Rapsextraktionsschrot passt in jeden Trog: neue bundesweite Futtermitteluntersuchungen belegen gleichbleibend hohe Qualität

Die Nachfrage nach Rapsextraktionsschrot (RES) in der Fütterung ist in den vergangenen Jahren sehr stark gestiegen. Die als Futtermittel verwendete Menge hat sich in Deutschland in zehn Jahren um gute 40 % erhöht und übertrifft momentan den Sojaextraktionsschroteinsatz deutlich. Neueste Monitoring-Ergebnisse für Rapsextraktionsschrot sind auf proteinmarkt.de abrufbar – sowie aktualisierte Einsatzempfehlungen. Der deutlich gestiegene Einsatz von Rapsextraktionsschrot in der Tierfütterung ist Ausdruck dafür, dass vor allem in der Rinderfütterung – aber zunehmend auch in der Schweine- und Geflügelfütterung – dieses Futtermittel hohe Akzeptanz alternativ zum Sojaextraktionsschrot (SES) genießt. Wesentliche Grundlagen dafür legten umfassende Fütterungsversuche sowie ein kontinuierliches Qualitätsmonitoring, welche in Koordination zwischen mehreren Landesversuchseinrichtungen mit Unterstützung der UFOP durchgeführt wurden.

Neue Daten aus der Beprobung 2019 verfügbar
Auch in 2019 zeigt RES eine stabil hohe Qualität mit einem durchschnittlichen Eiweißgehalt von 34 %, einem Rohfasergehalt von 12,6 % sowie mit 3,8 % einem leicht erhöhten Fettgehalt gegenüber den Vorjahren.

Durch die neue Düngeverordnung, die nur noch eine deutlich reduzierte Phosphor-Düngung zulässt, ist es auch in der Fütterung notwendig geworden, neben N- auch P-reduzierte Fütterungsstrategien anzuwenden. Im aktuellen Monitoring lag beim Rapsextraktionsschrot deshalb der Untersuchungsschwerpunkt bei den Mineralstoffen, insbesondere beim P-Gehalt. Dieser lag in 2019 im Durchschnitt bei 10,4 g/kg RES. Die dabei ermittelten Streuungen der Werte weisen Abweichungen von rund 20 % nach oben und
unten aus.

Berechnet man aus den Werten für K, Na, Cl und S das Kationen-Anionen-Verhältnis (DCAB), das für die Rationsgestaltung bei Milchkühen von Bedeutung ist, erhält man hier Werte von durchschnittlich -93 meq/kg. Das Monitoring zeigte ebenfalls eine hohe Übereinstimmung zwischen den deklarierten Rohproteingehalten der Hersteller/Verkäufer der verkauften RES-Ware und den ermittelten Analysewerten.

Die aktuellen Ergebnisse sowie die Ableitung von konkreten Fütterungsempfehlungen für den Einsatz von RES in der Rinder-, Schweine- und Gefügelfütterung sind ab sofort online unter www.proteinmarkt.de abrufbar.

Quelle: OVID Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland

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