Folgt auf „Küken-schreddern“ jetzt „Hähnchen-stapeln“?

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Kommentar von Thomas Wengenroth

Gleich vorab: in Deutschland werden Küken nicht geshreddert. Früher mal wurde eine Maschine mit dem euphemistischen Namen „Homogenisator“ eingesetzt. Seit vielen Jahren jedoch werden Eintagsküken in Deutschland mittels CO2 betäubt, getötet und dann als Futter an Zoos, Falknereien und gerne auch als Leckerli für Bello und Mietz verkauft. Wer „Eintagsküken kaufen“ über Google sucht, findet ein reichhaltiges Angebot vom Six-Pack, tiefgefroren bis zur Economy-Packung mit 10 Kilo.

Aber nach dem 1. Januar 2022 ist auch damit Schluss, Eintagsküken dürfen dann nicht mehr getötet werden, alle Eier müssen ausgebrütet und die Bruderhähne anschließend aufgezogen werden. Und da kommt dann „Hähnchen-Stapeln“ ins Spiel: wohin mit den vielen Vögeln? Ja, wir haben bald ein Platzproblem.

Aber der Reihe nach: wie sollen Bruderhähne eigentlich gehalten werden? Dazu gibt es ein paar Erfahrungen, vor allem aus dem Bio-Bereich, und einige, wenige wissenschaftliche Erkenntnisse. Eine spezielle gesetzliche Vorgabe gibt es überhaupt nicht. Die maßgeblichen Gremien, besetzt mit Bundes- und Landesministerialen, haben gerade erst begonnen, sich mit dem Thema zu befassen und es bleibt spannend, ob sie vor dem nächsten Neujahrstag zu Ergebnissen und passenden Regelungen kommen. Auf jeden Fall werden aber ab Mitte Januar 2022 täglich Bruderhähne ausgebrütet – eine Menge Bruderhähne.

Zwar sind eine Reihe von Methoden zur Geschlechtserkennung im Ei entwickelt und teils auch schon marktreif, sie aber flächendeckend in den verbleibenden neun Monaten einzuführen, ist völlig illusorisch. Und auch wenn dies irgendwann der Fall sein wird, schlüpfen trotzdem jedes Jahr Millionen männlicher Eintagsküken. All diese Techniken haben nämlich eine Fehlerquote von 2% bis 5%.

Bio-Bruderhähne gibt es heute schon, sie werden in strukturierter Umgebung und lockerem Besatz gehalten. Kenner sagen, 18 kg Gewicht je Quadratmeter dürfen dabei aber nicht überschritten werden. Denn: die schlanken Hähne sind äußerst aktiv und – weil sie viel länger gemästet werden, als Artgenossen aus reinen Mastlinien – erreichen sie auch die Geschlechtsreife. Dann verhalten sie sich, wie esein erfahrener Bio-Halter treffend formuliert, „wie 15-Jährige Jungs auf dem Schulhof: dumm wie zwei Meter Feldweg, aber voller Testosteron.“

Weil die Schwesterhennen auf Legeleistung gezüchtet sind, setzen ihre Brüder sehr langsam und dafür wenig Fleisch an. Um 1 kg Lebendgewicht zu erreichen, brauchen sie 14-15 Wochen; dafür fressen sie aber auch fünfmal so viel wie Masthühner.

Dies ist auch der Grund, warum für die Aufzucht der zukünftig anfallenden Mengen an Bruderhähnen, Bio-Betriebe nicht in Betracht kommen. Sie könnten niemals die nötigen Bio-Futtermassen bereitstellen. Dazu kommt der Preis – aber dazu unten mehr.

Übrig bleibt also die konventionelle Aufzucht und zwar in bereits vorhandenen Ställen. Neue Behausungen für Bruderhähne zu bauen scheidet aus, allein weil die Genehmigungsverfahren viel zu lange dauern würden. Und: wer will schon einen neuen Hühnerstall im Ort? Also werden erfahrene Hähnchenmäster gesucht, die geschwind ihre Ställe mit Strohballen, Luzernespendern, erhöhten Sitzflächen und Versteck-Möglichkeiten ausstatten, um dann frohgemut und flugs in die Bruderhahnmast einzusteigen.

Da „Hähnchen-Stapeln“ aber nicht wirklich eine Option ist, werden für jeweils eine Million Hähne 250.000 Stallplätze benötigt: vier Mastdurchgänge im Jahr, Besatzdichte 18 kg/qm, Stallfläche 14.000 qm (oder 10 Ställe im Format 20×70 Meter). Für die erste Million mögen die noch zu finden sein, spätestens bei fünf Millionen wird es eng.

Verdienen wollen die Mäster am Ende auch noch was. Weil aber die „ausgemästeten“ Vögel sehr schmalbrüstig bleiben, fällt die übliche Vermarktung aus. Statt Filet gibt es entweder einen ganzen Hahn für Schmor- und Suppentopf oder – viel wahrscheinlicher – verarbeitet zu Wurst und Frikadellen. In jedem Fall jedoch lässt sich der Bruderhahn nur zum Discounterpreis verkaufen und nicht zu bio-mäßigen € 20,- das Kilo.

Dann aber klafft eine ziemliche Lücke, zwischen Erzeuger-Aufwand und Erlös. Wer schließt die und auch wie? Eine Quersubventionierung übers Ei? Wie hoch müsste der Aufschlag da ausfallen? Wie landen die Extra-Erlöse des Legehennen-Halters dann beim Bruderhahn-Mäster? Braucht es dazu etwa eine „Initiative Bruderhahn“ (natürlich schlank wie der Hahn selbst, mit minimalem Verwaltungsaufwand)?

Ein paar Fragen gäbe es also – aber wir haben ja noch jede Menge Zeit…

Weitere Informationen zum Thema:
Prof. Rudolf Preisinger (EW Group): „Legehennen, Bruderhähne, Geschlechtserkennung im Ei“ (AfT-Symposium 2019)

Dr. Julia Malchow (FLI): „Eignet sich das Zweinutzungshuhn als Alternative in Mast und Eierproduktion?“ (Geflügeltagung 2019)

Aktueller Stand bei der in ovo-Geschlechtsbestimmung beim Huhn – #EuroTier2021

Zukunftsperspektiven für Bruderhähne und Zweinutzungshühner – #EuroTier2021

Zukunftsperspektiven für Bruderhähne und Zweinutzungshühner – #EuroTier2021

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Eines der interessantesten Diskussionspanel der diesjährigen EuroTier dürfte jenes zu Bruderhähnen und Zweinutzungshühnern gewesen sein. Alina Kathrin Lückemann (Netzwerk Fokus Tierwohl), Dr. Eva Moors (LAVES), Prof. Dr. Silke Rautenschlein (TiHo Hannover), Carsten Bauck (Demeter Bauckhof GmbH), Prof. Dr. Rudolf Preisinger (EW Group) beleuchteten hier die Zukunftsperspektiven für die Zeit nach dem Verbot des Kükentötens ab 1. 1. 2022.

Zwar wurden 2020 in Deutschland bereits 5 Mio. Bruderhähne aufgezogen, aber bisher gäbe es keine speziellen gesetzlichen Vorgaben für die Mast dieser Tiere gab Alina Lückemann zu bedenken, wozu Dr. Eva Moors anmerkte, das TierSchG sei Grundlage für jegliche Tierhaltung und dort stünde, dass Tiere ihrer Art und ihren Bedürfnissen gemäß ernährt, gepflegt und verhaltensgerecht untergebracht werden müssen.

Die TierSchNutztV regele dann konkret die Anforderungen für Legehennen und Masthühner und so seien eben auch Bruderhähne als Masthuhn einzuordnen. Aufs Verhalten bezogen seien Bruderhähne aber nicht mit Masthühnern zu vergleichen, wären sie doch wesentlich agiler und kämpferischer. Sie brauchten eine strukturierte Haltungsumwelt, erhöhte Sitz- und Ruhemöglichkeiten und Beschäftigungsmaterial. Die Besatzdichte ist lt. Verordnung für die Mast auf max. 29 kg/qm festgelegt, was aber für Bruderhähne sehr kritisch zu betrachten sei. Momentan fänden auf Bundesebene erste Gespräche zum Thema Mindestanforderungen zur Aufzucht von Bruderhähnen statt, verriet die Geflügel-Spezialistin des LAVES.

Bei Demeter dürfen in festen Gebäuden 16 kg/qm, in Mobilställen 18 kg/qm gehalten werden und 18 kg stellen für Carsten Bauck auch sicher die Obergrenze dar. Sobald Hähne anfingen ein Revierverhalten auszubilden und auszuleben, müsse ein Stall sinnvoll strukturiert sein und die Hähne beschäftigt werden.

Überall, auch im Bio-Bereich, dominiert Brustfleisch das Hähnchenfleischgeschäft und sowohl Bruderhähne also auch Zweinutzungshühner seien doch relativ schmalbrüstig leitete Prof. Preisinger zum nächsten Punkt über. Der Abstand zu reinen Mastlinien würde sich, dank weiterer Zuchtanstrengungen, zwar noch verringern, aber doch immer signifikant bleiben. In Österreich würden im Biobereich z. B. Hähne der Rasse Lohmann Sandy nur bis 1.000 g Lebendgewicht aufgezogen, was aber spezielle Schlachttechnik erfordere, die ein normaler Schlachthof nicht vorhält.

Auf die Frage, worauf wir uns gefasst machen müssen, wenn die in-ovo-Geschlechtsbestimmung flächendeckend eingesetzt wird, warnt Preisinger, die Branche müsse sich „intensivst“ mit der Hahnenaufzucht auseinandersetzen! Auch wenn wir sehr bald eine flächendeckende Geschlechtsbestimmung bekommen sollten, führe eine Fehlerquote von 2 % oder gar 5 % zum Schlupf einiger Millionen Hähne, die dann auch adäquat aufgezogen werden müssten!

Beim Bauckhof koste ein ganzes Hähnchen € 25 bis € 30,- Euro und der Bruderhahn wäre dann (bei 20 Wochen Aufzucht und einer Futterverwertung von 5:1) nochmals deutlich teurer. Bruderhahn schmecke auch anders als das gewohnte Hühnerfleisch, er brauche nicht nur länger im Stall, sondern auch in der Küche. Idealerweise würde er zum „Coq au vin“ geschmort und niemals kurzgebraten: „Aber wer hat heute überhaupt noch einen Römertopf?“ fragte Carsten Bauck. Ansonsten bleibt noch die Verarbeitung zu Wurst und Frikadellen.

Ganz anders verhielte es sich mit dem Zweinutzungs-Hahn, sagt Carsten Bauck; der sei viel näher an der Verbrauchererwartung.

An der TiHo wurden schon Mastdurchgänge mit Hähnen aus den Linien Lohmann Brown und Lohmann Dual durchgeführt. Die Brown-Hähne erwiesen sich dabei als noch aktiver als Dual, beide Linien seien für den Landwirt sehr umgänglich gewesen und hätten auch Abgangsraten jeweils unter 2% gehabt, Dual noch weniger als Brown berichtete Prof. Silke Rautenschlein.

Aber: welche Bedeutung haben Zweinutzungshühner heute? Mit weniger als 0,1% des Tierbestands in Deutschland praktisch keine, antwortete Prof. Rudolf Preisinger! In der Schweiz würden etwa 10.000 gehalten und die TiHo sei zweitweise Deutschlands größter Abnehmer gewesen.

Im Öko-Bereich sieht Carsten Bauck zukünftig keine Alternative zum Zweinutzungshuhn, denn der Bruderhahn sei lediglich eine Brücken-Lösung, weil er nur ein Symptom bekämpfe. „Wir erzeugen mit Futter was wir nicht haben, in Ställen die wir eigentlich auch nicht haben, ein Tier mit dem umzugehen auch der Kunde Probleme hat“.

Aber auch mit dem Zweinutzungshuhn wird es mit dem „günstigen Bio-Ei“ vorbei sein, prognostiziert Carsten Bauck: „Bei Mobilstall und 100% Bio-Fütterung reden wir schnell von 80-90 Cent fürs Ei.“

Weitere Informationen:
Vortrag von Prof. Rudolf Preisinger „Legehennen, Bruderhähne, Geschlechtserkennung im Ei“ von 2019

Vortrag von Dr. Julia Malchow: „Eignet sich das Zweinutzungshuhn als Alternative in Mast und Eierproduktion?“ Bericht von der Geflügeltagung 2019

Aktueller Stand bei der in ovo-Geschlechtsbestimmung beim Huhn – #EuroTier2021

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Das Töten von Eintagsküken soll in Deutschland ab dem 1. 1. 2022 gesetzlich verboten werden. Alle heute schon marktreifen Verfahren zur Geschlechtsbestimmung im Ei funktionieren nach dem 9. Bebrütungstag (von insgesamt 21 Bruttagen). Nach dem Willen des BMEL sollen sie als Brückentechnologie eingesetzt und weiterentwickelt werden. Ab dem 1. 1. 2024 gilt dann ein Verbot des Tötens von Hühnerembryonen im Ei bereits nach dem 6. Bruttag.

Zur EuroTier 2021 referierte Dr. Thomas Bartels (FLI – Institut für Tierschutz und Tierhaltung) zum „Status quo der in ovo-Geschlechtsbestimmung beim Haushuhn“ und stellte alle derzeit entwickelten oder in der Entwicklung befindlichen Verfahren vor.

Die Anforderungen an praxistaugliche Verfahren seien vor allem

+ Frühe Geschlechtsbestimmung
+ Genauigkeit über 95%
+ Durchsatz von mindestens 100.000 Eiern pro Tag
+ geringe Effekte auf die Schlupfrate
+ sinnvolle Verwertung der aussortierten Bruteier
+ gesellschaftliche Akzeptanz

Für die Übergangszeit bis Ende 2023 eignen sich alle Verfahren, die nach dem 9. Bruttag ansetzen:

1) Messung des Hormongehalts in der Allantoisflüssigkeit (SELEGGT/Deutschland)
2) Detektion patentierter Biomarker in der Allantoisflüssigkeit (IN OVO/Niederlande)
3) DNA-Analyse in der Allantoisflüssigkeit (Plantegg/Deutschland)

Das in ovo-Farbsexing mittels Hyperspektralanalyse kann erst ab dem 13. Bruttag eingesetzt werden und erfüllt so die gesetzlichen Anforderungen nicht.

Vor dem 6. Bebrütungstag analysieren

+ mittels Genome Editing EggXYt noch vor der Bebrütung, im befruchteten Ei (Israel)
+ kombinierte Raman- und Fluoreszenz-Spektroskopie (Molekülspektroskopie nach 3,5 Bruttagen (Deutschland)
+ spektroskopische Geschlechtsbestimmung bei mittels Laser geöffneter Eischale (Deutschland)
+ spektroskopische Geschlechtsbestimmung bei geschlossener Eischale

Beim letztgenannten Verfahren träten jedoch (noch) Probleme mit Schalenfarbe, -dicke und -struktur sowie Inhaltsstoffen im Ei auf. Es gebe zwar Berichte über die Entwicklung weiterer Verfahren, sagte Bartels, zu denen aber keine Details bekannt seien. Darüber hinaus erscheine es fraglich, ob die drei Übergangsverfahren technisch so weiterentwickelt werden können, dass sie bereits am 5. Bruttag funktionieren.

Dass bis Ende 2021 alle genannten Verfahren flächendeckend einsetzbar sind und die anfallende Menge an Bruteiern untersucht und selektiert werden kann, erscheint – nicht nur wegen Corona – mehr als fraglich. Da die Gesetzesänderung aber bereits ab dem 1. Januar 2022 greift, müssen sich alle Marktteilnehmer auf eine große Zahl von „Bruderhähnen“ einstellen! Die dann schlüpfenden Hähne müssen aufgezogen, gefüttert, geschlachtet und vermarktet werden. Und auch wenn zukünftig alle Eier Deutschlandweit selektiert werden können, ändert sich daran wenig. Bei Fehlerraten von 2-5% schlüpfen dann immer noch 1-2 Mio. männliche Küken aus Legelinien pro Jahr!

Aquakultur als Motor zur Verbreitung von Antibiotikaresistenzen im Ozean

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Forschende rund um Privatdozent Dr. Jörn Petersen vom Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH haben erstmals die Relevanz von Antibiotikaresistenzen in der Gruppe der marinen Roseobacter-Bakterien untersucht und konnten nachweisen, dass ein über den horizontalen Gentransfer aufgenommenes Plasmid eine um über 50-fach erhöhte Toleranz gegenüber dem Breitbandantibiotikum Chloramphenicol vermittelt. Ihre Ergebnisse publizierte das Team im renommierten Fachjournal Environmental Microbiology (doi: 10.1111/1462-2920.15380).

Bakterien der Roseobacter-Gruppe machen bis zu einem Viertel der Bakterien in den Ozeanen aus. Die Arbeitsgruppe um den Mikrobiologen Jörn Petersen erforscht am Leibniz-Institut DSMZ im Rahmen des Sonderforschungsbereichs „Roseobacter (TRR51)“ seit einigen Jahren diese Alphaproteobakterien. Sie spielen eine zentrale Rolle im globalen Kohlenstoff- und Schwefelhaushalt und besitzen aufgrund ihres vielseitigen Stoffwechsels ein großes Potential für die biotechnologische Nutzung. Im Rahmen der jetzt veröffentlichten Studie untersuchten die Forschenden eine bisher noch nicht charakterisierte Gruppe von Plasmiden, ringförmigen DNA-Molekülen, die sich unabhängig vom Bakterienchromosom in der Bakterienzelle vervielfältigen. Mit Hilfe von Plasmiden tauschen Bakterien genetisches Material schnell und unkompliziert untereinander aus und tragen damit entscheidend zur Entstehung multiresistenter Krankenhauskeime bei. Das hier untersuchte RepC_soli Plasmid pP72_e, das die genetische Information für eine um den Faktor 50 erhöhte Toleranz gegenüber dem Breitbandantibiotikum Chloramphenicol enthält, konnte sehr einfach durch eine Art molekulare Rohrpost in weitere Meeresbakterien übertragen werden. Basierend auf ihren Ergebnissen gehen die Forschenden davon aus, dass die in der Studie untersuchten Roseobacter-Stämme aus spanischen Aquakulturen vor relativ kurzer Zeit die Antibiotikaresistenz über horizontalen Gentransfer von entwicklungsgeschichtlich entfernt verwandten Gammaproteobakterien übernommen haben. Untermauert wird die Hypothese von der Tatsache, dass das Resistenzgen bisher in keiner weiteren Art der untersuchten Meeresbakterien gefunden wurde, es aber häufig auf Plasmiden von für Mensch und Tier gefährlichen Krankheitserregern wie Salmonella enterica oder Vibrio cholerae vorkommt.

„Da die von uns untersuchten Bakterien von Muscheln aus spanischen Aquakultur-Farmen isoliert wurden, ist davon auszugehen, dass die erworbene Toleranz gegenüber Chloramphenicol eine genetische Altlast früheren Antibiotikaeinsatzes ist“, erläutert der Erstautor der Studie Lukas Birmes. In Aquakulturen wurden früher häufig Antibiotika eingesetzt, um prophylaktisch möglichen Krankheiten vorzubeugen oder das Wachstum zu fördern. Aufgrund der Konsequenzen für Mensch und Natur wurde der Einsatz solcher Medikamente in den letzten Jahren aber in vielen Ländern stark reduziert. Bemerkenswert ist, dass in mehr als einem Dutzend anderer nah verwandter Phaeobacter-Stämme, deren Genom komplett entschlüsselt ist und die in den Meeren vor Dänemark, Frankreich, Deutschland und Australien isoliert wurden, das Gen für die Chloramphenicol-Toleranz nicht vorhanden ist. Man wolle keine Schuldzuweisungen aussprechen, stellen die Forschenden klar. „Aber Ergebnisse wie das unsrige zur Verbindung von Gesundheitswesen, Tierzucht und mariner Aquakultur machen deutlich, wie eng die Welt heutzutage aus biologischer Sicht vernetzt ist. Der Mensch sollte sich bewusst sein, welchen Fußabdruck er im Anthropozän hinterlässt“, fasst Jörn Petersen zusammen.

Quelle: Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH

Prof. Robby Andersson: Anforderungen an moderne Beleuchtung im Geflügelstall – #EuroTier2021

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Künstliches Licht im Geflügel-Stall soll, so weit wie möglich, dem natürlichen Licht entsprechen. Es steht die Forderung im Raum, dass 3% oder gar 5% der Stallfläche von Tageslicht erreicht wird. Deshalb stellt sich die Frage, was „natürliches Licht“ eigentlich ist? Prof. Robby Andersson, Leiter des Lehr- und Forschungsschwerpunktes Nutzgeflügel an der Hochschule Osnabrück, stellte hierzu neueste Forschungsergebnisse anlässlich der EuroTier 2021 vor.

In freier Wildbahn leben Puten am Waldrand und unter freiem Himmel, Hühner dagegen in Wald. Folgerichtig nahmen die Osnabrücker Forscher Messungen an eben diesen Orten vor. Wie auch der Mensch feststellen kann, ist es unter freiem Himmel deutlich heller als im Wald, dafür ist das Licht dort „wärmer“, Farben erscheinen unterschiedlich intensiv.

Langzeit-Messungen ergaben, je nach Messort, auch unterschiedliche UV-A-Anteile im Licht. In der „Steppe“, wo sich Puten aufhalten, waren es im Jahresdurschnitt ca. 6,5% und im „Dschungel“, wo Hühner ursprünglich lebten, ca. 2,5%. Und Vögel sehen eben auch noch im UV-Bereich, was dem Menschen unmöglich ist.

Fällt nun das Tageslicht durch Kunststoffscheiben in den Stall, werden sämtliche Farben gefiltert, die Tiere sehen alles in Falschfarben und die UH-A-Anteile gehen sogar komplett verloren. Deshalb ließe sich „Helligkeit im Stall“ auch nicht in Lux ausdrücken, so Andersson, denn dann fehlten wichtige Bereiche, die ein Vogel wahrnehmen kann.

Auch sehen Vögel mindestens doppelt so viele Bilder pro Sekunde wie der Mensch und nehmen deswegen Licht-Flackern deutlich besser wahr. Sie empfinden dies natürlich als sehr unangenehm und reagieren u. U. mit Verhaltensstörungen. Glühbirnen flackern für Hühner und Puten unaufhörlich und auch viele LEDs tun dies und sind als Stallbeleuchtung deshalb ungeeignet. Aber: es gebe flackerfreie LEDs, die im Bereich von 3.000 Herz oder sogar mehr Licht emittieren, so Andersson.

Vögel brauchen in ihrer Umgebung alle Farben des Lichtspektrums, von Ultraviolett (320 nM) bis ins Rot (780 nM). Da Puten und Hühner auch noch unterschiedliche Anforderungen ans Licht stellen, sollten zukünftig, so der Osnabrücker Wissenschaftler, wahrscheinlich Puten und Hühner in unterschiedlichen „Licht-Habitaten“ gehalten werden: Puten unter UV-reicherem Licht als Hühner. In entsprechenden Versuchen hätten sich der genannte 2,5% UV-A-Anteil für Hühner bereits bestens bewährt.

Lokale Hühnerrassen und einheimische Futtermittel – eine nachhaltige Alternative für die Geflügelproduktion?

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Interdisziplinäres Forschungsteam untersucht Wertschöpfungskette vom Futterbau bis zur Vermarktung

Insel Riems, 10. Februar 2021. Agrarwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der Universität Göttingen und des Friedrich-Loeffler-Instituts haben untersucht, ob die Nutzung lokaler Hühnerrassen und deren Kreuzungen sowie die Fütterung mit heimischen Ackerbohnen statt importiertem Soja eine Alternative für die Geflügelproduktion darstellen kann. In dem dreijährigen Projekt wurden zwei lokale Rassen sowie Elterntiere aus der Wirtschaftsgeflügelzucht und deren Kreuzungen hinsichtlich der Mast- und Legeleistung charakterisiert.

„Ziel war es, nicht nur einen isolierten Aspekt zu betrachten, sondern die ganze Wertschöpfungskette von der Eignung der Rassen und der Futterpflanzen über die Tiergesundheit und die Produktqualität bis hin zu den Verbrauchererwartungen zu analysieren“, so Prof. Dr. Henner Simianer aus der Abteilung Tierzucht und Haustiergenetik der Universität Göttingen, der das Projekt koordinierte. In dem Projekt kam Futter zum Einsatz, dessen Eiweißkomponente vorrangig aus einheimischen Ackerbohnen anstelle des importierten Sojaschrots bestand. Entgegen früheren Berichten erwiesen sich die in der Ackerbohne enthaltenen antinutritiven Substanzen bei den hier untersuchten Tieren als unproblematisch und hatten keine nachteiligen Effekte auf die Tiergesundheit und Produktqualität. Antinutritive Substanzen sind Substanzen in Futtermitteln, die unabhängig vom Gehalt an Nährstoffen und Vitaminen negative Wirkungen auf das Tier haben könnten.

Einige der geprüften Hühnerkreuzungen, insbesondere die Kombination Bresse Gaulloise und White Rock, zeigten eine ansprechende Legeleistung der Hennen, während die Mastleistung der Hähne hinter kommerziellen Broilerlinien zurückblieb. Allerdings gelang es auch, spezielle Produktqualitäten zu erzeugen, wie zum Beispiel dotterreichere Eier oder Hähnchen, die weniger einseitig einen extrem großen Brustmuskel entwickeln und dadurch für besondere Zubereitungsarten geeignet sind. In der begleitenden Verbraucheranalyse stellte sich allerdings heraus, dass Konsumentinnen und Konsumenten noch zu wenig Informationen über verwendete Rassen und Produktionssysteme in ihre Kaufentscheidung einbeziehen.

„Lokale Rassen in der landwirtschaftlichen Produktion zu nutzen, erweitert nicht nur die Produktpalette für den Verbraucher, sondern trägt auch wesentlich zum Schutz der Rassenvielfalt beim Haushuhn bei“, sagt Prof. Dr. Steffen Weigend vom Institut für Nutztiergenetik am Friedrich-Loeffler-Institut. So wurden die Kreuzungstiere der alten Rassen nicht nur wissenschaftlich untersucht, sondern darüber hinaus von verschiedenen praktischen Geflügelhaltern getestet. Diese schätzten nicht nur die höhere Anzahl Eier der Kreuzungstiere im Vergleich zu den alten Rassen, sondern auch das friedliche Verhalten der Tiere. Positiv herausgehoben wurde zudem, dass eine Nutzung der Kreuzungsnachkommen den Erhalt der lokalen Rassen unterstützt.

Eine Präsentation und ein Film des vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz geförderten Projekts „Potentiale der Nutzung regionaler Rassen und einheimischer Eiweißfuttermittel in der Geflügelproduktion“ sind auf dem Youtube-Kanal der Universität Göttingen zugänglich:

Präsentation: „Ackerbohne und regionale Hühnerrasse“

Film: „Ackerbohne und regionale Hühnerrasse: Alternative für die extensive Geflügelproduktion?“

Originalveröffentlichungen:
Escobedo del Bosque et al. (2020). Meat Quality Parameters and Sensory Properties of One High-Performing and Two Local Chicken Breeds Fed with Vicia faba. Foods 9, 1052. DOI: 10.3390/foods9081052

Nolte, T. et al. (2020). Egg Production and Bone Stability of Local Chicken Breeds and Their Crosses Fed with Faba Beans. Animals 10, 1480. DOI: 10.3390/ani10091480

Nolte, T. et al (2020). Growth Performance of Local Chicken Breeds, a High-Performance Genotype and Their Crosses Fed with Regional Faba Beans to Replace Soy. Animals 10, 702. DOI: 10.3390/ani10040702 

Quellen: Georg-August-Universität Göttingen & Friedrich-Loeffler-Institut

Intramuskulärer Ileitis Impfstoff jetzt auch als 100 Impfdosen Flasche erhältlich

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Nach der Einführung des ersten kombinierbaren intramuskulären Impfstoffes in Europa gegen Lawsonia intracellularis als 50 Impfdosen Flasche im Jahr 2019, bringt MSD Tiergesundheit zusätzlich die arbeitswirtschaftliche 100 Impfdosen Flasche auf den Markt.

Durch die Impfung in den Muskel erhält jedes Tier sicher die volle Impfdosis. Besonders anwenderfreundlich und arbeitswirtschaftlich ist die Mischbarkeit mit der gebrauchsfertigen Kombi-Impfung gegen PCV2 und M. hyo von MSD Tiergesundheit. Im Bedarfsfall ist die Einzelanwendung mittels Lösungsmittel möglich. Der Totimpfstoff kann auch bei zeitgleicher antibiotischer Therapie erfolgreich angewendet werden, so dass auch unter solchen Betriebsbedingungen die Wirksamkeit gegenüber Lawsonia intracellularis gewährleistet ist. Die Immunitätsdauer von 21 Wochen bietet einen langen Schutz während der Mast.

Mit der Ausbietung einer weiteren Handelsgröße wird Tierärzt*Innen und Landwirt*Innen mehr Variabilität in der Umsetzung ihrer individuellen Gesunderhaltungskonzepte ermöglicht.

Weitere Informationen unter: www.msd-tiergesundheit.de/lawsonia/
Quelle: Intervet Deutschland GmbH

Wie Kühe die Welt erleben und was das für den Umgang mit ihnen bedeutet #EuroTier2021

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Kühe sehen und hören anderes als Menschen. In mancher Hinsicht besser – aber nicht in jeder. Wie die Tiere ihre Umgebung wahrnehmen, sollte jeder Tierhalter wissen und darauf Rücksicht nehmen, wo immer es geht. Benito Weise vom Landwirtschaftlichen Bildungszentrum Echem hielt, im Rahmen des Fachprogramms der EuroTier 2021, einen sehr interessanten Vortrag über „Sinneswahrnehmung beim Rind“.

Zunächst führte er aus, dass Rinder hohe Frequenzen bis zu 35.000 Hz hören können, für Menschen dagegen bereits bei 19.000 Hz Schluss ist. Hohe Töne gut zu hören ist in freier Wildbahn von Vorteil, weil sie oft mit Gefahren verbunden sind. Warnrufe von Vögeln oder ein Rascheln im Gebüsch, werden als Warnzeichen wahrgenommen. Entsprechend empfindlich reagieren Kühe auf hohe Frequenzen und geraten in Stress, wenn ihnen die Geräusche unbekannt sind. Im Stall können dies quietschende Türen sein oder Metallteile, die aufeinanderschlagen. Pfeifen und Zischen von Wasserleitungen oder Hydraulikventilen, gerne im Zusammenhang mit der Melktechnik. Kann eine Kuh dann, z. B. im Fressgitter, die Quelle solcher Geräusche nicht ermitteln, weil sie den Kopf nicht drehen kann (stereoskopischer Bick!), ist Stress vorprogrammiert. Die Dichte von Leitungen regelmäßig zu prüfen und einfach Türen möglichst geschlossen halten, sei deshalb sehr empfehlenswert, um störende Geräusche zu minimieren.

Um Umgang mit seinen Tieren sollte der Halter immer daran denken, Geräusche, auch wenn sie durch ihn selbst verursacht werden, für die Kuh möglichst interpretierbar zu halten. Die ruhige Ansprache schon aus der Entfernung gibt dem Tier Zeit, das Gefahrenpotential abzuschätzen, bevor die Hand des Bauern auf seinem Rücken landet.

Auch das Sehfeld der Tiere sei wesentlich größer als beim Menschen, führte Benito Weise aus: mit einem über 300 Grad-Sichtfeld, sehen sie nur direkt nach hinten nichts. Allerdings lässt die Sehschärfe beim Rundumblick zu wünschen übrig. Nur nach vorn, in einem Winkel von etwa 70 Grad, ist stereoskopisches Sehen möglich und Tiefenschärfe gegeben. Seitlich und nach hinten ist der Blick unscharf und Bewegungen in der Entfernung für das Tier kaum einzuschätzen. Deshalb wendet eine Kuh jeder Bewegung gleich den Kopf zu.

Auch braucht das Kuh-Auge fünf bis sechsmal länger als das menschliche, um sich veränderten Lichtverhältnissen anzupassen. Schon geschlossene Türen können für einheitlichere Lichtverhältnisse im Stall sorgen. Denn, schaut eine Kuh aus dem relativ dunklen Stall durch eine geöffnete Tür ins Sonnenlicht, sieht sie zunächst mal – nichts. Ihre Augen brauchen einige Sekunden für die Adaption. Den Weg durch den Stall ins Freie kann daher schnell unangenehm werden, insbesondere wenn am Ende etwa der Klauenpflegestand wartet. Sind die Seiten dieses Geräts dann auch noch mit allerlei Technik behangen und so die Rundumsicht behindert, reagiert die Kuh mit Stress.

Deswegen sollte man sich – und der Kuh – Zeit lassen für den Weg zur Klauenpflege. Aber die sollte ja ohnehin nie im Akkord geschehen!

Aufgrund des nachhaltigen Erfolgs: Klauenpflaster Mortella Heal von Dr. Kenndoff jetzt deutlich günstiger

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Zahlreiche Betriebe setzen schon lange auf das Klauenpflaster Mortella Heal von Dr. Kenndoff. Denn Mortella Heal kann Kühen sehr schnell Linderung bei Fußproblemen wie z.B. Mortellaro, Hornspalten, offenen Stellen im Zwischenklauenspalt und selbst bei Tylomen verschaffen.

„Die hervorragende Produktleistung, der hohe Bekanntheitsgrad und die breite Akzeptanz von Mortella Heal machen ganz erhebliche Einsparungen möglich. Diese möchte ich als Dankeschön für das entgegengebrachte Vertrauen in vollem Umfang an meine langjährigen Kunden weitergeben“, erklärt Dr. Jochen Kenndoff.

Deshalb hat Dr. Kenndoff für Bestandskunden zum 1. Januar 2021 die Preise um bis zu 61 % gesenkt:
• 24 Anwendungen der kleinen Größe (72×72 mm) mit allem erforderlichen Fixiermaterial kosten nun netto 224,22 €,
• 12 Pflaster der großen Größe (162×86/50 mm) netto 175,70 €.

Neukunden erhalten für die korrekte Anwendung des Mortella Heal-Pflasters auf ihrem Betrieb eine Einweisung in die Verbandstechnik. Bei anschließender Abnahme von zwei weiteren Sets zum Normalpreis erhalten sie kostenfrei zusätzlich ein Set der großen Größe.

Mit Mortella Heal ist Mortellaro bereits im Ansatz effektiv zu bekämpfen. Profitieren Sie von einer intakten und funktionsfähigen Haut, die sich unter Mortella Heal bilden kann. Mortella Heal: Für bestmöglichen Schutz gegen Mortellaro.

Weitere Informationen und Bestellungen unter: www.dr-kenndoff.eu oder Tel.: 040-79 01 21 10.

Quelle: Dr. Kenndoff

Frühe Impfung von Ferkeln gegen Ebergeruch: Forscherteam mit Göttinger Beteiligung untersucht die Immunokastration

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Forscherinnen und Forscher des Thünen Institutes für Ökologischen Landbau und von der Universität Göttingen haben erstmals eine sehr frühe Impfung bei männlichen Ferkeln erprobt, um Ebergeruch beim Fleischverzehr zu vermeiden. Das Projektteam erhob umfangreiche Daten zu den Auswirkungen auf die Mastleistung, auf die Fleisch- und Fettqualität sowie auf das Verhalten und Wohlbefinden der Tiere. Die Ergebnisse der Studie sind in der Fachzeitschrift Animals erschienen.

Insgesamt 109 Schweine wurden in drei Versuchsdurchgängen entweder sehr früh, also in der 3. und 7. Lebenswoche, oder herkömmlich während der Mast in der 12. und 19. Lebenswoche mit Improvac© geimpft. Bei über 90 Prozent der Versuchstiere wurde die Entwicklung von Ebergeruch zuverlässig gehemmt. Die Produktionsleistungen sowie das Verhalten und Wohlbefinden der Tiere unterschieden sich nicht zwischen den beiden Impfverfahren. Bei der Fleisch- und Fettqualität gab es keine nennenswerten Unterschiede zur herkömmlichen Anwendung der Immunokastration während der Mast.

„Die frühe Impfung gegen Ebergeruch lässt sich gut in die jeweiligen Arbeitsabläufe bei ökologischen und konventionellen Ferkelerzeugern integrieren, was vor allem das Handling im Vergleich zum älteren Mastschwein deutlich erleichtert“, erläutert Ralf Bussemas vom Thünen-Institut für Ökologischen Landbau in Trenthorst. „Mit Hilfe dieser bis dato einzigartigen Studie zeigen wir eine Möglichkeit, die Impfung gegen Ebergeruch auch für kleine und mittlere Betriebe umsetzbar zu machen“, ergänzt Dr. Johanna Mörlein vom Department für Nutztierwissenschaften der Universität Göttingen.

Die Ergebnisse verdeutlichten, dass die Immunokastration als nicht-invasive Maßnahme besonders geeignet ist, um bereits im frühen Stadium die Entstehung von Ebergeruch zu beeinflussen, ohne die Ferkel dem Stress einer chirurgischen Kastration auszusetzen. Offen bleibt, ob eine höhere als die im Versuch eingesetzte Impfdosis Geruchsabweichungen vollständig verhindern kann.

Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags gefördert.

Quelle: Georg-August-Universität Göttingen