+ Staat muss auf bestehenden Programmen aufbauen und darf diese nicht gefährden
+ Alle Branchen müssen einbezogen werden – auch Gastronomie, Fleischerhandwerk und Großhandel
+ ITW fordert als Deutschlands größtes Tierwohl-Programm und Trägerin der Haltungsform-Kennzeichnung von der Politik Einbeziehung in die Lösungsentwicklung

Am Mittwoch den 24.11. veröffentlichte die künftige Regierungskoalition aus SPD, Grüne und FDP ihren Koalitionsvertrag. Darin formuliert die Ampel-Koalition auch Pläne zur Weiterentwicklung des Tierwohls in Deutschland. U.a. soll eine „verbindliche Tierhaltungskennzeichnung“ geschaffen werden, die von „Marktteilnehmer(n) getragen“ werde, „ohne den Handel bürokratisch zu belasten“. Hierzu äußert sich der Geschäftsführer der Initiative Tierwohl (ITW), Dr. Alexander Hinrichs:

„Wir begrüßen alle Pläne, die die Förderung des Tierwohls zum Ziel haben und das marktnah entwickeln möchten. Wichtig ist dabei auch die im Koalitionsvertrag angestrebte Planungs- und Investitionssicherheit. Die Wirtschaft hat mit der Initiative Tierwohl in den letzten Jahren ein bewährtes System zur Förderung des Tierwohls bei inzwischen über 10.000 landwirtschaftlichen Betrieben entwickelt. Mit der Haltungsform-Kennzeichnung haben die führenden Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels ein inzwischen breit anerkanntes Kennzeichnungsprogramm etabliert. Bei den von der Koalition geäußerten Zielen gilt es jetzt, von vornherein den Weg der Zusammenarbeit mit der Wirtschaft zu gehen.“

Dabei gibt es aus Sicht der ITW drei zentrale Forderungen:

1) Die Politik muss bestehende Tierwohl-Programme in Ihren Planungen berücksichtigen und darf deren Erfolge keinesfalls gefährden. Mit der Initiative Tierwohl existiert bereits ein Programm mit einer Durchdringung von 70 Prozent bei der Geflügelerzeugung und 34 Prozent bei Schweinen.

2) Es ist richtig, dass der Handel nicht bürokratisch belastet werden soll. Es reicht aber nicht aus, einzig den Lebensmitteleinzelhandel in den Blick zu nehmen. Auch andere Abnehmer wie die Gastronomie, das Fleischhandwerk und der Großhandel müssen einbezogen werden.

3) Als Deutschlands größtes Tierwohl-Programm und Trägerin der bekannten Haltungsform-Kennzeichnung fordert die ITW von der Ampel-Koalition eine maßgebliche Einbeziehung in die Lösungsentwicklung.

Quelle: Gesellschaft zur Förderung des Tierwohls in der Nutztierhaltung mbH

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