Akademie für Tiergesundheit zeichnet zwei Wissenschaftlerinnen für ihre Forschungen auf dem Gebiet der molekularen Biologie mit Förderpreis aus

Mit dem Förderpreis der Akademie für Tiergesundheit e.V. wurden in diesem Jahr gleich zwei Wissenschaftlerinnen für ihre herausragenden Arbeiten auf dem Gebiet der molekularen Mikrobiologie bzw. molekularen Parasitologie ausgezeichnet. Der mit 5.000 Euro dotierte Förderpreis der AfT wird an Wissenschaftler vergeben für herausragende klinische oder experimentelle Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Tiergesundheit. Die Verleihung der Förderpreise fand im Rahmen des AfT-Symposiums am 18.01.2020 beim Leipziger Tierärztekongress statt.

Frau Dr. Andrea Theresia Feßler, PhD, Freie Universität Berlin, wurde für ihre wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der Antibiotikaresistenz, vor allem für ihre Studien zu multiresistenten Staphylococcus spp. sowie zur Empfindlichkeitsprüfung bakterieller Erreger gegenüber antimikrobiellen Wirkstoffen und Bioziden ausgezeichnet. Mit ihren Arbeiten leistete Frau Dr. Feßler, PhD, einen besonderen Beitrag zum Verständnis der Resistenzentwicklung und einer differenzierten Betrachtung des Vorkommens multiresistenter Erreger bei Tieren und Menschen. Außerdem tragen die von ihr erarbeiteten Methoden und Beurteilungskriterien wesentlich zur Interpretation der Ergebnisse der Empfindlichkeitsprüfung von Bakterien im klinisch-mikrobiologischen Labor bei.

Dr. Feßler, PhD, schloss 2009 ihr Studium der Veterinärmedizin an der Ludwig-Maximilians-Universität in München ab und forscht, nach Abschluss von PhD (2012) und Promotion (2016) an der Tierärztlichen Hochschule Hannover, heute als Wissenschaftlerin bei Prof. Stefan Schwarz am Institut für Mikrobiologie und Tierseuchen der Freien Universität Berlin. Die Bedeutung und hohe Qualität ihrer Forschungen werden auch durch eine Fülle von Veröffentlichungen in wissenschaftlich anerkannten internationalen Fachzeitschriften dokumentiert.

Frau Dr. habil. Berit Bangoura, University Wyoming, befasste sich in ihren molekularbiologischen Studien mit der Parasit-Wirt-Interaktion und Kontrolle von Eimeria spp.und Toxoplasma gondii bei verschiedenen Tierarten. Die potenzielle Relevanz von Tierinfektionen mit zoonotischen Parasiten, wie Toxoplasma gondii, für die menschliche Gesundheit ist dabei von besonderer Bedeutung.

Dr. Bangoura ist seit 2003 Tierärztin. Ihre Doktorarbeit schloss sie 2008 bei Prof. Arwid Daugschies am Institut für Parasitologie der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig ab. Danach arbeitete sie als Postdoc und Principal Investigator im selben Labor und erhielt ihre Spezialisierung auf dem Gebiet der Parasitologie (Facharzt für Parasitologie, seit 2009; Diplomate des European Veterinary Parasitology College seit 2014) und habilitierte im Jahr 2015. Ihre gegenwärtige Forschung als Assisstant Professor an der University Wyoming konzentriert sich auf die Epidemiologie von Protozoenpathogenen, vor allem boviner und oviner Eimerien, genutzter Bekämpfungsstrategien unter Berücksichtigung von möglicher Resistenzentwicklung und den ökonomischen Langzeiteffekten der Kokzidiose. Von Relevanz sind dabei auch Koinfektionen mit anderen Pathogenen.

Quelle: Akademie für Tiergesundheit e.V.

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