MUHH: Hochschule Hannover entwickelt Modell zur Verbesserung der Eutergesundheit von Milchkühen

Für Milchviehbetriebe ist ein ganzheitliches und in der Praxis anwendbares Konzept zur Eutergesundheit wichtig, um die Tiergesundheit und die betriebliche Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Im Rahmen verschiedener wissenschaftlicher Untersuchungsvorhaben wurden in der jüngeren Vergangenheit die Wirksamkeiten diverser Einzelmaßnahmen analysiert. Für eine wirkliche Innovation in der Praxis fehlt jedoch die Einbindung dieser Maßnahmen in  ein Gesamtkonzept und die betriebsgerechte Aufbereitung dieses Gesamtkonzeptes.

Dank einer intensiven Kooperation der Hochschule Hannover (HsH) mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und sechs niedersächsischen Milchviehbetrieben werden diese Innovationen praxisfähig und -tauglich gemacht. Zusätzlich wird der gezielte Wissenstransfer initiiert, der für die Breitenwirkung erforderlich ist.

Ziel ist es, ein Modell für die betriebsindividuelle Implementierung eines innovativen Gesamtkonzeptes zu entwickeln: „MUHH – Make Udder Health Happen”. Dies ist ein innovatives Gesamtkonzept zur systematischen Kontrolle und Verbesserung der Eutergesundheit von Milchkühen unter gleichzeitiger Reduktion des Antibiotikaeinsatzes für betriebsindividuelle Implementierung. Das Gesamtkonzept soll die Nachhaltigkeit der Milcherzeugung unter Berücksichtigung der Tiergesundheit steigern.

Eine intensive Zusammenarbeit ist Bestandteil des Vorhabens. Unter Leitung von Prof. Dr. med. vet. habil. Volker Krömker (HsH, Fakultät II – Maschinenbau und Bioverfahrenstechnik) wird das Vorhaben modellhaft in den beteiligten Betrieben durchgeführt.

Die zentralen Säulen des Vorhabens bestehen aus:

  1. a) der kontinuierlichen Kommunikation der Projektbeteiligten,
  2. b) der kontinuierlichen Verbesserung und Anpassung des Konzepts an die betriebsindividuellen Rahmenbedingungen,
  3. c) der kontinuierlichen Multiplikation zur Verbreitung des Konzeptes in niedersächsischen und deutschen Milchviehbetrieben.

Während der Implementierung des Gesamtkonzepts ist eine Vielzahl an Aspekten zu beachten. Das Vorhaben hat eine Laufzeit von 36 Monaten und besteht aus drei Arbeitspaketen mit folgenden Meilensteinen:

  1. Die Anforderungen an ein Gesamtkonzept zur Verbesserung der Eutergesundheit, das an betriebsindividuelle Bedürfnisse anpassbar ist, werden definiert. Die Situation hinsichtlich der Eutergesundheit in den teilnehmenden Betrieben vor Einführung des Konzeptes wird erfasst.
  2. Ein Gesamtkonzept wird in den teilnehmenden Milchviehbetrieben etabliert. Die Veränderungen der Eutergesundheits- sowie der Resistenzsituation werden ermittelt.
  3. Die Erkenntnisse aus dem Vorhaben werden potenziellen zukünftigen Nutzern zugänglich gemacht. Dazu ist eine kontinuierliche Publikation der Erkenntnisse notwendig.

Quelle: Hochschule Hannover

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