträgen.

Programm und Anmeldung
Quelle: BbT

Beitrag der Tiergesundheit zur Nachhaltigkeit

Krankheiten gehören zu den größten Hindernissen, um weltweit eine nachhaltigere Tierproduktion zu erreichen, weil sie sich auf Produktivität, Emissionen und Landnutzung auswirken. Ein neuer Bericht, von der Risikoberatung Oxford Analytica im Auftrag von „Health for Animals“ erstellt, soll das Verständnis der Beziehung zwischen Tiergesundheit und Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft für nachhaltigere Tierhaltungssysteme stärken.

Animal health and Sustainability: A Global Data Analysis,“ zeigt, wie eine bessere Tiergesundheit eine höhere Produktivität, geringere Emissionen und weniger Hungernde bedeuten kann. Basierend auf einer Reihe von Daten der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), der Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH) und anderen modelliert der Bericht die Auswirkungen der Nutztiergesundheit auf die Nachhaltigkeit und zeigt, wie:

Ökonomisch: Verluste durch Tierkrankheiten verursachen einen Produktionsausfall von 358,4 Milliarden US-Dollar pro Jahr.

Umwelt: Ein Rückgang der Tierseuchen um 10 Prozentpunkte ist mit einem Rückgang der Treibhausgasemissionen (THG) um 800 Millionen Tonnen verbunden – das entspricht den durchschnittlichen jährlichen Emissionen von 117 Millionen Europäern.

Soziales: Weltweit korreliert im Durchschnitt jedes zweite geimpfte Rind damit, dass eine Person Hunger vermeidet

„Von der Steigerung des Einkommens der Landwirte bis hin zur Reduzierung der Flächen, die für die Beweidung umgewandelt werden, ist die Bekämpfung von Tierkrankheiten einer der zentralen Wege, um produktivere, nachhaltigere und widerstandsfähigere Viehsysteme zu erreichen“, heißt es auf der Homepage von „Health for Animals“. Hierzu nennt die Organisation Beispiele:

In Brasilien, einem der größten Rindfleischproduzenten der Welt, korreliert die Impfung von 1 % der Fleischrinder mit einer Produktionssteigerung von 0,7 %.

In Nigeria würde die Impfung von 40 % der Rinder die ernste Ernährungsunsicherheit um bis zu 8,1 % verringern – das entspricht der Befreiung von 2,4 Millionen Menschen aus ernster Ernährungsunsicherheit.

Weltweit würde eine Verringerung der Krankheitsraten bei Milchvieh um einen Prozentpunkt die Einnahmen der Erzeuger um bis zu 3,8 Milliarden US-Dollar steigern.

Eine weltweite Impfrate von 40 % für Rinder ist mit einer Verringerung des Flächenbedarfs für die Viehzucht um 5,2 % verbunden, was den ökologischen Fußabdruck von Viehhaltungssystemen verringert.

Quelle: Health for Animals

Ceva Online Blog zur Schweinegesundheit Saugferkeldurchfälle – was nun?

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Welche Erreger können dahinterstecken? Was unterscheidet Eisenpräparate für Saugferkel? Ist Husten im Flatdeck ein Grund zur Sorge? Was kostet mich ein Einbruch mit Influenza?

All diese Fragen kommen regelmäßig bei Schweinehaltern auf. Neben dem stetigen Kontakt mit den bestandsbetreuenden Tierärzten, suchen Praktiker immer häufiger fundierte Antworten zu tiergesundheitlichen Themen schnell, unkompliziert und uhrzeitunabhängig im Internet.

Die Ceva Tiergesundheit GmbH bietet ab sofort Schweinehaltern und Interessierten ab sofort einen Onlineblog zu aktuellen Themen der Schweinegesundheit an. Der Blog wird besondere Schwerpunkte auf die Atemwegserkrankungen beim Schwein, Ferkeldurchfällen, und die Eisenmangelanämie setzen. Die CEVA Tiergesundheitsexperten thematisieren zudem Reproduktionsprobleme oder Alternativen zur Antibiotikabehandlung. Die Themen werden kontinuierlich erweitert und Einzelaspekte von Schweinekrankheiten aus verschiedenen Blickwinkeln, wie beispielsweise Kenntnisse über die wichtigsten Erreger, die Klinik verschiedener Erkrankungen, Diagnostik und Wirtschaftlichkeit beleuchtet. Ergänzt wird das Angebot durch einen stetig wachsenden Downloadbereich mit Checklisten, Arbeitsanleitungen und vielem mehr.

Aktuelle Inhalte & Services
Die Ceva Autoren erklären auf dem Blog Hintergründe, geben Betriebsleitern und Ihren Mitarbeitern auf Wunsch aktuelle Übersichten und Materialien an die Hand und zeigen auf, welchen Einfluss eine verbesserte Tiergesundheit auf den ökonomischen Erfolg landwirtschaftlicher Betriebe hat. Mit dem Blog möchte Ceva Tiergesundheit GmbH Landwirte bei der Gesunderhaltung ihrer Tiere zu unterstützen. Hier liefern Ceva-Tierärzte und – Wissenschaftler fundierte Informationen und Lösungsansätze. Unterstützung erhalten unsere Spezialisten von unabhängigen Tierärzten und Landwirten. So wie auch die Ceva Tiergesundheit Betriebsleiter gerne bei der Durchführung der Diagnostik und mit dem Schlachtlungen-Scoring im Rahmen des Ceva Lung Program unterstützt.

Schauen Sie gerne vorbei auf https://schwein.ceva.de/.

Quelle: CEVA

Bovines Coronavirus und Atemwegsinfektionen? – 60% der Milchviehbetriebe sind betroffen.

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Abb. 1: Lokalisation der 45 europäischen Milchviehbetriebe, Bild-Quelle 1

Unterschleißheim, April 2023 – Das Bovine Coronavirus (BCoV) kommt in den meisten Rinderherden vor und wird schon bei den jüngsten Kälbern im Atemtrakt nachgewiesen. Seit einigen Jahren beschäftigen sich immer mehr Wissenschaftler mit dem Zusammenhang von Vorkommen und Beteiligung des Coronavirus an einer Atemwegserkrankung.

Die Rinder- oder Kälbergrippe (enzootische Bronchopneumonie des Rindes, Bovine Respiratory Disease [BRD]), ist neben den Durchfallerkrankungen die wirtschaftlich bedeutendste Krankheit in der Kälberaufzucht. Sie ist eine rasant fortschreitende Infektion der Atemwege, die schnell auf den ganzen Bestand übergreifen und zu hohen wirtschaftlichen Verlusten führen kann. Als Faktorenkrankheit kann es viele Ursachen geben, belebte und unbelebte. Zahlreiche Viren und Bakterien werden in der Literatur genannt. Zu den bakteriellen Leitkeimen zählen Mannheimia haemolytica, Pasteurella multocida und Histophilus somni. Die wichtigsten viralen Erreger sind das Bovine Respiratorische Synzytialvirus (BRSV) und Parainfluenza 3-Virus (PI3).

Abb. 2: Nachweisraten verschiedener Erreger in BAL Proben, Bild-Quelle 2

Das Coronavirus wird beim Rind eher als einer der Erreger der neonatalen Diarrhoe gesehen. Doch was weitgehend unbekannt ist, BCoV können beim Rind auch bei Atemwegserkrankungen eine Rolle spielen. Dies wurde bei der Routinediagnostik bisher kaum erfasst, jedoch immer mehr Labore etablieren inzwischen geeignete Corona-Tests.

Auf dem letzten WBC in Madrid (2022) wurden neue Studien zur Prävalenz von Bovinen Coronaviren vorgestellt, bei der die Daten von 45 Milchviehbetrieben aus verschiedenen europäischen Ländern ausgewertet wurden1. In 60% der Betriebe konnte das Bovine Coronavirus im Atmungstrakt nachgewiesen werden2. Von klinischen Symptomen wie Husten, Nasenausfluss, Fieber, Inappetenz und Lungenentzündungen waren v.a. Kälber im Alter von 2 Wochen bis 6 Monate (in ¾ der Fälle bis zum Alter von 3 Monaten) betroffen3.

Bovine Coronaviren werden in den nächsten Jahren zunehmend im Fokus stehen, sowohl

Abb. 3: Häufigkeit des Nachweises von Krankheitserregern der Atemwege in den untersuchten Rindergrippe-Ausbrüchen (Nachweis durch PCR). Bild-Quelle 3

bei der Diagnostik als auch bei der Suche nach präventiven Lösungen. Lassen Sie entsprechende Proben schon routinemäßig auf respiratorische BCoV untersuchen?

Für Fragen steht Ihnen unser Technischer Service zur Verfügung und hilft Ihnen gerne bei der Suche nach einem geeigneten Labor. MSD Tiergesundheit wird sich dem Thema Bovines Coronavirus widmen, um die Lungengesundheit und damit das Tierwohl und die Leistungsfähigkeit zu verbessern.

Dr. Solveig Rehm, Intervet Deutschland GmbH, ein Unternehmen der MSD Tiergesundheit

Hintergrundinformation:
• Seit einigen Jahren zeigen Studien, dass das Bovine Coronavirus (BCoV) auch an der Entstehung von Atemwegsinfektionen beim Rind beteiligt ist3.
• Die häufigsten nachgewiesenen Erreger (Lungenspülproben, Nasentupfer) bei erkrankten Tieren sind Pasteurella multocida, Mannheimia haemolytica, BRSV, PI3V und BCoV2.
• Bovines Coronavirus ist in europäischen Milchviehherden sowohl im Magen-Darm- als auch im Atemtrakt weit verbreitet1.
• Bovines Coronavirus schädigt nachweislich die Schleimhaut des Atemtraktes und schafft so eine Eintrittspforte für andere Keime4.

Quellen:
1 Anna Catharina Berge, Geert Vertenten; Prevalence, biosecurity and risk management of Bovine Coronavirus infections on dairy farms in Europe.; Poster session WBC Madrid 2022; https://www.msd-animal-health-ruminants.com

2 Henk Kuijk, Pleun Penterman, Geert Vertenten: Pasteurella multocida, Mannheimia haemolytica and Bovine Coronavirus are the most frequently detected respiratory pathogens from bronchoalveolar lavages in Dutch dairy BRD calves.; Poster session WBC Madrid 2022; https://www.msd-animal-health-ruminants.com

3 Geert Hoflack, Maude Lebrun, Geert Vertenten, Bart Sustronck: Pathogen-specific prevalence and pathogen associations during outbreaks of Bovine Respiratory Disease in calves in Flanders.; Poster session WBC Madrid 2022; https://www.msd-animal-health-ruminants.com

4 Katelyn R. Soules, Michael C. Rahe, Lisa Purtle, Craig Moeckly, Paul Stark, Clay Samson, Jeffrey P. Knittel, Birgit Makoschey: Clinical Disease and Histopathology Associated with Respiratory Infection by Bovine Coronavirus.; Poster session WBC Madrid 2022; https://www.msd-animal-health-ruminants.com

Nutzen Mastochsen Beschäftigungsmaterial auf einer reizarmen Weide?

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Beschäftigungsmaterial kann das Wohlbefinden von Nutztieren verbessern, weil es die Umweltkomplexität erhöht und eine größere Bandbreite natürlicher Verhaltensweisen fördert. Es gibt bisher aber nur begrenzte Daten über Notwendigkeit und Auswirkungen von Beschäftigungsmaterial bei extensiv gehaltenen Rindern, die auf grasbewachsenen Paddocks ohne zusätzliche natürliche und künstliche Merkmale gehalten werden.

Australische Forscherinnen haben nun untersucht (Dickson et al. 2022), welche Art Beschäftigungsmaterial Rinder in einer kargen Koppelumgebung verwenden und bevorzugen. Acht Gruppen von je sieben Angus-Ochsen, die auf beweideten Paddocks ohne natürliche oder künstliche Merkmale untergebracht waren, wurden drei Wochen lang tagsüber je zweimal pro Woche beobachtet. Ihnen wurden eine Rinderbürste, ein Stück hängendes Seil, ein Baumstumpf und ein Hackschnitzelhaufen angeboten.

Obwohl die Verwendung von Beschäftigungsmaterial im Laufe der Zeit allgemein abnahm, blieben Bürsten, Baumstumpf und Holzschnitzel auf einem höheren Verwendungsniveau als das Seil. Dies deute darauf hin, dass die Bürste, der Baumstumpf und der Hackschnitzelhaufen wertvollere Ressourcen für das Vieh waren, da sie Pflege- und Liegeverhalten ermöglichten, obwohl auch an Baumstumpf, Holzhackschnitzel und Seil orale Manipulationen stattfanden, kommentieren die Autorinnen der Studie.

Bessere Luft durch Gülleansäuerung

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Bei der Nutztierhaltung fallen große Mengen Exkremente an. Bei ihrer Lagerung im Stall und ihrer Ausbringung als Dünger auf die Felder entsteht Ammoniak. Das Gas ist gesundheitsschädlich und belastet erheblich die Umwelt. Eine Nachrüstlösung für bestehende Stallanlagen verspricht Abhilfe: Eine Studie der Universität Bonn zeigt, dass sich damit die Ammoniak-Emissionen schon im Stall um etwa 40 Prozent reduzieren lassen. Noch deutlicher senkt sie die Entstehung von Methan, eines starken Treibhausgases. Die Methode könnte daher auch einen wichtigen Beitrag zum Kampf gegen den Klimawandel leisten. Die Ergebnisse erscheinen im Journal of Environmental Management und sind bereits online abrufbar.

In die Umwelt abgegebenes Ammoniak ist ein großes Problem. Als wichtigster Verursacher gilt die Landwirtschaft – sie ist für 95 Prozent dieser Emissionen in Deutschland verantwortlich. Das farblose, stechend riechende Gas wirkt in höheren Konzentrationen toxisch. Es kann zudem zur Überdüngung von Gewässern beitragen und durch Reaktion mit anderen Luftschadstoffen Feinstaub bilden. Als besonders kritisch gilt seine Umsetzung zu Lachgas, einem Treibhausgas, das etwa 300mal klimaschädlicher als Kohlendioxid ist. Lachgas trägt nach Schätzungen rund zehn Prozent zur globalen Erwärmung bei.

Die EU schreibt ihren Mitgliedsländern daher inzwischen nationale Ammoniakemissions-Höchstmengen vor. Doch wie lassen sich diese erreichen, ohne dass Landwirte dazu äußerst kostspielige Neu- oder Umbauten ihrer Stallungen vornehmen müssen? „Wir haben in den vergangenen drei Jahren ein Verfahren getestet, mit dem sich bestehende Stallungen nachrüsten lassen“, erklärt Dr. Veronika Overmeyer vom Institut für Landtechnik (ILT) der Universität Bonn.

Saure Gülle für saubere Luft
Zusammen mit ihren Projektpartnern, den Firmen SF-Soepenberg und Hölscher + Leuschner, haben die Forschenden dazu auf eine bewährte Methode zurückgegriffen: die Ansäuerung von Gülle mit Schwefelsäure. Oft werden Schweine und Rinder auf sogenannten Spaltenböden gehalten. Ihre Exkremente fallen dabei durch Öffnungen im Boden in den darunter liegenden Güllekanal. Dort werden sie so lange aufbewahrt, bis sie zu Beginn der nächsten Vegetationsperiode als Dünger verwendet werden.

„Aus dem Kot-Urin-Gemisch wird permanent Ammoniak freigesetzt“, sagt Overmeyer. „Die Zugabe von Säure führt dazu, dass Ammoniak als Ammonium vorliegt, das nicht gasförmig entweichen kann und somit in der Gülle verbleibt.“ Dieser Mechanismus ist schon lange bekannt. So wird der Flüssigmist in Deutschland heute schon teilweise bei der Ausbringung auf die Felder mit Säure versetzt. Dadurch lassen sich allerdings nicht die Ausgasungen in den Griff bekommen, die im Stall oder bei der Lagerung der Gülle entstehen.

Die Exkremente direkt im Güllekanal anzusäuern, kann unter bestimmten Umständen gefährlich sein, da dabei giftiger Schwefelwasserstoff entstehen kann. „Wir haben diesen Prozess daher aus dem Stall verlagert“, betont Overmeyer: „Wir pumpen den Flüssigmist alle paar Tage in einen speziellen Rührbehälter, wo er mit Schwefelsäure vermischt wird. Die frisch angesäuerte Gülle wird dann zurück in den Güllekanal gepumpt.“ Somit kann sie weiterhin im Stall gelagert werden, während zugleich die Ammoniak-Emissionen vermindert werden. Diese gingen in der Studie um knapp 40 Prozent zurück. Bei einer Optimierung der Methode sind sogar Werte von mehr als 60 Prozent denkbar. Die Ammoniak-Emissionen bei der Düngung mit dem vorbehandelten Flüssigmist sind ebenfalls deutlich geringer. Da die angesäuerten Exkremente größere Mengen Stickstoff und Schwefel als normalerweise enthalten, haben sie zudem eine noch bessere Düngewirkung.

Gute Nachrichten für das Klima
Unerwartet war zudem eine weitere Beobachtung: Die Ansäuerung unterdrückte auch die Entstehung von Methan, eines sehr starken Klimagases. 10 bis 15 Prozent des menschgemachten Methans stammen aus der Gülle-Lagerung. „Mit unserer Methode konnten wir die Methan-Emissionen um zwei Drittel reduzieren“, erklärt Prof. Dr. Wolfgang Büscher vom ILT, der die Studie betreut hat. „Wir schlagen damit also gleich zwei Fliegen mit einer Klappe.“

Die Nachrüstung ist nicht umsonst zu haben. Im Vergleich zu aufwändigen Um- oder gar Neubauten ist sie aber vergleichsweise kostengünstig, wobei der Landwirt durch die bessere Düngewirkung auch noch einen zusätzlichen Nutzen hat. Dennoch scheitert die Lösung momentan an der deutschen Rechtslage. Danach ist die Zugabe von Säure zu gelagerter Gülle nur erlaubt, wenn der Güllekanal zuvor mit Spezialfolie abgedichtet wurde. „Das verteuert die Umrüstung erheblich“, sagt Overmeyer. „Dabei zeigen Studien, dass diese Maßnahme nicht notwendig ist, weil trotz des leicht erniedrigten pH-Wertes im Flüssigmist die Wände der Güllekanäle nicht signifikant schneller abgenutzt werden.“

Ihre Hoffnung setzt sie nun auf einen neuen Referentenentwurf, der vorschlägt, die gesetzliche Abdichtungspflicht abzuschaffen. Der liegt aber bereits seit Jahren vor und wurde bislang noch nicht in ein Gesetz gegossen. „Mich ärgert das etwas“, sagt Overmeyer: „Einerseits erwarten wir, dass die Landwirte umweltfreundlicher arbeiten, und andererseits legen wir ihnen dabei Steine in den Weg.“

Für ihre Studie hat sie anderthalb Jahre lang zwei Schweinemastabteile (mit und ohne Gülleansäuerung) auf der Lehr- und Forschungsstation der landwirtschaftlichen Fakultät miteinander verglichen. „Derartige Langzeit-Untersuchungen sind aufgrund ihres hohen Aufwands eine Seltenheit“, betont ihr Doktorvater Prof. Büscher. „Mit dem Campus Frankenforst verfügen wir über eine der wenigen Einrichtungen hierzulande, an denen das überhaupt möglich ist.“

Beteiligte Institutionen und Förderung:
An der Studie waren neben der Universität Bonn die SF-Soepenberg GmbH in Hünxe sowie die Hölscher + Leuschner GmbH & Co. KG in Emsbüren beteiligt. Die Studie wurde durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert (FKZ: 281B102316).

Quelle: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Qualitätsnachweis für Schweine mit LeeO – dem digitalen Schweinepass

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Effizienter arbeiten mit LeeO
+ Farm Management mit Echtzeitdaten
+ Rückverfolgbarkeit von Einzeltieren
+ Sichtbarmachung der Prozessqualität

MSD Tiergesundheit startet den Exklusivvertrieb von LeeO – dem digitalen Schweinepass – in Deutschland, Österreich und der Schweiz. LeeO ist ein cloudbasiertes Rückverfolgbarkeits- und Monitoringsystem, das alle Produktions- und Vermarktungsphasen eines jeden einzelnen Schweines verbindet.

Mit LeeO können Landwirte effizienter arbeiten und ihre Produktion optimieren, beispielsweise durch die automatische Dokumentation von Tierbewegungen oder Behandlungen auf Einzeltierbasis. Auch können Sauen und Eber aufgrund der Nachkommensleistung gezielter selektiert werden, denn auch die Mast- und Schlachtdaten können zum entsprechenden Einzeltier in die LeeO Datenbank zurückgespielt und ausgewertet werden. Tierärzten ermöglicht LeeO eine einfachere Bestandbetreuung und Dokumentation sowie Fütterungsberatern eine bessere Rationsoptimierung, was die Erzeugung insgesamt tierfreundlicher und effizienter macht.

Auch besondere Tierwohlmaßnahmen wie beispielsweise die nadellose Impfung mit IDAL, 5D, Regionalität, Haltungsstufe, Transportkilometer, bio uvm. können mit LeeO belegt und an den nachgelagerten Bereich auf Einzeltierbasis weitergegeben werden. Dies wiederum macht es einfach bestimmte Markenfleischprogramme zu bedienen und sichert damit Landwirten den Absatz und steigert die Effizienz des Vermarkters. Das bedeutet vollständige Lieferkettentransparenz auf Einzeltierbasis zur Stärkung des Verbrauchervertrauens in das Lebensmittel Schweinefleisch und seine Erzeugung.

Sichtbarmachung der Prozessqualität
Die Einzeltierkennzeichnung erfolgt mit Hilfe von elektronischen Ohrmarken und erfasst alle Stationen und Ereignisse: Nach der Geburt erhält jedes Ferkel eine elektronische Ohrmarke. Alle Einzeltierinformationen wie Herkunftsbetrieb, Stall und Bucht, Eltern, Gewichte, Behandlungen, Impfungen sowie sämtliche Aufenthaltsstationen werden mit der LeeO App erfasst und damit automatisch auf der LeeO Datenplattform (Cloud) dokumentiert. Die Informationen sind von überall in Echtzeit auf allen internetfähigen Geräten auf einem übersichtlichen Dashboard abrufbar. Der Landwirt entscheidet dabei selbst, wem er Zugriff auf seine LeeO Daten gewährt, beispielsweise Tierarzt, Fütterungsberater, Vermarkter, Schlachthof und Verarbeiter. Das Dashboard und die Auswertungen können dabei je nach Interesse individuell eingestellt werden. Die Auswertungen in Echtzeit ermöglichen Landwirten ihre Arbeit effizienter zu gestalten und gleichzeitig nachzuweisen, wie gewissenhaft und wertschätzend ihre Tiere aufgewachsen sind.

Weitere Informationenfinden Sie hier.

Kunststoff-Plattformen statt Holzbohlen im Putenstall

Eine aktuelle Studie (Stratmann und Ringgenberg 2023) legt nahe, dass Puten auf erhöhten Kunststoff-Plattformen besser balancieren können als auf Holzbohlen und Plattformen insgesamt bevorzugen.

Die Schweizer Wissenschaftlerinnen fanden auch heraus, dass die Plastikplattformen älteren Truthähnen das Laufen auf erhöhten Ebenen erleichterten. Im Vergleich zu Puten, die Holzbohlen verwendeten, hatten Puten, die Plastikplattformen verwendeten, weniger Stürze und verbrachten weniger Zeit damit, ihr Gleichgewicht zu korrigieren.

Die Forscherinnen testeten Kunststoffplattformen im Vergleich zu Holzbohlen in drei aufeinanderfolgenden Durchgängen in einem Betrieb in der Schweiz. Zusätzlich zur Verhaltensbeobachtung untersuchten sie die Tiere auch auf Pododermatitis und Brustblasen und bewerteten ihren Gefiederzustand.

Die Versuche zeigten, dass Weibchen mehr Zeit auf den Plattformen verbrachten als Männchen. Dies könne auf das höhere Gewicht der Hähne zurückgeführt werden, wodurch sie im Laufe der Zeit weniger wahrscheinlich versuchten, auf die Plattformen zu gelangen. Unabhängig davon zogen beide Geschlechter die Kunststoffplattformen insgesamt den Holzbohlen vor. Denn die größere Oberfläche der Plattformen könne mit ihrer großen Kontaktfläche zwischen Körper und Struktur einfach komfortabler sein.

Die Forscherinnen untersuchten dann die Wechsel von den beiden Strukturen zum Einstreubereich und fanden heraus, dass die Tiere mehr „Fehlversuche“ und Probleme hatten, von den Strukturen aufzustehen oder herunterzukommen, wenn sie Holzbohlen nutzten.

Dies liege wahrscheinlich daran, dass es für Puten einfacher ist, auf eine flache, große Fläche zu springen als auf eine Bohle, die viel schmaler und damit einer Sitzstange ähnlicher ist. „Speziell im höheren Alter, wenn die Vögel schwerer sind, ist es wahrscheinlich einfacher und bequemer, sich auf einer größeren Fläche zu bewegen als auf einer kleineren.“

Unterschiede bei der Gesundheit der Vögel wurden nicht festgestellt. Allerdings stellte sich heraus, dass die Puten mit zunehmendem Alter und Gewichtszunahme immer weniger Zeit auf den Erhöhungen verbrachten. Um dem entgegenzuwirken, empfehlen die Studienautorinnen, Plattformen mit größerer Oberfläche zu verwenden und Rampen einzubauen, um den Vögeln den Übergang zu den Plattformen zu erleichtern.

Übergangszeitraum in der Umsetzung des Tierarzneimittelgesetzes

Die Tierärztekammer Niedersachsen weist aktuell darauf hin, dass Maßnahmenpläne zur Antibiotikaminimierung nach Kennzahlüberschreitung derzeit nur für die Nutzungsarten Mastschweine > 30 kg, Masthähnchen und Mastputen verpflichtend einzureichen sind. Allerdings sei Stichtag für das Kalenderhalbjahr 2022/II bereits der 01. April 2023 gewesen. Weiter heißt es:

Die Maßnahmenpläne für das Kalenderhalbjahr 2023/I werden dann bis zum 01. Oktober 2023 fällig.

Für die Tierhalter*innen der Nutzungsarten:
• Milchkühe
• zugekaufte Kälber bis 12 Monate
• Saugferkel
• Ferkel bis 30kg
• Zuchtsauen und -eber
• Legehennen zur Konsumeiproduktion und
• Junghennen zur Konsumeiproduktion

gilt die Pflicht des § 58 zur Verringerung der Behandlung mit Antibiotika durch das Einreichen von Maßnahmenplänen gemäß der Übergangsregelung im § 94 TAMG erst ab 01. Januar 2024!

Somit ist die Pflicht des § 58 TAMG zur Einreichung von Maßnahmenplänen nach Kennzahlüberschreitung für die genannten sieben Nutzungsgruppen bis dahin ausgesetzt.

Die „alten“ Nutzungsarten Mastkälber bis 8 Monate, Mastrinder ab 8 Monate und Mastferkel bis 30 kg entfallen im TAMG; somit sind für diese auch bereits für das Halbjahr 2022/II keine Maßnahmenpläne mehr einzureichen.

Basierend auf den dargestellten Regelungen müssen die Maßnahmenpläne zu allen aktuellen Nutzungsarten für das Kalenderhalbjahr 2023/II bis 01. April 2024 beim Veterinäramt eingereicht werden.

Alle anderen Regeln des TAMG gelten trotzdem bereits!
Die Angaben zu den Nutzungsarten nach § 54 TAMG und die Mitteilungen über Tierhaltungen nach § 55 TAMG müssen die Tierhalter*innen bereits erledigen. Auf dieser Basis sind auch bereits vollumfänglich die tierärztlichen Mitteilungen über Arzneimittelverwendungen gem. § 56 TAMG durchzuführen.

Quelle: Tierärztekammer Niedersachsen

EFSA-Empfehlungen zum Tierwohl von Legehennen und Broilern

Die Bewertungen der Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA dienen der EU-Kommission als Maßstab für die anstehende Überarbeitung der EU-Tierschutz-Gesetzgebung. Jetzt hat die Behörde Empfehlungen für die Haltung von Masthühnern und Legehennen veröffentlicht.

Hintergrund: Legehennenhaltung
▪ Im Einklang mit ihrer „Farm to Fork“-Strategie überprüft die Europäische Kommission (EC) die Tierschutzgesetzgebung, einschließlich der Richtlinie 1999/74/EC des Rates, die Mindeststandards für den Schutz von Legehennen festlegt.
▪ Darüber hinaus forderte eine Europäische Bürgerinitiative (EBI) von 2018 – das sogenannte „Ende des Käfigzeitalters“ – ein Verbot der Nutzung einzelner Ställe und Käfige für Legehennen neben anderen Nutztierarten.
▪ Die EFSA hat bereits in den Jahren 2005 und 2015 Gutachten zum Tierwohl von Legehennen vorgelegt.
▪ Das Wissenschaftliche Gremium für Tiergesundheit und Tierschutz (AHAW) der EFSA hat diese Bewertung durchgeführt.

Was war der Auftrag an die EFSA?
▪ Bereitstellung einer wissenschaftlichen Grundlage für überarbeitete Maßnahmen zum Wohlergehen von Legehennen, Junghennen und Legehennen im Betrieb.
▪ Beschreibung der relevantesten Haltungssysteme, die in Europa verwendet werden.
▪ Identifikation der relevanten Auswirkungen auf das Wohlergehen für jedes System zusammen mit den damit verbundenen tierbasierten Maßnahmen (ABM – Animal Based Measures) und Gefahren, die Auswirkungen auf das Wohlergehen haben können.
▪ Empfehlung von Maßnahmen zur Vermeidung oder Behebung der Gefahren und/oder zur Minderung der Folgen für das Tierwohl.
▪ Vergleich der Risiken, die mit der Verwendung von Käfigen und käfigfreien Systemen verbunden sind, einschließlich der Aufzucht von Legehennen ohne Schnabelbehandlung.
▪ Empfehlung von ABMs, die im Schlachthof gesammelt werden können, um das Wohlergehen der Legehennen auf dem Betrieb zu überwachen.

Wie hat die EFSA diese Arbeit durchgeführt?
▪ Das AHAW-Gremium befolgte die methodischen Leitlinien der EFSA für die Entwicklung von Tierschutzmandaten im Zusammenhang mit der „Farm-to-Fork“-Strategie.
▪ Das Gremium prüfte sowohl Peer-Review-Literatur als auch graue Literatur (nicht im Buchhandel erhältlich, meist von Institutionen veröffentlicht) sowie Informationen, die vom Europäischen Forum der Nutztierzüchter (EFFAB) und den wissenschaftlichen Netzwerken der EFSA bereitgestellt wurden.
▪ Die Erhebung von Expertenwissen und eine Unsicherheitsanalyse wurden gemäß den Leitlinien der EFSA durchgeführt. Ein innovatives Verhaltensmodell wurde verwendet, um den Raum abzuschätzen, der benötigt wird, um Verhaltensbedürfnisse auszudrücken.
▪ Die verwendeten Daten decken den Zeitraum zwischen 2004 und November 2022 ab.

Was waren die Einschränkungen der derzeit verfügbaren Daten?
▪ Über Jung- und Legehennen waren nur begrenzt Daten verfügbar.
▪ Unsicherheiten wurden auch bezüglich der Zusammenhänge zwischen Gruppengröße, Besatzdichte und Gruppenstress festgestellt.

Was sind die wichtigsten Ergebnisse?
Elf hochrelevante Wohlfahrtsfolgen wurden identifiziert:
▪ Knochenläsionen (einschließlich Frakturen und Luxationen)
▪ Gruppenstress
▪ Unfähigkeit, unerwünschtes sexuelles Verhalten zu vermeiden
▪ Unfähigkeit, Erkundungs- oder Nahrungssuchverhalten auszuleben
▪ Unfähigkeit, Komfortverhalten auszuleben
▪ Isolationsstress
▪ Prädationsstress (Angst vor einem Angriff durch ein Raubtier)
▪ Bewegungseinschränkung
▪ Ruheprobleme
▪ Hauterkrankungen
▪ Weichteilläsionen und Schäden an Federn, Krallen und Schnabel

Die relevantesten ABMs für die Erfassung in Schlachthöfen zur Überwachung des Wohlergehens von Legehennen im landwirtschaftlichen Betrieb sind die Gesamtsterblichkeit im landwirtschaftlichen Betrieb, Gefiederschäden, Wunden, (Brust-)Knochenbrüche und Schlachtkörperverwurf.

Wichtige Implikationen und Empfehlungen
▪ Vögel sollten in käfigfreien Systemen gehalten werden.
▪ Protokolle zur Messung von Tierschutzindikatoren müssen für alle kommerziellen Hybriden definiert werden (z. B. Brustbeinbrüche und Gefiederzustand), um weitere Fortschritte bei der genetischen Selektion zu fördern und es den Erzeugern zu ermöglichen, Stämme mit einem verringerten Risiko von Knochen- und Weichteilläsionen und Hautschäden auszuwählen.
▪ Es sollte immer lockere (trockene, sandartige) Einstreu zur Verfügung stehen, ergänzt durch frisches Einstreumaterial und anderen Anreicherungen, die den Komfort und das Erkundungsverhalten unterstützen.
▪ Vorbeugenden Maßnahmen gegen Federpicken sollten umgesetzt werden, damit die Schnabelbehandlung beendet kann.
▪ Unterbringung von Herden mit leicht zugänglichen, erhöhten Plattformen und/oder Sitzstangen, um allen Vögeln ein gleichzeitiges Ausruhen zu ermöglichen und den Vögeln zu ermöglichen, einander auszuweichen.
▪ Eine überdachte Veranda, um die Besatzdichte tagsüber zu reduzieren, wenn die Vögel am aktivsten sind, und Wahlmöglichkeiten zwischen Temperatur, Lichtverhältnissen und Substratqualität.
▪ In Klimazonen, in denen keine überdachte Veranda bereitgestellt werden kann, sollte zusätzlicher Platz geschaffen werden.
▪ Einführung harmonisierter Bewertungsmethoden und -systeme in den Betrieben zur Überwachung von Sterblichkeit und Wunden, Gefiederschäden, Brustbeinbrüchen und Schlachtkörperverwurf bei der Schlachtung. Solche Tools können verwendet werden, um das Tierschutzniveau in landwirtschaftlichen Betrieben in Europa zu überwachen.
▪ Junghennen mit Heizplatten (die einige Aspekte einer Mutterhenne nachahmen, indem sie einen warmen und dunklen Ruhebereich bieten) zur Verringerung der Ängstlichkeit während der Aufzucht und der anschließenden Legeperiode. Das Aufzucht-System sollte die Entwicklung der Navigationsfähigkeit unterstützen.
▪ Reduktion der Aggression männlicher gegenüber weiblichen Tieren, z. B. durch Verringerung des Anteils männlicher Tiere (unter 1:10); Hähne auf reduzierte Aggression selektieren; Einbau einer Trennwand, damit Hühner den Hähnen entkommen können; und so auch Vögeln ähnlichen Alters ermöglichen, miteinander zu interagieren.

Hintergrund: Masthähnchenhaltung

Was sind die wichtigsten Ergebnisse?
▪ Neunzehn höchst relevante Wohlfahrtsfolgen aktuell verwendeter Produktionssysteme wurden identifiziert:
▪ Knochenläsionen
▪ Kältestress
▪ Unfähigkeit, Komfortverhalten auszuleben
▪ Unfähigkeit, Erkundungs- oder Nahrungssuchverhalten auszuleben
▪ Isolationsstress
▪ Magen-Darm-Erkrankungen
▪ Länger andauernder Durst
▪ Hitzestress
▪ Länger andauernder Hunger
▪ Umgang mit Stress
▪ Bewegungsstörungen
▪ Prädationsstress (Angst vor einem Angriff durch ein Raubtier)
▪ Bewegungseinschränkung
▪ Ruheprobleme
▪ Gruppenstress
▪ Schäden an Weichgewebe und Integument (Haut).
▪ Nabelschnurerkrankungen
▪ Unfähigkeit, unerwünschtes sexuelles Verhalten zu vermeiden
▪ Sensorische Unter- und Überstimulation

Für Eintagsküken:
▪ Ein Nahrungsentzug von mehr als 48 Stunden führt zu „anhaltendem Hunger“, der sich nachteilig auf das Wohlbefinden der Tiere auswirkt.
▪ Heizplatten (Bedingungen, die das Verhalten einer Mutterhenne simulieren) fördern das Ruheverhalten und reduzieren sensorische Reizüberflutung.

Für Masthühner, die zur Fleischerzeugung gehalten werden:
▪ Die derzeitigen Besatzdichten beeinträchtigen das Wohlergehen der Broiler.
▪ Eine Besatzdichte von mehr als 11 kg/m2 verstärkt die Fußballendermatitis, verringert die Gehfähigkeit und beeinträchtigt Komfort und Erkundungsverhalten.
▪ Bröckelige Einstreu (trocken, sandartig) ist für Masthühner unerlässlich, um Komfort, Erkundungs- und Nahrungssuchverhalten ausleben zu können.
▪ Zugängliche erhöhte Plattformen für Masthähnchen reduzieren das Risiko von Bewegungsproblemen, Raubstress und fördern das Ruheverhalten.
▪ Ammoniakgehalte über 15 ppm beeinträchtigen das Wohlergehen von Masthühnern.

Für Broiler-Elterntiere:
▪ Futter- und Wasserrestriktion verursachen länger andauernden Hunger bzw. Durst.
▪ Eine weitere genetische Selektion auf schnelleres Wachstum wird die negativen Folgen für das Wohlergehen verschärfen.
▪ Die Unterbringung von Großeltern, Urgroßeltern und reinen Stammbaumlinien in einzelnen unfruchtbaren Käfigen führt zu Isolation und Umgangsstress; beeinträchtigtem Erkundungs-, Futtersuch- und Komfortverhalten; beeinträchtigtem Ruhen; und Bewegungseinschränkung.
▪ Zugängliche Sitzstangen für Broiler-Elterntiere verringern das Risiko von Bewegungsproblemen, Raubstress und fördern das Ruheverhalten.
▪ Verstümmelungen wie das Kürzen des Schnabels, das Entzehen, das Entklauen und das Kürzen von Kämmen werden in der gesamten EU bei Broiler-Elterntieren häufig durchgeführt und beeinträchtigen das Tierwohl. Sie können durch geeignete Managementpraktiken vermieden werden.

Die relevantesten ABMs zur Überwachung des Wohlergehens im landwirtschaftlichen Betrieb in Schlachthöfen sind die Gesamtsterblichkeit im landwirtschaftlichen Betrieb, das Vorhandensein von Wunden, der Schlachtkörperverwurf und Fußballendermatitis.

Wichtige Implikationen und Empfehlungen
▪ Begrenzung der Wachstumsrate von Broilern auf maximal 50 g/Tag.
▪ Erhebliche Reduktion der Besatzdichte, um den Verhaltensbedürfnissen von Broilern gerecht zu werden.
▪ Bereitstellung trockener und bröseliger Einstreu bereitstellen und nach der zweiten Produktionswoche neue Einstreue
▪ Bereitstellung einer überdachten Veranda für Broiler und Broiler-Elterntiere ab einem Alter von 2 Wochen.
▪ Zugang zu einem Außenbereich, der zu 70 % mit Vegetation bedeckt ist.
▪ Bereitstellung zugänglicher erhöhter Plattformen mit Rampen für Masthähnchen und Sitzstangen für Masthähnchen-Elterntiere.
▪ Vermeidung aller Formen von Verstümmelungen bei Broiler-Elterntieren.
▪ Vermeidung von Käfigen, Futter- und Wasserbeschränkungen bei Broiler-Elterntieren.
▪ Entwicklung alternativer Methoden, die durch Precision Livestock Farming-Technologien ermöglicht werden, um Daten zu sammeln.
▪ Ammoniakkonzentration im Stall unter 15 ppm.
▪ Umgebungsbeleuchtung von mindestens 20 Lux.
▪ Transport befruchteter Eier, (Schlupf im Stall) anstatt Eintagsküken zu transportieren.
▪ Während der Inkubation sollte die Eierschalentemperatur 37,8 °C nicht überschreiten.
▪ Gesamtsterblichkeit im landwirtschaftlichen Betrieb, verletzte Tiere, Verwurf des Schlachtkörpers und Fußballendermatitis sollten im Schlachthof überwacht werden.

Weitere Forschung wird empfohlen zu:
▪ Einsatz von Precision Livestock Farming-Technologien.
▪ Besonderheiten von erhöhten Plattformen und Sitzstangen.
▪ Konzentrationen von Ammoniak, CO2 und Staub in Ställen.
▪ Einfluss der Gruppengröße auf das Wohlergehen von Masthähnchen.
▪ Auswirkung der Bereitstellung von feuchtem Futter in Brütereien auf das Wohlergehen von Eintagsküken.

Quelle: EFSA