Digitales Gesundheitsmonitoring bei Aufzuchtkälbern – #MSD-Symposium Rind 4

Zum Schluss des MSD-Symposiums stellte Monica Miravalle das neue System „SenseHub“, speziell auch als besonders leichte RFID-Ohrmarke für Kälber, vor.

Das modulare Kuhüberwachungssystem liefert Informationen über den Reproduktions-, Gesundheits-, Ernährungs- und Wohlfühlstatus einzelner Kühe und Gruppen. Das System bietet eine ganze Auswahl an Hals- oder Ohrmarken du ist auch für Betriebe mit mehr als 1.000 Tieren geeignet.

Die „Allflex Young Stock Application“ bietet, mittels besonders leichter Ohrmarken (unter 40 g), eine spezielle Lösung für neugeborene Kälber bis zum Alter von sechs Monaten an. Die „eSense Flex-Ohrmarken“ liefern Daten zu Verhalten und Gesundheit eines Tieres bereits 24 Stunden, nachdem die Marke angebracht wurde. Ab diesem Zeitpunkt steht der Gesundheitsbericht zur Verfügung und bietet Echtzeit-Einblicke in den Gesundheitszustand und die Trends jedes einzelnen Kalbes.

Aber nicht nur der Gesundheitsstatus lässt sich so überwachen, sondern z. B. auch Änderungen bei Fütterungsmethoden oder Futtertypen oder der Wechsel von Hütten in den Stall, jeweils für das einzelne Kalb und ganze Gruppen.

Gehäufte Gesundheitsprobleme in der frühen Entwicklung einer Färse deuten häufig darauf hin, dass sie als Kuh später eher geringe Leistung bringen wird. Die Überwachungshistorie gibt hier Anhaltspunkte für die potenzielle Produktivität jeder einzelnen Färse. So können proaktive Entscheidungen im Frühstadium getroffen und letztendlich die Qualität der Herde verbessern werden.

Natürlich kosten solche Systeme, gerade wenn alle verfügbaren Module ausgewählt werden, Geld. Bedenkt man aber, dass eine Atemwegserkrankung oder Durchfall mit Behandlungskosten zwischen € 100,- und € 250,- pro Kalb zu Buche schlagen, lohnt sich ein zweiter Blick auf solch ausgefeilte Systeme sicher.

Weitere Informationen (in englischer Sprache) gibt es hier.

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