Fünf Jahre Saugferkelfütterung Nutrix

Über eine Futterschale, die in die Buchtenwand zwischen zwei Buchten eingebaut wird und somit von beiden Buchten zu erreichen ist, wird das flüssige Futter automatisch dosiert. Ein Sensor in der Schale erfasst ihren Füllstand, und je nach Bedarf wird dann frisches Futter neu ausdosiert.

Viele Schweinezuchtbetriebe kennen die Herausforderung: Aufgrund steigender Ferkelzahl¬en reicht die Sauenmilch alleine nicht mehr aus, um die Ferkel optimal zu versorgen. Exakt für diese Anwendung bewährt sich seit nunmehr fünf Jahren weltweit die Saugferkelfütter¬ung Nutrix des niedersächsischen Stallausrüsters WEDA Dammann & Westerkamp.

Mit der Saugferkelfütterung Nutrix haben die Spezialisten aus Lutten vor fünf Jahren eine Welt-neuheit entwickelt. Die Leistungen von Sauen und Ferkeln werden dank dieser vollautomatischen Beifütterung deutlich verbessert. Im Ergebnis nehmen die Sauen während der Säugezeit weniger ab und die Ferkel nehmen effizienter an Gewicht zu.

Ferkel deutlich schwerer
Die Ergebnisse im Betriebsalltag sprechen für sich: „Ein Kunde aus Ungarn berichtet uns etwa, dass seine Ferkel seit der Installation der Saugferkelfütterung Nutrix bis zu 1,5 Kilogramm schwerer sind“, erläutert der Bereichsleiter Entwicklung bei WEDA, Ralf Meyer. Auch die Ergebnisse einer Bachelorarbeit, angefertigt an der Fachhochschule Südwestfalen, Fachbereich Agrarwirtschaft, in Soest, dokumentieren: Bei nahezu gleichem Futterverbrauch konnten mit Nutrix im Vergleich zu ei-nem anderen Fütterungssystem signifikantere Zunahmen pro Ferkel festgestellt werden. Der durch die höheren Absatzgewichte erzielte Mehrerlös pro Ferkel lag im Schnitt bei 2,04 Euro.

Sensor erfasst Füllstand
Dabei sind das Handling und die Funktionsweise des Systems Nutrix ganz einfach: Über eine Futterschale, die in die Buchtenwand zwischen zwei Buchten eingebaut wird und somit von beiden Buchten zu erreichen ist, wird das flüssige Futter automatisch dosiert. Ein wesentlicher Punkt dabei ist, dass der Füllstand über den Tag permanent überwacht wird und nur dann frische Kleinstmengen (minimal 30 Gramm) in den Trog dosiert werden, wenn dieser von den Ferkeln geleert wurde.

Multiphasenfütterung
„Bereits am Tag nach der Geburt können die Ferkel zusätzlich über den Trog mit Milch gefüttert werden. Schon nach kurzer Zeit nehmen alle Ferkel das System so gut an, dass die Milchmengen langsam erhöht und anschließend mit Pre-Starterfutter gemischt gefüttert werden können“, bilan-ziert Ralf Meyer. Eine kontinuierliche Anpassung der Rezepturen, je nach Wachstumsphase, spart nicht nur Futterkosten, sondern vermindert auch deutlich mögliche Durchfallerkrankungen.

Besseres Dashboard, neue Berichte und Pläne
Anlässlich des fünften Geburtstags hat WEDA die Nutrix nun mit einer optimierten Rechnergen-eration ausgestattet. „Das positive Ergebnis: Mit dem neuen Rechner Excellent können infolge unkomplizierter Bedienung kleine als auch große Anlagen noch einfacher gehändelt werden“, weiß Entwicklungschef Meyer. Darüber hinaus hält der neue Rechner nun sehr viele nützliche Features bereit, die sich bereits in der Flüssigfütterung bewährt haben. So wurde etwa das Dashboard verbessert sowie Berichte und Wartungsplan hinzugefügt. Überdies ist ein automatischer Versand
dieser Formulare per E-Mail nun leicht möglich.

Weitere Vorteile von Nutrix auf einen Blick:
– Enzymtraining für den Verdauungstrakt der Tiere – von der Milch zum Getreide. Wenn Ferkel gewohnt sind, im Abferkelbereich Getreide zu fressen, ist im Flatdeck die Futteraufnahme deutlich höher.
– neue Entwicklungsstufe mit dem Einsatz von Ferment: weiter erhöhte Reduktion von Durchfall-erkrankungen, deutlich niedriger Einsatz von Medikamenten, geringere Sterblichkeit und weniger Absatzstress.

Quelle: WEDA Dammann & Westerkamp GmbH

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