Frohe Weihnachten!

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Wir wünschen ein frohes Fest für Mensch und Tier. Vielen Dank an alle Freunde, Leser, Abonnenten für die Unterstützung im ersten Jahr!

Milchkühe: Ausstieg aus der Anbindehaltung

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Die Anbindehaltung von Rindern wird in Deutschland heftig diskutiert. Der Bundesrat hat sich für ein Verbot der ganzjährigen Anbindehaltung ausgesprochen. Der Grund: Wegen der dauerhaften Fixierung sind die Tiere in ihrem Normalverhalten stark eingeschränkt. Die Anbindehaltung stellt deshalb kein tiergerechtes Haltungsverfahren dar. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat das Thünen-Institut damit beauftragt, die Folgen eines solchen Verbots abzuschätzen.

Bundesweite Daten zur ganzjährigen Anbindehaltung von Rindern existieren zwar nicht. Ihr Umfang lässt sich jedoch mit Daten aus der Landwirtschaftszählung 2010, in der auch Haltungsverfahren und Weidegang erhoben wurden, abschätzen: Demnach wurden 2010 auf ca. 31.500 Betrieben rund 650.000 Kühe in ganzjähriger Anbindehaltung gehalten. Das entspricht einem Anteil von rund 35 Prozent der Milchviehbetriebe und 15 Prozent aller Milchkühe.

Von diesen Zahlen ausgehend und unter Berücksichtigung des Strukturwandels haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Thünen-Instituts hochgerechnet, dass bei der vom BMEL vorgeschlagenen Übergangsfrist von zehn Jahren im Jahr 2027 schätzungsweise noch 13.500 Betriebe mit rund 270.000 Milchkühen von einem Verbot der ganzjährigen Anbindehaltung betroffen wären. Die meisten dieser Betriebe sind vergleichsweise klein, auf die Milchviehhaltung spezialisiert und verfügen oft über andere Einkommensquellen neben der Landwirtschaft. Wie werden sie auf das Verbot reagieren?

Betriebe mit ganzjähriger Anbindehaltung haben mehrere Möglichkeiten, um ihr Haltungsverfahren tiergerechter zu gestalten: Angebot von Weidegang, Bau eines Laufhofs, Umbau des Anbindestalls zum Laufstall oder Neubau eines Laufstalls. Wie sich die einzelnen Maßnahmen umsetzen lassen, hängt in hohem Maße vom jeweiligen Standort und den betrieblichen Bedingungen ab. Dementsprechend variieren die Kosten je neu gestalteten Kuhplatz.

Auf Basis von Literaturangaben haben die Thünen-Wissenschaftler die anpassungs-bedingten Kostenänderungen in Cent pro Kilogramm (ct/kg) Milch berechnet. Demnach würde ein Ausstieg aus der ganzjährigen Anbindehaltung die betroffenen Betriebe zwischen 0,26 und 13,42 ct/kg Milch kosten. Bei einem durchschnittlichen Auszahlungspreis der Molkereien von 27,2 ct/kg Milch im Jahr 2016 und 36,6 ct/kg im Jahr 2017 kann sich ein Verbot somit erheblich auf die Rentabilität der betroffenen Betriebe auswirken.

Mit verschiedenen Fördermaßnahmen, wie z.B. tierbezogenen Weideprämien und einer angepassten Investitionsförderung, könnten negative wirtschaftliche Effekte für die Betriebe reduziert werden. Bei einem Übergangszeitraum von zehn Jahren müssten dafür schätzungsweise 222 bis 287 Millionen Euro öffentliche Gelder bereitgestellt werden. „Diese Ausgaben ließen sich grundsätzlich mit Mitteln finanzieren, die im Rahmen der zweiten Säule der EU-Agrarpolitik bereits zur Verfügung stehen“, sagt Angela Bergschmidt, Erstautorin der Thünen-Studie.

Es ist allerdings zu erwarten, dass ein Verbot der ganzjährigen Anbindehaltung selbst mit einer flankierenden Förderung den Strukturwandel beschleunigen wird. Um das Verbot möglichst sozialverträglich zu gestalten, sollte den Betrieben eine ausreichend lange Übergangsfrist gewährt und das Verbot mit attraktiven Fördermaßnahmen flankiert werden. Gegebenenfalls sind Härtefallregelungen für auslaufende Betriebe zu erwägen.

Die Stellungnahme für das BMEL mit dem Titel „Folgenabschätzung eines Verbots der ganzjährigen Anbindehaltung von Milchkühen“ ist als Thünen Working Paper 111 erschienen.

Quelle: Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei

Tierhalter beginnen das neue Jahr mit Bestandsmeldung

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Afrikanische Schweinepest, Blauzungenkrankheit, Geflügelpest – tückische Krankheitserreger bedrohen alle Tierarten. Für Tierhalter nimmt daher der vorsorgende Schutz eine große Rolle ein, teilt der Landvolk-Pressedienst mit. Dazu zählt neben der Beachtung aller Vorsichtsmaßnahmen zur Biosicherheit die korrekte und fristgerechte Meldung der Tierbestände an die Niedersächsische Tierseuchenkasse (TSK). Sie steht Anfang des Jahres an und betrifft auch Klein- oder Hobbyhalter. Nur bei Erfüllung dieser Pflicht dürfen Tierhalter im Seuchenfall auf Leistungen der Tierseuchenkasse vertrauen. Das Onlineportal der TSK wird nach den Weihnachtsfeiertagen für die Bestandsmeldungen freigeschaltet, als Stichtag gilt der 3. Januar 2019. Die Beitragsbescheide werden Ende Februar, Anfang März versandt, bis zum 15. März soll das Geld bei der Tierseuchenkasse eingegangen sein. Es gibt einige Änderungen bei den Beiträgen. So müssen kleine Tierhaltungen für Pferde, Rinder, Schweine und Geflügel mit 12,50 Euro statt bisher zehn Euro einen etwas höheren Mindestbeitrag bezahlen. Für Schweinehalter wird der Seuchenschutz etwas teurer, für Rinderhalter etwas billiger, nicht zuletzt dank der guten Fortschritte bei der Bekämpfung einiger Krankheiten. Pferdehalter zahlen 2019 einen deutlich geringeren Beitrag, für Schafe und Ziegen wird die Seuchenvorsorge minimal teurer, für die meisten Geflügelarten etwas günstiger. Die Beitragsberechnung der TSK wird jährlich neu angepasst und von deren Gremien beschlossen. Sie basiert auf der Höhe der laufenden Kosten je Tierart. Die exakten Sätze hat die TSK in einer Tabelle auf ihrer Homepage unter www.ndstsk.de eingestellt, dort geht es auch zur Online-Meldung.

Das Landvolk Niedersachsen weist alle Tierhalter darauf hin, dass die Leistungen der Tierseuchenkasse im Seuchenfall bei weitem nicht alle Verluste abdecken können. Die TSK übernimmt den Ausgleich des sogenannten gemeinen Tierwertes und bezahlt im Fall der Fälle auch die behördlich angeordnete Tötung der Tiere. Weitergehende Schäden, die sich insbesondere durch die Betriebsunterbrechung und damit den Ausfall der Einnahmen aus der Tierhaltung ergeben, können über eine Ertragsschadenversicherung abgedeckt werden. Dazu bieten die Kreisverbände und deren Versicherungsagenturen wie beispielsweise die Landvolkdienste ihre Beratung an.

Quelle: Landvolk Niedersachsen

MSD Tiergesundheit ruft Auszeichnung für gesündere Tiere ins Leben:

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„Preis der Tiergesundheit“ fördert nachhaltige Gesundheitskonzepte. Ab 2019 zeichnet MSD Innovationen für Tiergesundheit aus.

• Gesucht werden Versorgungskonzepte, die sich in der Praxis bewährt haben
• Bewerbungsphase beginnt im Februar 2019

Verantwortung für das Wohl unserer Tiere: Mit dem „Preis für Tiergesundheit“ würdigt MSD nachhaltige, innovative Gesundheitskonzepte. Im ersten Jahr, 2019, stehen Rinder im Fokus des neuen Tiergesundheitspreises.

Moderne Landwirtschaft muss heute viele Aspekte berücksichtigen: Schonung der Ressourcen, Umwelt- und Klimaschutz, gesetzliche Auflagen, Wirtschaftlichkeit oder aber Verbraucherinteressen. Eines aber muss stets an oberster Stelle stehen: die Gesundheit und das Wohl unserer Tiere.

Der „Preis der Tiergesundheit“ würdigt ganzheitliches, maßgeschneidertes Gesundheitsmanagement bei Tieren.
Im ersten Jahr der Preisvergabe sind Rinder- oder Milchviehbetriebe gesucht, die mit der Einführung von neuen Vorsorgekonzepten bzw. optimierten Haltungsbedingungen nachweislich einen positiven Beitrag zum Betriebsergebnis und Tierwohl geleistet haben. Dies können z. B. Impfmaßnahmen in Verbindung mit der Optimierung von Fütterung oder Lüftung sein oder aber neue Hygienekonzepte.

Die Erfolgsgeschichten von Landwirten werden ins Rampenlicht gestellt und so einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ein großes Ziel ist dabei, den Erfahrungsaustausch unter Landwirten und Tierärzten weiter zu stärken.

„Landwirte lernen von Kollegen – Sie teilen ihre positiven Erfahrungen und Vorgehensweisen untereinander und das praxisnah mit allen Vorteilen aber auch Stolperfallen. Zuhören, miteinander sprechen, gemeinsam Lösungsansätze finden und voneinander lernen, das sind die strategischen Zielsetzungen des ‚Preis der Tiergesundheit’ für die kommenden Jahre“, erklärt Dr. Solveig Rehm, Tierärztin und Produktmanagerin bei MSD Tiergesundheit.

Auf die Gewinner warten Preisgelder in Höhe von 60.000 Euro
Am „Preis der Tiergesundheit“ können alle Landwirtinnen und Landwirte aus Deutschland und Österreich teilnehmen, die einen Rinder- bzw. Milchviehbetrieb besitzen oder führen, unabhängig von der Größe des Betriebes.

Eine unabhängige Experten-Jury bewertet die Konzepte und wählt die drei erfolgreichsten Versorgungslösungen aus. Die drei Erstplatzierten erhalten ein zweckgebundenes Preisgeld. 30.000 Euro werden an den ersten Platz vergeben, der Zweitplatzierte erhält 20.000 Euro und der 3. Platz 10.000 Euro.

Die Bewerbungsphase für den „Preis der Tiergesundheit“ startet im Februar 2019. Alle Informationen zu dieser Auszeichnung sind ab Bewerbungsbeginn unter www.preisdertiergesundheit.com zu finden.

Quelle: MSD Tiergesundheit

Boehringer Ingelheim stellt Neuerungen in der Geflügelgesundheit vor

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Boehringer Ingelheim setzt mit zwei Neuerungen Maßstäbe bei der Verabreichung von Geflügelimpfstoffen. Das Unternehmen hat nun zwei Impfstoffe im Programm, die präventiv gegen verschiedene Virenstämme der infektiösen Bronchitis (IB) bei Geflügel wirken. Da bei der infektiösen Bronchitis die Verwendung mehrerer Impfstoffe für eine möglichst breite Kreuzimmunität gegen die Vielzahl zirkulierender IB-Erregerstämme wichtig ist, bieten die zwei Impfstoffe aus einer Hand einen noch besseren Schutz der Tiere.

Des Weiteren wurde die Art der Verabreichung erleichtert: Die Impfstoffe können mittels Brausetablette im Wasser aufgelöst und einfach verabreicht werden. Das spart Zeit, erhöht die Sicherheit und schont die Umwelt durch eine sparsamere Verpackung. Zudem können beide Impfstoffe ab dem ersten Lebenstag bei Küken angewendet werden und schützen daher frühzeitig.

Im Rahmen einer Launch-Veranstaltung am Standort Ingelheim präsentierten verschiedene interne und externe Experten neueste Erkenntnisse aus dem Bereich Geflügelgesundheit: Prof. Dr. Bernd Kaspers von der Ludwig-Maximilians-Universität München, Prof. Dr. Silke Rautenschlein von der Tierärztliche Hochschule Hannover und Romina Hellmich von der TU München informierten rund um Themen zur Immunologie bei Huhn und Pute; zusätzlich stellte Prof. Dr. Robby Anderson von der Hochschule Osnabrück seinen Ansatz zum Risiko-orientierten Herdenmanagement vor. Abgerundet wurden die Fachbeiträge von DVM J.J. de Wit vom GD Animal Health in Utrecht (Niederlande) und Dr. Francesco Prandini von Boehringer Ingelheim, die einen umfassenden Überblick über die Bekämpfung der infektiösen Bronchitis gaben und aufzeigten, wie groß der Einfluss der Erkrankung auf die Geflügelwirtschaft und das Tierwohl ist.

Quelle: Boehringer Ingelheim

Gefährdete Nutztierrassen des Jahres 2019 – Das Wollschwein

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Mit dem Wollschwein steht im Jahr 2019 eine Nutztierrasse im Mittelpunkt, die auf der Roten Liste in der Kategorie „Rassen aus anderen Ländern“ aufgeführt ist. Das Wollschwein ist eine der ältesten, rein erhaltenen Schweinerassen Europas. Seinen Ursprung hat es auf dem Balkan, vor allem in Ungarn. Bis in die 1950er Jahre war es als Speckschwein weit verbreitet. Eben dieser üppige Speck war es, der die Rasse dann, aufgrund veränderter Essgewohnheiten hin zu mehr magerem Fleisch, an den Rand der Ausrottung drängte. Im Jahr 1993 gab es europaweit nur noch weniger als 200 Tiere.

Das Wollschwein kommt in drei verschiedenen Farben vor, die als eigenständige Rassen angesehen werden: das Blonde Wollschwein, das Schwalbenbäuchige Wollschwein und das Rote Wollschwein. Tatsächlich haben die Tiere feste, gekräuselte Borsten mit feiner Unterwolle im Winter und feine, glatte und kurze Borsten im Sommer. Die Ferkel sind gestreift, wie Frischlinge beim Wildschwein.
Für die Bezeichnung Mangalitza gibt es verschiedene Erklärungsansätze, die alle sehr treffend scheinen, so bedeutet Mangalitza „walzenförmig“. Das rumänische Wort „mancare“ bedeutet „essen“. Das Wort „Mangala“ ist slawischen Ursprungs und beschreibt einen guten Ernährungszustand und ein „Mangala svinja“ wäre demnach ein Schwein, das gut zunimmt. All diese Deutungsansätze geben schon eine gute Beschreibung zu dem kompakten, walzenförmigen Schwein mit feinen aber harten Knochen und kräftiger Muskulatur.

Das Wollschwein ist robust und eignet sich ideal für die Freilandhaltung, das dichte Borstenkleid und eine Speckschicht schützen dabei vor extremer Witterung. Das Fleisch ist stark marmoriert, was zu einem exzellenten Geschmack führt und reich an den wertvollen ungesättigten Omega-3-Fettsäuren. Dadurch wird es bei qualitätsbewussten Kunden und auch in der gehobenen Gastronomie immer beliebter. Gute Abnehmer für die Produkte sind für die Schweinezüchter notwendig, damit sie weiter züchten können und diese besondere gefährdete Nutztierrasse erhalten bleibt.

Durch akribische Recherchearbeit konnte in den vergangenen sieben Jahren der Grundstein für ein Wollschwein-Register gelegt werden. Dadurch wurde die Möglichkeit geschaffen Zuchttiere zu registrieren und Abstammungen zu dokumentieren. Insgesamt sind in Deutschland derzeit 74 Blonde-, 90 Rote und 123 Schwalbenbäuchige Wollschweine bei 91 Züchtern erfasst. Darüber hinaus gibt es Kontakt zu den Ursprungsregionen Ungarn, Serbien, Bulgarien sowie Österreich und der Schweiz.

Die GEH ernennt seit 1984 alljährlich die „Gefährdete Rasse“ und macht damit deutlich, dass neben den Wildtieren und Wildpflanzen auch in der Landwirtschaft der Verlust der Vielfalt eingezogen ist.

Quelle: Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH),

Familie Scholten-Meilink zum 2. Mal Bester Milcherzeuger Niedersachsens

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„Goldene Olga 2018“ geht nach Hoogstede in der Grafschaft Bentheim. „Silberne Olga“ geht nach Westerkappeln im Kreis Steinfurt, „Bronzene Olga“ nach Quendorf in die Grafschaft Bentheim, Platz vier und fünf gehen nach Emsbüren im Emsland und Rastede im Ammerland

Unternehmerpreis für nachhaltiges Wirtschaften: Niedersächsische Milchwirtschaft zeichnet die zwölf besten der rund 8.500 Milcherzeuger mit dem „Milchlandpreis“ aus – Staatssekretär Rainer Beckedorf und Landvolk-Präsident Schulte to Brinke übergeben Auszeichnungen

Familie Scholten-Meilink aus Hoogstede im Landkreis Grafschaft Bentheim hat es erneut geschafft. Sie darf sich mit ihrem Milchviehbetrieb Scholten-Meilink GbR bereits zum zweiten Mal „Bester Milcherzeuger Niedersachsens“ nennen. Gisela Scholten-Meilink (43) und Wiljan Meilink (40) erhielten heute (14. Dezember) gemeinsam mit ihren vier Töchtern Julia, Lisa, Hanna und Sina im „Alten Kurhaus“ in Bad Zwischenahn aus den Händen von Rainer Beckedorf, Staatssekretär im Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium, die „Goldene Olga 2018“ und einen Geldpreis in Höhe von 3.500 Euro. Es ist das erste Mal in der Geschichte des Wettbewerbs, der in diesem Jahr zum 18. Mal ausgeschrieben wurde, dass ein „Gold-Betrieb“ seinen Erfolg wiederholen konnte. Bereits im Jahr 2005 ging die „Goldene Olga“ an die Scholten-Meilink GbR.

Für den zweiten Platz überreichte der Staatssekretär die „Silberne Olga 2018“ und 2.000 Euro an Birgit (49), Hajo (50) und Katharina (25) Leyschulte sowie Edelgard (56) und Jürgen (55) Steer von der Leyschulte-Steer GbR aus Westerkappeln im Kreis Steinfurt. Ihr Betrieb liegt zwar im benachbarten Nordrhein-Westfalen, da die Milch aber an eine niedersächsische Molkerei geliefert wird, stellte sich die Leyschulte-Steer GbR dem dortigen Wettbewerb.

Die „Bronzene Olga 2018“ ging in diesem Jahr ebenfalls in den Landkreis Grafschaft Bentheim: In Quendorf können sich Margret (50), Dieter (53) und Anne (22) Weusmann mit Markus Ahmann über die hohe Auszeichnung und ein Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro freuen.

Plätze vier und fünf für Betriebe aus den Landkreisen Emsland und Ammerland
Der vierte Platz ging an Sabine (49) und Andreas (48) Lohmöller und ihre Kinder Jake (23), Devon (21), Alison (20) und Luke (19) aus Emsbüren im Landkreis Emsland. Sie erhielten ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro. Den fünften Platz und damit verbunden ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro sicherten sich Doris (59), Harm-Dirk (60), Katrin (30) und Jan-Dirk (35) Klockgether aus Rastede-Wahnbeck im Landkreis Ammerland.

Der Milchlandpreis – ein Unternehmerpreis für Nachhaltigkeit
Im Rahmen der Festveranstaltung mit rund 160 geladenen Gästen hat die niedersächsische Milchwirtschaft im „Alten Kurhaus“ in Bad Zwischenahn heute die besten zwölf ihrer insgesamt rund 8.500 Milchviehhalter mit dem „Milchlandpreis 2018“ geehrt. Die Auszeichnung ist nach Angaben der Landesvereinigung als „Unternehmerpreis für nachhaltiges Wirtschaften“ konzipiert.

Zur Bewertung der Nachhaltigkeit der Wirtschaftsweise der einzelnen Betriebe prüft ein jeweils aus zwei Fachleuten bestehendes Gutachterteam nicht nur die Höfe sehr intensiv, sondern insbesondere auch deren Aktivitäten in den Bereichen Ökologie, Tierwohl, Soziales und Ökonomie. „Ziel ist es, jedes Jahr einen Milcherzeugerbetrieb als Preisträger der „Goldenen Olga“ zu ermitteln und auszuzeichnen, der nicht nur eine optimale Rohmilch produziert, sondern der hervorragend wirtschaftet und sich durch einen besonders verantwortungsbewussten Umgang mit seinen Tieren, der Umwelt und den auf dem Hof arbeitenden Menschen hervorhebt“, so die Landesvereinigung in der Ausschreibung zum Wettbewerb.

Quelle: Landvolk Niedersachsen

Rückgang der Schafhalter in Bayern

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Nach den vorläufigen Ergebnissen der vom Bayerischen Landesamt für Statistik durchgeführten Erhebung über die Schafbestände am 3. November 2018 ist die Zahl der schafhaltenden Betriebe auf insgesamt 2 000 zurückgegangen, 9,2 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Mit 264 300 Tieren war im November 2018 auch der Schafbestand leicht rückläufig (-1,5 Prozent).

Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik

Persönlichkeit von Milchkälbern prognostiziert ihre Fähigkeit, mit Stress umzugehen

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Eine Studie der kanadischen „University of British Columbia“, die Anfang des Jahres veröffentlicht wurde, ergab, dass Milchkälber schon in jungen Jahren ausgeprägte Persönlichkeitsmerkmale aufweisen. Forscher der ´“Faculty of Land and Food Systems“ testeten Kälber im Alter von 25 und 50 Tagen auf Pessimismus, Angst und Geselligkeit und stellten fest, dass jedes Kalb eine inhärente Einstellung hat, die sich im Laufe der Zeit kaum ändert.

Jetzt haben die Forscher diese Studie mit der Untersuchung der gleichen Kälber im Alter von vier Monaten fortgesetzt, um herauszufinden, wie ihre Persönlichkeitsmerkmale ihre Reaktionen auf reale Situationen bestimmen.

Benjamin Lecorps, ein Doktorand im UBC-Tierschutzprogramm, war der Hauptautor der neuesten Studie, die am 5. November in Scientific Reports veröffentlicht wurde. Das sagt er zu den Befunden:

Benjamin Lecorps

Sie wussten bereits, welche Kälber optimistisch, pessimistisch, ängstlich und gesellig sind. Warum das zweite Experiment?

Diese Arbeit konzentriert sich tatsächlich auf die Gültigkeit der verschiedenen Merkmale, die wir in unserem früheren Artikel identifiziert haben. Wir möchten zum Beispiel bestätigen, dass ein Kalb mit einer ängstlichen Persönlichkeit in bestimmten Situationen stärker beansprucht wird als ein Kalb, das keine Angst hat.

Wie haben Sie das gemacht?

Eine Routineprozedur, die Kälber möglicherweise belasten kann, ist der Transport. Er ist neu für sie, es gibt viel Handling, und die Kälber gehen normalerweise nicht alleine in den Anhänger, sondern müssen hinein geschoben werden. Da wir diese Kälber, im Rahmen unserer Arbeitsroutine, von einem Stall in einen anderen transportieren mussten, war das eine gute Gelegenheit, ihre Reaktionen auf einen potenziellen Stressor zu messen.

Wie erkennen Sie, ob ein Kalb beim Transport gestresst ist?

Nutztiere zeigen häufig durch Lautäußerungen an, wenn sie in Bedrängnis sind. Es ist ein guter Indikator für die Intensität der emotionalen Reaktion; je mehr sie vokalisieren, desto stärker sind sie gestresst. Typischerweise steigt auch die Temperatur in ihren Augen an, wenn sie sich bedroht fühlen, weil das sympathische Nervensystem aktiviert und dadurch die Durchblutung der Augen erhöht wird. In dieser Studie haben wir eine Kombination beider Messmethoden angewandt.

Sie hatten also einige Kälber bereits als Neugeborene als pessimistisch oder ängstlich identifiziert. Wie reagierten diese Kälber drei Monate später auf den Transport?

Wie zu erwarten, ermöglichten uns Informationen über die Furchtsamkeit, vorauszusagen, wie die Kälber auf den Transport reagierten. Was uns überraschte, war, dass der Pessimismus ein noch besserer Prädiktor war. Die pessimistischeren Kälber gaben häufiger Laute von sich und hatten nach dem Transport höhere Augentemperaturen. Wir vermuten, dass die pessimistischeren Kälber eher negative Erwartungen an neue Erfahrungen haben.

Wie kann dieses Wissen letztlich zum Vorteil der Tiere genutzt werden?

Der Grundgedanke der Untersuchung von Persönlichkeitsmerkmalen für das Tierwohl besteht darin, herauszufinden, welche Tiere anfälliger für Stress sein könnten. Das Wissen über ihre individuelle Persönlichkeit kann es uns ermöglichen, besser zu verstehen, warum manche Tiere mit normalen Arbeitsroutinen nicht zurechtkommen und eher krank werden. Die Zeit rund um die Abkalbung ist ein gutes Beispiel. In dieser Zeit ändern sich viele Dinge für die Kühe, einschließlich der Nahrung, die sie bekommen, unbekannte Buchtgenossin-nen, das Melken im Melkstand und natürlich alle physiologischen Veränderungen, die mit dem Nachwuchs einhergehen. Milchkühe erkranken häufig nach dem Kalben und die Tiere, die anfälliger für Stress sind, können anfälliger für Infektionskrankheiten sein.

Mit freundlicher Genehmigung der University of British Columbia

Stall und Weide haben Stärken und Schwächen

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Systemanalyse Milch legt umfangreiche Forschungsergebnisse vor

Weidende Kühe entsprechen nach den Vorstellungen vieler Verbraucherinnen und Verbraucher dem Idealbild der Milchviehhaltung. Wissenschaftler dagegen sehen sowohl bei reiner Weidehaltung, gelegentlichem Weidegang und auch reiner Stallhaltung von Milchkühen Stärken und Schwächen. „Ob sich der Milchviehhalter für den Stall oder die Weide entscheidet, hat keine so große Bedeutung“, fasst Dr. Karsten Padeken als Vorsitzendes des Grünlandzentrums Niedersachsen zusammen. „Ausschlaggebend ist das richtige Management, dann gehen Tierwohl und wirtschaftlicher Erfolg Hand in Hand“, fügt er an. Diese Aussage bestätigen die Ergebnisse von 15 Doktorandinnen und Doktoranden, die in einem Verbundprojekt an drei Universitäten, einer Fachhochschule und zwei Instituten geforscht haben. 60 Milchviehbetriebe waren einbezogen, über fünf Jahre wurden Daten erhoben, verglichen, bewertet und analysiert. Auf mehr als 1.000 Seiten haben die Beteiligten die Ergebnisse zusammengetragen.

Unter dem Aspekt Tierwohl schneiden reine Weidehaltungshöfe besser ab als diejenigen mit ganzjähriger Stallhaltung, allerdings lassen sich die Tiere im Stall besser beobachten und kontrollieren. Dies dient in erster Linie der Tiergesundheit. Unter wirtschaftlichen Aspekten liegt die Stallhaltung etwas vorn. Die Doktoranden merken jedoch einschränkend an, dass in den Jahren 2015 und 2016 die Auszahlungspreise in keinem Haltungssystem die Vollkosten decken konnten, also schlicht zu niedrig waren. Mit Blick auf den Klimaschutz könnte zukünftig dem Rohrschwingel eine größere Bedeutung zukommen, allerdings ist diese Grasart für Kühe weniger attraktiv als das bislang bevorzugte Weidelgras. Mehr Augenmerk müssen die Landwirte der Stickstoffauswaschung unter Weiden beimessen, mit einer effizienten Nutzung, die dem Graswachstum angepasst wird, vermeiden sie Nährstoffverluste. Dies sind nur einige Erkenntnisse des vom Niedersächsischen Wissenschafts-ministeriums geförderten Verbundprojektes mit dem Namen „Systemanalyse Milch“. Alle Details haben die am Projekt Beteiligten in einem 98 Seiten starken eBook für Praktiker zusammengefasst, es ist im Netz unter www.gruenlandzentrum.org abrufbar. Über Wissenschaftsjournale werden die Ergebnisse ebenfalls verbreitet.

Quelle: Landvolk Niedersachsen